About a code. Code Style Frage.
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mgaeckler schrieb:
Offensichtlich scheint C++ von einem Haufen inkompetenter Deppen entworfen worden zu sein. Da hier reichlich von Defaultwerten gebrauch gemacht wird. Beispiel fstream::open
Warum ist der Default text und nicht binary?Du nennst wirklich die C++-IOStreams ein Beispiel guten Designs?
Der Standardwert
textdürfte weltwelt zu tausenden Bugs in echten Produkten geführt haben und weiterhin führen, weil dasbinary-Flag vergessen wurde. Ich habe den Fehler bestimmt schon zehn mal gemacht (und hoffentlich immer bemerkt). Hier im Forum kam das Problem auch relativ oft zur Sprache.Hier treffen sogar zwei Designfehler zusammen:
- Ein Standardwert, wo er überhaupt keinen Sinn ergibt.
- Eine Methode, die zwei völlig unterschiedliche Aufgaben hat, abhängig von einem Standardwertparameter einer ganz anderen Methode.Die Bibliothek wurde sicher nicht von Idioten entworfen. Es war aber eine andere Zeit mit anderen Anforderungen. Weder die Rolle, noch die Konventionen von C++ waren damals so gefestigt wie heute.
(Rust hat das Feature übrigens nicht, falls man Rust noch erwähnen darf.)
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Ich verstehe deine Argumente.
Aber es gibt einen Typen von default-Werten, den du vergessen hattest:
Zusätzliche, optionale Informationen. Bspw.int stoi( const std::string& str, std::size_t* pos = 0, int base = 10 );(Zugegeben, dass int base gehört nicht zu dem Typ, aber ist auch imo total akzeptabel).
Manchmal braucht man den Index des ersten, nicht konvertierten, Charakters. In den meisten Fällen nicht. Braucht man ihn also, kann man explizit einen Outputparameter übergeben.
Die tatsächliche Relisierung über Pointer finde ich zugegeben etwas ungeschickt, ein anderer Overload, der einen dummy-Int per Referenz übergibt wäre passender und man spart sich den Branch fürs Prüfen, aber darum gehts nicht.
Eine anderes Beispiel ist von einer Bibliothek, die ich geschrieben habe:
Es geht um das Verwalten von Strings. Intern werden die gehasht um schnelle Vergleiche zu ermöglichen und in eine Datenbank eingetragen. Bei der automatischen Generierung von Ids will man evtl., dass sie einzigartig sind. Oder man will verhindern, dass bei einer Kollision der Hashs der Kollisionshandler aufgerufen wird.
Dann kann man als zusätzlichen Outputparameter im Konstruktor ein enum übergeben, was dann entsprechend gefüllt wird (old_string, new_string, collision).
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Nathan schrieb:
int stoi( const std::string& str, std::size_t* pos = 0, int base = 10 );(Zugegeben, dass int base gehört nicht zu dem Typ, aber ist auch imo total akzeptabel).
Manchmal braucht man den Index des ersten, nicht konvertierten, Charakters. In den meisten Fällen nicht. Braucht man ihn also, kann man explizit einen Outputparameter übergeben.Ich dachte, dass Ausgabeparameter inzwischen endlich gestorben wären.
Die Signatur ist IMO völlig daneben. Da ist so ziemlich alles falsch. Warum so ein spezifischer Typ wie
std::string? Warum keine Range oder Iteratoren? Warum einsize_tund nicht der korrekte Typ, nämlich in diesem Fallstd::string::const_iterator? Was passiert eigentlich, wenn ich eine negative Basis übergebe?template <class InputIterator> std::tuple<int, InputIterator> parse_int(InputIterator begin, InputIterator end, unsigned base = 10);Es ist in der Standardbibliothek üblich, in solchen Fällen mehrere Werte als Tupel zurückzugeben (bisher nur
pair). Was man nicht braucht, kann man ignorieren.Als Standardwert ist die 10 hier schon in Ordnung, weil das Konvention unter fast allen Menschen ist und sich zu Lebzeiten von C++ nicht mehr ändern wird.
Nathan schrieb:
Eine anderes Beispiel ist von einer Bibliothek, die ich geschrieben habe:
Es geht um das Verwalten von Strings. Intern werden die gehasht um schnelle Vergleiche zu ermöglichen und in eine Datenbank eingetragen. Bei der automatischen Generierung von Ids will man evtl., dass sie einzigartig sind. Oder man will verhindern, dass bei einer Kollision der Hashs der Kollisionshandler aufgerufen wird.
Dann kann man als zusätzlichen Outputparameter im Konstruktor ein enum übergeben, was dann entsprechend gefüllt wird (old_string, new_string, collision).Verstehe ich nicht.
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TyRoXx schrieb:
mgaeckler schrieb:
Offensichtlich scheint C++ von einem Haufen inkompetenter Deppen entworfen worden zu sein. Da hier reichlich von Defaultwerten gebrauch gemacht wird. Beispiel fstream::open
Warum ist der Default text und nicht binary?Du nennst wirklich die C++-IOStreams ein Beispiel guten Designs?
Der Standardwert
textdürfte weltwelt zu tausenden Bugs in echten Produkten geführt haben und weiterhin führen, weil dasbinary-Flag vergessen wurde. Ich habe den Fehler bestimmt schon zehn mal gemacht (und hoffentlich immer bemerkt). Hier im Forum kam das Problem auch relativ oft zur Sprache.Hier treffen sogar zwei Designfehler zusammen:
- Ein Standardwert, wo er überhaupt keinen Sinn ergibt.
- Eine Methode, die zwei völlig unterschiedliche Aufgaben hat, abhängig von einem Standardwertparameter einer ganz anderen Methode.Die Bibliothek wurde sicher nicht von Idioten entworfen. Es war aber eine andere Zeit mit anderen Anforderungen. Weder die Rolle, noch die Konventionen von C++ waren damals so gefestigt wie heute.
(Rust hat das Feature übrigens nicht, falls man Rust noch erwähnen darf.)
Toll ist es nicht. Es wurde halt das Verhalten der c stdio nachgebildet.
Im übrigen, Deine Argumente gegen defaults sind ja nicht verkehrt und mein Beispel ist in der Tat ungünstig gewählt, da es unnötig ist, c stdio nach zu bilden. Trotzdem kann es auch gute Gründe dafür (den defaults) geben und man sollte sich dem nicht grundsätzlich verschließen.
Als der erste c++ standard raus kam, gab es schon min. 8 Jahre brauchbare compiler. Ich weiß noch wie 1990 plötzlich alle meinten c++ lernen zu müssen (ich auch). Es gab also genug Erfahrung.
Mfg martin
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mgaeckler schrieb:
Trotzdem kann es auch gute Gründe dafür (den defaults) geben und man sollte sich dem nicht grundsätzlich verschließen.
Ich verschließe mich doch gar nicht. Einen guten Grund erkenne ich sehr wohl an: Wenn der Standardwert sogar für projektfremde Programmierer so offensichtlich ist, dass man nicht nachschauen muss. Das ist bei
std::sort(fast) der Fall und eine Standardzahlenbasis von zehn ist auch für jeden nachvollziehbar.In beiden Fällen könnte man sogar noch darüber streiten, ob der Standardwert jeweils sinnvoll ist. Vergleicht
std::sortstandardmäßig mitstd::lessoder mitoperator<? Wer weiß es ohne nachzuschlagen?
Und ist Basis zehn im EDV-Umfeld wirklich fast immer richtig? Man schreibt Zahlen sehr oft hexadezimal auf, also warum ist der Wert nicht standardmäßig 16?
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TyRoXx schrieb:
mgaeckler schrieb:
Trotzdem kann es auch gute Gründe dafür (den defaults) geben und man sollte sich dem nicht grundsätzlich verschließen.
Ich verschließe mich doch gar nicht. Einen guten Grund erkenne ich sehr wohl an: Wenn der Standardwert sogar für projektfremde Programmierer so offensichtlich ist, dass man nicht nachschauen muss. Das ist bei
std::sort(fast) der Fall und eine Standardzahlenbasis von zehn ist auch für jeden nachvollziehbar.In beiden Fällen könnte man sogar noch darüber streiten, ob der Standardwert jeweils sinnvoll ist. Vergleicht
std::sortstandardmäßig mitstd::lessoder mitoperator<? Wer weiß es ohne nachzuschlagen?
Und ist Basis zehn im EDV-Umfeld wirklich fast immer richtig? Man schreibt Zahlen sehr oft hexadezimal auf, also warum ist der Wert nicht standardmäßig 16?Dann sind wir uns ja einig, warum also das lange gerede?
Viele Programme werden für IT-fremde Menschen geschrieben. Viele Konvertierungen finden für diese Menschen statt. Die würden mir den Kopf abreisen, wenn ich denen hexzahlen vorsetzen würde.
Obwohl: Eine 66jährige, wäre vielleicht froh, wenn ich ihr bescheingen würde, sie sei 42.
Mfg martin
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@TyRoXx
Es ist nicht immer alles was "more verbose" ist auch automatisch "more good".Um zu entscheiden was besser ist - verbose oder concise - kommt es mMn. sehr darauf an wie oft man ein bestimmtes Konstrukt in einem Programm findet.
Wenn man es 3x in einem Programm findet, dann definitiv verbose.
Wenn man es 3000x findet, dann definitiv concise. Dann muss sich "der neue" halt eine Sache mehr merken bevor er richtig produktiv mittun kann, dafür müssen "die alten" nicht an 3000 Stellen den "noise" mitlesen den sie eh schon kennen.Wobei ich mich selbst grundsätzlich eher auf der Seite der "more verbose" Befürworter sehe, aber was du hier predigst geht mir irgendwie zu weit.
Deine Argumentation, also immer verbose, es sei denn jeder Affe weiss sofort was gemeint ist, muss man nur mehr ein Stückchen weiter treiben, und dann darf man schon überhaupt keine Funktionen mehr verwenden. Die sind böse, die verstecken wertvolle Informationen hintern einem wenigsagenden Namen. Pfui. Weg weg weg.
TyRoXx schrieb:
Den Grund hatte ich tatsächlich vergessen: Man kann vergessen den zweiten Parameter zu übergeben. Ein explizites
boost::nonesagt dem Compiler und meinen Kollegen, dass ich da wirklich nichts übergeben wollte.Das ist mMn. kein gutes Argument. Man kann auch mit dem expliziten boost::none vergessen etwas anzugeben. Wenn du 100x sinnfrei boost::none getippt hast, weil deine Events so gut wie nie Daten haben, dann tippst du beim 101-ten Event, der dann doch Daten gehapt hätte, auch boost::none. Bzw. copy-pastest es von einer der anderen 100 Stellen.
Wenn ich aus irgend einem Grund hier keinen Default-Parameter verwenden dürfte, dann würde ich eher noch zwei Funktionen machen, z.B.
LogSimpleEvent(string)undLogDataEvent(string, string).BTW: Was machst du bei Funktionen die z.B. 10+ Parameter nehmen? Guter Stil ist da ja statt dessen ne
structzu übergeben.
Bei der kannst du dann aber erst nicht erzwingen dass alle Member initialisiert werden - kann man genau so leicht vergessen. Die einzige (mMn. überhaupt nicht gute) Alternative (die mir gerade einfällt), wäre, im Default-Ctor der struct lauter Blödsinnswerte einzutragen und zu beten dass es beim Testen auffällt wenn ein Wert wo nicht explizit gesetzt wurde.
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TyRoXx schrieb:
Für mich ist das ungefähr so als würde C++ das so spezifizieren:
float fabs(float = -3.5f);Nur das dies ein absolut unsinniges Beispiel ist. Wenn man wie ich oben im Beispiel gennannt den Fall hat das man beim Runden im überwiegenden Fall 2 Nachkommastellen braucht, ist dies keine willkürliche Zahl.
TyRoXx schrieb:
Drittens wird jeder vernünftige Entwickler...
Wie schön hier manche mit Absoluta arbeiten. Merkwürdig nur das ich solchen Entwicklern in meiner gesamten Laufbahn noch nicht in der Praxis begegnet bin. Die Wahrheit liegt wohl wesentlich mehr in einem sinnvollen Mittelweg. Dir ist hoffentlich auch das Paretoprinzip bekannt, das sich auf nahezu alle Bereiche anwenden lässt. In diesem Fall: Wenn in ~80% der Fälle ein Standardwert wirklich Sinn ergibt, ist die Argumentation mit der expliziten Angabe für mich schlicht Unsinn.
Wenn ich eine Funktion habe die z.B. Werte eines Vectors in eine CSV-getrennte Stringliste umwandelt, und im Programm das Trennzeichen nun einmal üblicherweise "," ist, würde ich eine seperate Funktion für die Sonderfälle, oder eine explizite Angabe in jeden Aufruf ebenso als Unsinn deklarieren.
Und es gibt sogar Sonderfälle wo das Ändern des Standardwertes auch einen Sinn ergeben kann (das ist aber wirklich eine Ausnahme).
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hustbaer schrieb:
Das ist mMn. kein gutes Argument. Man kann auch mit dem expliziten boost::none vergessen etwas anzugeben. Wenn du 100x sinnfrei boost::none getippt hast, weil deine Events so gut wie nie Daten haben, dann tippst du beim 101-ten Event, der dann doch Daten gehapt hätte, auch boost::none. Bzw. copy-pastest es von einer der anderen 100 Stellen.
Du argumentierst jetzt aber mit einem Fehler, der bei beiden Varianten passieren kann. Der Standardwert ist eine davon unabhängige, weitere Fehlerquelle.
hustbaer schrieb:
Wenn ich aus irgend einem Grund hier keinen Default-Parameter verwenden dürfte, dann würde ich eher noch zwei Funktionen machen, z.B.
LogSimpleEvent(string)undLogDataEvent(string, string).Das ist noch besser als mit
optionalzu arbeiten. Mit demoptional<string> const&müsste jeder lvalue-stringkopiert werden.optionalist hier also die falsche Wahl, unabhängig von Standardparameterwerten.
Explizit unterschiedlich benannte Funktionen halte ich im Zweifel für die bessere Wahl, weil das die Intention deutlicher macht. Ich sehe, dass die zwei Log-Funktionen wohl unterschiedliche Dinge tun. Das muss ich dann nicht an der Anzahl der Argumente erraten.hustbaer schrieb:
BTW: Was machst du bei Funktionen die z.B. 10+ Parameter nehmen? Guter Stil ist da ja statt dessen ne
structzu übergeben.
Bei der kannst du dann aber erst nicht erzwingen dass alle Member initialisiert werden - kann man genau so leicht vergessen. Die einzige (mMn. überhaupt nicht gute) Alternative (die mir gerade einfällt), wäre, im Default-Ctor der struct lauter Blödsinnswerte einzutragen und zu beten dass es beim Testen auffällt wenn ein Wert wo nicht explizit gesetzt wurde.Man kann prinzipiell nicht verhindern, dass jemand Unsinnswerte übergibt. Man kann nur mit einem Konstruktur dabei helfen alle Member zu setzen. Ich sehe nicht, was das mit Standardparametern zu tun hat.
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TyRoXx schrieb:
hustbaer schrieb:
Das ist mMn. kein gutes Argument. Man kann auch mit dem expliziten boost::none vergessen etwas anzugeben. Wenn du 100x sinnfrei boost::none getippt hast, weil deine Events so gut wie nie Daten haben, dann tippst du beim 101-ten Event, der dann doch Daten gehapt hätte, auch boost::none. Bzw. copy-pastest es von einer der anderen 100 Stellen.
Du argumentierst jetzt aber mit einem Fehler, der bei beiden Varianten passieren kann. Der Standardwert ist eine davon unabhängige, weitere Fehlerquelle.
Wo? Wie?
Entweder ich gebe den Wert an, oder ich gebe ihn nicht an.boost::noneist ein vernünftiger Default-Wert in dem skizzierten Fall, an dem sich wohl so schnell nix ändern wird (genauer: niemals was ändern wird*). Wo soll da eine weitere, zusätzliche Fehlerquelle sein? WTF?TyRoXx schrieb:
hustbaer schrieb:
Wenn ich aus irgend einem Grund hier keinen Default-Parameter verwenden dürfte, dann würde ich eher noch zwei Funktionen machen, z.B.
LogSimpleEvent(string)undLogDataEvent(string, string).Das ist noch besser als mit
optionalzu arbeiten. Mit demoptional<string> const&müsste jeder lvalue-stringkopiert werden.optionalist hier also die falsche Wahl, unabhängig von Standardparameterwerten.Herr TyRoXx. Das Wort Verhältnismässigkeit ist dir vermutlich fremd. Schlag es nach, ist ne interessante Sache. Ansonsten denk dir halt einfach nen
optional<int>damit der Ineffizienzalarm in deinem Kopf nicht so schlimm losbrüllt.TyRoXx schrieb:
hustbaer schrieb:
BTW: Was machst du bei Funktionen die z.B. 10+ Parameter nehmen? Guter Stil ist da ja statt dessen ne
structzu übergeben.
Bei der kannst du dann aber erst nicht erzwingen dass alle Member initialisiert werden - kann man genau so leicht vergessen. Die einzige (mMn. überhaupt nicht gute) Alternative (die mir gerade einfällt), wäre, im Default-Ctor der struct lauter Blödsinnswerte einzutragen und zu beten dass es beim Testen auffällt wenn ein Wert wo nicht explizit gesetzt wurde.Man kann prinzipiell nicht verhindern, dass jemand Unsinnswerte übergibt. Man kann nur mit einem Konstruktur dabei helfen alle Member zu setzen. Ich sehe nicht, was das mit Standardparametern zu tun hat.
Boah, stell dich mal nicht so blöd!
LogEvent("foo"); //... LogEvent("foo", "foo-data"); // vs. EventEntry ee; ee.name = "foo"; // Weitere 9 Werte setzen die man immer setzen muss LogEvent(ee); // ... EventEntry ee; ee.name = "foo"; // Weitere 9 Werte setzen die man immer setzen muss ee.data = "foo-data"; LogEvent(ee);Du erkennst hier kein Muster? Echt nicht?
*: Natürlich könnte man auf die Idee kommen
boost::nonedurchboost::optional<T>()zu ersetzen, was ne Dependency aufnone.hppeinspart. Ändert aber an der Semantik nixe.
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Mal ein Beispiel:
Ich habe eine Funktion, die liefert alle Knoten eines xml Baums mit einem bestimmten tag. Fast alle Programme lesen und schreiben ihre xml Dateien selbst und kümmern sich nicht um namespaces und prefixe. Ein paar aber doch. Diese dürfen den Namen eines namespaces mit angeben, der per default leer ist. Ohne default Parameter müsste ich von einigen funktionen zwei Versionen erstellen, die sich nur darin unterscheiden, den zweiten Parameter weiter zu geben. Irgendwo wird halt dann aus dem namespacenamen ein prefix ermittelt und mit dem xml prefix verglichen.
Mfg Martin
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hustbaer schrieb:
...
Versuch doch mal nachzuvollziehen was ich schreibe und warum. Ich mache das nicht, um jemanden zu ärgern. Dass dir etwas nicht passt, heißt nicht automatisch, dass es falsch ist.
Dein Ton passt nicht zur bisher sachlichen Diskussion. Es wäre schön, wenn du dich mäßigen und auf eine professionelle Ebene zurückkommen würdest.
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Ich muss zZ java machen und hab oft:
String s; ... s.toLowerCase(Locale.getDefault());Ich finde es bescheuert, da immer getDefault() aufrufen zu müssen, um einen Default-Parameter zu setzen.
Hier zählt auch das Argument 'jemand könnte den Default Wert mit schlimmen Konsquenzen ändern' nicht, da getDefault() auch geändert werden könnte.
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Wenn du das wirklich oft schreiben musst, machst du etwas falsch. Du solltest eine Methode definieren, die diese Umwandlung durchführt und semantisch sinnvoll benannt ist.
String normalizeExampleString(String denormalized) { //we use the default locale here because [...] return String.toLowerCase(Locale.getDefault()); }
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Schreibst du für jede Funktion, die oft mit den gleichen Parametern aufgerufen wird, eine Wrapper-Funktion?
Da hätte ich jedenfalls keine Lust zu und muss ich auch nicht, weil die meisten Funktionen überladen sind.
Gibt es bei dir auch immer nur einen Konstruktor, der alle vorhandenen Werte durch den Client setzen lässt?
Stelle ich mir schlimm vor, wenn ich für jeden Parameter immer erst rumsuchen müsste, wie ich da den Default herkriege.
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TyRoXx schrieb:
hustbaer schrieb:
...
Versuch doch mal nachzuvollziehen was ich schreibe und warum. Ich mache das nicht, um jemanden zu ärgern. Dass dir etwas nicht passt, heißt nicht automatisch, dass es falsch ist.
Das kann ich dir 1:1 zurückgeben.
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Jockelx schrieb:
Schreibst du für jede Funktion, die oft mit den gleichen Parametern aufgerufen wird, eine Wrapper-Funktion?
Ja, das nennt man "strukturierte Programmierung".
Jockelx schrieb:
Gibt es bei dir auch immer nur einen Konstruktor, der alle vorhandenen Werte durch den Client setzen lässt?
Immer würde ich nicht sagen. Aber meine Klassen haben neben Standard-, Kopier- und Move-Konstruktur meist nur einen weiteren Konstruktor. Ich habe schon lange genug erklärt, warum der Konstruktor dann fast nie Standardparameterwerte bekommt.
Jockelx schrieb:
Stelle ich mir schlimm vor, wenn ich für jeden Parameter immer erst rumsuchen müsste, wie ich da den Default herkriege.
Und ich stelle es mir schlimm vor, wenn ich bei jedem Aufruf rumsuchen muss, um alle übergebenen Werte herauszufinden.
hustbaer schrieb:
Um zu entscheiden was besser ist - verbose oder concise - kommt es mMn. sehr darauf an wie oft man ein bestimmtes Konstrukt in einem Programm findet.
Wenn man es 3x in einem Programm findet, dann definitiv verbose.
Wenn man es 3000x findet, dann definitiv concise.Ich finde nicht, dass die Häufigkeit der Aufrufe relevant sein sollte. Wenn ich die Funktion deklariere, weiß ich doch gar nicht, wie oft die am Ende tatsächlich benutzt wird. Die Ersparnis an Tipperei ist also rein spekulativ und an sich IMO schon fraglich. Weniger Tipperei und weniger Code machen nicht automatisch produktiv. Wenn das so wäre, müssten die schnellsten Entwickler LZMA-kodierte Maschinensprache binär eingeben. Viel wichtiger ist die Lesbarkeit von Code. Deswegen benutzen wir Hochsprachen und deswegen sollten alle Funktionsargumente ersichtlich sein, ohne die Deklaration nachzuschlagen.
hustbaer schrieb:
Dann muss sich "der neue" halt eine Sache mehr merken bevor er richtig produktiv mittun kann, dafür müssen "die alten" nicht an 3000 Stellen den "noise" mitlesen den sie eh schon kennen.
Wenn ich 1000 Funktionen habe, die jeweils 1000 mal im Code aufgerufen werden, habe ich gar nichts von Standardparameterwerten. Dann müsste ich nämlich sowieso jedes Mal die Werte nachschlagen.
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TyRoXx schrieb:
Jockelx schrieb:
Stelle ich mir schlimm vor, wenn ich für jeden Parameter immer erst rumsuchen müsste, wie ich da den Default herkriege.
Und ich stelle es mir schlimm vor, wenn ich bei jedem Aufruf rumsuchen muss, um alle übergebenen Werte herauszufinden.
Also ich mach gerade etwas SFML. Will da ein Grundgerüst bauen und mach erstmal ein Fenster auf:
sf::Window window(sf::VideoMode(800, 600), "SFML window");Super! So will ich das haben.
Hättest du das designed, dann sähe der Ctor nicht sosf::Window::Window(VideoMode mode, const String& title, Uint32 style = Style::Default, const ContextSettings& settings = ContextSettings())aus, sondern ich muss mich durch Sachen durchwurschteln, die mich erstmal überhaupt nicht interessieren.
Wenn mein Fenster nicht das macht was es soll, dann kann ich immer noch nachschauen wo Styles definert werden und woher man einen Context kriegt und wozu der gut ist.
Aber ich glaube unsere Positionen werden sich durch die Diskussion eh nicht ändern.
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Das geht wieder in Richtung Konvention. Man weiß, wie auf seinem Betriebssystem ein typisches Fenster aussieht. Bei dem Aufruf kann man also davon ausgehen, dass das entstehende Fenster so aussehen wird.
Ich hätte aber auch nichts dagegen das Kind beim Namen zu nennen:
sf::Window CreateDefaultWindow(VideoMode mode, const String& title); sf::Window CreateCustomWindow(VideoMode mode, const String& title, Uint32 style, const ContextSettings& settings);Standardparameterwerte des Konstruktors zu nutzen ist eben die "clevere" Variante, wobei "clever" nicht immer gut ist in der Programmierung. Kann ich als Anfänger erkennen, dass es weitere Parameter gibt, ohne die Deklaration nachzuschlagen? Bequemlichkeit hat eben auch Nachteile.
Am NamenCreateDefaultWindowkann ich hingegen erkennen, dass es höchstwahrscheinlich andere Funktionen zum Erstellen von Fenstern gibt.
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Ist eigentlich keine wirklich relevante Diskussion, aber ich muss da doch mal meinen Senf abgeben.
Es gibt in C++ die Möglichkeit, default-Werte für Parameter anzugeben. Man kann sicher dieses Feature missbrauchen, wie jedes andere Feature auch. Dennoch ist es sehr nützlich, wenn man es geeignet einsetzt.
Ich finde das Beispiel der Rundungsfunktion auf 2 Nachkommastellen eher unglücklich. 2 Nachkommastellen erscheinen mir nicht überall eine natürliche Wahl zu sein.
Aber der Kollege TyRoXx hat bereits die LZMA-Komprimierung erwähnt. Die ist parametrisierbar. Ich kann alles mögliche einstellen. In der Regel reicht es aber, mit geeigneten Standardwerten zu arbeiten. Daher würde ich eine Klasse, die LZMA-Komprimierung macht, eben mit diesen Standardwerten ausstatten (ich habe übrigens tatächlich mal genau das gemacht, also eine LZMA-Komprimierklasse).
Oder ich denke da an Netzwerkklassen. Wenn ich einen gepufferten Stream habe, dann ist in aller Regel eine Puffergröße von 8k für Netzwerkkommunikation ein geeigneter Wert. Sehr selten macht es Sinn, davon abzuweichen. Daher würde ich (und habe ich wieder mal
) einen Standardwert für die Puffergrösse von 8k angegeben.Das ganze macht den Code lesbarer, da ich nicht bei jedem Methodenaufruf jedes Detail angeben muss, sondern nur die relevanten Parameter.
Sicher kann man das auch ohne Default-Parameter lösen. Aber dafür haben wir eine Hochsprache, die abstrahiert. Ich kann ja auch in C objektorientiert programmieren, nur ist das in C++ doch deutlich einfacher, da mir hier deutlich mehr Ausdrucksmittel zur Verfügung stehen.