Samsung und andere Hersteller: Fest verbauter Akku - Abzockerstrategie?



  • Hallo,
    als ich zuerst den Samsung Galaxy Tab S2 Tablet PC in der Hand hielt war ich total begeistert. Nach dem Durchlesen eines Testberichts war ich jedoch enttäuscht, dass der Akku fest verbaut ist. Das finde ich schon ne ziemliche Sauerei! Denn was soll ich mit dem Tablet PC anfangen, wenn der Akku irgendwann mal platt sein wird? 😕

    1. Welche Lebensdauer kann man bei solchen Akkus erwarten?
    2. Warum werden die Akkus fest verbaut, ist das eine Abzockerstrategie?

    MfG
    tablet pc fan


  • Mod

    Niet und Nagelfest?



  • tablet pc fan schrieb:

    1. Welche Lebensdauer kann man bei solchen Akkus erwarten?
    2. Warum werden die Akkus fest verbaut, ist das eine Abzockerstrategie?

    Hier bin ich geteilter Meinung. Denn der fest verbaute Akku ermöglicht z.B. ohne großen Aufwand Wasserdichte Smartphones und Tablets zu entwickeln. Bei den meißten geräten hat man hier nämlich schon mal eine Schwachstelle gestopft an der Wasser eindringen kann.

    Auf der anderen Seite natürlich die Lebensdauer der Akkus, solang die nicht höher ist helfen auch der Vorteil der Abdichtung nicht. - Dann ist es aus meiner Sicht nur Mittel für die Hersteller schnell Geld zu schäffeln.



  • Das kommt heute leider oft vor, auch bei Notebooks. Das mit dem wasserdicht ist nur eine dumme Ausrede, das Gehäuse ist ja in dem Fall auch wasserdicht. Wenn man den Akku in das Gehäuse einbaut könnte man den auch ohne weiteres entfernen. Außerdem gibt es auch Notebooks, Tablets oder Smartphones die nicht wasserdicht sind und die Akkus trotzdem fest verbaut sind. Man verdient nur Geld wenn man Geräte verkauft. Mit Ersatzteilen kann man mehr Geld verdienen aber nur wenn die auch gekauft werden. Doch man muss ja alle 2 Jahre ein neues Smartphone kaufen, weil die viel viel besser sind und man sonst nicht mehr telefonieren kann 🙄 :).



  • Naja, Ausrede ... ne Ausrede ist es nur, wenn es als Ausrede verwendet wird.
    Ansonsten ist es ein Grund der für bestimmte Smartphones/Tables eben zutrifft - nämlich die die wasserdicht sind. Und für alle anderen ... nicht.
    Und da macht es die Sache schon viel einfacher wenn man das Gehäuse so machen kann dass es gar nicht oder nicht ohne spezielles Werkzeug geöffnet werden kann.

    Ansonsten sind die Gründe glaube ich so ziemlich klar:
    * Man kann ein wenig Geld bei der Produktion einsparen
    * Man kann etwas grössere Akkus verbauen bei gleichem Platzbedarf
    * Vielleicht hofft man als Hersteller auch dass die User sich so schneller ein neues Telefon kaufen

    Andrerseits könnte man den Spiess auch umdrehen: Telefone bauen mit Akkus und Ladeschaltungen die so "mittelmässig" sind, dass der Akku bei normaler benutzung vielleicht ein 1 bis 1,5 Jahre hält. Und dann teure Ersatzakkus verkaufen 🙂

    Was mir als Kunde aber immer noch lieber wäre, als ein Smartphone mit fix verbauten Akku.

    @tablet pc fan
    Ich hab' leider keine Daten diesbezüglich - würde mich selbst interessieren.
    Auf der Wikipediaseite Lithium-ion_battery steht 400–1200 Ladezyklen.
    Wenn man von nem "Poweruser" ausgeht der sein Smartphone jeden Tag 2x auflädt (wenn man viel damit spielt ist das definitiv nötig), dann würde das 200-600 Tagen entsprechen. Also 0,56-1,64 Jahren.
    Bei 1x pro Tag laden entsprechend das doppelte.

    Könnte mir schon vorstellen dass das inetwa hinkommt.

    ps: Wobei der dort zitierte Artikel aus dem Jahr 2007 ist. Ist also fast 10 Jahre alt. 10 Jahre sind lange, gut möglich dass das heute deutlich besser aussieht.

    EDIT: Hier noch ein netter Artikel mit einigen Infos zu dem Thema:
    http://batteryuniversity.com/learn/article/how_to_prolong_lithium_based_batteries



  • Ja und Nein. Das Gehäuse öffnen zu können hat ja nichts damit zu tun, das man den Akku der innen sitzt, so verbauen muss das man den (ohne weiteres) nicht wechseln kann. In meiner Firma haben wir auch wasserdichte Teile wie z.B. Tauchpumpen. Wenn da die Gehäuse nicht wasserdicht sind gehen die kaputt, das heisst aber nicht das die Teile die sich innen befinden (Platinen, Anschlüsse, Stecker u.s.w.) nicht steckbar (leicht auszutauschen) sind. Das wollte ich damit sagen 🙂
    Die anderen Punkte sind natürlich klar richtig.
    Es ist aber auch klar das Elektronik auch neu gekauft wird nur damit man was neues hat. Warum also noch so bauen das es gut repariert werden kann. Alles hat zwei Seiten.



  • inflames2k schrieb:

    Hier bin ich geteilter Meinung. Denn der fest verbaute Akku ermöglicht z.B. ohne großen Aufwand Wasserdichte Smartphones und Tablets zu entwickeln. Bei den meißten geräten hat man hier nämlich schon mal eine Schwachstelle gestopft an der Wasser eindringen kann.

    Das ist kein Argument. Das ist auch bei herausnehmbaren Akkus einfach zu lösen, du brauchst nur einen Dichtungsring. Die Akkus liegen innerhalb des Dichtungsringbereichs und das Gewinde für die Schrauben ist Außerhalb vom Dichtungsring.
    Und schon hast du ein Wasserdichtes Design.

    Und er Ring muss nicht kreisrund sein, oval und Co geht auch alles.

    Richtig ist nur, dass man mit Gehäuse zukleben Geld sparen kann. Das ist günstiger als die 3 Schrauben für 2 Cents.
    Deswegen wird das gemacht.

    Und wenn man Klebstoff verwendet, dann geht das auch industriell mit Robotern schneller. Da muss niemand die Schraube einfädeln. Das spart auch Kosten.

    Unterm Stich sind's dann vielleicht 5 Cent die man pro Gerät gespart hat, das gesparte Geld kann man dann in die TV Werbung stecken und den Kunden damit von der Überlegenheit des Produkts überzeugen.
    Deswegen wird das so gemacht.

    Apple macht das auch so, allerdings hat es Apple noch einfacher, denn die haben Konsumschafe als Kunden.



  • tablet pc fan schrieb:

    ...

    Tipp an dich.

    Mein nächstes Handy wird ein Chinahandy.
    Die Technik ist genau die selbe, nur kriege ich fürs gleiche Geld eine bessere CPU, besseres Display, bessere Kamera, mehr Speicher und weniger Kundendrangsalierung.
    Oder ich kriege die gleiche Technik, aber für weniger Geld.

    70 % des Geldes, dass ein Markengerät inzwischen kostet geht in die Werbung.
    Das Handy selbst ist nur noch 30 % und weniger tatsächlich wert.

    Siehe dazu auch:
    http://www.chinahandys.net



  • Kein Schaf schrieb:

    Das ist kein Argument. Das ist auch bei herausnehmbaren Akkus einfach zu lösen, du brauchst nur einen Dichtungsring. Die Akkus liegen innerhalb des Dichtungsringbereichs und das Gewinde für die Schrauben ist Außerhalb vom Dichtungsring.
    Und schon hast du ein Wasserdichtes Design.

    Und schon hast du Platz verschwendet und dadurch bei gleicher Grösse aller anderen Teile weniger Platz für den Akku. Und kleinerer Akku heisst geringere Akkulaufzeit. Und geringere Akkulaufzeit heisst schlechte Bewertungen und unzufriedene Kunden.
    Weiss nicht was daran so schwer zu verstehen ist.



  • hustbaer schrieb:

    Naja, Ausrede ... ne Ausrede ist es nur, wenn es als Ausrede verwendet wird.
    Ansonsten ist es ein Grund der für bestimmte Smartphones/Tables eben zutrifft - nämlich die die wasserdicht sind. Und für alle anderen ... nicht.

    Dummes Gewäsch, wie immer.

    Ein Zuschraubgehäuse ist viel leichter wasserdicht zu machen als eins, wo der Hinderdeckel nur aufgeklipst wird. Aber unter dem Zuschraubhinterdeckel kann der Akku durchaus zugänglich sein und muss auch nicht eingelötet sein.

    hustbaer schrieb:

    Und da macht es die Sache schon viel einfacher wenn man das Gehäuse so machen kann dass es gar nicht oder nicht ohne spezielles Werkzeug geöffnet werden kann.

    Das spezielle Werkzeug nennt sich Schraubenzieher.



  • Kein Schaf schrieb:

    Mein nächstes Handy wird ein Chinahandy.

    Hatte ich auch gedacht. Aber nach fast einem Jahr war es kaputt.
    Aber ich hab mit nur 99€ zu billig gekauft für das, was ich dann haben wollte.

    Hab jetzt Wiko Pulp und bin damit zufrieden. Samsung/Apple&Co sehe ich nicht ein, was Preis und Kundendrangsalierung angeht.


  • Mod

    volkard schrieb:

    hustbaer schrieb:

    Und da macht es die Sache schon viel einfacher wenn man das Gehäuse so machen kann dass es gar nicht oder nicht ohne spezielles Werkzeug geöffnet werden kann.

    Das spezielle Werkzeug nennt sich Schraubenzieher.

    Hast du die Spezialschraubenzieherformen im Haus, mit denen die Gehäuse verschlossen werden, die nicht vom Laien geöffnet werden sollen?



  • volkard schrieb:

    hustbaer schrieb:

    Naja, Ausrede ... ne Ausrede ist es nur, wenn es als Ausrede verwendet wird.
    Ansonsten ist es ein Grund der für bestimmte Smartphones/Tables eben zutrifft - nämlich die die wasserdicht sind. Und für alle anderen ... nicht.

    Dummes Gewäsch, wie immer.

    Ein Zuschraubgehäuse ist viel leichter wasserdicht zu machen als eins, wo der Hinderdeckel nur aufgeklipst wird. Aber unter dem Zuschraubhinterdeckel kann der Akku durchaus zugänglich sein und muss auch nicht eingelötet sein.

    Dummes Gewäsch, wie immer. Kann ich dir zurückgeben. Ich bin es echt leid mit dir zu "diskutieren".



  • Es geht wirklich um den Platz und die wenn auch nur geringen Bauteilkosten.
    Eine sichere Kontaktierung muß zwangsweise einen federnde Leiste mit Freiheitsgrad haben, die aber auch was aushalten muß, der Akku ist das schwerste Einzelteil, der muß so sitzen, daß er bei einem Sturz nichts abreißt.

    Die Dinger sind heute so dicht gepackt, daß die paar mm³ tatsächlich eine Rolle im Kampf um das flachste Gerät mit großer Akkulaufzeit spielen, der halbe Cent für die Kontaktleiste tut ein Übriges. Löten/Verkleben ist billiger, mechanisch stabil (Verwindungs/Knicksteife) und spart Platz.

    Entlöten geht zwar bei einigen noch, aber das Zeug ist so fummelig geworden, daß man das Mobile mit hoher Wahrscheinlichkeit komplett ramponiert, Einschicken rentiert meist nicht, da kostet der Akkutausch dann mehr als ein billiges China- Brettchen.



  • SeppJ schrieb:

    volkard schrieb:

    hustbaer schrieb:

    Und da macht es die Sache schon viel einfacher wenn man das Gehäuse so machen kann dass es gar nicht oder nicht ohne spezielles Werkzeug geöffnet werden kann.

    Das spezielle Werkzeug nennt sich Schraubenzieher.

    Hast du die Spezialschraubenzieherformen im Haus, mit denen die Gehäuse verschlossen werden, die nicht vom Laien geöffnet werden sollen?

    Wenn der Hersteller vorsieht, dass der Kunde seinen Akku wechseln darf, dann wird er auch dafür sorgen, dass er Schrauben mit gängigen Schraubenköpfen verwenden wird.

    Im übrigen heißt es Schraubendreher. Schrauben werden nicht gezogen.



  • Übrigens, wenn das Handy doch nicht wasserdicht sein sollte und es euch mal ins Wasser fällt, dann werdet ihr größte Schwierigkeiten haben, das zugeklebte oder nur zugeklippte Ding ohne Schäden zu verursachen zu öffnen und dann zu trocknen.
    Im Prinzip könnt ihr so ein Handy dann wegwerfen.

    Kann man es aber noch aufschrauben, dann besteht die Möglichkeit alles zu trocknen und es wieder in Betrieb zu nehmen.



  • volkard schrieb:

    Kein Schaf schrieb:

    Mein nächstes Handy wird ein Chinahandy.

    Hatte ich auch gedacht. Aber nach fast einem Jahr war es kaputt.

    Hab jetzt Wiko Pulp und bin damit zufrieden. Samsung/Apple&Co sehe ich nicht ein, was Preis und Kundendrangsalierung angeht.

    Woran ging es kaputt?



  • Kein Schaf schrieb:

    Im übrigen heißt es Schraubendreher. Schrauben werden nicht gezogen.

    Dieser Dreher betrifft nur Stifte, womit ich meine, daß dieser Neologismus nur für Auszubildende relevant ist.

    http://www.googlefight.com/schraube+festgezogen-vs-schraube+festgedrehrt.php



  • Kein Schaf schrieb:

    Woran ging es kaputt?

    An mir.
    An mir. 🙂

    Display war recht empfindlich, was es angeht, Kratzer zu kriegen, wenn ich mich aufs Handy stelle und zwischen Handy und Fliesenboden Steinchen sind. Netflix ist abgestüzt, Treiber past nicht. Hersteller hat nie ein Firmware-Update rausgebracht, um das zu reparieren, und die Verbreitung war zu gering, um Rooter oder neue Firmwares zu finden. OS vom Hersteller verfummelt: Voip rausgemacht, sinnlose Features rein, und die Übersetzungen zu den Sinnlosfeatures kaum zu enträtseln, im "sensomatorischen" Menu stand, ich sollte um Anrufe zu beantworten an der Palme schütteln. Denke, mit dem KFZ-Ladegerät hab ichs dann gekillt, da war bestimmt nur ein dümmlicher Spannungsteiler drin, um 12V zu 5V zu machen und wenns Auto an ist (normal im Navi-Betrieb) werden aus 14V ebbes mehr. Touchscreen hat keine Touches mehr erkannt und oben rechts wurde es heiß und Akkulaufzeit ist auf zwei Stunden runtergegangen.

    "oukitel original pure" für 99€. Ist trotzdem ein gutes Handy, aber für mich war es nix. Das Neue hat nach dem Anschalten gleich mal neue Firmware geholt. Prima. Schätze, das mit dem Ladegrät und den Steinchen möchte ich nicht sogleich ausprobieren. Sind teure Handys gegen dumme Ladegeräte robuster?



  • SeppJ schrieb:

    volkard schrieb:

    hustbaer schrieb:

    Und da macht es die Sache schon viel einfacher wenn man das Gehäuse so machen kann dass es gar nicht oder nicht ohne spezielles Werkzeug geöffnet werden kann.

    Das spezielle Werkzeug nennt sich Schraubenzieher.

    Hast du die Spezialschraubenzieherformen im Haus, mit denen die Gehäuse verschlossen werden, die nicht vom Laien geöffnet werden sollen?

    Inwiefern "macht es die Sache schon viel einfacher", Handys wasserdicht zu machen, für den Hersteller, wenn er Spezialschraubenzieherformen benutzt?


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