Datei zeichenweise auslesen - newline Problem.
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Ich möchte gerne eine Datei, Inhalt z.B. " 5, 10, 15" auslesen, dabei taucht das Problem auf, wenn in der Datei am Ende kein newline-Zeichen gesetzt ist, werden die letzten beiden Ziffern nicht mit auf der Konsole ausgegeben.
Man könnte natürlich vor dem Auslesen gegebenenfalls ein newline-Zeichen setzen,
aber das scheint mir nicht im Sinne des Erfinders zu sein.
Leider verstehe ich auch nicht wirklich den Grund dafür. Hatte schon mal gegoogelt, aber nichts wirklich brauchbares gefunden.#include <iostream> #include <fstream> #include <string> using namespace std; int main() { ifstream filestream("test.txt"); string s; for(char ch;filestream.good();) { filestream.get(ch); if((ch>='0') && (ch<='9')) { s+=ch; } else { cout<<s<<" "; s.clear(); } } return 0; }
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Du liest, verarbeitest, dann prüfst du (im Schleifenkopf) ob das Lesen erfolgreich war. Überleg mal, was wohl passiert, wenn das Lesen nicht erfolgreich war. Üblicherweise sehen Leseschleifen daher so aus:
while(Leseaktion) verarbeitung;Ebenso ist das Problem nach dem du fragst auf einen Logikfehler zu schieben. Wenn du die Ausgabe nur machst, wenn du etwas anderes liest als eine Ziffer, dann brauchst du dich auch nicht wundern, dass du die letzte Ausgabe nicht bekommst, wenn das letzte Zeichen eine Ziffer ist. Formulier deinen Ablauf doch mal ein bisschen anders.
Aber: Was willst du überhaupt erreichen? Im Moment sieht das nach einer unendlich umständlichen Art und Weise aus, (bis auf den Fehler) alle Zahlen aus einer Datei auszugeben.
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SeppJ schrieb:
Du liest, verarbeitest, dann prüfst du (im Schleifenkopf) ob das Lesen erfolgreich war. Überleg mal, was wohl passiert, wenn das Lesen nicht erfolgreich war. Üblicherweise sehen Leseschleifen daher so aus:
while(Leseaktion) verarbeitung;Ok. Verbesserungsvorschlag:
if(!filestream()) { cerr<<"Fehler beim Öffnen der Datei."; } else { char ch; while(filestream.get(ch)) { cout<<ch; } }SeppJ schrieb:
Ebenso ist das Problem nach dem du fragst auf einen Logikfehler zu schieben. Wenn du die Ausgabe nur machst, wenn du etwas anderes liest als eine Ziffer, dann brauchst du dich auch nicht wundern, dass du die letzte Ausgabe nicht bekommst, wenn das letzte Zeichen eine Ziffer ist. Formulier deinen Ablauf doch mal ein bisschen anders.
Ja, das stimmt. Mittlerweile habe ich eine Lösung gefunden. Es werden alle Zeichen in ein Array gespeichert. Beim Auslesen des Arrays wird nach dem Übertragen eines Zeichens in den String das nächste Zeichen abgefragt, ist es keine Zahl wird der String ausgegeben und geleert. Usw.
Theoretisch müßte man dies auch innerhalb des Streams machen können, indem man die Leseposition ein Zeichen weitersetzt, abfragt und dann wieder zurückgeht.#include <iostream> #include <fstream> #include <string> using namespace std; int main () { int length; ifstream filestream("test.txt",ios::binary); //Länge des Streams ermitteln filestream.seekg(0,ios::end); length=filestream.tellg(); filestream.seekg(0,ios::beg); //Array mit der Länge des Streams erzeugen und Daten übertragen. char buffer[length]; filestream.read(buffer,length); //filestream.close(); //Analyse des Streams und Ausgabe der Zahlen string s; for(int i=0;i<length;++i) { if ((buffer[i])>='0' && (buffer[i]<='9')) //Wenn Zahl ja, dann Übertrag in den String. { s+=buffer[i]; if ((buffer[i+1])<'0'|| (buffer[i+1])>'9') //Wenn das nächste Zeichen im Array keine Zahl ist, dann { //Ausgabe des Strings mit anschließender Leerung. cout<<s<<" "; s.clear(); continue; //nächster Schleifendurchlauf. } } } return 0; }SeppJ schrieb:
Aber: Was willst du überhaupt erreichen? Im Moment sieht das nach einer unendlich umständlichen Art und Weise aus, (bis auf den Fehler) alle Zahlen aus einer Datei auszugeben.
Ja, Ziel ist es, alle Zahlen aus einer Datei auszulesen. Wichtig ist mir dabei, daß zusammenhängende Ziffern als Zahl erkannt werden und jegliche Zwischenraumzeichen ignoriert werden.
Ist Marke Eigenbau und da natürlich noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, geht es vermutlich auch einfacher.
Wenn Du weißt, wie es besser geht, schaue ich mir das gerne an.
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Wenn du uns sagst, wie die File genau aussieht, gibt es bestimmt eine viel elegantere Lösung. Enthält sie nur Zahlen, ',' und Leerzeichen?
Im Übrigen würde ich nicht exit(-1) verwenden, da werden lokale Objekte nicht zerstört.
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Gugelmoser schrieb:
Wenn du uns sagst, wie die File genau aussieht, gibt es bestimmt eine viel elegantere Lösung. Enthält sie nur Zahlen, ',' und Leerzeichen?
Der Inhalt soll beliebig sein, z.B. auch: "§!56 zp-,7789".
Gugelmoser schrieb:
Im Übrigen würde ich nicht exit(-1) verwenden, da werden lokale Objekte nicht zerstört.
Ok, hatte das aus einem Lehrbuch (Der C++-Programmierer) übernommen.
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#include <iostream> using namespace std; int main() { int wert; while (!(cin >> wert).eof()) if (cin) cout << wert << '\n'; else { cin.clear(); cin.ignore(1); } }
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redrew99 schrieb:
Ok, hatte das aus einem Lehrbuch (Der C++-Programmierer) übernommen.
Lese ich auch gerade. Die Stelle kam bei mir auch vor ein paar Tagen vor und da hatte ich mich schon gefragt, wieso er exit verwendet.Verstehst du die Lösung von SeppJ oder noch Erklärungsbedarf?
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@SeppJ
Danke, das ist wirklich superkurz
Beim Testen des Programms ist mir etwas aufgefallen:
Ein "-" vor einer Zahl wird nicht als Bindestrich angesehen, sondern als Minuszeichen.
Es wäre nicht schlecht, wenn man das entsprechend einstellen könnte, je nachdem ob es halt negative Zahlen geben soll oder
nicht.Gugelmoser schrieb:
Verstehst du die Lösung von SeppJ oder noch Erklärungsbedarf?
Was ich nicht verstehe ist, warum zusammenhängende Ziffern als Zahl gewertet werden.
Vermutlich ist die entsprechende Klassenfunktion so programmiert, die würde ich mir gerne mal anschauen, hab bei
http://www.cplusplus.com/reference/iostream/istream/ leider nichts dazu gefunden.
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Ergänzung:
Wenn man bei dem Programm z.B. "--798" o. "+-298" eingibt, wird "798" bzw. "298" ausgegeben.
Das ist irgendwie unlogisch. Entweder wird ein Bindestrich als Minuszeichen angesehen oder halt nicht.
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Nimm eben unsigned int.
Die Klassenfunktion ist diese:
http://www.cplusplus.com/reference/iostream/istream/operator>>/ (leider scheint die Formatierung auf der Seite nicht in Ordnung zu sein)
Kennst du also sicherlich schon.
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SeppJ schrieb:
Nimm eben unsigned int.
Hatte ich schon ausprobiert, das geht leider auch nicht.
Bei Eingabe von z.B. "-764" gibt die Konsole "4294966498" aus.Auch cin.ignore(1,'-') habe ich[Edit: separat] probiert, wobei ich nicht genau weiß, ob das in diesem Kontext überhaupt Sinn macht.
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Ja was denn nun? Willst du Vorzeichen oder nicht?
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SeppJ schrieb:
Ja was denn nun? Willst du Vorzeichen oder nicht?
Das verstehe ich jetzt nicht. Dein Vorschlag war, aus "int" "unsigned int" zu machen. Das funktioniert aber nicht.
Das Programm sollte dann aus z.B. "b-764" 764 machen, tut es aber nicht.
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Ok, dieses Feature war mir bisher gar nicht so bewusst. Dann eben so:
#include <iostream> #include <cctype> using namespace std; int main() { while (cin) if (isdigit(cin.peek())) { unsigned wert; cin >> wert; cout << wert << '\n'; } else cin.ignore(1); }Auch schön kurz und knackig.
P.S.: Oder noch einen Tacken kürzer:
int main() { do if (isdigit(cin.peek())) { unsigned wert; cin >> wert; cout << wert << '\n'; } while (cin.ignore(1)); }
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SeppJ schrieb:
Ok, dieses Feature war mir bisher gar nicht so bewusst.
Das sieht eher aus wie ein Bug, nicht wie ein Feature. Denn auch die Ausgabe von negativen Zahlen funktioniert nicht, z.B. wird aus "b--764" "764".
SeppJ schrieb:
Dann eben so:
#include <iostream> #include <cctype> using namespace std; int main() { while (cin) if (isdigit(cin.peek())) { unsigned wert; cin >> wert; cout << wert << '\n'; } else cin.ignore(1); }Auch schön kurz und knackig.
P.S.: Oder noch einen Tacken kürzer:
int main() { do if (isdigit(cin.peek())) { unsigned wert; cin >> wert; cout << wert << '\n'; } while (cin.ignore(1)); }Jupp, das funktioniert beides. Aber wenn ich das richtig sehe, ist das doch geschummelt, da Du eine C-Bibliothek verwendest, oder?
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redrew99 schrieb:
Das sieht eher aus wie ein Bug, nicht wie ein Feature. Denn auch die Ausgabe von negativen Zahlen funktioniert nicht, z.B. wird aus "b--764" "764".
Nein, das ist vom Standard so vorgesehen.
Jupp, das funktioniert beides. Aber wenn ich das richtig sehe, ist das doch geschummelt, da Du eine C-Bibliothek verwendest, oder?
Die C-Bibliothek ist Teil von C++. Aber meinetwegen:#include <iostream> #include <locale> using namespace std; int main() { locale loc; do if (isdigit(cin.peek(), loc)) { unsigned wert; cin >> wert; cout << wert << '\n'; } while (cin.ignore(1)); }Ist das jetzt besser?
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redrew99 schrieb:
Was ich nicht verstehe ist, warum zusammenhängende Ziffern als Zahl gewertet werden.
Das liegt einfach daran, dass du nicht Zeichenweise einließt, sondern eine Sequence haben möchtest, in deinem Fall für einen Integer. Und wenn du einen Integer einlesen möchtest, dann ist der Einlesevorgang erst dann beendet, wenn man auf ein nicht-numerisches Zeichen stößt.
If you do not read character-wise, but extract an integer or a string, for example, you always read past the end of the input sequence. This is because the input operators read characters until they find a separator, or hit the end of the input sequence. Consequently, if the input contains the sequence ... 912749<eof> and an integer is extracted, the eofbit flag (but not failbit) is set.
Separator für Integer = ein nicht-numerisches Zeichen.
redrew99 schrieb:
Jupp, das funktioniert beides. Aber wenn ich das richtig sehe, ist das doch geschummelt, da Du eine C-Bibliothek verwendest, oder?
cctypeist in Ordnung, nicht in Ordnung wärectype.h
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Gugelmoser schrieb:
Das liegt einfach daran, dass du nicht Zeichenweise einließt, sondern eine Sequence haben möchtest, in deinem Fall für einen Integer. Und wenn du einen Integer einlesen möchtest, dann ist der Einlesevorgang erst dann beendet, wenn man auf ein nicht-numerisches Zeichen stößt.
Ok.
Gugelmoser schrieb:
cctypeist in Ordnung, nicht in Ordnung wärectype.hOk. Hatte das schon oft gesehen hier, daß von der Verwendung von C-Bibliotheken abgeraten wird, sofern es irgend möglich ist. Aber egal.
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SeppJ schrieb:
Nein, das ist vom Standard so vorgesehen.
Mag sein, die Funktion läßt sich zumindest nicht wirklich verwenden, selbst dann nicht, wenn man negative Zahlen extrahieren lassen möchte.
#include <iostream> #include <locale> using namespace std; int main() { locale loc; do if (isdigit(cin.peek(), loc)) { unsigned wert; cin >> wert; cout << wert << '\n'; } while (cin.ignore(1)); }SeppJ schrieb:
Ist das jetzt besser?
Sry, aber der Code funktioniert leider nicht.
Aber macht nichts, wir haben 2 funktionierende Versionen.
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redrew99 schrieb:
Gugelmoser schrieb:
cctypeist in Ordnung, nicht in Ordnung wärectype.hOk. Hatte das schon oft gesehen hier, daß von der Verwendung von C-Bibliotheken abgeraten wird, sofern es irgend möglich ist. Aber egal.
Das ist richtig, nur hast du es falsch interpretiert: Header, die auf .h enden, sind für C. Für C++ gibt es eine Neuauflage für solche Header, die nicht auf
.henden, sondern mitcvorne anfangen. D.h.cctypeist richtig,ctype.hist falsch.