(Portabel) rechnereindeutige Hardwareinfos erhalten?



  • Wie gesagt, immer nur kritisieren, aber nix Konstruktives beitragen... konkrete Vorschläge, wie ich die Seriennummer dem zahlenden Kunden zur Verfügung stellen soll?

    Und sag jetzt bitte nicht: einfach irgendeine Seriennummer generieren, die auf jedem PC klappt. Sonst frage ich mich ernsthaft,

    und 1% der Leute stellt es online für 99% der Leute kostenlos zu verfügung..

    was dieser Kommentar soll. Denn eine Seriennummer anonym für alle anzubieten, ist ja nun noch um ein Vielfaches leichter als eine gecrackte Software.

    Also, Vorschläge?


  • Mod

    Cyres schrieb:

    und 1% der Leute stellt es online für 99% der Leute kostenlos zu verfügung...

    👍 Und das ist der Knackpunkt, an denen alle Kopierschütze scheitern. Selbst die hardwareverdongelte PS3 wurde geknackt, weil es auf der Welt tatsächlich jemanden gab, der die Herausforderung suchte und tatsächlich die Chips Schicht für Schicht abgeätzt und analysiert hat. Bei deiner kleinen Software ist solch eine Motivation sicherlich nicht da, aber bei den Kpierschützen die die im Moment vorzuschweben scheinen, reicht es ja, wenn ein genervter Kunde das Scriptkiddie von nebenan fragt, ob er nicht diesen nervigen Kopierschutz wegmachen kann. Und danach verbreitet sich dann die so "verbesserte" Version.

    Eisflamme schrieb:

    Sonst frage ich mich ernsthaft,

    und 1% der Leute stellt es online für 99% der Leute kostenlos zu verfügung..

    was dieser Kommentar soll.

    Das war ein ganz ausgezeichneter Kommentar und ich finde es schade, dass du dies nicht einmal erkennst.

    Eisflamme schrieb:

    Wie gesagt, immer nur kritisieren, aber nix Konstruktives beitragen... konkrete Vorschläge, wie ich die Seriennummer dem zahlenden Kunden zur Verfügung stellen soll?

    [...]

    Also, Vorschläge?

    Meinst du, wir sind schlauer als alle Spielehersteller zusammen, die seit Jahrzehnten kein Mittel gefunden haben? Das "beste" was derzeit auf dem Markt ist, ist die Internetaktivierung. Es gibt keine sichere Lösung, nur hinreichend umständliche. Und selbst eine triviale Scheinsicherheit ist immer in erster Linie vor allem eines: Nervig fur denjenigen, der sie nicht umgeht.



  • Gut, ich gebe mich geschlagen. Der Hardwareschutz könnte die Leute wirklich enorm stören (wobei ich den praktisch nicht eintreten sehe, wenn ich 2-3 Hardwaresetups pro Benutzer einstelle).

    Wieso nicht anerkennen? Der ist so trivial, dass es dabei nichts zu verstehen gibt. Wenn Du aber Mal den Kontext um den Satz herumliest, dann siehst Du, worauf ich hinauswollte: Eine Seriennummer, die man einfach weitergeben kann, ist ohne jeden Zweifel einfacher weiterzugeben als eine gecrackte Software..



  • Eisflamme schrieb:

    Das einfachste Szenario ist, dass ein Benutzer seine Daten einfach irgendwem gibt, bei dem es dann automatisch funktioniert. Das passiert ständig, da an ein positives Menschenbild zu glauben ist in meinen Augen naiv.

    Es geht gar nicht um irgendein Menschenbild.
    Wenn die Benutzer die Software wirklich Bekannten empfehlen und weitergeben, ist das doch perfekt. Bessere Werbung gibt es gar nicht. Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten:
    - Kann nicht weitergegeben werden, also tut es auch keiner.
    - Kann weitergegeben werden und ein paar der neuen Benutzer kaufen dann auch.
    Natürlich gibt es Menschen, die nichts bezahlen wollen. Dieser Geiz verschwindet aber nicht auf einmal, wenn die Software DRM-verseucht ist. Da kommt dann eher noch Ablehnung wegen der Überwachung dazu.

    Eisflamme schrieb:

    Natürlich gibt es nicht den perfekten Schutz, aber dieses Szenario zu verbieten hält schon 99% aller Kopiefälle ab. Wenn es darüber hinaus welche gibt, meinetwegen, kein Problem.

    Wie viele der illegalen Kopien wären denn vermutlich gekauft worden, wenn es nicht anders gegangen wäre? Wenige, nehme ich an.
    Wie viele Käufer gehen durch den "Schutz" verloren, weil sie sich überwacht, genervt, misstraut fühlen oder dein Server mal ausfällt?
    Die Sache ist nicht so einfach. Mehr Kopierschutz bedeutet nicht automatisch mehr Umsatz. Es wird gerne vergessen, wer der Dienstleister und wer der Kunde ist.

    Eisflamme schrieb:

    Viele Probleme, die Du sonst so siehst, sehe ich nicht. Server zukünftig weg? Alternativlösung über Update einspielen.

    Das wird dann wohl vom nicht vorhandenen Server eingespielt?

    Eisflamme schrieb:

    Bindung an Hardware? Nicht toll, aber alle anderen Lizenzen erlauben eben obiges Szenario ohne jeden Umstand. Und ich könnte auch Lizenzen auf Zeit anbieten, die wären dann so ähnlich. Ich habe mir aber überlegt, dass ich Nutzern kostenlos anbiete eine weiteres System freizuschalten, wenn dafür eben ein altes System rausfliegt. Das ist dann bei Hardwareänderung ein Aufwand von einer Mail (aber den Service bieten andere ja nicht Mal an, die ebenso ein System nutzen), aber sonst kein Problem.

    Bist du eigentlich mal auf die Idee gekommen, dass sehr viele Benutzer mehrere Computer haben? Sollen die dann pro Stück eine Lizenz erwerben oder wie?
    Gängige Praxis ist die Online-Aktivierung ohne irgendwelche sichtbaren Einschränkungen. Wenn das jemand missbraucht und seine Lizenz in der ganzen Firma 100 mal aktiviert, merkt man das ja als Lizenzgeber und kann reagieren. Mit Windows zum Beispiel kann man das machen und solange man es nicht übertreibt, tut keiner etwas dagegen.

    So solltest du das machen, das ist der gute Kompromiss. Der Benutzer wird nach der Installation nur kurz mal genervt mit dem Eingeben einer Nummer aus der Email. Trotzdem hast du die volle Kontrolle durch die Übersicht, auf wie vielen Computern das Programm von wem aktuell verwendet wird.

    Das einzige Mittel gegen Cracker ist, ihnen keinen Anreiz zu liefern.



  • Ich geh jetzt nicht mehr auf jeden Punkt ein, weil ich davon viele auch schon beantwortet habe, aber anscheinend entweder nicht alles, was ich schreibe richtig gelesen wird, oder ich es nicht ausreichend ausdrücke, sodass es nicht verstanden wird.

    Mit der Nervigkeit für den Benutzer und der darauf folgenden Kundenunzufriedenheit, die dann in schlechterem Ruf, Cracken u.ä. resultiert, bin ich jetzt einverstanden; das meint, habe ich verstanden und stimme euch auch zu.

    Also da ich jetzt ja den konkreten Vorschlag "Internetaktivierung" von SeppJ und TyRoXx erhalten habe, hätte ich dazu ein paar Fragen:
    - Ist das einfach nur eine zufällige Seriennummer, die aber ein paar Anforderungen genügt, sodass man sich keine ausdenken kann?
    - Kann man diese also einfach an jemand anderen weitergeben und dort funktioniert sie?
    - Muss man etwas Bestimmtes beachten, um diese Seriennummer zu generieren? Nach welchen Algorithmen macht man das in der Regel?
    - Was geschieht online überhaupt? Wird dort einfach nur gespeichert: Maschine xyz hat Seriennummer abc eingesetzt? Evtl. noch ein Mapping an die E-Mail (kann man ja direkt beim Kauf nutzen, ich versende die Seriennummer ja ohnehin per Mail) Und das aber rein fürs Logging und sonst keine großartige Überprüfung (außer, dass die Seriennummer eben existiert und generiert wurde)



  • @Eisflamme
    Naja es gibt zwei Möglichkeiten.

    Entweder der Server hat eine Liste an gültigen Keys, und guckt einfach nur ob die Nummer in der Liste ist. In dieser Variante werden die Keys komplett zufällig generiert, und sind damit nicht fälschbar.
    Entweder man generiert gleich haufenweise Keys, und markiert dann nur die verkauften als verkauft, oder man generiert beim Verkauf on-the-fly einen neuen Key und trägt den in der Liste ein. Die Variante mit vorab generierten Keys ist vermutlich sicherer (bezüglich Datenverlust): wenn irgendwann mal kein aktuelles Backup mehr haben sollte, kann man immer noch ein altes einspielen, und alle Keys als verbraucht markieren. Und dann einen Haufen neue Keys anhängen, damit wieder welche verkaufen kann.

    Nachteil: man muss die Liste der verkauften Keys sichern (backup). Die Kunden hätten vermutlich keine Freude wenn ihre Keys auf einmal nicht mehr gehen.

    Oder man verwendet eben einen Key-Generator. Wie man das am besten macht müsste ich auch erst recherchieren, aber ich denke mal es wird auf die Verwendung von Private/Public-Key Verschlüsselungsverfahren ala RSA oder EC hinauslaufen.

    Nachteil: wenn einer rausbekommt wie du es machst kann er einen Keygen bauen.

    Was dabei natürlich immer möglich ist, ist dass jmd. einen fake Aktivierungs-Server baut und online stellt. D.h. du solltest die Abfrage nicht SO einfach machen dass jedes Script-Kiddy mit Ethereal und zuviel Zeit das gleich geknackt hat.



  • Eisflamme schrieb:

    Also da ich jetzt ja den konkreten Vorschlag "Internetaktivierung" von SeppJ und TyRoXx erhalten habe, hätte ich dazu ein paar Fragen:
    - Ist das einfach nur eine zufällige Seriennummer, die aber ein paar Anforderungen genügt, sodass man sich keine ausdenken kann?
    - Kann man diese also einfach an jemand anderen weitergeben und dort funktioniert sie?
    - Muss man etwas Bestimmtes beachten, um diese Seriennummer zu generieren? Nach welchen Algorithmen macht man das in der Regel?
    - Was geschieht online überhaupt? Wird dort einfach nur gespeichert: Maschine xyz hat Seriennummer abc eingesetzt? Evtl. noch ein Mapping an die E-Mail (kann man ja direkt beim Kauf nutzen, ich versende die Seriennummer ja ohnehin per Mail) Und das aber rein fürs Logging und sonst keine großartige Überprüfung (außer, dass die Seriennummer eben existiert und generiert wurde)

    Beim Kauf wird eine Nummer zufällig generiert, mit dem Käufer verknüpft und diesem zugesendet. Selbstverständlich könnte die Nummer jeder benutzen, davon hätte der Käufer aber nichts. Die ist wie ein Passwort. Bei der Aktivierung meldet das Programm dem Server, welche Nummer verwendet werden soll. Der sagt dann, ob die gültig ist (ja, das Umgehen der Aktivierung ist trivial, aber das Thema Cracker hatten wir schon). Der Server speichert die Nummer zusammen mit Datum und eventuell einer Computerkennung.
    Das Programm meldet sich alle paar Tage zurück, damit der Server inaktive Installationen aus der Datenbank löschen kann. Missbrauch ist dann an einer ungewöhnlich hohen Zahl aktiver Installationen pro Nummer zu erkennen.



  • TyRoXx schrieb:

    Das Programm meldet sich alle paar Tage zurück

    Eine Sache, was ich bei Programmen überhaupt nicht leiden kann 😉



  • http://www.jagregory.com/writings/rhino-licensing/
    https://github.com/ayende/rhino-licensing

    Kommerziell:
    http://www.softwareshield.com/

    Eventuell wäre das ja was.

    Wobei aber DRM frei das bessere Feature wäre.
    Verschwende deine Energie nicht auf Raubkopierer, denn die sind nicht deine Kunden.
    Deine Kunden sind die, die es kaufen.



  • Ich wär mit solchen Nach-Hause-Telefonaktionen vorsichtig -- wenn jemand mal Baumaßnahmen vor der Tür und zwei Tage kein Internet hat, kriegst du damit schon Probleme. Zumal sich die Frage stellt, wie man im Fall des Falles mit einem Verdacht umgeht - am Ende hat ein Cracker aus Russland die Maschine eines Kunden übernommen und sich die Lizenzinfo geholt, oder er hat den Bubi von nebenan drangelassen, dann hast du den falschen an der Hand. Oder du hast nen Bug auf dem Server. So nen Fehler machst du einmal, dann spricht sich das rum, und keiner kauft mehr bei dir. Der Kunde ist König, das steht an erster Stelle. Du solltest den Anschein vermeiden, er müsse sich vor dir verantworten.

    Man hat im Raubkopiefall realistischerweise keine sinnvolle Handhabe - seine prospektive Kundschaft zu verklagen, ist kein Geschäftsmodell, und für die tatsächliche Kundschaft gilt das erst recht. Zu wissen, wer wie oft wo deine Software installiert hat, ist daher gar nicht so sinnvoll -- es bist ja nicht du, der hier beeinflusst werden soll, etwas zu kaufen.

    Stell Lizenzdateien auf echte Namen aus und zeig sie beim Programmstart an. Schreib groß in den Splashscreen "Lizensiert an Max Mustermann für Privatgebrauch" und pack ne RSA-Signatur dazu, damit das keiner fälschen kann. Dem pubertierenden Kind ist das egal, aber seinen Eltern und erwachsenen Anwendern schlägt so was auf den Magen, wenn es nicht ihr eigener Name ist. Wenn deine Preise fair sind, bringt das eher was als dieser ganze Überwachungsunfug.



  • seldon schrieb:

    Ich wär mit solchen Nach-Hause-Telefonaktionen vorsichtig -- wenn jemand mal Baumaßnahmen vor der Tür und zwei Tage kein Internet hat, kriegst du damit schon Probleme.

    Erstens würde sich das Programm nicht alle zwei Tage melden - so oft benutzt man es wahrscheinlich gar nicht. Zweitens wäre das nicht sofort ein Problem, schon gar nicht für den Kunden.

    seldon schrieb:

    Zumal sich die Frage stellt, wie man im Fall des Falles mit einem Verdacht umgeht - am Ende hat ein Cracker aus Russland die Maschine eines Kunden übernommen und sich die Lizenzinfo geholt, oder er hat den Bubi von nebenan drangelassen, dann hast du den falschen an der Hand. Oder du hast nen Bug auf dem Server. So nen Fehler machst du einmal, dann spricht sich das rum, und keiner kauft mehr bei dir. Der Kunde ist König, das steht an erster Stelle. Du solltest den Anschein vermeiden, er müsse sich vor dir verantworten.

    Man hat im Raubkopiefall realistischerweise keine sinnvolle Handhabe - seine prospektive Kundschaft zu verklagen, ist kein Geschäftsmodell, und für die tatsächliche Kundschaft gilt das erst recht. Zu wissen, wer wie oft wo deine Software installiert hat, ist daher gar nicht so sinnvoll -- es bist ja nicht du, der hier beeinflusst werden soll, etwas zu kaufen.

    Natürlich bietet so ein System keinen Schutz gegen vorsätzlichen Missbrauch. Es ist nur ein Kompromiss, der etwas weniger faul ist als andere Varianten. Man weiß aber zumindest ungefähr, wie viele "russische Cracker" so etwas machen und ob man die Maßnahmen ver- oder entschärfen kann.
    Außerdem hat der Kunde etwas "in der Hand". So eine Nummer bindet stärker als ein reines Gewissen allein.

    seldon schrieb:

    Stell Lizenzdateien auf echte Namen aus und zeig sie beim Programmstart an. Schreib groß in den Splashscreen "Lizensiert an Max Mustermann für Privatgebrauch" und pack ne RSA-Signatur dazu, damit das keiner fälschen kann. Dem pubertierenden Kind ist das egal, aber seinen Eltern und erwachsenen Anwendern schlägt so was auf den Magen, wenn es nicht ihr eigener Name ist. Wenn deine Preise fair sind, bringt das eher was als dieser ganze Überwachungsunfug.

    👍 Gute Idee, das kommt sogar ohne Überwachungs-Server aus.



  • Dravere schrieb:

    LordJaxom schrieb:

    2. Habe ich schon erlebt, dass mehrere PCs einer Serie im Auslieferungszustand die gleiche MAC-Adresse hatten (waren in dem Fall MEDION-PCs)

    Toll, wenn man mit solchen PCs in einem gemeinsamen LAN unterwegs sein möchte 😮

    Allerdings. Hat Stunden gedauert bis wir darauf gekommen sind, die MAC-Adressen zu vergleichen. _Zum Glück_ kann man die im Treiber recht einfach ändern...



  • seldons Idee gefällt mir auch sehr gut.

    Dann mache ich Internet-Seriennummer-Check einfach nur, wenn derjenige im Internet ist. Falls nicht, melde ich auch nichts... man kann zwar über Firewall nach Aktivierung die Software vom Internet über Firewall trennen, aber ich will ja den Benutzer bei Offline-Betrieb nicht nerven, richtig?

    Key erstelle ich dann irgendwie auf dem Server, Mal schauen. Ich kann den Key ja zusätzlich mit dem Namen des Käufers verschlüsseln. Dann wird Name + Key bei Aktivierung an den Server gesandt, der prüft, ob das übereinstimmt. Dann wird serverseitig bei Übereinstimmung der Key mit einem privaten Schlüssel verschlüsselt, sodass meine Software den mit dem öffentlichen Schlüssel entschlüsselt. Wenn das Ergebnis mit dem Key übereinstimmt, ist die Software aktiviert.

    Denn dann müsste der Angreifer zum Aufbau des Proxys ja den privaten Schlüssel kennen, was ja schon Mal nicht reicht. Dann gibt es immer noch andere Sicherheitslücken, aber die ignoriere ich dann eben.

    Denkt ihr, das langt?

    Edit: Wo genau müsste ich jetzt noch die RSA-Signatur einbauen? Ich könnte den Key vom Server aus natürlich über RSA mit Namen verschlüsseln, aber das macht noch keine Signatur.


  • Mod

    Eisflamme schrieb:

    Denkt ihr, das langt?

    Um zu nerven: Ja, auf jeden Fall.

    Schutz vor begabtem Scriptkiddie: Ein paar Minuten. Mögliche Einfallstore, die mir direkt einfallen:
    - Aktivierte Software kopieren
    - Aktivierungscode einfach im Debugger umspringen, den Sprungbefehl dann permanent einpatchen.
    - Internetverbindung für deine Software blocken. Das ist selbst bei DAU-Rechnern der Standard, sie müssten deiner Software explizit erlauben, sich überhaupt auszuwählen.
    - RSA-Schlüssel in deinem Programm mit eigenem Schlüssel ersetzen, dann die Serverantwort mit dem zugehörigen privatem Schlüssel fälschen.



  • Nerven ist ja schon das Wichtigste. Und Deine begabten Skriptkiddies sind schon keine der Interessenten, glaub ich.

    Was sind denn die Standardwege gegen diese vier Tore?

    Code mit Debugger umspringen: Den Aktivierungscode kann ich halt an mehreren Stellen einpflanzen. Ist nicht besonders schön im Code, aber na ja.

    Aktivierte Software kopieren: Aktivierte Software kopieren geht, wobei ich ja gleichzeitig in Registry und auf Dateisystem was anlegen kann. Da kommt aber das begabte Kiddy auch sofort durch. Da kann ich halt auch nur nerven, indem ich dann doch auf Maschinencode prüfe, was aber (s. drei Seiten Diskussion) ja nicht akzeptiert wird. Aber ich denke, hier reicht es eben doch online die Maschinencodes zu speichern und dann sehe ich halt, dass auf eine Serial sehr viele Anmeldungen laufen. Daraufhin kann ich dann alle per E-Mail verzeichneten Kunden neue Keys geben, wenn ich das System verschärfen will. Macht der gleiche Benutzer wieder Müll, muss ich mir halt bzgl. dem was überlegen.

    Internetverbindung: Die auszustellen geht nur nach Aktivierung und dann ist der Drops schon gelutscht.

    RSA: Muss man halt auch erstmal in Software finden, aber gut, kriegt Dein Superkiddy natürlich alles hin. Ich kann das einfache ersetzen halt schwieriger machen, indem der Schlüssel dann noch irgendwelchen Anforderungen genügen muss, die nicht RSA-typisch sind. Ich kann auch den md5-hash davon überprüfen oder so, dann muss kiddy den auch finden und ersetzen (und wissen, dass das auch md5 ist; liegt wohl nahe, aber ich kann ja noch einen anderen zusätzlich nutzen oder so)

    Würdest Du wirklich so weit gehen?



  • Was soll die Sache mit dem Server? Wenn jemand die Software kauft, schickst du ihm halt ne Lizenzdatei, die dazu führt, dass das Programm im Splashscreen seinen Namen anzeigt. Bisschen Krypto drum, Schlüssel einkompiliert, dann kriegt der Durchschnittsnutzer es nicht hin, das was anderes angezeigt wird, und der Cracker ist unmotiviert, weil man ne Lizenzdatei kopieren kann. Nach Hause telefonieren muss da nichts.

    Das macht die Software nicht unkopierbar, aber unkopierbare Software ist schlicht nicht machbar, selbst wenn man seine Kunden nerven will. Was du kriegst, ist der Effekt, dass ein hypothetischer Raubkopierer jedes mal, wenn er die Software startet, zu sehen kriegt, dass sie ihm nicht gehört. Und - was womöglich wichtiger ist - jeder, der ihm über die Schulter schaut, sieht es auch.

    Alles, was hier an darüber hinausgehenden Maßnahmen besprochen wurde, halte ich ganz ehrlich für Firlefanz, der nichts bringt, Geld zu betreiben kostet und nach hinten losgehen kann.



  • SeppJs Cracker würde vermutlich den Splashscreen wegjumpen.

    Aber seldon, die 30 Tage Nutzung könnte man nun wirklich zu einfach überlisten, das würde auch der Durchschnittsbenutzer hinbekommen. Wie kann ich das ohne Server regeln? WinRAR kauft auch keiner.

    Oder die Servermaßnahme würde eben nur für die unlizensierte Version gelten. Sobald der Benutzer den Key eingibt, werden keine Zugriffe auf den Server mehr durchgeführt, was hältst Du davon?


  • Mod

    Eisflamme schrieb:

    Was sind denn die Standardwege gegen diese vier Tore?

    Das ist es ja, wieso dieser Thread 5 Seiten im Kreis dreht: Es gibt keine sichere, lokale Schutzmethode. Deine Software müsste auf dem Server laufen und nur das Interface auf dem Client. Das ist dann ziemlich unumgänglich.

    Code mit Debugger umspringen: Den Aktivierungscode kann ich halt an mehreren Stellen einpflanzen. Ist nicht besonders schön im Code, aber na ja.

    Das kann Scriptkiddie 2.0 automatisiert suchen und finden lassen, denn das ist sowieso Standard in Kopierschützen. Also in denen, die immer ein Tag nach Release geknackt sind.

    Aktivierte Software kopieren: Aktivierte Software kopieren geht, wobei ich ja gleichzeitig in Registry und auf Dateisystem was anlegen kann. Da kommt aber das begabte Kiddy auch sofort durch.

    Eben.

    Da kann ich halt auch nur nerven,

    Und wieder willst du nerven, ohne dich zu schützen. Du kannst auch deinen zahlenden Kunden täglich einmal in die Fresse schlagen. Das nervt auch.

    indem ich dann doch auf Maschinencode prüfe, was aber (s. drei Seiten Diskussion) ja nicht akzeptiert wird.

    Es geht vor allem nicht. Das scriptkiddie fälscht dir die "Maschinencodes" in 5 Minuten, eben weil es keine Maschinencodes gibt. Das ist alles Software. Der DAU wird hingegen genervt.

    RSA: Muss man halt auch erstmal in Software finden, aber gut, kriegt Dein Superkiddy natürlich alles hin. Ich kann das einfache ersetzen halt schwieriger machen, indem der Schlüssel dann noch irgendwelchen Anforderungen genügen muss, die nicht RSA-typisch sind. Ich kann auch den md5-hash davon überprüfen oder so, dann muss kiddy den auch finden und ersetzen (und wissen, dass das auch md5 ist; liegt wohl nahe, aber ich kann ja noch einen anderen zusätzlich nutzen oder so)

    Kurz: Du kannst prinzipbedingt in einer Software lokal keine Geheimnisse sicher verbergen, bloß den Aufwand zum Finden kannst du erhöhen.

    Würdest Du wirklich so weit gehen?

    Nein, ich stehe mit den anderen, überhaupt keinen Kopierschutz oder bestenfalls eine Namensregisitrierung einzubauen.


  • Administrator

    Eisflamme schrieb:

    SeppJs Cracker würde vermutlich den Splashscreen wegjumpen.

    SeppJs Cracker würde alles hinbekommen. SeppJ sagt nichts anderes als seldon auch:

    seldon schrieb:

    Das macht die Software nicht unkopierbar, aber unkopierbare Software ist schlicht nicht machbar, selbst wenn man seine Kunden nerven will.

    Eisflamme schrieb:

    Aber seldon, die 30 Tage Nutzung könnte man nun wirklich zu einfach überlisten, das würde auch der Durchschnittsbenutzer hinbekommen. Wie kann ich das ohne Server regeln? WinRAR kauft auch keiner.

    WinRAR kauft keiner, weil man den Dialog, dass man das Programm nun kaufen muss, simpel mit den X im Fenster wegklicken kann. Wenn sie das X im Fenster entfernen würden, sehe das bereits deutlich anders aus, da bin ich mir recht sicher.

    Aber es würde wahrscheinlich einfach dazu führen, dass mehr Leute z.B. 7-zip einsetzen statt WinRAR. Daher glaube ich, haben die Entwickler von WinRAR bewusst dieses X nicht rausgenommen, weil sie dadurch eine gewisse Bekanntheit erhalten. Und ein Teil der Leute wird sich dann WinRAR kaufen.

    Und ich würde wahrscheinlich tatsächlich die Systemzeit nehmen. Kann man ganz einfach umgehen. Aber wie gesagt, einen absoluten Schutz gibt es nicht. Und wer hat schon gerne eine andere Systemzeit? Oder wer möchte immer beim Start des Programmes die Systemzeit umstellen? Und solange nur eine Triallizenz vorhanden ist, schreibst du dies auf den Splashscreen, gleich neben den Namen: GÜLTIG BIS ... 😉

    Grüssli



  • SeppJ:
    Was heißt hier im Kreis drehen. Ich wollte gerade dazu einschwenken, den Schutz deutlich zu mindern und den Benutzer damit nicht mehr als nötig zu stören, dann kommst Du bei jedem einzelnen Punkt an und sagst mir, dass der unsicher ist. Mir war überhaupt nicht bewusst, dass Du komplett gegen Schutz bist. Das letzte, was ich vor Deinem Skriptkiddy-Gedöns im Kopf hatte, war, dass Du Internetaktivierung vorgeschlagen hattest. Und dass ich weiß, dass nichts unschützbar ist, habe ich auch schon mehrfach gesagt, deswegen beziehen sich Fragen wie "Reicht das?" auf ausreichend hohen Schutz. Wenn Du mir sagen wolltest, dass das sowieso nicht hilft, aber den Benutzer stört (und nicht das Kiddy, was ich meinte), dann würde ich mir wünschen, dass Du das auch explizit sagst, ich wäre dann auf keinen Punkt weiter eingegangen und wir hätten uns beide viel Zeit sparen können.

    Dravere:
    Klar gibt es keinen vollständigen Schutz. Trotzdem würde in meinen Augen >50% der Nutzer ihr Datum einfach zurückstellen, wenn sie die Software dafür länger nutzen könnten. Findest Du eine Internetabfrage des Registrierungsdatums während der Trial-Phase ebenfalls zu störend? Mit Kauf fällt das ja alles weg.

    Edit: Mrrr... wobei das eigentlich auch zu viel Aufwand ist. Wenn ich das in die Registry schreibe, hilft Neuinstallation nicht und der normale Benutzer sucht glaub ich gerade so eben nicht in der Registry rum. Da ein Updatecheck bei Programmstart geschieht, kann ich dort jedoch trotzdem das Datum abgreifen, außer das Internet ist eben aus... ich denke, das reicht.


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