Empfehlung für eine gute Linux distro



  • Der Titel sagt eigentlich schon alles.
    Windows und Ubuntu gehen mir auf den Sender.
    Sollte auch low level Funktionen haben.



  • Hallo

    War früher ein Freund von debian, da waren mir für ein Desktop System aber die ganzen Packete zu alt. Deswegen bin ich zu Arch-Linux gewechselt, genauer gesagt zu Manjaro, und find es echt gut, läuft sauber, hab keine wirklichen Probleme und die Packete sind relativ aktuell. Und alles was nicht direkt für Arch gibt, kannst dir über den AUR Verzeichnis holen lassen und wird notfalls automatisch direkt auf deine Rechner gebaut.

    Grus Marco



  • EOP schrieb:

    Windows und Ubuntu gehen mir auf den Sender.

    Was denn genau?

    Sollte auch low level Funktionen haben.

    Zum Beispiel?



  • Ich selbst verwende Debian - momentan sogar noch oldstable (bisher keine Zeit für den Dist-Upgrade gehabt) - Das mit der älteren Software stimmt zwar, spielt aber zumindest bei mir - keine Rolle. Was kann ein 2 Jahre altes Libre-Office nicht, was ein neues kann - und das im Privatbereich ? Vorteil bei Debian ist die sehr hohe Stabilität. Mein Server hier auf der Maloche hat z. B eine Uptime von mittlerweile 262 Tagen ! Außerdem hindert niemand jemanden daran, sich eventuell neuere Software als Quelltext zu besorgen und per checkinstall sauber in das System zu integrieren - habe ich erst letzt wegen claws-mail machen müssen, da das Original seit einigen Wochen mit T-Online nicht mehr zurechtkam. Ich brauche ein System das einfach funktioniert - und das macht Debian (verwende auch kein Gnome oder KDE - der icewm langt mir völlig).



  • Ich bin auch für Arch. Automatisch die allerneusten Compiler zu haben ist schon geil.



  • Kannst ja mal OpenIndiana http://openindiana.org ausprobieren 😉
    Ich favorisiere derzeit Debian. https://www.debian.org/distrib/ (viele andere hier nehmen gerne Arch s.o.)
    Eine recht nette sparsam gehaltene (Debian/Ubuntu) Distro ist Bodhi http://www.bodhilinux.com
    Eine andere große Desktop/Server Distro, die man vielleicht kennen sollte ist Fedora (Red Hat) https://www.redhat.com/de/technologies/linux-platforms/articles/relationship-between-fedora-and-rhel
    Backtrack 2 war toll, und hatte eine Slackware/Slax-Basis -> http://www.slackware.com
    Gewisse BSD-Varianten kann man sich auch angucken, wie z.B. das Multiprozessor/Cluster optimiertes BSD-System ist DragonFlyBSD http://www.dragonflybsd.org/performance/
    Nerdhistorisch relevant auf jedenfall die Berkeley Software Distribution(en) (BSD) generell http://www.bsd.org https://de.wikipedia.org/wiki/Berkeley_Software_Distribution
    Weil mein alter WindowsME Rechner öfter mal abgestürzt ist und für dies und das hatte ich/hab ich Remnux als Starter/Dualboot-CD. Aber Remnux ist/war auf 32 Bit beschränkt. https://remnux.org
    Noch immer etwas Charm versprühend ist die kleine Assemblerlinuxdisketten-distribution, aus den "asmutils": http://asm.sourceforge.net/asmutils.html

    Aber nman fragt zu recht, oft ist es sinnlos, einfach Antworten drauflos zu projizieren. Wo drückt denn der Schuh?



  • Ich hab früher auch Arch benutzt.



  • Ubuntu 15.10 :yes:



  • Ich hab früher Gentoo benutzt.

    Also die Frage nach einer guten Distro ist etwa so wie die Frage nach einem guten Buch.

    Ich mag Pratchett/Meyers/Stroustrup/Adams/Alexandrescu, mag nicht Sutter/Simmel. Außer GödelEscherBach hat mich noch nie ein Buch vom Hocker gehauen, was in den Verkaufscharts sehr weit oben war.

    EOP sucht jetzt was, was in den Distrocharts nicht weit oben ist. Uih weites Feld.

    "Sollte auch low level Funktionen haben."
    Arch ist wohl am besten dokumentiert, was es angeht, mal ein paar config-files selber zu schreiben, weils Selberschreiben mächtiger ist als nur das zu nehmen, was in der GUI anklickbar ist. Die elektronischen Ergüsse der Arch-Community sind sozusagen das Nachschlagewerk für alle anderen Linux-User, die spannende/spaßige/neue Features benutzen wollen.

    S'kann aber auch eine gute Alternative sein, eine Klickibuntidistro zu nehmen und bei Arch zu schauen, wie man neue Features einbaut und naja, meistens klappts nach wenigen Dutzend Versuchen. Leichter als eine kernige Distro, der man versucht, beizubringen, hübsch auszusehen, vielleicht.



  • Ah ja, ich sollte vielleicht auch noch http://distrochooser.de/ erwähnen.



  • Linux Mint



  • Weil ich eben nicht immer den neuesten Kram brauche, bin ich mit CentOS recht zufrieden.

    Früher war ich Suse- Freund, aber davon bin ich abgekommen.



  • Bei mir läuft Debian testing mit Xfce als DE. Rock-solid und It Just Works(TM). Stable wäre natürlich noch solider, aber ich bin ein Wurm und möchte deshalb halbwegs aktuelle Programmversionen. I know, I suck...

    Wenn ich könnte wie ich wollte, würde auf meinem Laptop Free- oder OpenBSD laufen. Allerdings gehöre ich zu den vielen Unglückseligen, deren Laptop unter Überhitzungsproblemen bei Verwendung von FreeBSD leidet. Das Internet ist voll mit solchen Geschichten und eine funktionierende Lösung gibt's dafür eher selten. Hab alles probiert, aber krieg die Temperatur im Idle-Betrieb ohne X-server nur auf ~65°C gedrückt. Wehe mir, wenn ich eine Desktopumgebung starte. Ich vermute, dass es an meiner ATI Mobility Radeon HD 5650 liegt. Diese wird nämlich nur sehr schlecht unterstützt, insbesondere funktioniert power management nicht => Grafikkarte läuft auf vollen Touren?! Naja, sei's drum.

    Eine interessante Distro ist außerdem Void. Hab dafür ne Partition freigeschaufelt und spiel derzeit etwas damit herum. Mal schauen wie's läuft.



  • Mechanics schrieb:

    Ich hab früher auch Arch benutzt.

    volkard schrieb:

    Ich hab früher Gentoo benutzt.

    Und jetzt? Alle Windows 10 User? 😃

    (favorisiere Debian u. a. auch deswegen, weil die einzige Distribution mit Offline Haskellcompilern/-interpretern.)
    (Die aktuelleren Haskellplattform/GHC-Installationen für Windows arbeiten nicht ordentlich für ältere Windows-Systeme. Erst wird ungefragt der Systemplattenplatz überladen, und dann ist auch noch das Windows zu alt.)

    Hatte ich vergessen. Es gibt natürlich noch dies und das wirklich sehenswerte.
    grml http://grml.org kann man sich auf jedenfall noch anschauen, oder auch supi:
    puppy http://puppylinux.org/main/Overview and Getting Started.htm z.B. weil auch nette slackware-scripts -> Slacko Puppy http://puppylinux.org/main/Download Latest Release.htm

    @Bier
    hilft das Powertoptool von Intel auch nicht mehr? Ansonsten wäre es nicht so schlimm, ein anderes Notebook mit n3700 oder i3 oder i5 (eventuell mit etwas mehr Arbeitsspeicher) das nicht so teuer zu besorgen ist, mit debian + xen (+...) auszuprobieren. Ok, Kisten mit I7 wie Workstation-Notebooks auch nicht so übel, aber mein i3 NB mit Intel-G-chip kommt mit 6 Zellen Akku auf knapp 9 Stunden (mit Video gucken) offline. Das ist auch echt nicht zu verachten.



  • nachtfeuer schrieb:

    Mechanics schrieb:

    Ich hab früher auch Arch benutzt.

    volkard schrieb:

    Ich hab früher Gentoo benutzt.

    Und jetzt? Alle Windows 10 User? 😃

    Weiter Gentoo. Hab nur erwähnt, daß ich es auch früher benutzte, weil Mechanics so schön damit angefangen hat.


  • Mod

    Dann schließe ich mich mal dem fröhlichen Buchempfehlungskreis an: Xubuntu. Ist ein Ubuntu, aber fühlt sich an, wie Ubuntu früher war, nicht wie es geworden ist.



  • Ich habe als Werkstudent in einer "Linux Firma" gearbeitet und im Studium sowieso Linux als Hauptsystem benutzt. Jetzt arbeite ich aber in einer "Windows Firma" (unsere Software gabs übrigens auch für Unixe, aber in den letzten Jahren gabs keine Nachfrage mehr, wurde also eingestellt) und hatte jetzt leider tatsächlich länger nichts mehr mit Linux zu tun.



  • nachtfeuer schrieb:

    @Bier
    hilft das Powertoptool von Intel auch nicht mehr? Ansonsten wäre es nicht so schlimm, ein anderes Notebook mit n3700 oder i3 oder i5 (eventuell mit etwas mehr Arbeitsspeicher) das nicht so teuer zu besorgen ist, mit debian + xen (+...) auszuprobieren. Ok, Kisten mit I7 wie Workstation-Notebooks auch nicht so übel, aber mein i3 NB mit Intel-G-chip kommt mit 6 Zellen Akku auf knapp 9 Stunden (mit Video gucken) offline. Das ist auch echt nicht zu verachten.

    Nope, powertop hilft nix. Habe mich damit abgefunden, dass mein Laptop und FreeBSD nicht mehr zusammenkommen. Schlimm ist das nicht, bin ja grundsätzlich sehr zufrieden mit Linux. Wenn es mal wieder Zeit für neue Hardware ist (evtl. so in 3-4 Jahren, mein Laptop ist auch schon 6 Jahre alt), achte ich auf *BSD Kompatibilität.

    EDIT: Wait, powertop gibt's gar nicht für FreeBSD. Es konnte also gar nicht helfen 😃



  • Vielen Dank für eure Tips und Vorschläge.

    Bin unglücklicherweise momentan vom www etwas abgeschnitten. Deshalb der nick.

    Auf den ersten Teil von nmans Antwort/Frage gehe ich überhaupt nicht ein. Dafür ist mir die kurze Zeit meines Freigangs zu schade. 😉
    Zum zweiten Teil:
    Konsole, SSH und solche Sachen sollen ohne großes Theater sofort verfügbar sein.



  • Eigentlich_EOP schrieb:

    Vielen Dank für eure Tips und Vorschläge.

    Bin unglücklicherweise momentan vom www etwas abgeschnitten. Deshalb der nick.

    Auf den ersten Teil von nmans Antwort/Frage gehe ich überhaupt nicht ein. Dafür ist mir die kurze Zeit meines Freigangs zu schade. 😉
    Zum zweiten Teil:
    Konsole, SSH und solche Sachen sollen ohne großes Theater sofort verfügbar sein.


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