diverse Fragen zu Bildformat einlesen
-
lemon03 schrieb:
1 - ist es möglich die structs zu etwas größeren zusammenzufassen? Habe etwas über struct in einem struct nachgeschlagen, wollte aber wissen, ob es etwas besseres gibt.
Hallo lemon03,
zu was größeren nicht. Aber was spricht dagegen die structs Head und Info eins zu eins wie im Wikipedia-Artikel aufzubauen.
Also ohne array, maps oder vector. Ich hab den Artikel nur überflogen aber die Felder von 'Dateikopf' und 'Informationsblock' sind doch statisch, oder?
Dann könntest du evtl. den operator>> zum einlesen überladen.struct Head { uint16_t bfType; // ASCII-Zeichenkette "BM" (Hex: 0x42 0x4D Dez: 19778). uint32_t bfSize; // Größe der BMP-Datei in Byte. (unzuverlässig) uint32_t bfReserved; // Reserviert, von der Software abhängig, standardmäßig 0 [...] }Edit: Zu was größerem schon, später alles in eine class BMP oder so...
... und Head und Info kann man evtl. zusammenlegen... Die 'struct BITMAPINFOHEADER' fängt ja bei Offset 14 an.
-
dirkski schrieb:
Hallo lemon03,
zu was größeren nicht. Aber was spricht dagegen die structs Head und Info eins zu eins wie im Wikipedia-Artikel aufzubauen.
Also ohne array, maps oder vector. Ich hab den Artikel nur überflogen aber die Felder von 'Dateikopf' und 'Informationsblock' sind doch statisch, oder?
Dann könntest du evtl. den operator>> zum einlesen überladen.struct Head { uint16_t bfType; // ASCII-Zeichenkette "BM" (Hex: 0x42 0x4D Dez: 19778). uint32_t bfSize; // Größe der BMP-Datei in Byte. (unzuverlässig) uint32_t bfReserved; // Reserviert, von der Software abhängig, standardmäßig 0 [...] }Tja, hab ich jetzt zu einfach gedacht. Wollte ich das jetzt einfach mit
istream.read(struct_nach_char_cast, 14) den Dateikopf einlesen, aber nix:Das zweite Feld (bfSize) in meiner struct oben wird auf 4 Bytes ausgerichtet, meh! Alle nachfolgende Werte falsch

Mal abgesehen von der endian-Problematik...
-
[quote="sebi707"]
lemon03 schrieb:
lemon03 schrieb:
Bei mir scheint aber
biWidthnegativ? Dennffffffbdeutet doch negativ?Benutze mal
unsigned charstattcharfür Bytes überall. Oder testweise noch einen zusätzichen Cast:int(unsigned char(picmap.at(offset)))Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies nur ein Fehler bei der Ausgabe ist und die ffffff am Anfang da gar nicht stehen sollten.
Mmh, aber alle Indizien deuten eher doch auf ein negatives Vorzeichen? Im Artikel selbst kann ein Wert negativ sein, je nach Bitmap.
Ich müsste tatsächlich diesen Cast nehmen, denn beiunsigned charoderuint8_tbekomme ich dort einen Fehler, weil ein Wert größer ist als genau ein Byte.
Und wenn ich einfach ohne Formatierung nur alle Bytes untereinander ausgebe, bekomme ich auch bei i=18 einffffffa0.std::string file_name = "WOLKEN.bmp"; std::ifstream file (file_name.c_str(), std::ios::binary|std::ios::in); int i = 0; while (i < 32+4) { file.get (byte); std::cout << std::dec << i << " " << std::hex << int(byte) << '\n'; i ++; }
-
sebi707 schrieb:
lemon03 schrieb:
Bei mir scheint aber
biWidthnegativ? Dennffffffbdeutet doch negativ?Benutze mal
unsigned charstattcharfür Bytes überall. Oder testweise noch einen zusätzichen Cast:int(unsigned char(picmap.at(offset)))Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies nur ein Fehler bei der Ausgabe ist und die ffffff am Anfang da gar nicht stehen sollten.
Mmh, aber alle Indizien deuten eher doch auf ein negatives Vorzeichen? Im Artikel selbst kann ein Wert negativ sein, je nach Bitmap.
Ich müsste tatsächlich diesen Cast nehmen, denn beiunsigned charoderuint8_tbekomme ich dort einen Fehler, weil ein Wert größer ist als genau ein Byte.
Und wenn ich einfach ohne Formatierung nur alle Bytes untereinander ausgebe, bekomme ich auch bei i=18 einffffffa0.std::string file_name = "WOLKEN.bmp"; std::ifstream file (file_name.c_str(), std::ios::binary|std::ios::in); int i = 0; while (i < 32+4) { file.get (byte); std::cout << std::dec << i << " " << std::hex << int(byte) << '\n'; i ++; }
-
ffffffa0 passt nicht in ein Byte.
a0 schon eher. Wenn der Wert² signed ist und du expandierst ihn zu einem (32-Bit) int, kommen die ff dazu.²der Variablentyp, in der der Wert gespeichert ist.
-
@ dirkski
Danke für die Anregungen, aber die momentane Ausgabe soll nur dazu dienen, überhaupt in eine solche Bitmap-Struktur durchzusteigen, also erst mal alle Werte laut Tabelle nachvollziehbar auszugeben.
Später interessieren mich nur die Farbwerte.
-
Ups, da haben wir uns jetzt überschnitten.
DirkB schrieb:
ffffffa0 passt nicht in ein Byte.
a0 schon eher. Wenn der Wert² signed ist und du expandierst ihn zu einem (32-Bit) int, kommen die ff dazu.²der Variablentyp, in der der Wert gespeichert ist.
Bin noch beim Überlegen ...
-
lemon03 schrieb:
Bin noch beim Überlegen ...
Du hast doch vier Bytes ausgegeben, die zu biWidth gehören.
Wo soll denn da der lange Wert her kommen?Ich habe die Ausgabe nur ganz kurz gesehen, da sich bei abload.de gleich wieder ein Fenster/Popup davor gesetzt hat. Und auf solchen Seite klicke ich nichts an.
Copy&Paste der Konsole mit Code-Tags geht auch.Das sieht dann so aus:
Microsoft Windows [Version 10.0.10586] (c) 2015 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. C:\>Und jeder kann es lesen.
-
lemon03 schrieb:
@ dirkski
Danke für die Anregungen, aber die momentane Ausgabe soll nur dazu dienen, überhaupt in eine solche Bitmap-Struktur durchzusteigen, also erst mal alle Werte laut Tabelle nachvollziehbar auszugeben.
Später interessieren mich nur die Farbwerte.
Ok, würde aber evtl. einfacher gehen auf die Member zuzugreifen...
Hier als Vorschlag (ist nicht perfekt):
#include <string> #include <iostream> #include <fstream> #include <iomanip> #include <exception> struct BMPFileHeader { uint16_t bfType; // ASCII-Zeichenkette "BM" (Hex: 0x42 0x4D Dez: 19778). uint32_t bfSize; // Größe der BMP-Datei in Byte. (unzuverlässig) uint32_t bfReserved; // Reserviert, von der Software abhängig, standardmäßig 0 uint32_t bfOffBits; // Offset der Bilddaten in Byte vom Beginn der Datei an, bei Echtfarben fast immer 54 (manche Software ignoriert diese Angabe daher fehlerhafterweise). }; struct BMPInfoHeader { uint32_t biSize; // 40 (Größe der BITMAPINFOHEADER-Struktur in Byte) int32_t biWidth; // Breite der Bitmap in Pixel. int32_t biHeight; // Der Betrag gibt die Höhe der Bitmap in Pixel an. // Ist der Wert positiv, so ist die Bitmap eine sogenannte "bottom-up"-Bitmap // (die Bilddaten beginnen mit der untersten und enden mit der obersten Bildzeile). // Dies ist die gebräuchlichste Variante. // Ist der Wert negativ, so ist die Bitmap eine "top-down"-Bitmap // (die Bilddaten beginnen mit der obersten und enden mit der untersten Bildzeile). uint16_t biPlanes; // 1 (Stand in einigen älteren Formaten wie PCX für die Anzahl der Farbebenen, // wird aber für BMP nicht verwendet) uint16_t biBitCount; // Gibt die Farbtiefe der Bitmap in bpp an; muss einer der folgenden Werte sein: // 1, 4, 8, 16, 24 oder 32. Bei 1, 4 und 8 bpp sind die Farben indiziert. uint32_t biCompression; // Einer der folgenden Werte: // 0 (BI_RGB): Bilddaten sind unkomprimiert. // 1 (BI_RLE8): Bilddaten sind lauflängenkodiert für 8 bpp. Nur erlaubt wenn biBitCount=8 und biHeight positiv. // 2 (BI_RLE4): Bilddaten sind lauflängenkodiert für 4 bpp. Nur erlaubt wenn biBitCount=4 und biHeight positiv. // 3 (BI_BITFIELDS): Bilddaten sind unkomprimiert und benutzerdefiniert (mittels Farbmasken) kodiert. Nur erlaubt wenn biBitCount=16 oder 32. uint32_t biSizeImage; // Wenn biCompression=BI_RGB: Entweder 0 oder die Größe der Bilddaten in Byte. // Ansonsten: Größe der Bilddaten in Byte. int32_t biXPelsPerMeter; // Horizontale Auflösung des Zielausgabegerätes in Pixel pro Meter; wird aber für BMP-Dateien meistens auf 0 gesetzt. int32_t biYPelsPerMeter; // Vertikale Auflösung des Zielausgabegerätes in Pixel pro Meter; wird aber für BMP-Dateien meistens auf 0 gesetzt. uint32_t biClrUsed; // Wenn biBitCount=1: 0. // Wenn biBitCount=4 oder 8: die Anzahl der Einträge der Farbtabelle; 0 bedeutet die maximale Anzahl (2, 16 oder 256). // Ansonsten: Die Anzahl der Einträge der Farbtabelle (0=keine Farbtabelle). Auch wenn sie in diesem Fall nicht notwendig ist, kann dennoch eine für die Farbquantisierung empfohlene Farbtabelle angegeben werden. uint32_t biClrImportant; // Wenn biBitCount=1, 4 oder 8: Die Anzahl sämtlicher im Bild verwendeten Farben; 0 bedeutet alle Farben der Farbtabelle. // Ansonsten: // Wenn eine Farbtabelle vorhanden ist und diese sämtliche im Bild verwendeten Farben enthält: deren Anzahl. // Ansonsten: 0. }; struct BMP { BMPFileHeader head; BMPInfoHeader info; }; std::istream & operator>>(std::istream & is, BMPFileHeader & head) { std::cerr << __func__ << " (BMPFileHeader): "; if(is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfType), sizeof(uint16_t) ); if(is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfSize), sizeof(uint32_t)*3 ); // bfSize ... bfOffBits = 3* if(!is.good()) { std::cerr << "read error (BMPFileHeader)!\n"; return is; } std::cerr << " bfType = " << head.bfType << ", bfSize = " << head.bfSize << ", bfReserved = " << head.bfReserved << ", bfOffBits = " << head.bfOffBits << " (is.tellg() = " << is.tellg() << ")\n"; return is; } std::istream & operator>>(std::istream & is, BMPInfoHeader & info) noexcept { std::cerr << __func__ << " (BMPInfoHeader): "; if( is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&info), sizeof(uint32_t)*3 ); if( is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&info.biPlanes), sizeof(uint16_t)*2 ); if( is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&info.biCompression), sizeof(uint32_t)*6 ); if(!is.good()) { std::cerr << "read error (BMPInfoHeader)!\n"; return is; } std::cerr << " biSize: " << info.biSize << ", biWidth: " << info.biWidth << ", biHeight: " << info.biHeight << ", biPlanes: " << info.biPlanes << ", biBitCount: " << info.biBitCount << ", biCompression: " << info.biCompression << " (is.tellg() = " << is.tellg() << ")\n"; return is; } std::istream & operator>>(std::istream & is, BMP & bmp) { std::cerr << __func__ << " (BMP): "; is >> bmp.head >> bmp.info; if(!is.good()) { std::cerr << "read error (BMP)!\n"; return is; } return is; } int main(int argc, char *argv[]) { std::string filename; if( argv[1]) filename = argv[1]; else filename = "/usr/share/xml/docbook/stylesheet/nwalsh/1.78.1/slides/slidy/graphics/unfold.bmp"; std::ifstream file (filename.c_str(), std::ios::binary|std::ios::in); // BMPFileHeader head; // if (file.good()) // file >> head; // BMPInfoHeader info; // if (file.good()) // file >> info; BMP bmp; if (file.good()) file >> bmp; // while (file.get(byte)) picmap.push_back(byte); return EXIT_SUCCESS; }Die structs habe ich einfach aus wp kopiert und alles überflüssige gelöscht bzw. Kommentare eingefügt.
Ob die Lese-Routine mit den vielen reads jetz gut ist weiß ich nicht (auf die Performance bezogen)...
cu
-
biHeightals Höhe der Bitmap wird ja korrekt in Pixel ausgegeben.Nur wenn bei mir irgendwo ein mir nicht nachvollziehbarer Fehler auftaucht, klappt gleich gar nichts mehr. Wollte jetzt casten, um zu schauen, ob ohne Vorzeichen bei
biWidthder Wert auch korrekt ist, aber bekomme wieder irgendwelche Fehlermeldungen wegen fehlenden Semikolon und son Kram ... nerv
-
@ nochmal dirkski
Uh, danke für die Mühe
Auf den ersten Blick sieht das in etwa so aus, wie ich es auch mal vor Augen hatte, nur wie das ausgeschrieben wird, war mir unklar. Aber ich müsste mich in das Beispiel etwas einarbeiten, denn einiges ist mir nicht sofort bekannt.Aber im Moment habe ich ja noch Schwierigkeiten mit meinem eigenen Code, dessen Fehler ich erst mal verstehen muss, bevor ich mich an komplexere wage.
-
dirkski schrieb:
#include <string> #include <iostream> #include <fstream> #include <iomanip> #include <exception> [...] std::istream & operator>>(std::istream & is, BMPFileHeader & head) { std::cerr << __func__ << " (BMPFileHeader): "; if(is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfType), sizeof(uint16_t) ); if(is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfSize), sizeof(uint32_t)*3 ); // bfSize ... bfOffBits = 3* if(!is.good()) { std::cerr << "read error (BMPFileHeader)!\n"; return is; } std::cerr << " bfType = " << head.bfType << ", bfSize = " << head.bfSize << ", bfReserved = " << head.bfReserved << ", bfOffBits = " << head.bfOffBits << " (is.tellg() = " << is.tellg() << ")\n"; return is; } [...]Da wo jetzt die Ausgaben mit std::cerr sind kannst du bequem eine Plausibilitätsprüfung einfügen. Falls die fehlschlägt einfach das failbit vom stream setzen und mit return den inputstream zurückgeben... So gesehen braucht man nicht alle Prüfungen auf stream.good() zu machen (Eigentlich keine?). Geht also kürzer, mein ich...
-
Oh, das mit abload tut mir leid. Bei mir poppt trotz Akzeptanz aller scripte nichts auf.
Aber hier der Inhalt, wie es im Moment ausschaut:
_Head_ #0 bfType 42 4d 19778 #2 bfSize 36 40 2 0 147510 #6 bfReserved 0 0 0 0 0 #10 bfOffbits 36 4 0 0 1078 _Info_ #14 biSize 28 0 0 0 40 #18 biWidth ffffffa0 1 0 0 160 #22 biHeight 60 1 0 0 352 #26 biPlanes 1 0 1 #28 biBitCount 8 0 8 #30 biCompression 0 0 0 0 0 #34 biSizeImage 0 0 0 0 0 #38 biXPelsPerMeter 23 2e 0 0 11811 #42 biYPelsPerMeter 23 2e 0 0 11811 #46 biClrUsed 0 1 0 0 256 #50 biClrImportant 0 1 0 0 256 Process returned 0 (0x0) execution time : 0.026 s Press any key to continue.Die dritte Spalte sind jetzt die Dezimalwerte.
-
lemon03 schrieb:
@ nochmal dirkski
Uh, danke für die Mühe
Auf den ersten Blick sieht das in etwa so aus, wie ich es auch mal vor Augen hatte, nur wie das ausgeschrieben wird, war mir unklar. Aber ich müsste mich in das Beispiel etwas einarbeiten, denn einiges ist mir nicht sofort bekannt.Aber im Moment habe ich ja noch Schwierigkeiten mit meinem eigenen Code, dessen Fehler ich erst mal verstehen muss, bevor ich mich an komplexere wage.
Ok

Eigentlich brauchst du auch nur einen operator>> (oder einfach eine Funktion) überladen bzw. schreiben.
Das ich jetzt jeweils einen für Head und Info habe und dann einen für das gesamte kam dadurch das ich halt erst mit Head angefangen habe.
Falls du es noch nicht so hast mit operator-Überladung nehme doch einfach eine Funktion ala decodeBMP(istream);
Mach jetzt etwas Pause...
PS: das noexcept irgendwo bei mir im Code sollte wieder raus...
-
So erst mal sorry für das Durcheinander meiner Beträge hier ...

Habe jetzt ein anderes bmp genommen bzw dazu konvertiert und diesmal gibt es keine Ungereimtheiten bei den Werten. Passt alles, wie es auch in den Eigenschaften der Datei steht. Hatte ich wohl anfangs ein schlechtes Beispiel gewählt.
Nur mit dem Wert 'Auflösung des Zielausgabegerätes in Pixel pro Meter' kann ich noch nichts anfangen, aber ist wohl eher vernachlässigbar.
Mache jetzt erst mal mit der Formatierung der Ausgabe weiter bis ich das verdammt noch mal begriffen habe ...
Dann schaue ich mir den Code von dirkski an, und dann geht es weiter mit den Farbmasken, -tabellen und Bilddaten.
-
lemon03 schrieb:
Dann schaue ich mir den Code von dirkski an, und dann geht es weiter mit den Farbmasken, -tabellen und Bilddaten.
Ich schreib dir gerade eine Zusammenfassung wie ich vorgegangen bin, damit ich auch noch was lerne
kannst dir also noch etwas Zeit lassen...
-
Natürlich ... soll ja schließlich nicht in Arbeit ausarten

-
lemon03 schrieb:
Natürlich ... soll ja schließlich nicht in Arbeit ausarten

Nein nein, ist aber trotzdem was länger geworden

Also, ich bin so grob folgendermaßen vorgegangen:
Ich hab mir den Wikipedia-Artikel angeguckt und habe zuerst
gesehen das „Dateikopf“ und „Informationsblock“ keinerlei
dynamische Daten enthält (also alles fest). Wenn das so ist
kann man das normalerweise 1:1 in eine struct übernehmen.
In den Windows-Quellen wird es wahrscheinlich genau so eine struct
geben. Also hab ich mir mit Copy&Paste eine erstellt:struct BMPFileHeader { uint16_t bfType; // ASCII-Zeichenkette "BM" (Hex: 0x42 0x4D Dez: 19778). uint32_t bfSize; // Größe der BMP-Datei in Byte. (unzuverlässig) uint32_t bfReserved; // Reserviert, von der Software abhängig, standardmäßig 0 uint32_t bfOffBits; // Offset der Bilddaten in Byte vom Beginn der Datei an, bei Echtfarben fast immer 54 (manche Software ignoriert diese Angabe daher fehlerhafterweise). };Dann habe ich mir gedacht, jetzt wo du sie hast kannst du einfach mit
std::ifstream file ("file.bmp", std::ios::binary|std::ios::in); BMPFileHeader head; file.read(reinterpret_cast<char*>(&head), 14 ); // Dateikopf ist 14 Bytes großdie struct mit den ersten 14 Bytes füllen. Ergebnis war aber falsch:
bfType gab noch das richtige zurück (19778 = "BM"), der Rest war schrott...Das Problem: bfType ist nur 16Bit breit. Da das hier eine 64Bit-Maschine
ist fügt der Compiler nach BMPFileHeader.bfType noch 2 Bytes ein um die
nachfolgenden 32-Bit-Werte auf eine 4 Byte-Grenze auszurichten. Dumm gelaufen....Daher bin ich dann im nächsten Schritt anders vorgegangen:
// Die ersten 2 Bytes ab Adresse &head.bfType einlesen ( ist gleich &head) if(file.good()) file.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfType), sizeof(uint16_t) ); // die nächsten 3 uint32_t (oder int32_t) ab Adresse von bfSize schreiben if(file.good()) file.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfSize), sizeof(uint32_t)*3 ); // bfSize ... bfOffBits = 3*So, jetzt habe ich die einzelnen Werte in der struct wo sie stehen sollen
und ich kann bequem z.B. mit head.bfSize darauf zugreifen...
Anmerkungen:
1: Eigentlich müste man jeden member der struct einzeln einlesen, theoretisch
könnten auf 128Bit-Maschinen (gibt's die?) auch Padding-Bytes sein.
2: Das Byteweise einlesen und in einen short/int/long speichern
könnte Probleme mit big-/little-endian auf anderen Architekturen geben.Jetzt könnte man das in eine Funktion packen:
std::basic_ios::rdstate fillBMPFileHeader(std::istream & is, BMPFileHeader & head) { // Die ersten 2 Bytes ab Adresse &head.bfType einlesen ( ist gleich &head) if(is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfType), sizeof(uint16_t) ); // die nächsten 3 uint32_t (oder int32_t) ab Adresse von bfSize schreiben if(is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfSize), sizeof(uint32_t)*3 ); // bfSize ... bfOffBits = 3* // Hier jetzt noch Pausibilitätsprüfungen, z.B.: if( head.bfType != 19778) // != "BM" is.setstate(std::ios_base::failbit); return is.rdstate(); }und mit:
int main(int argc, char**argv) { std::ifstream file ("file.bmp", std::ios::binary|std::ios::in); BMPFileHeader head; if( ! fillBMPFileHeader(file, head) ) { std::cerr << "error\n"; return 1;} std::cout << "File size: " << head.bfSize << "\n"; return 0; }z.B. aufrufen. Oder gleich den operator>> von ifstream überladen:
std::istream & operator>>(std::istream & is, BMPFileHeader & head) { // Die good()-Abfragen kann man sich evtl. sparen, Im Fehlerfall werden // ein paar read() mehr aufgerufen, sonst dürfte aber nichts passieren (glaub). // Im Erfolgsfall wird minimal weniger Code ausgeführt... if(is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfType), sizeof(uint16_t) ); if(is.good()) is.read(reinterpret_cast<char*>(&head.bfSize), sizeof(uint32_t)*3 ); // bfSize ... bfOffBits = 3* if(is.good()) { // Pausibilitätsprüfungen, bei Fehler failbit des streams setzen. Z.B.: if( head.bfType != 19778) // != "BM" is.setstate(std::ios_base::failbit); } return is; }Weil mit dem überladenen Operator>> man jetzt sowas machen kann:
int main(int argc, char**argv) { std::ifstream file ("file.bmp", std::ios::binary|std::ios::in); BMPFileHeader head; file >> head; if( ! file.good() ) // oder *glaube* einfach if (file) { std::cerr << "error\n"; return 1;} std::cout << "File size: " << head.bfSize << "\n"; return 0; }Wenn du dann das selbe für den Info-Teil machst kannst du dann sowas wie:
BMPFileHeader head; BMPInfoHeader info; file >> head >> info;machen. So habe ich das dann in dem dritten überladenen operator>>
gemacht.Ich bin übrigens der Meinung das man die beiden structs (head & info)
in eine zusammen legen sollte. Dann geht die Plausibilitätsprüfung
einfacher, also ob das Format richtig ist usw...So genug geschrieben. die Sniplets sind entweder Copy&Paste aus
meinen Code oder ungetestet eingegeben. Siehe es also als Pseudocode an
Für die Farbwerte und die eigentlichen Bilddaten bist du dann aber mit
std::vector etc. richtig. Das müste dann auch in die (Haupt)-struct,
also z.B. struct BMP (oder class)...Hmm, so ala:
class BMP { BMPHeader head; // hier head und info zusammen [...] // Bitmasken, Farbtabellen und Bilddaten public: BMP(std::string filename); BMP(std::ifstream & file); }So, hab hunger.
Einen schönen Abend noch
-
dirkski schrieb:
Anmerkungen:
1: Eigentlich müste man jeden member der struct einzeln einlesen, theoretisch
könnten auf 128Bit-Maschinen (gibt's die?) auch Padding-Bytes sein.
2: Das Byteweise einlesen und in einen short/int/long speichern
könnte Probleme mit big-/little-endian auf anderen Architekturen geben.Bei allen Architekturen die ich kenne reicht es eigentlich wenn Variablen entsprechend ihrer eigenen Größe ausgerichtet sind. Also ein
uint32_tdürfte nur an Adressen stehen die durch 4 teilbar sind usw.. Man kann übrigens den Compiler durch diverse compilerabhängige Erweiterungen auch dazu bringen gar kein Padding einzubauen. Die meisten Architekturen (x86, neuere ARM) kommen damit auch klar, ist nur eventuell langsamer. Das ist nicht gerade die beste Lösung, wollte es aber der Vollständigkeit halber noch erwähnen.Endianness kann natürlich auch ein Problem sein. Zwar sind Big-Endian Maschienen so gut wie ausgestorben, vor allem bei diversen Netzwerkprotokollen wird es aber noch gerne verwendet. Für ein aktuelles Projekt (in C) habe ich mir diverse Funktionen (dtoh für Device to Host) gebastelt um die Member einzelnd lesen zu können. Sieht dann so aus:
const uint8_t* data = ...; obj->storageID = dtoh32(&data); obj->objectFormat = dtoh16(&data); obj->protectionStatus = dtoh16(&data); obj->objectSize = dtoh32(&data); obj->thumbFormat = dtoh16(&data); obj->thumbSize = dtoh32(&data); // usw...Wäre das Projekt ein C++ Projekt gewesen hätte ich dafür wohl irgendeine Klasse gebaut die binär Zeug lesen kann und den
operator>>überladen. Da hätte der gleiche Code danndata >> obj->storageID >> obj->objectFormat >> obj->protectionStatus >> obj->objectSize >> obj->thumbFormat >> obj->thumbSize >> ...oder so ausgesehen. Das angeben der richtigen Größe in C ist schon ziemlich nervig.
-
gelöscht - Doppelpost