Suche SSD mit langer Lebenszeit



  • Ich suche eine SSD mit dem Augenmerk auf langer Lebenszeit.
    Performance ist nicht so wichtig, da ich meine Platten sowieso verschlüssele. (Soll aber schon eine SSD sein, weil es dort keine beweglichen teile gibt)

    Gute Controller scheinen ja die von Intel und Sandforce zu sein.
    Wichtiger für die Lebenszeit könnte jedoch der verbaute NAND Speicher sein?

    30-60GB sollten reichen. Jemand Tipps 😕



  • murmur schrieb:

    Wichtiger für die Lebenszeit könnte jedoch der verbaute NAND Speicher sein?

    Mir scheint, zur Zeit scheint das das schlauere wear leveling entscheidend zu sein.



  • OCZ behauptet, dass die Vertex2 Pro für den Server-Einsatz geeignet wäre. Is aber mehr als 3 mal teuerer wie eine nomale Vertex 2 😮

    Generell hört man, dass SLC-Chips deutlich zuverlässiger sein sollen, als MLC-Chips. Aber hier wirds dann richtig teuer, z.B. Intel X-25-E



  • Ich hätte eine 64GB X25-E, würde mich ggf. davon trennen, kommt auf den Preis an.

    Ist natürlich gebraucht, war als Systemplatte im Einsatz, aber keine schlimmen Dinge drauf gemacht. Also nicht jeden Tag 2 Spiele installiert und wieder deinstalliert oder ähnliches.

    Ich müsste mal sehen ob's ein Tool gibt mit dem man auslesen kann wie oft die einzelnen Pages schon beschrieben wurden.



  • volkard schrieb:

    murmur schrieb:

    Wichtiger für die Lebenszeit könnte jedoch der verbaute NAND Speicher sein?

    Mir scheint, zur Zeit scheint das das schlauere wear leveling entscheidend zu sein.

    Bringt wear leveling eigentlich überhaupt noch etwas, bei einer verschlüsselten SSD?

    Immerhin ist das ein kompletter verschlüsselter BLOB, dessen Reihenfolge man nicht einfach wild durcheinanderschmeißen kann.

    AFAIK braucht Wear Leveling freien Speicherplatz, umso mehr, umso besser.
    Aber wenn alles vollgeschrieben ist? Wo soll man da noch die Daten gleichmäßig schön verteilt hinschaufeln?



  • Wear Leveling & Versc schrieb:

    Bringt wear leveling eigentlich überhaupt noch etwas, bei einer verschlüsselten SSD?

    Klar.

    Wear Leveling & Versc schrieb:

    Immerhin ist das ein kompletter verschlüsselter BLOB, dessen Reihenfolge man nicht einfach wild durcheinanderschmeißen kann.

    Das geschieht doch für den Computer völlig unsichtbar. Die SSD-Hardware macht das Durcheinanderschmeißen und zurückverdrehte Wiederanzeigen.

    Wear Leveling & Versc schrieb:

    AFAIK braucht Wear Leveling freien Speicherplatz, umso mehr, umso besser.

    Naja. Das ist auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Zur Zeit sind die Algos recht primitiv.

    Wear Leveling & Versc schrieb:

    Aber wenn alles vollgeschrieben ist? Wo soll man da noch die Daten gleichmäßig schön verteilt hinschaufeln?

    Umschaufeln. Hauptsache, die FAT-Sektoren werden nicht kaputtgehämmert. Wenn bei jedem Schreiben der logische Sektor seinen physikalischen Platz mit einem anderen physikalischen Platz tauscht, hast Du nur doppelt so viele Schreibungen wie nötig, aber es wird nicht mehr auf einen physikalischen Sektor gehämmert. Also sobald einmal jeder physikalische Sektor beschrieben wurde, fällt die Schreibleistung auf 50% runter. Halb so wild, finde ich.

    Mit dem neuen TRIM-Befehl kann das Betriebssystem der SSD sogar sagen, welche Sektoren als leer gelten, und die SSD braucht die neugeschriebenen dann nicht umzuschaufeln. Sie bleibt schnell. Auch recht lecker.

    Und Intel baut 30% mehr Sektoren ein, als das Betriebssystem dann zu sehen kriegt, wohl auch, damit seltener umgeschaufelt werden muß.

    Soweit eine kleine vereinfachte Sichtweise. Wie das mit den riesigen Löschbereichen ist, und wie sich das mit Sektorweisem Umschichten verträgt, muß ich noch fertig durchdenken. Das klemmt noch ein wenig bei mir.

    Ich habe seit Samstag eine SSD.

    TRIM wird wohl nicht durch die Verschlüsselung runter bis zur Hardware gereicht. Also kommt das Problem mit der Schreib-Performance, nachdem zum ersten mal jeder physikalische Sektor belegt war, reduziert um das, was durch die 30% Mehr-Platz wieder gutgemacht werden kann. Aber Schreib-Performance ist irrelevant, solange man nicht Datenbanken hat, die nach jedem Datensatz die Platte syncen.



  • volkard schrieb:

    Wie das mit den riesigen Löschbereichen ist, und wie sich das mit Sektorweisem Umschichten verträgt, muß ich noch fertig durchdenken. Das klemmt noch ein wenig bei mir.

    Ich hab da schon öfter drüber nachgedacht, aber bei mir klemmt es immer nocht. Lass es mich wissen wenn du draufgekommen bist!



  • Wear Leveling & Versc schrieb:

    AFAIK braucht Wear Leveling freien Speicherplatz, umso mehr, umso besser.
    Aber wenn alles vollgeschrieben ist? Wo soll man da noch die Daten gleichmäßig schön verteilt hinschaufeln?

    Ja, Wear-Leveling und vor allem das im Rahmen Halten der Write-Amplification brauchen freien Speicherplatz. Deswegen ist, wie volkard ja schon geschrieben hat, in jeder SSD mehr Speicher drin als draufsteht & dem System gemeldet wird.
    (Und ich schätze & hoffe mal dass dieser zusätzliche Speicher auch verwendet wird um "kaputte" Sektoren zu "ersetzen")



  • hustbaer schrieb:

    volkard schrieb:

    Wie das mit den riesigen Löschbereichen ist, und wie sich das mit Sektorweisem Umschichten verträgt, muß ich noch fertig durchdenken. Das klemmt noch ein wenig bei mir.

    Ich hab da schon öfter drüber nachgedacht, aber bei mir klemmt es immer nocht. Lass es mich wissen wenn du draufgekommen bist!

    Wird das hier nicht aufgeklärt? Oder was meint Ihr genau? Wollt Ihr ergründen, wie TRIM, Garbage-Collection oder z.B. Sandforce-Controller intern genau arbeiten?

    Ich liebäugel auch schon mit einer SSD, evtl. wirds ne Vertex2. Könnt Ihr mir helfen, zusammenzutragen was man bei einer (modernen) SSD alles beachten muss? Ich hab folgendes gelesen:

    • SATA-Controller des Mainboards sollte nicht zu alt sein um max. Performance nutzen zu können
    • Möglichst modernes OS nehmen, da SSDs besser unterstützt werden, also z.B. eher Win7 als WinXP
    • Defragmentierung (bzw. auch Prefetch und SuperFetch) abschalten
    • Trim-Befehl regelmäßig ausführen nicht mehr notwendig, weil die Garbage-Collection bei modernen SSDs das erledigt?
    • Beim Neu-Partionieren (auch Formatieren?) Byte-Alignment beachten für max. Performance (meine das mal im OCZ-Forum gelesen zu haben)
    • SSD nicht randvoll schreiben, wenn volle Performance erhalten bleiben soll (bei Sanforce-Ctrl. mit viel intern reserviertem Speicher notwendig?)

    Wie haltet Ihrs mit der Auslagerungsdatei unter Win? Manche schalten sie bei > 4 GB RAM ab. Könnte aber problematisch werden, wenn das OS aufgrund vieler lf. Anwendungen doch mal mehr braucht, oder?

    Habe auch mal gelesen, dass ein Dateisystem entwickelt wird, was auf die Eigenschaften von SSDs spezialisiert/optimiert ist. Bis dahin ists NTFS mit Standard-Clustergröße okay, oder?



  • Entscheident ist halt der Zusammenhang mit der Verschlüsselung.

    Denn eine Verschlüsselung macht wirklich die ganze Platte voll, obwohl diese, wenn man entschlüsselt auf den verschlüsselten Datenträger zugreift, noch nahezu komplett leer ist.



  • Krypografie & SSD =Be schrieb:

    Entscheident ist halt der Zusammenhang mit der Verschlüsselung.
    Denn eine Verschlüsselung macht wirklich die ganze Platte voll, obwohl diese, wenn man entschlüsselt auf den verschlüsselten Datenträger zugreift, noch nahezu komplett leer ist.

    💡 Man könnte auf die 80-er Platte eine 60-er verschlüsselte Partition draufmachen und 20G leer lassen.



  • robot schrieb:

    Wie haltet Ihrs mit der Auslagerungsdatei unter Win? Manche schalten sie bei > 4 GB RAM ab. Könnte aber problematisch werden, wenn das OS aufgrund vieler lf. Anwendungen doch mal mehr braucht, oder?

    Ich habe 2GB RAM und komme nie ins Swappen. Wenn man jedoch beispielsweise mehrere virtuelle Maschinen laufen lassen muss, benötigt man entsprechend auch mehr. Ich habe auch schon teilweise Swap ausgeschaltet ohne Probleme zu bekommen. Das sollte unter Windows genauso gehen. Zur Not einfach noch einen RAM-Riegel hinzu stöpseln. Sollte man regelmäßig ins Swappen geraten, bringt das sowieso schon sehr viel. Auch bei einer Festplatte.



  • Einlagerungsdatei schrieb:

    Ich habe 2GB RAM und komme nie ins Swappen.

    Linux faßt die Auslagerungsdatei gar nicht an, wenn ausreichend RAM da ist. Win lagert aber, wenn ich recht informiert bin, immer irgendwelchen Kram aus. Einfach nur so. Damit, falls doch mal Bedarf ist, nur noch Weggewerfen werden muß, statt auch noch wegschreiben zu müssen.



  • Bei Windows ist das doofe dass es u.U. keinen Kernel-Dump mehr schreiben kann wenn man kein Swapfile eingetragen hat. Sonst hätte ich das Swapfile schon längst deaktiviert (8 GB RAM sollten reichen).

    Ist einer SSD aber eher egal, denn so oft und so viel wird nicht ausgelagert. Und vor allem steht in einer Stellungnahme von MS dass das Pagefile meist in Stücken vom 1MB geschrieben wird. Was für SSDs zumindest mal nicht schlecht ist, weil nicht lauter kleine Random Writes zu einer hohen Write-Amplification führen.

    @robot:

    Defragmentierung (bzw. auch Prefetch und SuperFetch) abschalten

    Richtig, was aber nicht heisst dass man nicht hin und wieder doch die SSD defragmentieren kann. Oder besser: dass es nichts bringen würde. Bringt immer noch was, nur ist der Unterschied halt lange nicht so gross wie bei Festplatten.

    Trim-Befehl regelmäßig ausführen nicht mehr notwendig, weil die Garbage-Collection bei modernen SSDs das erledigt?

    Jain. Die GC kann z.B. gelöschte Dateien nicht erkennen und "freigeben". Vielleicht bringt TRIM bei modernen SSDs wenig was die Schreibgeschwindigkeit angeht, aber es führt ziemlich sicher zu weniger Schteibzyklen, und dadurch zu einer höheren Lebensdauer.
    Idealerweise verwendet man einfach ein OS + Treiber-Stack wo TRIM direkt unterstützt wird.

    Beim Neu-Partionieren (auch Formatieren?) Byte-Alignment beachten für max. Performance (meine das mal im OCZ-Forum gelesen zu haben)

    Ja, die Partition sollte an einer 1MB Grenze anfangen. Win 7 kümmert sich da z.B. selbst darum, bei älteren Systemen vorher die Partiton anlegen und dann ohne neu Partitionieren auf diese Partition installieren (formatieren ist natürlich OK).

    SSD nicht randvoll schreiben, wenn volle Performance erhalten bleiben soll (bei Sanforce-Ctrl. mit viel intern reserviertem Speicher notwendig?)

    Auch der Sandforce Controller reserviert nur so viel Speicher (Over-Provisioning) wie die Firmware ihm vorschreibt. Bei den aktuellen "120 GB" (120 * 10^9) SSDs von OCZ (z.B. Vertex 2 Extended) sind es 14,5%. Bei den "100 GB" (100 * 10^9) Varianten waren es noch um die 30% (z.B. Vertex 2). Man kann sogar die "100 GB" Varianten auf "120 GB" umflashen. Auf den Controller kommt es also nicht unbedingt an. Allerdings komprimiert der Sandforce die Daten on-the-fly, d.h. bei gut komprimierbaren Daten steht ihm effektiv mehr Speicher zur Verfügung. Da die meisten Programme/DLLs recht gut komprimierbar sind, hat ein Sandforce der die Systempartition bedient also deutlich mehr "zusätzlichen" Platz als die 14,5%.

    (Die 14,5% sind allerdings auch schon deutlich mehr als den üblichen Indilinx Platten spendiert wird, dort sind es meist nur 7,3%)



  • Es wird Zeit für SSDs aus MRAM.

    Dann hätte man dieses Problem nicht.



  • So, ich bin mit meiner SSD zufrieden.

    Ich bemerke zudem, daß die linux-partitionierte SSD immer streikt, wenn ich sie nicht abgeklemmt habe, bevor ich von der anderen Platte Windows benutze. Dann muß ich ein paarmal den Rechner booten, bis sie wieder da ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.



  • volkard schrieb:

    Ich bemerke zudem, daß die linux-partitionierte SSD immer streikt, wenn ich sie nicht abgeklemmt habe, bevor ich von der anderen Platte Windows benutze. Dann muß ich ein paarmal den Rechner booten, bis sie wieder da ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Meinst Du, dass Windows Schwierigkeiten macht damit? Oder GNU/Linux?

    Falls ersteres: Ich kenne mich mit Windows nicht gut aus, aber das macht doch häufig Probleme, wenn sich an der Festplattenkonfiguration irgendwas gröberes ändert. Lassen sich nicht irgendwie mit dem Bootloader einzelne Partitionen oder sogar Platten verstecken?



  • nman schrieb:

    Meinst Du, dass Windows Schwierigkeiten macht damit? Oder GNU/Linux?

    Windows. Nachdem Windows dran war, wird die SSD vom BIOS nicht erkannt.

    Falls ersteres: Ich kenne mich mit Windows nicht gut aus, aber das macht doch häufig Probleme, wenn sich an der Festplattenkonfiguration irgendwas gröberes ändert.

    Och, es macht beim Installieren Linux manchmal kaputt, wenn's auf der gleichen Platte ist. Und wenn Linux die erste Partition hat, stürzt Win beim Installieren ab. Aber wenn man Linux nach Windows installiert, ist alles fein. So war's bisher. Daß eine andere Platte angefaßt wird, ist neu.

    Lassen sich nicht irgendwie mit dem Bootloader einzelne Partitionen oder sogar Platten verstecken?

    Nur, wenn das Betriebssystem so höflich ist, drauf zu hören, was ich hier nicht vermute.

    Ist aber für mich keine Untersuchung mehr wert, weil ich das jetzt weiß und die SSD abklemme, wenn ich die alte Platte anklemme.

    Ich wollte den TO nur warnen, daß er nicht sofort seine SSD umtauschen geht, wenn ihm das passiert. Es könnte nur ein weiterer Anti-Linux-Cheat von MS sein.



  • volkard schrieb:

    Es könnte nur ein weiterer Anti-Linux-Cheat von MS sein.

    Hüte aus Alufolie trägst du aber keine, oder?



  • SSD nicht randvoll schreiben, wenn volle Performance erhalten bleiben soll (bei Sanforce-Ctrl. mit viel intern reserviertem Speicher notwendig?)

    Auch der Sandforce Controller reserviert nur so viel Speicher (Over-Provisioning) wie die Firmware ihm vorschreibt. Bei den aktuellen "120 GB" (120 * 10^9) SSDs von OCZ (z.B. Vertex 2 Extended) sind es 14,5%. Bei den "100 GB" (100 * 10^9) Varianten waren es noch um die 30% (z.B. Vertex 2). Man kann sogar die "100 GB" Varianten auf "120 GB" umflashen. Auf den Controller kommt es also nicht unbedingt an. Allerdings komprimiert der Sandforce die Daten on-the-fly, d.h. bei gut komprimierbaren Daten steht ihm effektiv mehr Speicher zur Verfügung. Da die meisten Programme/DLLs recht gut komprimierbar sind, hat ein Sandforce der die Systempartition bedient also deutlich mehr "zusätzlichen" Platz als die 14,5%.

    (Die 14,5% sind allerdings auch schon deutlich mehr als den üblichen Indilinx Platten spendiert wird, dort sind es meist nur 7,3%)[/quote]

    Nun bin ich aber ganz verwirrt.
    Wenn der Controller freien Speicherplatz braucht um Performance zu gewinnen und
    dieser von der FW schon festgelegt ist... wieso in g***es Namen muss ich denn immer noch was freihalten.
    Und wenn ja, reicht dann eine nur zu x-% partitionierte ssd??
    Theoretisch ist die Partition einner ssd ja kein starres Konstrukt wie bei einem HDD und dem Controller doch schnurz wo nun Freespace ist.!?

    Gruß


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