Wozu braucht ein optisches SPDIF Kabel einen vergoldenen Stecker?
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@audacia: Klar, das ist 100x zu billig für die Goldohr-Fraktion.
Es wird im billig-Bereich allerdings auch oft mit Schmarrn geworben.
Genau so wie auf nem 70€ Magnat Verstärker mit 2x20W RMS gross "1200W PMPO" draussteht, steht da halt "vergoldet" in der Beschreibung.
Kann sogar sein dass das wirklich vergoldet ist, so ne dünne Goldschicht kostet ja nix.
Die "BLER" Tabellen bei der Beschreibung des CD Entmagnetisierers ist übrigens geil. Vor allem die letzten beiden, "Spitzenmesswerte vor der Entmagnetisierung" vs. "Spitzenmesswerte nach der Entmagnetisierung". Oh Boy...

ps.: mein Lieblings-Kabel-Hersteller
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Ich Kunde schrieb:
Denn bei einem rein elektrischen Kabel, also mit metallischem Leiter, macht das Gold wenigstens noch als Korrosionsschutz Sinn.
Reines Kupfer korrodiert nämlich an der Luft und bildet eine dünne Oxidschicht aus.Für jemanden der sich verarscht vorkommt, steckst du schon ganz schön tief drin. Inwiefern beeinträchtigt eine dünne Oxidschicht die (Audio-)Signalübertragung? Gar nicht. Du bist bereits auf den ersten Schritt der Audioverarsche hereingefallen. Darauf folgen dann Silberkabel, dann Kabel die in 100-Kristallrichtung geschnitten sind, dann Kabel die von tibetischen Mönchen bei Vollmond hergestellt werden und dann optische Kabel mit Goldsteckern.
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"Kabel die von tibetischen Mönchen bei Vollmond hergestellt werden", würde ich kaufen!
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hustbaer schrieb:
... das kennt man ja im Audio-Bereich zur Genüge (und nicht nur dort).
wie wahr, wie wahr...ich z.B. mag Notebooks mit einem guten Grundsound - soweit man das so nennen kann. Findet man dann endlich mal eines, mit einem ansprechenden Lautsprechersystem, kannste das auch gleich wieder vergessen, weil Lüftersystem und Festplattenperformance zu den lautesten Kanditaten in Notebookgeschichte überhaupt gehören...

Es kann sein, dass bei Billigkabelei ähnliche Verkaufsbedingungen gelten, wie z.B. bei Kaffe. Wenn man am Preis nicht allzuviel drehen kann, dann helfen vielleicht gewisse Schlüsselbegriffe, um mehr zu verkaufen. Warum kommt in der Werbung keine Nachhilfe für Grundrechnereien?
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SeppJ schrieb:
Ich Kunde schrieb:
Denn bei einem rein elektrischen Kabel, also mit metallischem Leiter, macht das Gold wenigstens noch als Korrosionsschutz Sinn.
Reines Kupfer korrodiert nämlich an der Luft und bildet eine dünne Oxidschicht aus.Für jemanden der sich verarscht vorkommt, steckst du schon ganz schön tief drin. Inwiefern beeinträchtigt eine dünne Oxidschicht die (Audio-)Signalübertragung? Gar nicht. Du bist bereits auf den ersten Schritt der Audioverarsche hereingefallen.
Hihi, ne, da muss ich widersprechen.
Gerade bei so dämlichen Steckern wie Cinch kommt es häufig vor, dass das Signal gleich ganz weg ist, weil z.B. der äussere Kontakt (der ring-/tonnenförmige) eben keinen Kontakt mehr macht.
Eine Oxydschicht auf diesem Blech macht das ganze sicher nicht besser, auch wenn sie nur dünn ist und der Stecker noch nicht gleich ganz verrostet.
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SeppJ schrieb:
Ich Kunde schrieb:
Denn bei einem rein elektrischen Kabel, also mit metallischem Leiter, macht das Gold wenigstens noch als Korrosionsschutz Sinn.
Reines Kupfer korrodiert nämlich an der Luft und bildet eine dünne Oxidschicht aus.Für jemanden der sich verarscht vorkommt, steckst du schon ganz schön tief drin. Inwiefern beeinträchtigt eine dünne Oxidschicht die (Audio-)Signalübertragung? Gar nicht.
Du bist bereits auf den ersten Schritt der Audioverarsche hereingefallen.Das siehst du falsch.
Erstens sieht so ein Korrodiertes Kabel doof aus und zweitens wird die elektrische Leitfähigkeit durch die Oxidschicht verschlechtert.
Inwieweit das in der Praxis eine Auswirkung auf die Signalqualität hat weiß ich nicht, als elektrischen Widerstand geht die Oxidschicht aber trotzdem durch.Darauf folgen dann Silberkabel,
Silber lietet besser als Kupfer, daher sind die elektrischen Verluste bei Silber geringer.
Bei langen Strecken könnte sich das also durchaus auf die Signalqualität auswirken.
Anderseits macht Silber keinen Sinn, da der Gewinn an elektrischer Leitfähigkeit in keinem Verhältnis zu dessen Nutzen steht.
Ein Umsteig auf Glasfaser ist sinnvoller, wenn man schon so lange Leitungen braucht.
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HighLigerBiMBam schrieb:
"Kabel die von tibetischen Mönchen bei Vollmond hergestellt werden", würde ich kaufen!
Und würdest du auch in Weihwasser eingelegtes von katholischen Priestern geweihtes Kabel kaufen?
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hustbaer und Ich Kunde schrieb:
...Rechtfertigungen...
Da sieht man mal wieder, wie die Leute noch nicht einmal merken, dass man sie veräppelt. Natürlich gibt es irgendeine Physik, die irgendwie das Leitungsverhalten bei Oxidschichten, Silber & Co verändert. Auch kristallgerichtete Kabel oder Kabel die von vestalischen Jungfrauen handgedreht werden haben andere Eigenschaften als normale Kupferkabel.
Aber wir reden hier von der Übertragung von Audiosignalen über ein paar Meter, das heißt Signalen im niedrigen Kiloherzbereich mit einer recht geringen Auflösung. Das ist in technischer Hinsicht eine einfache Aufgabe die seit Jahrhunderten nahezu perfekt gelöst ist. Da spielen die Störfaktoren die durch bessere Leitfähigkeit, leicht korrodierte Stecker (@hustbaer: sichtbar oxidiert sollten sie natürlich nicht sein
) oder die Misslaunen Montezumas einfach keine Rolle.Wie oft muss man Monster Cable vs. Kleiderbügel zitieren?
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Vorsicht

was auch immer volkard hat, er hat SeppJ angesteckt
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SeppJ schrieb:
hustbaer und Ich Kunde schrieb:
...Rechtfertigungen...
Da sieht man mal wieder, wie die Leute noch nicht einmal merken, dass man sie veräppelt.
(... blah ...)
Da spielen die Störfaktoren die durch bessere Leitfähigkeit, leicht korrodierte Stecker (@hustbaer: sichtbar oxidiert sollten sie natürlich nicht sein
) oder (...)Ich habe nie behauptet dass das Kabel selbst eine besondere Rolle spielen würde.
Ich sage nur vergoldete Stecker sind gut. Bzw. allgemein dass die Qualität der Stecker wichtig ist,z.T. Gold: sag mir mal bitte warum so-gut-wie alle PCI/PCIe/... Karten vergoldete Kontakte haben?
Die Antwort ist IMO einfach: weil es bei einem Kontakt, der nur duch mehr-oder-weniger leichten Druck zwischen zwei (kleinen) Metallflächen geschlossen wird, problematisch sein kann, wenn eine der beiden Schickten oder gar beide oxidiert sind.
Wie oft der Kontakt bei manchen Cinchkabeln ausfällt (!) hab' ich selbst erlebt.
Seit dem ich darauf achte dass ich Cinch-Kabel verwende die ...
a) am äusseren Ring einen möglichst guten "Anpressdruck" zusammenbringen, unabhängig davon wie gross die Cinch-Buchse ist (ich meine übliche Abweichungen im 1/10 mm Bereich) und
b) vergoldete Kontakte haben... ist Ruhe. Bzw. eben genau nicht mehr Ruhe, weil der Kontakt seit dem problemlos funktioniert.
Also soviel zum Thema es gibt keine (relevanten) Unterschiede bei Cinch-Steckern.
Wenn du mich deswegen in die GOF einreihen willst, kann ich auch nix machen, ausser mir meinen Teil zu denken :p
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SeppJ schrieb:
...oder Kabel die von vestalischen Jungfrauen handgedreht werden...
Sehen die gut aus?
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SeppJ schrieb:
[...]Da spielen die Störfaktoren die [...], leicht korrodierte Stecker (@hustbaer: sichtbar oxidiert sollten sie natürlich nicht sein
) oder die Misslaunen Montezumas einfach keine Rolle.Wie oft muss man Monster Cable vs. Kleiderbügel zitieren?
Der Punkt ist, dass pures Kupfer nach einiger Zeit eben nicht mehr nur "leicht oxidiert" ist. Nach persönlicher Erfahrung macht machen korrodierte Steck-/Klemmverbindungen nicht den Unterschied zwischen "klingt gut" oder "klingt scheisse" sondern den Unterschied zwischen "geht" oder "geht nicht" aus.
Wenn die Verbinder daher etwas veredelt sind, dann finde ich das nicht schlecht. Wenn man etwas sucht, dann macht das auch nur ein paar Cent aus. Ansonsten tut es auch Schmirgelpapier.
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Tachyon schrieb:
SeppJ schrieb:
[...]Da spielen die Störfaktoren die [...], leicht korrodierte Stecker (@hustbaer: sichtbar oxidiert sollten sie natürlich nicht sein
) oder die Misslaunen Montezumas einfach keine Rolle.Wie oft muss man Monster Cable vs. Kleiderbügel zitieren?
Der Punkt ist, dass pures Kupfer nach einiger Zeit eben nicht mehr nur "leicht oxidiert" ist. Nach persönlicher Erfahrung macht machen korrodierte Steck-/Klemmverbindungen nicht den Unterschied zwischen "klingt gut" oder "klingt scheisse" sondern den Unterschied zwischen "geht" oder "geht nicht" aus.
Wenn die Verbinder daher etwas veredelt sind, dann finde ich das nicht schlecht. Wenn man etwas sucht, dann macht das auch nur ein paar Cent aus. Ansonsten tut es auch Schmirgelpapier.
Vor allem nimmt man nie reines Kupfer für Stecker, sondern verchromtes Metall. Oder eben vergoldetes. Und wenn man den Produktionsprozess vom Verchromen aufs Vergolden umstellt, weil das zweite plötzlich billiger ist, und/oder die Kunden eher drauf stehen, dann vergoldet man eben auch die SPDIF stecker, die vorher verchromt waren. Und die Marketingabteilung macht das beste draus.
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Tachyon schrieb:
Nach persönlicher Erfahrung macht machen korrodierte Steck-/Klemmverbindungen nicht den Unterschied zwischen "klingt gut" oder "klingt scheisse" sondern den Unterschied zwischen "geht" oder "geht nicht" aus.
Wenn die Verbinder daher etwas veredelt sind, dann finde ich das nicht schlecht.Ganz genau!
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hustbaer schrieb:
Tachyon schrieb:
Nach persönlicher Erfahrung macht machen korrodierte Steck-/Klemmverbindungen nicht den Unterschied zwischen "klingt gut" oder "klingt scheisse" sondern den Unterschied zwischen "geht" oder "geht nicht" aus.
Wenn die Verbinder daher etwas veredelt sind, dann finde ich das nicht schlecht.Ganz genau!
Wobei Steckverbinder eigentlich zumindest verchromt sind. Stecker aus purem Kupfer sind mir bis jetzt nicht untergekommen (wohl aber durchkorriertes Chrom). Und bei Lautsprecherkabel kann man gut Aderendhülsen raufquetschen oder (Audiospinner werden mich dafür töten) Bananenstecker anlöten.