Entwickelt überhaupt noch einer beruflich mit C++?



  • Ich habe schon lange nicht mehr hier rein geschaut, da ich viel beruflich programmiert habe in der letzten Zeit. Allerdings ist mir C++ dort nie untergekommen. Meist sind es Webtechniken, mit denen das Geld verdient wurde. Eine Firma hatte mal eine große Verwaltungssoftware, die wir ins Netz bringen sollten, aber auch hier war nur Delphi + Datenbank zu finden.

    Wie hoch schätzt ihr den Anteil an C++ Software zum Rest ein? Ich denke mehr wie ein paar Prozent wird das nicht mehr sein.



  • Ich denke auch, dass es weniger als 100% sind.



  • Das hängt doch ganz von der Branche ab.

    Die meisten großen AAA Spiele werden immer noch in C++ programmiert.



  • Naja, um die Frage direkt zu beantworten. Ich entwickle beruflich mit C++.



  • Ich auch.
    Nicht ausschliesslich, aber sehr viel.


  • Administrator

    Sollte jetzt denn wieder ein Projekt kommen, wo ich C++ einsetze. Ich berate aber derzeit immer wieder ein paar Kollegen, welche C++ in verschiedenen Projekten bei uns einsetzen. Derzeit bin ich leider anders eingeteilt und entwickle hauptsächlich mit Java auf Android.

    Bei uns kommt C++ hauptsächlich für Embedded Plattformen zum Einsatz. Da ist C oder C++ einfach immer noch ziemlich ungeschlagen 🙂

    Grüssli



  • ich



  • Vergleicht man die ganzen Webanwendungen, die jeden Tag das Licht der Welt erblicken, dann würde ich native Apps in C++ kaum mehr als 1% vom gesamte Softwaremarkt geben. Dafür werden die C++-Apps häufiger genutzt. Es reicht dafür auch ein Blick in den Fachzeitschriftenabteilung, oder noch besser man schaut in den Jobbörsen vorbei. Da sieht man ganz gut, welche Sprachen derzeit am meisten gebraucht werden.

    Ich kenne persönlich keinen Software-Entwickler der C++ oder C können muss oder damit seine Brötchen verdient. Ich schreibe Software seit 15 Jahren und bin auch nur privat mit C++ in Verbindung gekommen. So als reines Interesse, denn wenn man die schwierigste Sprache der Welt kann, kann man alle. Aber ich habe irgendwann die Lust verloren mich in Sprachdetails zu verlieren, da ich Software entwickeln will und ich mich nicht viel mit dem Werkzeug aufhalten möchte, dafür ist mein Leben zu kurz.

    Es wird aber immer Leute geben, die sich mit C++ rumquälen müssen oder auch wollen.



  • Ob C++ lebt, wenn man als unregistrierter User im C++-Forum behauptet?
    Das ist einfach, ich zähle mal in diesem Thread:

    | reg | unreg 
    -----+-----+-----
    lebt |  6  |  2
    tot  |  0  |  3
    


  • Es gibt noch sehr viele Projekte und Arbeitsplätze für C++.



  • DieEntwicklung schrieb:

    Re: Entwickelt überhaupt noch einer beruflich mit C++?

    Bei mir beruflich: C++, Haskell und Python.



  • 90% C++, Bereich: Optimierungs- und Steuerungssoftware



  • Ich behaupte, alles was wichtig ist und einen echten Mehrwert liefert, wird in C/C++ gemacht. D.h. im Klartext:

    Industriesteuerungen, Fahrerassistenzsysteme, Call of Duty usw. sind C/C++.

    Candy Crush, Facebook, Whatsapp sind mehrheitlich Produkte bestehend aus Kram wie Java, php, Flash usw.



  • DieEntwicklung schrieb:

    Wie hoch schätzt ihr den Anteil an C++ Software zum Rest ein? Ich denke mehr wie ein paar Prozent wird das nicht mehr sein.

    Die Frage ist: Ein paar Prozent von was uns was soll und das dann sagen? Praktisch die ganze Infrastruktur unserer heutigen Computerwelt ist aus C/C++ gebaut. Ohne C/C++ läuft nichts. Selbst wenn es nur "ein paar Prozent" sind, es sind die paar Prozent, die eine Rolle spielen, weil ohne sie alle restlichen Prozent bedeutungslos werden. Was hilft dir die tollste Webanwendung, wenn es weder Betriebssysteme noch Browser noch Webserver und vor allem: kein Internet gibt? Die Atmosphäre macht auch nur einen geringen Anteil der Gesamtmasse der Erde aus; sogar so gering, dass dieser Anteil selbst in Promille ausgedrückt noch eine unhandlich kleine Zahl wäre...so?



  • Ich mache beruflich sowas Ähnliches wie C++, ist allerdings von Borland/Codegear/Embarcadero. Wird von denen auch C++ genannt, ist aber nicht mal zu sich selbst kompatibel und treibt einen wöchentlich zur Weißglut.



  • Kenner der Szene123 schrieb:

    Ich behaupte, alles was wichtig ist und einen echten Mehrwert liefert, wird in C/C++ gemacht.....

    Industriesteuerungen, Fahrerassistenzsysteme, Call of Duty usw. sind C/C++....

    Wäre ich vorsichtig, mit C# bekommt man auch ganz ordentliche Programme hin. Beispiel: Zielvorgabe in Transportsteuerung -> Steuerung übergibt an C# Dienst Identifikationsmerkmal für das Produkt -> C# Dienst ermittelt Ziel und gibt es an die Steuerung. Funktioniert Prima. Das ist jetzt natürlich vereinfacht dargestellt.

    Was ich damit sagen will, man kann fast alles was man in C++ Abbilden kann auch in anderen Sprachen abbilden. Über Sinn und Unsinn kann man sich streiten.



  • Ich habe immerzu Sorgen, dass ich C++ im Berufsleben nicht anwenden können werde, weil es in Fünf Jahren einfach "out" ist. Das wäre wirklich schade, wenn ich nicht mehr die Chance dazu hätte.



  • Ich behaupte mal, modernes C++ ist tot.

    Klar, als C++ Legacy-Code-Pfleger findet man schon noch Jobs, aber schauen wir mal an, wo in 10 Jahren aktiv in C++ entwickelt wird:
    - Browser (ohne JavaScript-Interpreter): Wird künftig wohl in JavaScript gemacht
    - Serverseite: Facebook will von C++ auf D wechseln, Google auf Go, gibt weitere Sprachen (z.B. Rust); ist nur eine Frage der Zeit, bis C++ da abgelöst wird.
    - Oberflächen (Office, Videos, Schaltpläne, 3D-Modelle): Rendern kann die Grafikkarte, der Rest ist egal. Oberflächen gehen einfacher mit Reflection, C++ ist dafür jedenfalls nicht geeignet.
    - Backend (Office, Videos, Schaltpläne, 3D-Modelle): Ganz performance-wichtige Sachen wie Videorenderer werden in (Graka-)Assemblern geschrieben, für die anderen Algorithmen braucht es kein C++, da ist der konstante Faktor weniger wichtig als algorithmische Verbesserungen.
    - Skriptsprachen (z.B. JavaScript)/Virtual Machines: Kleiner Markt. Entwicklungsaufwand zählt weniger, C wäre für performancekritische Bereiche auch in Ordnung. Vielleicht auch C++, aber kein modernes.
    - Spiele: Das Bottleneck ist künftig die Netwerkanbindung, Sprache spielt keine Rolle, sofern eine gute Grafikbibliothek bereitsteht.
    - Rechenintensive Simulationen: Zuverlässiges und schnelles Multithreading (>64 Cores) in C++ ist praktisch unmöglich. Wird sich eine neue Sprache etablieren.
    - µC (Industriesteuerungen, Fahrerassistenzsysteme): Künftig mehr als genug Rechenpower, Sprache sollte Sicherheit vor Geschwindigkeit einstufen (d.h. kein UB).
    - Betriebssysteme, Treiber: Schon seit jeher C + Skriptsprache



  • dot schrieb:

    Die Frage ist: Ein paar Prozent von was uns was soll und das dann sagen? Praktisch die ganze Infrastruktur unserer heutigen Computerwelt ist aus C/C++ gebaut. Ohne C/C++ läuft nichts. Selbst wenn es nur "ein paar Prozent" sind, es sind die paar Prozent, die eine Rolle spielen, weil ohne sie alle restlichen Prozent bedeutungslos werden.

    Ja, ohne C läuft nichts. Du sprichst Bereiche an, wo Entwicklungsaufwand keine Rolle spielt, da macht man dann allerhässlichstes aber superschnelles C. Nirgendwo werden Templates verwendet.



  • DocShoe schrieb:

    Ich mache beruflich sowas Ähnliches wie C++, ist allerdings von Borland/Codegear/Embarcadero. Wird von denen auch C++ genannt

    😃

    Ja, sogesehen mach' ich auch nur "was ähnliches wie C++". MSVC 2005 halt 😉


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