Ich bin gerade der Piratenpartei beigetreten!



  • Umfrage: Ich würde die Piratenpartei wählen.

    Auswahl Stimmen Prozent
    Ja, klar. 22 44.0%
    Vielleicht. 9 18.0%
    Sicherlich nicht. 19 38.0%

    Du auch? Klarmachen zum Ändern! 👍

    ➡ http://www.piratenpartei.de/navigation/mitmachen/mitglied-werden 👍 👍 👍



  • Die Piratenpartei hat natürlich gerade bei den Netzthemen ein Verständnis, das vielen in einem Programmierforum entgegen kommt. Allerdings versucht sie inzwischen, sich thematisch breiter aufzustellen. Und das heißt, dass Meinungen bezüglich anderer Themenbereiche entwickelt werden. Im Prinzip ist das eine gute Sache, aber es ist nicht gesagt, dass die Zustimmung, die man der Piratenpartei in den Netzthemen geben kann, so einfach auf die anderen Politikfelder übertragbar sind.

    Wenn man eine Partei wählt, dann wählt man ein Gesamtpaket. Das sollte einem klar sein. Und ich persönlich finde es schade, in welche Richtung sich die Piratenpartei jenseits von den Netzthemen entwickelt.


  • Mod

    Gregor schrieb:

    Wenn man eine Partei wählt, dann wählt man ein Gesamtpaket. Das sollte einem klar sein. Und ich persönlich finde es schade, in welche Richtung sich die Piratenpartei jenseits von den Netzthemen entwickelt.

    +1. Sie sind eigentlich nur noch wählbar, weil man insgeheim hofft, dass sie, für den Fall dass sie sich, wie so oft in der Politik, für ein paar Sachen entscheiden müssen, ihre Kernthemen bevorzugen würden.



  • Gregor schrieb:

    Und ich persönlich finde es schade, in welche Richtung sich die Piratenpartei jenseits von den Netzthemen entwickelt.

    Geht mir auch so. Ich war auch schon wieder weg von den Piraten.
    Aber jetzt sehe ich das so: Es ist relativ egal, was sie konkret machen. Aber wenn sie es schaffen, daß langfristig ein Bißchen weniger gelogen wird, daß Politiker ein Bißchen mehr Sachpolitik betreiben, dann wird es das wert gewesen sein.



  • Mir geht es auch nicht nur um die konkreten Inhalte, sondern auch um den Politikstil (Transparenz, Demokratie, ...). Eben das, was sie zu Neoliberalen macht.



  • johl schrieb:

    Eben das, was sie zu Neoliberalen macht.

    Hä? Da nehme ich die Piratenpartei aber anders als Du wahr. 😋



  • Gregor schrieb:

    Wenn man eine Partei wählt, dann wählt man ein Gesamtpaket. Das sollte einem klar sein. Und ich persönlich finde es schade, in welche Richtung sich die Piratenpartei jenseits von den Netzthemen entwickelt.

    Genau das ist es! 👍

    In der Basisdemokratie gibt es keine vorgefasste Agenda, außer das Konzept der Basisdemokratie an sich.

    So wünsche ich mir ein Wahlplakat der Piraten:

    Wir versprechen nichts zu Wirtschaftsthemen!

    Innerparteilich ist unsere aktuell favorisierte Gesamt-Baseline im "Liquid Feedback" um 1.10.2012 18:13 h
    (RR:wobei dann mittlerweile jeder wissen sollte was das ist)

    Platz 1: MwST-Erhöhung +2%, Neuverschldung 1%, Griechenlandhilfe 18 Mrd. - Stimmen 11%
    Platz 2: Steuersenkung -2%, Neuverschludung 4%, Griechenlandhilfe 10 Mrd. - Stimmen 9%
    Platz 3: Steuererhohung +2%, Neuverschludung 0%, keine Griechenlandhilfe - Stimmen 8%

    Außerparteilich favorisierte Baseline im "Liquid Feedback" der Bürger 1.10.2012 18:13 h

    Platz 1: Reichensteuer +2%, Neuverschldung 1%, Griechenlandhilfe 20 Mrd. - Stimmen 14%
    Platz 2: Steuersenkung -2%, Neuverschludung 4%, Griechenland EU Auschluss. - Stimmen 6%
    Platz 3: Steuererhohung +2%, Neuverschludung -%, keine Griechenlandhilfe - Stimmen 4%

    Alle Stimmen sind gleich berechtigt und Gesamtplatz 1 ist unsere politsche Agenda.
    Aber vielleicht ändert sich diese morgen wieder ...



  • Außerparteilich favorisierte Baseline im "Liquid Feedback" der Bürger 1.10.2012 18:13 h

    Mir wird schlecht...

    Zu den Piraten: IT-Hippiepartei für verträumte Studenten.



  • this->that schrieb:

    Außerparteilich favorisierte Baseline im "Liquid Feedback" der Bürger 1.10.2012 18:13 h

    Mir wird schlecht...

    Zu den Piraten: IT-Hippiepartei für verträumte Studenten.

    CSU Wähler! :p

    Wie "verträumt" solche Konzepte sind habe ich jahrelang in der Großindustrie praktizieren und erleben dürfen. 🙄



  • Prof84 schrieb:

    Wie "verträumt" solche Konzepte sind habe ich jahrelang in der Großindustrie praktizieren und erleben dürfen. 🙄

    Ja, Du bist unser Held.



  • volkard schrieb:

    Prof84 schrieb:

    Wie "verträumt" solche Konzepte sind habe ich jahrelang in der Großindustrie praktizieren und erleben dürfen. 🙄

    Ja, Du bist unser Held.

    Ihr Beiden seit echt drollig. 😃



  • Gregor schrieb:

    Wenn man eine Partei wählt, dann wählt man ein Gesamtpaket.

    Naja, nicht wirklich. Die Piratenpartei steht erst einmal für Netz- und Bürgerrechtsthemen. Wenn man die Piraten wählt, dann wählt man vor allem diese Themen. Die Piraten kommen vielleicht nicht einmal in den Bundestag. Aber man signalisiert auch den anderen Parteien, dass sie diese Themen ernster nehmen sollten. Man muss das ganze ja realistisch betrachten. Man wählt hier nicht das Programm des nächsten Bundeskanzlers. Man gibt hier vor allem eine Stimme für ein Thema ab.

    Haben die Piraten wirklich zu allen Themen feste Leitlinien? Die Piraten sind ja auch erst einmal nur für Netz- und Bürgerrechtsthemen gegründet worden. Warum sollten sie dann nicht bei anderen Themen nach ihrem gewissen (kein Fraktionszwang) abstimmen?



  • http://www.c-plusplus.net/forum/245954-60 -> mein Post

    rüdiger schrieb:

    Gregor schrieb:

    Wenn man eine Partei wählt, dann wählt man ein Gesamtpaket.

    Naja, nicht wirklich. Die Piratenpartei steht erst einmal für Netz- und Bürgerrechtsthemen. Wenn man die Piraten wählt, dann wählt man vor allem diese Themen. Die Piraten kommen vielleicht nicht einmal in den Bundestag. Aber man signalisiert auch den anderen Parteien, dass sie diese Themen ernster nehmen sollten. Man muss das ganze ja realistisch betrachten. Man wählt hier nicht das Programm des nächsten Bundeskanzlers. Man gibt hier vor allem eine Stimme für ein Thema ab.

    Haben die Piraten wirklich zu allen Themen feste Leitlinien? Die Piraten sind ja auch erst einmal nur für Netz- und Bürgerrechtsthemen gegründet worden. Warum sollten sie dann nicht bei anderen Themen nach ihrem gewissen (kein Fraktionszwang) abstimmen?

    Die Piraten haben aber langfristig diese Agenda der Basisdemokratie -> keine personenorientierte Macht (Top-Down). In dieser aktuellen Realpolitik sind sie aber gezwungen so zu verfahren.



  • johl schrieb:

    Eben das, was sie zu Neoliberalen macht.

    Der Politikstil ist garantiert nicht neoliberal. Neoliberal ist nicht: jeder darf mitmachen. Sondern: jeder ist seines Glückes Schmied.

    Es gibt zwar Strömungen innerhalb der Piraten, die gerne eine libertäre Ausrichtung wollen, aber die sind momentan in der Minderheit. Die berliner Piraten zum Beispiel sind klar Links.



  • otze schrieb:

    johl schrieb:

    Eben das, was sie zu Neoliberalen macht.

    Der Politikstil ist garantiert nicht neoliberal. Neoliberal ist nicht: jeder darf mitmachen. Sondern: jeder ist seines Glückes Schmied.

    Es gibt zwar Strömungen innerhalb der Piraten, die gerne eine libertäre Ausrichtung wollen, aber die sind momentan in der Minderheit. Die berliner Piraten zum Beispiel sind klar Links.

    Genau! Und die Dreampiraten sehe ich als Synthese von Beiden. Was nicht kommen wird, also Addios Basisdemokratie und Welcome "Piraten 2.0".



  • otze schrieb:

    johl schrieb:

    Eben das, was sie zu Neoliberalen macht.

    Der Politikstil ist garantiert nicht neoliberal. Neoliberal ist nicht: jeder darf mitmachen. Sondern: jeder ist seines Glückes Schmied.

    (Sorry für OT)

    Vollkommener Bullshit. Neoliberales Gedankengut ist nichts anderes als die moderne Weiterführung von Aristokratie. Der Reichtum bleibt bei den Reichen, und die armen bleiben Arm bis auf ein paar einzelne Ausreißter, die Glück hatten. Neoliberale Denkweisen haben nichts mit Leistung zu tun. Absolut kein Leistungsgedanke.

    Wenn man aus einer armen Familie kommt, dann ist ein College, welches 35k im jahr kostet etwas schwer zu finanzieren.

    Jeder ist seines Glückes Schmied bedeutet dagegen: JEDER, und wirklich jeder, hat unabhängig von der Ausgangslage ( -> Familie & Finanzen) die selben Chancen. Nur dann kann jeder seines Glückes Schmied sein. Eben wie in Deutschland. Afaik ist Deutschland aber eine soziale Marktwirtschaft und somit weit weit weg vom Neoliberalismus.

    35k und mehr Jahresgebühren für ein College sind eine sehr hohe Hürde für jemanden, der kein Geld besitzt, weil die Eltern arm sind.

    ps: Sorry für das Hijacken des Threads.



  • Schneewittchen schrieb:

    Jeder ist seines Glückes Schmied bedeutet dagegen: JEDER, und wirklich jeder, hat unabhängig von der Ausgangslage ( -> Familie & Finanzen) die selben Chancen. Nur dann kann jeder seines Glückes Schmied sein. Eben wie in Deutschland. Afaik ist Deutschland aber eine soziale Marktwirtschaft und somit weit weit weg vom Neoliberalismus.

    Das ist in Deutschland nicht so. Deine Chancen sind sehr an Deine Herkunft gebunden. Wie willst Du das auch ändern. Letztendlich ist Deine Erziehung an Deine Herkunft gebunden. Sind Deine Eltern in der Lage, Dir bei Deinen Hausaufgaben zu helfen oder nicht? Welchen Wert sehen sie in Bildung? Welche Leute lernst Du in Deinem Umfeld kennen? Völlig unabhängig davon, wie es vom Finanziellen her aussieht, haben Leute absolut unterschiedliche Chancen in dieser Gesellschaft.



  • Gregor schrieb:

    Das ist in Deutschland nicht so.

    Das wüsste ich.

    Gregor schrieb:

    Deine Chancen sind sehr an Deine Herkunft gebunden. Wie willst Du das auch ändern. Letztendlich ist Deine Erziehung an Deine Herkunft gebunden.

    Ich will nichts ändern. Wozu auch? In Deutschland hat jeder die Chance Abitur zu machen und danach zu Studieren dank Bafög. Man muss die Chance nur nutzen.

    Gregor schrieb:

    Sind Deine Eltern in der Lage, Dir bei Deinen Hausaufgaben zu helfen oder nicht?

    Nein, das war bei mir nicht der Fall. Das Vermitteln von Wissen ist die Aufgabe der Schule. Wenn die Eltern helfen können: Schön. Aber ist ist nicht notwendig.

    Gregor schrieb:

    Welchen Wert sehen sie in Bildung?

    Okay, das sehe ich ein. Die Eltern könnten deine Laufbahn durch Wahl einer anderen Schulform in eine Richtung lenken, die dir im nachhinein nicht entspricht. Aber du hast im Nachhinein immer noch die Chance in Deutschland die Hochschulreife nachzuholen und zu studieren. Und das ohne 35k pro Jahr zu zahlen! Ich finde das ist gerecht.

    Gregor schrieb:

    Welche Leute lernst Du in Deinem Umfeld kennen? Völlig unabhängig davon, wie es vom Finanziellen her aussieht, haben Leute absolut unterschiedliche Chancen in dieser Gesellschaft.

    Es geht um die Chancengleichheit bezüglich der Ausgangssituation. Der eine mag intelligenter sein als der andere. Der andere mag dafür fleissiger sein als ein dritter. Ein vierte mag aus einer wohlhabenden Familie kommen. Das ist alles egal. Mir geht es nur um eins: Dass jeder die selben Chancen hat, sodass jeder wirklich über Leistung seine Zukunft formen kann. Wohlhabendes Elternhaus mag evtl ein Vorteil sein, aber in Deutschland ist ein wohlhabendes Elternhaus kein notwendiges Kriterium um von ganz unten nach oben zu kommen.

    Was nütz dir ein kluges Köpfchen und ein starker Wille zur Leistung, wenn dir das Studium aus finanziellen Gründen verwehrt bleibt? Dann kannst du nicht von Chancengleichheit sprechen und du kannst auch nicht dein eigenes Glück "schmieden". Das ist zum Glück in Deutschland nicht der Fall, und auch nur weil wir keinen Neoliberalismus haben.



  • Ich trete keinen Parteien bei, die Nazis in ihren Reihen widerspruchslos dulden.



  • Schneewittchen schrieb:

    Ich will nichts ändern. Wozu auch? In Deutschland hat jeder die Chance Abitur zu machen und danach zu Studieren dank Bafög. Man muss die Chance nur nutzen.

    Die Chance hast Du, auch wenn sie nur 0.0001% ist. 😉
    In den typischen Unistädten kannst Du vom BAFöG Satz nicht leben, wobei "leben" nicht im Sinne von "überleben" gemeint ist.

    Schneewittchen schrieb:

    Nein, das war bei mir nicht der Fall. Das Vermitteln von Wissen ist die Aufgabe der Schule. Wenn die Eltern helfen können: Schön. Aber ist ist nicht notwendig.

    ➡ Nichtwissen macht auch Nichts!

    Schneewittchen schrieb:

    Es geht um die Chancengleichheit bezüglich der Ausgangssituation. Der eine mag intelligenter sein als der andere. Der andere mag dafür fleissiger sein als ein dritter. Ein vierte mag aus einer wohlhabenden Familie kommen. Das ist alles egal. Mir geht es nur um eins: Dass jeder die selben Chancen hat, sodass jeder wirklich über Leistung seine Zukunft formen kann. Wohlhabendes Elternhaus mag evtl ein Vorteil sein, aber in Deutschland ist ein wohlhabendes Elternhaus kein notwendiges Kriterium um von ganz unten nach oben zu kommen.

    Was nütz dir ein kluges Köpfchen und ein starker Wille zur Leistung, wenn dir das Studium aus finanziellen Gründen verwehrt bleibt? Dann kannst du nicht von Chancengleichheit sprechen und du kannst auch nicht dein eigenes Glück "schmieden". Das ist zum Glück in Deutschland nicht der Fall, und auch nur weil wir keinen Neoliberalismus haben.

    Deine Gesamtaussage ist nicht in sich konsistent. 😉


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