Hardware Spiele



  • Ich glaube wir hatten mal ein ähnliches Thema aber zur Belebung des Forums und weil es mich mal wieder interessiert, frag ich mal wieder.

    Welche Hardware Spiele (solche mit Würfel/Karten/Miniaturen) spielt ihr (ggf auch P&P Rollenspiel). Spielt ihr sowas überhaupt? wie oft und welches Genre?
    Ich bin ein enormer Fan von sowas. Vor allem komplexe Strategie- und Wirtschaftsspiele. Vlaada Chvátil macht da einige wirklich geniale die an diversen Computerspielen angelehnt sind (Dungeon Lords => Dungeon Keeper, Mage Knight => kann man mit Heroes of Might and Magic vergleichen, Im Wandel der Zeiten => Civilisation obwohl ich da die reine Brettspielvariante auch sehr interessant finde). Wirklich gut sind dann auch noch die 18xx Spiele wenn man die Zeit hat diese zu spielen.



  • Ab und an Twilight Imperium ansonsten Doppelkopf



  • 1870 oder 1832, alle 6 Wochen
    Earthdawn, auch etwa alle 6 Wochen
    Unregelmäßig alles Mögliche an Brettspielen



  • Ich habe mir das Brettspiel zu BSG gekauft und würde es gerne mal spielen, aber dummerweise haben entweder alle keine Zeit oder keine Lust sich in so ein komplexes Spiel einzuarbeiten.

    Der Computer ist daher ganz klar der bessere Spielgefährte, denn der hat immer Zeit und Lust.



  • Arkham Horror gefällt mir gut. Das ist ein kooperatives Brettrollenspiel, das auch mit wenigen Spielern oder sogar alleine spielbar ist. Der einzige Nachteil ist die manchmal sehr lange Spieldauer.

    Was mich bei dem Spiel, außer der Masse an Spielmaterial im Karton, noch beeindruckt hat, sind die verrückten Fans, und was die sich für das Spiel alles noch basteln: http://www.boardgamegeek.com/images/boardgame/15987/arkham-horror?username=&sort=hot&date=alltime&gallery=all&tag=&licensefilter=&B1=Go



  • Arkam Horror ist okay aber lange Spielzeiten ... Ein Spiel Twilight Imperium dauert bei uns ca. 16h.



  • knivil schrieb:

    Arkam Horror ist okay aber lange Spielzeiten ... Ein Spiel Twilight Imperium dauert bei uns ca. 16h.

    Die Spiele dauern lange genug, dass sie oft nicht beendet werden können. Dazu kommt dann noch der Platzverbrauch des Spiels, so das man es oft nicht aufgebaut lassen kann. Die Spieldauer hängt natürlich auch viel vom Spielstil und der Erfahrung der Gruppe ab. Mit Anfängern an einem Abend fertig zu werden ist schon schwer.
    Wenn es darum geht Mitspieler zu finden, dann ist es schon praktisch, wenn eine Partie an einem Abend fertig gespielt werden kann.



  • Viel mehr als die lange Spielzeit stört mich bei Arkham Horror der ewige Aufbau. Selbst mit Sortierhilfen (Kartenhalter, Tuckboxen etc.) dauert der Auf- und Abbau gut 45 min. Obwohl das Spiel wirklich gut ist. Daher sind wir immer mal wieder auf "Villen des Wahnsinns" umgestiegen. Dort mag ich den Ansatz das es eher noch Adventurelastiger ist als Arkham Horror.
    Ansonsten ist das aktuell erschienen Naufragos bzw "Robinson Crusoe" sehr empfehlenswert wenn man doch mal alleine Spielen will.

    Rekordhalter bei mir sind ca 12h für 1830. Aber ich tu mich auch schwer Spielrunden zu finden.


  • Mod

    Ich halte es eher mit den Klassikern des "German-style board game", das man auch mit neuen Spielern und in 30-60 Minuten spielen kann und die viele Leute ohnehin kennen. Wenn es nach mir ginge, würde ich solche Spiele viel häufiger spielen, aber es wird immer schwieriger, Mitspieler zu finden. Konkrete Beispiele zähle ich mal nicht auf, man kennt sie. Gerne auch mal eine Runde Kartenspiele wie Skat oder Poker.

    In letzter Zeit, man glaubt es kaum, interessiere ich mich auch für Magic the Gathering. Da hat man eine Szene, in der man regelmäßig Mitspielern findet. Es geht einigermaßen wettbewerbsmäßig zu (das finde ich gut an einem Spiel) und das Spiel selbst ist auch sehr interessant, macht gut Stimmung und bietet gewaltigen taktischen und meta-taktischen Tiefgang - ich muss noch viel lernen. Ist bloß so teuer 😞 .



  • Also ich finde solche Spiele in denen man den Großteil der Zeit damit verbringt irgendwelche Figuren manuell zu verschieben viel zu umständlich. Wobei ich hier jetzt eher an sowas wie Warhammer denke. Ich hab keine Ahnung was das für Spiele sind von denen ihr hier redet.



  • SeppJ schrieb:

    Ich halte es eher mit den Klassikern des "German-style board game", das man auch mit neuen Spielern und in 30-60 Minuten spielen kann und die viele Leute ohnehin kennen. Wenn es nach mir ginge, würde ich solche Spiele viel häufiger spielen, aber es wird immer schwieriger, Mitspieler zu finden. Konkrete Beispiele zähle ich mal nicht auf, man kennt sie. Gerne auch mal eine Runde Kartenspiele wie Skat oder Poker.

    Das liegt unter anderen daran, dass diese Spiele langweilig im Vergleich zu den heutigen Spielmöglichkeiten sind.

    Oder anders gesagt, bevor ich Poker spiele, spiele ich lieber Egoshooter im MP.



  • Gruum schrieb:

    Also ich finde solche Spiele in denen man den Großteil der Zeit damit verbringt irgendwelche Figuren manuell zu verschieben viel zu umständlich. Wobei ich hier jetzt eher an sowas wie Warhammer denke. Ich hab keine Ahnung was das für Spiele sind von denen ihr hier redet.

    Die Frage die hierbei aufkommt finde ich äusserst Interessant. Warum spielen entsprechende Fans die komplexen Brettspiele viel lieber als Computerumsetzungen solcher (sofern es welche gibt). Ich glaube nicht das es am Mangel der Umsetzungen liegt. Selbst wenn man für jedes Brettspiel eine Computerumsetzung hätte, würden IMHO eher die Brettvarianten gespielt werden. Für reine Computerspieler wäre die Mechanik wohl zu seicht. Aber was macht aus Brettspielersicht den Reiz aus.
    Ich Mutmaße mal das es wohl eher darauf hinausläuft, das man beim Brett selber etwas tun muß. Man kennt die gesamte Mechanik dahinter und kann diese notfalls auch ein wenig Modifizeren. Zusätzlich ist da noch der kommunikative Aspekt beim Brettspielen. Ggf gibts dazu noch mehr Ansichten.



  • Fedaykin schrieb:

    Ich Mutmaße mal das es wohl eher darauf hinausläuft, das man beim Brett selber etwas tun muß. Man kennt die gesamte Mechanik dahinter und kann diese notfalls auch ein wenig Modifizeren.

    Das geht bei Computerspielen auch, die meisten sind dafür Scriptbasiert und die Scripte lassen sich anpassen womit auch die Spielregeln verändert werden können.

    Ein Beispiel: Civilization >= 3



  • Trotz allem kennt man (um auf das Beispiel Cilivilsation) zurück zu kommen nur ein paar Werte. Bauzeiten, Stärke etc lassen sich damit anpassen. Aber wie ein konkreter Kampf berechnet wird auch? Ich kanns hier nicht sicher sagen, was mich zum zweiten Punkt bringt: Man muss schon entsprechendes technisches Verständnis aufbringen um so etwas zu machen. Beim Spiel denkt man sich einfach optionale Spielregeln aus und probiert sofort los.
    Wie schon gesagt ich ziele auch nicht darauf ab Computerspiele abzuwerten sondern mich hat interessiert warum gerade Brettspieler viel lieber zum Brett greifen als zum Computerspiel (darauf bezogen das es ein Computerspielumsetzung des jeweiligen Themas gäbe).
    Im Grunde liegt meine Vermutung da nicht weit weg von mehreren anderen Meinungen (hatte diese Frage mal in einem Brettspielforum gesetell). Zum einen ist es das eigene Agieren: Man muss die Figuren von Hand verschieben die Regeln selber umsetzen. Zusätzlich kommt die soziale Komponente hinzu (Treffen von echten Mitspielern + Unterhaltungen). Auch nicht zu vernachlässigen ist der Fantasyaspekt bei manchen Spielen. Da Brettspiele meist eine gewisse Thematik aufweisen stellt man sich halt auch selbst vor wie man eine Firma Leitet, oder ein Dorf aufbaut etc... ohne konkret dabei auf zu vieles einzugehen (Ähnlich wie die Fantasy angeregt wird wenn man ein Buch liest anstatt den entsprechenden Film anzuschauen).
    Meist ist es also eine mischung aus diesen Dingen (Bei manchen zieht halt eines der genannten Dinge mehr bei anderen ein anderes). Die Fans eher zum Brett zieht als zum PC.
    Interessanterweise sehen die Brettspielfans aber den PC auch mit viel Potential. Es gibt diverse Portale die es ermöglichen Spieler zu finden falls man gerade selber keine vor Ort hat. Dort kann man dann per Browser diverse Spiele mit anderen Menschen am PC Spielen. Das wird auch sehr rege genutzt sofern man halt nicht die Leute bei sich zu hause einladen kann.



  • SeppJ schrieb:

    In letzter Zeit, man glaubt es kaum, interessiere ich mich auch für Magic the Gathering. Da hat man eine Szene, in der man regelmäßig Mitspielern findet. Es geht einigermaßen wettbewerbsmäßig zu (das finde ich gut an einem Spiel) und das Spiel selbst ist auch sehr interessant, macht gut Stimmung und bietet gewaltigen taktischen und meta-taktischen Tiefgang - ich muss noch viel lernen. Ist bloß so teuer 😞 .

    Das trifft auf Dominion auch zu, finde ich, mit dem Unterschied, dass es nicht so teuer ist.



  • Christoph schrieb:

    SeppJ schrieb:

    In letzter Zeit, man glaubt es kaum, interessiere ich mich auch für Magic the Gathering. Da hat man eine Szene, in der man regelmäßig Mitspielern findet. Es geht einigermaßen wettbewerbsmäßig zu (das finde ich gut an einem Spiel) und das Spiel selbst ist auch sehr interessant, macht gut Stimmung und bietet gewaltigen taktischen und meta-taktischen Tiefgang - ich muss noch viel lernen. Ist bloß so teuer 😞 .

    Das trifft auf Dominion auch zu, finde ich, mit dem Unterschied, dass es nicht so teuer ist.

    Daher gehen viele Firmen in richtung LivingCardGames (LCG) dort gibts keine Zufallsbooster. Alle Packs enthalten immer fest vordefinierte Karten. Reine Sammelkartenspiele kommen aktuell also weniger raus. Wirklich empfehlenswert scheint im LCG Genre gerade "Android Netrunner" zu sein. Bei dem ein Spieler ein Hacker ist, der in eine Hochsicherheitssystem eindringen muss. Der andere muss halt dieses System Verteidigen. Hab schon viel gutes dazu gehört. Leider noch nicht dazu gekommen mich näher damit zu beschäftigen. Ist aber eines der Spiele die innerhalb weniger Wochen unter die Top 20 bei Boardgamegeek gekommen sind. Ich hab da bisher noch nie einen so rasanten Aufstieg eines Spiels gesehen.



  • Für die, die es nicht kennen: Dominion ist kein Sammelkartenspiel.



  • Ich finds immer wieder spannend, wie knapp gehalten diese Spielmechanismen funktionieren. Man hat meist sehr wenige Züge mit teilweise auch sehr begrenzten Wahlmögichkeiten. Trotzdem ist jede Entscheidung extrem wichtig für den Spielausgang. Bei Computerspielen hat man meist wesentlich mehr Freiheit, die aber im Endergebnis kaum zu Unterschieden fuehrt.

    Battlestar Galactica habe ich auch mal mit Kollegen gespielt. War ganz witzig, aber tatsaechlich sehr kompliziert zu erklaeren. Das Spiel dauert dann auch ziemlich lange.

    Dominion finde ich auch ganz witzig. Aber wirklich ernsthaft habe ich es nicht gespielt, wie das Andere machen. Eher mal als Pausenfueller.

    Ansonsten noch ein paar Tipps:

    Ora et Labora
    Man verwaltet eine mittelalterliche Klosterlandschaft. Man baut Gebäude und verarbietet mit denen dann Resourcen zu wertvolleren Sachen um, die an Ende möglichst viele Punte ergeben. Man kann sich dann sogar neue Landstriche kaufen, auf denen dann spezielle Gebääude errichtet werden koennen, z.b. Fischer im Wasser oder Burgen in den Bergen.

    Fresko
    Man soll das Fresko in einer Kirche restaurieren. Zuerst konkuriert man mit den Anderen um die Aufstehzeit, das bestimmt wer zuerst handelt. Steht man aber immer zeitig auf, so werden die Gesellen missmutig und arbeiten irgendwann nicht mehr. Im umgekehrten Fall kann man sogar einen extra Gesellen bekommen. Mit denen kauft man dann Farben am Markt und mischt daraus neue Farben passend zu den Deckstueckchen.

    Speicherstadt
    Hier erwirbt man Auftraege und Schiffsladungen mit verschiedenen Waren, um diese Auftraege zu erfuellen. Ausserdem gibts natuerlich noch eine Menge nützlicher Hilfen, wie Lager, Verkäufer oder Feuerwehrmänner, die einem dabei helfen. Das geniale ist aber wie unter allen diese Sachen versteigert werden.

    Funkenschlag
    Man baut einen Stromkonzern auf. Man ersteigert Kraftwerke und kauft die passenden Resourcen dazu. Dann erschliesst man Staedte und verbindet diese mit seinem Stromnetz. Je mehr Staedte man versorgt um so mehr Einkommen hat man für neue Investitionen zur Verfügung. Besonders genial ist die Resourcenverteilung geregelt. Kaufen zu viele Spieler z.b. Kohle so wird diese teurer und ist im Extremfall auch irgendwann alle.

    Pandemie
    Auf der Welt verbreiten sich 4 verschiedene Viren und alle Spieler versuchen zusammen ein Heilmittel zu entwickeln. Jeder Spieler hat eine Spezialfähigkeit die dann geschickt eingesetzt werden müssen. Man errichtet Labore, fährt in befallene Städte um den Virus auszulöschen und sammelt Informationen um das Gegenmittel herzustellen. Währenddessen bestimmt der Kartenstapel welche Stadt das Virus als nächstes befällt und ob es sich evtl. auch auf Nachbarstädte ausbreitet.

    Vielleicht erinnert ihr euch ja auch noch an Ruhm für Rom:
    http://www.youtube.com/watch?v=Fq57kZlWLg8&feature=youtube_gdata


  • Mod

    Bei den ganzen Spielen die hier aufgezählt werden, kann ich auch die Youtubeserie Tabletop empfehlen:
    http://www.youtube.com/playlist?list=PL4F80C7D2DC8D9B6C&feature=plcp

    Da waren schon so einige Spiele dabei, die ich mir im Anschluss geholt habe und die ich hier im Thread gerade wiedererkenne.



  • Warum sollte man Spiele in Hardware implementieren? Wenn es einen Bug gibt und das Spiel abstürzt, kann man den nicht so einfach fixen.


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