KI wird Mensch bez. Intelligenz überholen



  • Hi Erhard,

    Erhard Henkes schrieb:

    ...
    Es ist der Arbeiter, der seine Arbeit verliert. Das liegt aber schon im Namen:
    Ro-boter = Ar-beiter (russ. robota = Arbeit)

    passend dazu hier ein Artikel in der WiWo:
    http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/digitalisierung-deutsche-bank-warnt-vor-verschwinden-analoger-jobs/11967816.html

    Ich denke, dass da eine gewaltige Sprengkraft drin liegt. Neben dem normalen Anteil geistig gering bemittelter entsprechend der gaußschen Glockenkurve der Normalverteilung gibt es immer mehr Dämliche die Zivilisationsprodukt sind. Sei es durch fehlende Erziehung, schlechte Vorbildung (Harz-IV-Dynastien), Unterschichtsfernsehenverblödung, Einwanderung bildungsferner Unterschichten ...

    Es kann nicht dahin gehen, dass ein immer größerer Anteil nur noch i der sozialen Hängematte liegt und Lebensqualität nur noch an der Anzahl der Fernsehprogramme und der Bildschirmdiagonale bemisst.

    Leider ist ein an sich sehr schöner Satz durch den Missbrauch in der Braunen Zeit derart in Misskredit geraten, dass er heutzutage nicht mehr verwendbar ist. Ich meine den Satz "Arbeit macht frei".
    Eigentlich müsste der in jeder Wohnung, Schule... hängen. Leider wäre das dann gleich wieder eine Verherrlichung von KZs wo der über dem Tor stand. Ändert aber nichts an der Richtigkeit des Satzes an sich. Arbeit befreit davon, irgend jemandem Dankbar sein zu müssen, sich in Repressalien seitens der Gebenden fügen zu müssen, nicht selbst über sein Legen bestimmen zu können.

    Der Mindestlohn ist dabei eigentlich genau ein Weg in die falsche Richtung, denn er benachteiligt die minderbemittelten noch mehr. Es ist zwar eine hehre Forderung, dass jeder von Seinem Lohn leben können muss, aber alle, die die Kosten ihres Arbeitsplatzes nicht selber wieder rein erwirtschaften, werden damit unwiderruflich aus dem Erwerbsprozess ausgeschlossen.

    Klar ist, dass jeder von seinem Lohn leben können muss. Aber es vom Arbeitgeber zu verlangen führt bei den "Geringleistern" zum Jobverlust, weil niemand von seinem Arbeitgeber verlangen kann ihn zu subventionieren. Alle die weniger verdienen zum Amtschicken ist auch keine Lösung und führt zu Diskriminierung auf der einen und Gleichmacherei auf der anderen Seite.

    Die einzige wirkliche Lösung die ich da sehe ist eine aus der alten DDR, nämlich dass der Lohnfonds vom Staat kommt. Nicht wie dort der ganze Lohn, aber der Anteil, der zum Erreichen des Mindesteinkommens nötig ist. Das muss dann durch Steuern auf das Arbeitsergebnis bzw. Mehrwertsteuern... wieder reingewirtschaftet werden. Damit vermeidet man die diskriminierende Bettelei beim Amt, Geht Missbrauch durch Arbeitsscheue aus dem Weg und ermöglicht es Betrieben, Städten und Gemeinden ohne Zusatzkosten eine gewaltige Zahl von Einfachstarbeitsplätzen zu schaffen. Der der in einemBetrieb den Hof fegt, erwirtschaftet keine 14 Euro pro Stunde, um davon den Mindestlohn zahlen zu können (soviel kostet das den AG etwa) aber wenn er nichts kostet, kann mandafür trotzdem einen einstellen.
    Im Gegansatz dazu müsste dann allerdings Harz IV und ähnliche Leistungen komplett eingestellt werden und nur noch für wirklich absolut nicht eigenleistungsfähige eine dann aber höhere Sozialhilfe gezahlt werden, die auch ihnen ein Leben in Würde gestattet.
    Leider etwas OT am Thema vorbei.

    Gruß Mümmel



  • http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/google-mitarbeiter-wehren-sich-gegen-militaerprojekt-15527411.html
    https://www.nytimes.com/2018/04/04/technology/google-letter-ceo-pentagon-project.html
    https://static01.nyt.com/files/2018/technology/googleletter.pdf (Brief)

    Nun kommt es zur Entscheidung. Es geht um "Killer-Roboter", die einen SF ähnlichen Krieg führen könnten. Autonomes Töten, autonomes Fahren, autonomes Fliegen, und vor allem autonomes Entscheiden. Moralisten an die Front!

    Es war eigentlich immer klar, dass KI für Projekte wie "Maven" eingesetzt würden. Wenn die U.S.A. es nicht machen, dann eben Staaten mit noch weiterem Gewissen wie Nordkorea et.al.



  • Hi,

    vielleicht sollte man sich von dem hochtrabenden Beriff KI erst mal wieder trennen und die Programme als das bezeichnen was sie sind: informationsbasierte Programme.
    Selbst der alte Begriff von den Wissensbasierten Programmen ist aus meiner Sicht zu hoch gegriffen.
    KI glaube ich erst dann, wenn die Computer nach der Feststellung eigener grober Fehler zum Psychiater müssen und anschließend verzweifelt Selbstmord begehen.

    Gruß Mümmel



  • Ja, und der Psychiater ist natürlich auch eine KI.
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kuenstliche-intelligenz-maschinen-ueberwinden-die-menschheit-15309705.html
    " ... ich heiße Sophia ..." 😃 😃 😃



  • Hi Erhard,

    Erhard Henkes schrieb:

    " ... ich heiße Sophia ..." 😃 😃 😃

    Wie zum Ende der DDR. ...Wir sind das Volk - wir sind ein Volk - ich bin Volker...
    Das hat alles nichts mit Intelligenz zu tun, sondern ist alles nur ein auswerten von Fakten.
    Das was wirkliche Intelligenz ausmacht ist das Reagieren auf unscharfe Quellen.
    Zum Beispiel, es geht um einen Vertreagsabschluss, und man hat irgend so ein ungutes Gefühl im Bauch. Also lässt man es und später bekommt man mit, das das die beste Entscheidung wer, die man treffen konnte. Wie will man einer KI ein ungutes Gefühl im Bauch programmieren.
    Oder einfach nur das Sehen an sich. Man hat durch das Auge nur ein extrem unscharfes Bild vor sich, das zu den Rändern noch viel unschärfer wird, und nur in der Mitte der Makula-Bereich wird scharf abgebildet. Und trotzdem erkennt man, worauf es ankommt, und sieht sich das dann durch Bewegungen der Augen mit der Makula an. Und das Gehirn ergänzt den rest zu einem kompletten Bild.
    Oder man fährt mit dem Auto durch tiefverschneites Gebiet und erkennt trotzdem wo der Weg langgeht. Genau so bei Nebel.
    Man kommmt nach einem halben Jahrhundert irgendwohin, wo man schon mal war. Alles hat sich total verändert, trotzdem weis man sofort wo man hin muss.
    Das alles obwohl keine Digitalisierung typischer Punkte stattgefunden hat, die man dann aus einer Datenbank wieder raussuchen kann.
    Die ganzen gefühlsmäßigen Reaktionen, die man nicht algorythmisieren kann, das ist das, was Denken und Intelligenz ausmacht.
    Ich erwarte von KI-Bots nicht, dass sie ihre Tage bekommen aber ohne echte Empathie keine wirkliche KI. Und ohne eigene Perönlichkeit auch nicht.
    Selbst so einfach gestrickte Tierchen wie Hummeln haben ihre eigene Persönlichkeit. Die eine ist bienenfleißig, die andere lungert nur in Nestnähe herum. Und obwohl sie nur ein winziges Gehirn haben kann man sie sogar dressieren. Oder die Ameisen, wo auch Arbeiterinnen weibliche Gefühle haben und nicht nur Königinneneier betreuen wollen, sondern eigene Muttergefühle haben und selbst eigene Kinder bekommen wollen.
    Nur wenn wir das erreichen, werden zwei KI-Bots mehr als einer sein. Nur dann können wir wirklich von künstlicher Intelligenz reden und nciht nur von informationsbasierten Reaktionen.
    Klar, man kann einem Computer heute schon beibringen, einen Großmeister im GO zu schlagen. Nur ist das wirklich Intelligenz?
    Wenn man das gleiche Programm mehrfach gegen den gleichen Gegner spielen lässt, und der dabei völlig gleich zieht, wird das Programm dann wirklich unterschiedliche Spielzüge zum Ergebnis führen, und wenn ja, nur weil ihm ein gewisses stochastisches Reagieren einprogrammiert wurde, oder weil es wirklich beim Ziehen Bauchgrummeln hatte.

    Gruß Mümmel



  • Hi,

    unsere Regierung schwärmt so viel von KI, ich wäre schon zufrieden wenn alle Mitglieder mit ausreichend natürlicher Intelligenz ausgestattet wären.
    Aber Intelligenz ist ja sowiso die Gabe, die am gerechtesten von allem verteilt ist. Jeder glaubt, dass er ausreichend davon bekommen hat und damit ganz besonders gut ausgestattet ist. 😉

    Gruß Mümmel



  • Falscher Fred



  • Wenn man so schaut, wo KI sich breit zu machen glaubt:
    Automatisiertes Fahren,
    Gesichtserkennung,
    Medizinische Diagnosen,
    Menschliche Roboter,
    Digitale Sprachassistenten

    Das braucht alles noch einige Jahre, bis es in der Breite ankommt.
    Viele halten KI für einen wichtigen Teil der "digitalen Revolution", was sicher stimmt. Momentan hat der Mensch damit nur Ärger, wenig Vorteile, denn man nimmt ihm intelligente, wohlmeinende und erfahrene Menschen auf der Gegenseite weg und setzt aus späterer Sicht strunzdumme Maschinen gegen ihn ein. Das wird sich noch einige Zeit hinziehen, bis die Bosse, die selbst noch mit Gelaber, Stiften und Flipcharts arbeiten, erkennen werden, dass sie auf das falsche Pferd setzen.



  • @muemmel sagte in KI wird Mensch bez. Intelligenz überholen:

    unsere Regierung schwärmt so viel von KI, ich wäre schon zufrieden wenn alle Mitglieder mit ausreichend natürlicher Intelligenz ausgestattet wären.
    Aber Intelligenz ist ja sowiso die Gabe, die am gerechtesten von allem verteilt ist. Jeder glaubt, dass er ausreichend davon bekommen hat und damit ganz besonders gut ausgestattet ist. 😉

    Da ist echt was dran ...
    Der Mensch kann "ab- und zugeben", er kann mit Augenmaß arbeiten, und er hat Intuition! Das zählt in vielen Fällen mehr als HI oder KI.



  • Dieser Beitrag wurde gelöscht!