Int zu char Array
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Oder einfach casten und direkt auf dem Original arbeiten?
int foo = 7; reinterpret_cast<char*>(&foo)[0]=9; cout << foo;
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Ich schließe die Frage gleich mal an:
Union böse oder gangbar?template <typename T> // hier evtl nur fundamentaltypen zulassen union Serializer { T value; char [sizeof(T)] data; };
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Tim06TR schrieb:
Ich schließe die Frage gleich mal an:
Union böse oder gangbar?Ein Klugscheißer würde einwenden, dass es undefiniertes Verhalten ist. Ich würde daraufhin einwenden, dass es in jeder bekannten Implementierung wie gewünscht funktioniert und daher eine gute Methode ist.
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SeppJ schrieb:
Oder einfach casten und direkt auf dem Original arbeiten?
int foo = 7; reinterpret_cast<char*>(&foo)[0]=9; cout << foo;Das versteh ich nicht ganz... warum [0]=9?
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Warum nicht? Ist doch nur ein Beispiel.
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Ein Klugscheißer würde einwenden, dass es undefiniertes Verhalten ist.
Warum?
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Arcoth schrieb:
Ein Klugscheißer würde einwenden, dass es undefiniertes Verhalten ist.
Warum?
Wenn ich das nicht falsch verstanden habe, dann dürfte das 9.5.1 sein:
§9.5.1 schrieb:
In a union, at most one of the non-static data members can be active at any time, that is, the value of at most one of the non-static data members can be stored in a union at any time.
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Übersetzt also in etwa:
In einem Union darf nur auf das zuletzt beschriebene Member lesend zugegriffen werden.
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Th69 schrieb:
Übersetzt also in etwa:
In einem Union darf nur auf das zuletzt beschriebene Member lesend zugegriffen werden.Das steht dort nicht (oder jedenfalls kann diese Überstzung leicht missverstanden werden). Dort steht nur, dass wenn auf diesen Speicherbereich zugegriffen wird, der gelesene Zustand derjenige ist, der zum zuletzt beschriebenen (=aktiven) Member gehört. Ob dieser Zugriff legal ist oder nicht, wird in diesem Absatz überhaupt nicht diskutiert - dafür empfiehlt ein Blick in 3.10/10. Der Absatz ist deswegen nicht überflüssig: ohne diese Klarstellung wäre nämlich nicht klar, auf welchen gespeicherten Typ sich 3.10/10 beziehen soll.
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In einem Union darf nur auf das zuletzt beschriebene Member lesend zugegriffen werden.
Falsch. Wo steht etwas von lesen?
Der entscheidende Teil des Standards der es nämlich zu erlauben scheint ist strict aliasing.
§3.10/10 schrieb:
If a program attempts to access the stored value of an object through a glvalue of other than one of the following types the behavior is undefined:
— a char or unsigned char type.Ich frage mich dennoch ob die Zeigerarithmetik definiert ist, da doch kein Arrayobjekt existiert...
Ich würde daraufhin einwenden, dass es in jeder bekannten Implementierung wie gewünscht funktioniert
GCC kann hier durchaus gruselige Optimierungen durchführen.
Edit: Zu spät.
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btw,
SeppJ schrieb:
Oder einfach casten und direkt auf dem Original arbeiten?
int foo = 7; reinterpret_cast<char*>(&foo)[0]=9; cout << foo;keiner hier mag Referenzcasts?
int foo = 42; auto& foo_as_chars = reinterpret_cast<char(&)[]>(foo);finde ich viel sprechender in Hinblick auf das, was im Anschluss damit gemacht wird.
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camper schrieb:
btw,
SeppJ schrieb:
Oder einfach casten und direkt auf dem Original arbeiten?
int foo = 7; reinterpret_cast<char*>(&foo)[0]=9; cout << foo;keiner hier mag Referenzcasts?
int foo = 42; auto& foo_as_chars = reinterpret_cast<char(&)[]>(foo);finde ich viel sprechender in Hinblick auf das, was im Anschluss damit gemacht wird.
Seit wann gibts es denn Referenzen auf Arrays of unknown Bound? Kann man die ueberhaupt irgendwie gueltig initialisieren, mal abgesehen von Casts?
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Kellerautomat schrieb:
Seit wann gibts es denn Referenzen auf Arrays of unknown Bound? Kann man die ueberhaupt irgendwie gueltig initialisieren, mal abgesehen von Casts?
Schon immer. Genauso wie du z.B. Referenzen auf noch nicht definierte Klassen haben kannst.
extern int array[]; int (&ref)[] = array; int array[4]; // decltype(ref) ist immer noch int(&)[] - der referenzierte Typ wird also nicht nachträglich vollständig
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Ich habe auch eine solche extern-Deklaration ohne Bounds noch nie gesehen. Hat das Ganze irgendeinen praktischen Nutzen?
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Kellerautomat schrieb:
Ich habe auch eine solche extern-Deklaration ohne Bounds noch nie gesehen. Hat das Ganze irgendeinen praktischen Nutzen?
Du kannst stehts ein array-to-pointer decay durchfüren und den Zeiger auf das erste Element erhalten. Damit kannst du auch direkt auf die Arrayelemente per Subscript-Operator zugreifen:
extern int arr[]; arr[5] = 3;Gibt dir zwar ggf. einen Linker-, nicht aber einen Compilerfehler. Du kannst also (teilweise eingeschränkt) damit arbeiten.
Das Ganze könnte vielleicht nützlich werden wenn du von ÜE A auf ein Array in ÜE B zugreifen willst, aber unabhängig von der genauen Größe bleiben willst. Einen konkreten Anwendungsfall kenne ich nicht.
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Kellerautomat schrieb:
Ich habe auch eine solche extern-Deklaration ohne Bounds noch nie gesehen.
Ich auch nicht.
Kellerautomat schrieb:
Hat das Ganze irgendeinen praktischen Nutzen?
Vermutlich nicht. Die wenigen denkbaren Anwendungsfälle, die mir einfallen, kann man genauso gut auch anders lösen. Abgesehen von unique_ptr<foo[]> kommen solche Arrays wahrscheinlich nur sehr selten vor. Und selbst diesen Anwendungsfall hätte man recht problemlos anders lösen können, wenn es das Sprachfeature nicht gäbe.
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Hallo Camper,
das sog. "type punning" mittels Unions in C++ (11) wird aber von anderen aufgrund dieses Satzes als nicht konform angesehen (auch wenn im Standard nicht explizit von UB die Rede ist - aber es ist ja alles UB was eben nicht im Standard steht ;-):
http://stackoverflow.com/questions/11373203/accessing-inactive-union-member-undefined
http://stackoverflow.com/questions/2310483/purpose-of-unions-in-c-and-c
http://stackoverflow.com/questions/6136010/is-using-an-union-in-place-of-a-cast-well-definedUnd auch unter union vs reinterpret_cast wird es als UB beschrieben.
Oder doch einfach nur ein Mythos?
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Wenn ich mich da richtig erinnere sagt Bjarne Stroustrup in The C++ Programming Language sinngemäß, dass das Verwenden von Unions zur Typumwandlung obwohl weit verbreitet UB ist und außerdem überflüssig in eine Sprache, die echte Typumwandlungen unterstützt. Er meint, dass sich das eingebürgert habe, da es in manchen Sprachen keine andere Möglichkeit gab.
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Th69 schrieb:
Hallo Camper,
das sog. "type punning" mittels Unions in C++ (11) wird aber von anderen aufgrund dieses Satzes als nicht konform angesehen (auch wenn im Standard nicht explizit von UB die Rede ist - aber es ist ja alles UB was eben nicht im Standard steht ;-):
http://stackoverflow.com/questions/11373203/accessing-inactive-union-member-undefined
http://stackoverflow.com/questions/2310483/purpose-of-unions-in-c-and-c
http://stackoverflow.com/questions/6136010/is-using-an-union-in-place-of-a-cast-well-definedUnd auch unter union vs reinterpret_cast wird es als UB beschrieben.
Oder doch einfach nur ein Mythos?
Ich habe mich nur auf das konkrete Zitat bezogen, dass für sich genommen nicht ausreicht, um UB zu begründen. Zu der allgemeinen Problematik des type-punnings (mit oder ohne union) will ich damit nicht Stellung genommen haben. Der Fall char/unsigned char ist allerdings speziell und immer erlaubt.
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Arcoth schrieb:
Ich würde daraufhin einwenden, dass es in jeder bekannten Implementierung wie gewünscht funktioniert
GCC kann hier durchaus gruselige Optimierungen durchführen.
Mein Punkt war: Eben nicht. Soweit ich weiß garantiert der GCC, dass das wie gewünscht funktioniert. Aber ich mag gerade nicht das GCC-Handbuch durchpflügen.