Sprachmittel, die ihr nie benutzt



  • SeppJ schrieb:

    Hier auch mal mein Senf, falls es jemandem interessiert:
    Sprachmittel, die ich nie einsetze:

    • Exception-Spezifikationen true
    • variable Argumentlisten Nur in Makros, ansonsten variadic templates 😉
    • Speicherklassen-Schlüsselwörter register und auto (in seiner alten Bedeutung) true
    • Pointer-to-Member (nicht Memberfunktionszeiger) (nur mal versehentlich, als ich einem Compilerfehler begegnet bin) wow, kannte ich gar nicht
    • Function-Style- und C-Casts true, was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Function-Style-Cast und einem Konstruktoraufruf?
    • Bitfelder true
    • Digraphen, Trigraphen true
    • export true
    • eigene new - und delete -Operatoren true, außer zum Debuggen, bevor ich smart-Pointer entdeckt habe
    • dynamic_cast true, außer in altem Code mit schlechtem Design
    • union true
    • goto , Labels true
    • volatile true, außer bei Mikroprozessor- und evtl. Multithread-Programmen (welche ich im Moment nicht schreibe)
    • Inline-Assembler
    • wchar_t , wide Strings & Co. verwende ich durchaus, allerdings nicht mit wchar_t, da wchar_t manchmal nur 2 Byte breit ist und das dann nur halbes Unicode wäre
    • Lokale Klassen (d.h. Klassen in Funktionen, nicht Klassen in Klassen) true
    • operator->* , operator~ sehr spezifisch, ~ z.B. für Bit-Frickling auf dem Mikroprozessor, -> selbst überladen nicht aber für den Aufruf von Memberfunktionen erst gestern verwendet (hast du operator.* vergessen?)*
    • Überladung von: operator->* , operator& , operator~ , operator+ (unär), logische Verknüpfungsoperatoren. true
    • Präprozessordirektiven: #line, #error, Nulldirektive 😃 , im Standard vordefinierte Makros (die sind total nutzlos!)

    #line und Nulldirektive kannte ich gar nicht (Nulldirektive zumindest nicht als solchese Wort, nur als "Designzeichen"); #error für Plattform-Fehler; __FILE__, __LINE__, __DATE__ und __TIME__ evtl. zu Debuggingzwecken
    Sehr selten:

    • virtuelle Vererbung true + protected-/private-Vererbung
    • Funktionstemplate-Spezialisierung momentan nicht
    • const_cast true
    • Arrays true, dazu gibts ja (seit kurzem/bald, je nach Compiler) std::array
    • switch Ja, kaum zu glauben, aber es kommt einfach nie vor, außer bei Hausaufgaben im Forum. true
    • mutable true, kannte ich noch gar nicht
    • explicit Auch kaum zu glauben. Aber meine Konstruktoren haben irgendwie immer entweder 2+-Argumente oder sollen tatsächlich implizit sein. true
    • float, short, signed char, long double true
    • continue selten
    • Überladung von: operator, , operator- (unär) Komma-Operator nicht, unäres Minus schon (was spricht dagegen?)

    Auch sehr selten bis gar nicht: RTTI


  • Mod

    wxSkip schrieb:

    virtuelle Vererbung true + protected-/private-Vererbung

    Oh, die habe ich noch vergessen. Fallen unter nie.

    [*]Überladung von: operator, , operator- (unär) Komma-Operator nicht, unäres Minus schon (was spricht dagegen?)

    Es spricht (im Gegensatz zum Komma) nichts dagegen, unäres Minus zu überladen, ich brauchs nur nie.



  • SeppJ schrieb:

    Es spricht (im Gegensatz zum Komma) nichts dagegen, unäres Minus zu überladen, ich brauchs nur nie.

    Aber operator* und operator/ brauchst du?


  • Mod

    wxSkip schrieb:

    Aber operator* und operator/ brauchst du?

    Benutzen: klar. Überladen: Ja, auch. Iteratorenklassen, mathematische Klassen. Kommt nicht oft vor, aber auch nicht "fast nie". Und solche Klassen aktiv benutzen kommt dauernd vor, das würde ich auch zählen.



  • SeppJ schrieb:

    Iteratorenklassen, mathematische Klassen.

    Bei Iteratorenklassen meinst du wohl den unären?
    Bei mathematischen Klassen kann man zwar a * -1 oder 0 - a schreiben, aber dort könnte man doch trotzdem den unären Minus-Operator überladen, oder?



  • SeppJ schrieb:

    wxSkip schrieb:

    virtuelle Vererbung true + protected-/private-Vererbung

    Oh, die habe ich noch vergessen. Fallen unter nie.

    Seit boost::noncopyable verwende ich die private Vererbung sehr häufig.


  • Mod

    wxSkip schrieb:

    SeppJ schrieb:

    Iteratorenklassen, mathematische Klassen.

    Bei Iteratorenklassen meinst du wohl den unären?

    Ja.

    Bei mathematischen Klassen kann man zwar a * -1 oder 0 - a schreiben, aber dort könnte man doch trotzdem den unären Minus-Operator überladen, oder?

    Ja, könte man. Ich streite auch gar nicht ab, dass das nützlich sein kann. Ich brauch's bloß irgendwie fast nie. Denk dran, dass ich bei mir unter fast nie auch Mittel wie switch gepackt habe. Vielleicht programmiere ich einfach anders.



  • Kann mir mal jemand erklären, was das für ein Sprachmittel sein soll?
    http://cdecl.ridiculousfish.com/?q=(double+(^)(int+%2C+long+long+))foo
    Das habe ich noch nie gesehen, geschweige denn benutzt.



  • Soweit ich weiss, handelt es sich um eine Spracherweiterung (C++/CLI), wo ^ vom GC verwaltete Zeiger darstellt.



  • Nicht ganz. Das ist eine eigenen Sprache von Microsoft, auch Managed C++ genannt. Quasi C++ mit .NET.


  • Administrator

    314159265358979 schrieb:

    Nicht ganz. Das ist eine eigenen Sprache von Microsoft, auch Managed C++ genannt. Quasi C++ mit .NET.

    C++/CLI ist der Nachfolger von Managed C++ und ist C++ mit .Net.
    Weder Managed C++ noch C++/CLI sind neue Sprachen, beide bauen auf Erweiterungen auf. Managed C++ hat dabei ausschliesslich Kompilererweiterungen verwendet, also nach dem C++ Standard legale Erweiterungen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob alles legal war, aber deutlich mehr als bei C++/CLI. C++/CLI verwendet dagegen illegale Erweiterungen (z.B. bei den Schlüsselwörtern), dafür muss man nicht überal __ (doppelter Unterstrich) hinschreiben und der Code ist deshalb leserlicher.

    Grüssli



  • Okay, so genau weiß ich das auch nicht 🤡



  • prive schrieb:

    Seit boost::noncopyable verwende ich die private Vererbung sehr häufig.

    Kannste doch auch public vererben. Lohnt sich halt nur nicht der Aufwand, das "public" hinzuschreiben.

    Gibt's denn irgendwelche Idiome, wo private/protected-Vererbung verwendet wird?



  • Siehe z.B. Effective C++.
    private -> "is implemented in terms of".
    protected -> Weiß er selbst nix dazu.



  • 314159265358979 schrieb:

    protected -> Weiß er selbst nix dazu.

    Er weiß, aber verrät es Dir nicht.



  • private-Vererbung macht mitunter Sinn, um die Fähigkeiten der Basisklasse nutzen zu können ohne dafür eine ist-ein Beziehung darzustellen (das betrifft allerdings nur Grenzfälle, wo virtuelle Methoden oder protected-Methoden der Hilfsklasse eine Rolle spielen). protected-Vererbung ist imho unnötig.

    @Sepp: Wenn du schon eine Zahlen-Klasse definierst, sollte die auch alle Operatoren unterstützen, die von int bzw. double bekannt sind - inklusive der unären Vorzeichen-Operatoren.



  • 314159265358979 schrieb:

    private -> "is implemented in terms of".

    In der C++ FAQ lite steht's als Quasi-Komposition. Das mit "is implemented in terms of" hab ich auch schon mal gelesen. Widersprechen sich diese beiden nicht?

    So oder so verrät das (mir) das aber noch keinen sinnvollen Einsatzzweck. Obwohl, irgendeiner wird sich wohl konstruieren lassen.



  • 314159265358979 schrieb:

    Okay, so genau weiß ich das auch nicht 🤡

    Naja, Hauptsache du hast was dazu gesagt.

    Könner schrieb:

    So oder so verrät das (mir) das aber noch keinen sinnvollen Einsatzzweck. Obwohl, irgendeiner wird sich wohl konstruieren lassen.

    GotW #06



  • Zitat: "Private inheritance means something entirely different (see Item 39), and protected inheritance is something whose meaning eludes me to this day."



  • volkard schrieb:

    314159265358979 schrieb:

    protected -> Weiß er selbst nix dazu.

    Er weiß, aber verrät es Dir nicht.

    Weißt du denn, was er weiß und verrätst es uns stellvertretend? 🤡


Anmelden zum Antworten