Brexit abgesagt



  • @SeppJ sagte in Brexit abgesagt:

    @Provieh-Programmierer sagte in Brexit abgesagt:

    @chris4cpp sagte in Brexit abgesagt:

    Ich hoffe so, dass es den Briten gelingt ein neues Referendum an den Start zu bringen, auf welchen Wegen auch immer.

    Dessen Ergebnis dir dann hoffentlich besser gefällt?

    Angesichts des Europawahlergebnisses wäre ein neues Referendum wahrscheinlich wieder ein knapper Sieg für die Austretler. Aber dann könnte man wenigstens sagen, dass bei einem zweiten Referendum jeder Wähler wüsste, dass es wirklich um etwas geht, und das nicht nur so eine nicht-bindende Spaßumfrage ist, um interne politische Gegner ruhig zu stellen, wie beim ersten Referendum der Eindruck erweckt wurde.

    Das ist natürlich ein valides Argument.

    Ich frage mich aber, warum viele, die pro-EU eingestellt sind, so erpicht darauf sind, dass GB in der EU bleibt? Wenn GB die EU verlässt, gibt es einen Bremser und Rosinenpicker weniger.


  • Mod

    @Provieh-Programmierer sagte in Brexit abgesagt:

    Ich frage mich aber, warum viele, die pro-EU eingestellt sind, so erpicht darauf sind, dass GB in der EU bleibt? Wenn GB die EU verlässt, gibt es einen Bremser und Rosinenpicker weniger.

    Auch wenn es GB sicher wesentlich härter treffen wird, so ist der Verlust eines wesentlichen Wirtschaftspartners doch ein spürbarer Verlust für alle, die in der EU wirtschaften. Egal wie störrisch und blockierend dieser Wirtschaftspartner auf politischer Ebene war.

    Die EU ist historisch aus einer Wirtschaftsgemeinschaft gewachsen und der gemeinsame Wirtschaftsraum ist nach wie vor eine der Hauptattraktionen für eine Mitgliedschaft, die auch der einzelne Bürger indirekt durch gesteigerten Reichtum deutlich bemerkt. Die ganze Politik und der europäische Gedanke ist da ja nur drauf gesetzt und zählen - mindestens in der derzeitigen Gestaltung - zu den unpopulärsten Teilen (meiner persönlichen Meinung nach völlig zurecht!).



  • @SeppJ sagte in Brexit abgesagt:

    Lol, du nennst das eine Fehleinschätzung, weil das genaue Datum nicht gepasst hat?

    Vlt. hast du es noch nicht gemerkt, aber es gab weiterhin keinen Brexit. Während du mehrfach sagtest, das Datum stände unumstösslich, das wüsstest du ganz sicher. Hier mal dein Zitat von damals:

    @SeppJ sagte in Brexit abgesagt:

    Nun, ist das wirklich so schwer vorauszusehen?[...] Wenn nun im Januar doch abgestimmt wird, was soll den anderes rauskommen als ein Brexit?

    Es wird angenommen -> Brexit unter den Bedingungen der Abstimmung
    Es wird abgelehnt -> Keine Zeit mehr für Änderungen -> Brexit ohne Bedingungen
    Kein Ergebnis, weil irgendetwas anderes passiert -> Große politische Krise- > Keine Zeit mehr für Änderungen -> Brexit ohne Bedingungen

    Nichts davon traf ein und jetzt kommst du daher und alles wäre so wie du prophezeit hast, wo alles komplett anders lief und auf absehbare Zeit weiter läuft? Sowohl UK als auch Eu mehrfach die Entscheidung verschoben haben? Komm mal klar mit der Realität.


  • Mod

    Wir werden ja sehen. Denkst du ernsthaft, dass der derzeitige Kurs nicht zum harten Brexit führt, obwohl alle Schritte, die ich genannt habe, die dahin führen, genau so eingetreten sind?

    PS: zitierst du eigentlich absichtlich den falschen Beitrag von mir, weil es deiner Agenda besser passt? ich meine natürlich meinen allerersten Beitrag, indem ich direkt (mit der meiner Meinung nach offensichtlichen Antwort) auf deine Eingangsfrage "War das jetzt schon das Ende vom Brexit?" antworte, nicht die späteren Erläuterungen auf irgendwelche Rückfragen.

    @SeppJ sagte in Brexit abgesagt:

    Bloß weil der EUGH was geurteilt hat, das eine Tür öffnet, heißt das ja nicht, dass da jemand durch herein kommen möchte. Die Briten wollen schließlich austreten. Damit sie den Austrittsprozess einseitig stoppen, müssten mehrere unwahrscheinliche Dinge geschehen:

    1. Die politische Lage im UK muss sich so verfahren, dass es zu einem neuen Referendum kommt. Unwahrscheinlich. Frau May wird heute Abend wahrscheinlich ihre Abstimmung (und damit viel politisches Gewicht) deutlich verlieren, aber dann kommt ja stattdessen irgendein Hardliner (Johnson?) der zur Not auch einen harten Brexit machen würde.
    2. [mehr utopisches Zeug, das offensichtlich alles nicht eingetreten ist]


  • Wie ich schon weiter oben sagte, ist das was du dort behauptest, nicht eingetreten. Sowohl UK als auch EU haben den Austrittsprozess gestoppt und seit dem Tag mehrfach verschoben. Kein Hardliner kam nach Mays Niederlage an diesem Abend und zog eine harten Brexit durch, alle die es versuchten scheiterten bis zum heutigen Tag. Warum solle ich das also nochmal zitieren?


  • Mod

    Dir ist aber schon bewusst, dass jetzt in diesem Moment die Person mit genau dem von mir vorausgesagten Namen der May Nachfolger ist, nachdem diese aufgrund von - von mir vorausgesagten - Abstimmungsniederlagen ihr Amt - wie von mir vorausgesagt - niedergelegt hat, und dass dieser Nachfolger gerade einen quasi-Putsch macht, damit er - wie von mir vorausgesagt - seinen harten Brexit gegen jeden Widerstand durchgedrückt bekommt?

    Weil meine Prognose nicht auf die Sekunde genau war, sondern nur zu 99% ist sie Mist, insbesondere im Vergleich mit deinen Remainder-Fantastereien, von denen 0% eingetreten ist? Denn niemand in der britischen Regierung hat auch nur entfernt in Erwägung gezogen, den Austrittsprozess einseitig zu stoppen, oder ein zweites Referendum zu starten, obwohl ausgiebig Chancen und Gelegenheiten dafür da gewesen wären.



  • Aeh, hast du irgendwie nicht aufgepasst? May musste letztendlich zurücktreten, nachdem sie ihren Deal um ein neues Referendum erweitert hat und nicht aus den von dir prophezeiten Gründen. Und schön das Johnson Aufstand macht, aber der momentane Stand ist, das er damit - im Gegensatz zu deiner Prognose - keinen Erfolg hat. Du hast mehrfach gesagt eine Verschiebung kann ja auf keinen Fall sein, wäre komplett unvorstellbar - es gab sie und jetzt sagst du, naja war halt nicht auf die Sekunde genau. Dazu kann ich nur noch lachen...


  • Mod

    Deine Interpretation der Ereignisse finde ich reichlich naiv. Aber das haben wir uns nun ja wohl oft genug gegenseitig erzählt. Wir werden ja sehen, wie es ausgeht.



  • @SeppJ sagte in Brexit abgesagt:

    Auch wenn es GB sicher wesentlich härter treffen wird, so ist der Verlust eines wesentlichen Wirtschaftspartners doch ein spürbarer Verlust für alle, die in der EU wirtschaften. Egal wie störrisch und blockierend dieser Wirtschaftspartner auf politischer Ebene war.

    Du merkst schon, daß das präjudikativ- arrogant ist?
    Die EU geht davon aus, daß es ihr ohne "die störrischen Bremser" besser ginge, die Briten gehen davon aus, daß sie auf jeden Fall eine harte Zeit vor sich haben, aber weder Teufel noch Beelzebub wählen wollen.
    Mit der Backstop- Regel würde sich GB quasi zum stimmrechtlosen EU- Mitglied machen, da hat May verpennt, den roten Strich zu ziehen. Das wäre der Schrecken ohne Ende, deswegen zielt Johnson auf das Ende mit Schrecken (hard Brexit).
    Sicher ist, daß die harte Variante beiden schaden würde und die Prognosen hier stark eingefärbt sind. Deswegen unterschätzt man die Probleme der EU und übersteigert die zu erwartenden für GB.
    Innerhalb der EU würde es D nach Einschätzung der meisten Ökonomen am härtesten erwischen.



  • @SeppJ sagte in Brexit abgesagt:

    Angesichts des Europawahlergebnisses wäre ein neues Referendum wahrscheinlich wieder ein knapper Sieg für die Austretler. Aber dann könnte man wenigstens sagen, dass bei einem zweiten Referendum jeder Wähler wüsste, dass es wirklich um etwas geht, und das nicht nur so eine nicht-bindende Spaßumfrage ist, um interne politische Gegner ruhig zu stellen, wie beim ersten Referendum der Eindruck erweckt wurde.

    Eigentlich hätte man auch beim ersten Mal wissen können worum es geht. Wenn man denn ein Gehirn hat und es benutzt.
    Ich bin gegen ein weiteres Referendum ( zum selben Thema ). Eine Abstimmung muss in einer Demokratie ausreichen. Zumal sich seitdem an den Bedingungen nichts verändert hat. Die Risiken eines Brexit waren damals bekannt und sind immer noch die gleichen. Der einzige Unterschied ist, dass in der zwischen mehr Briten ihr Gehirn eingeschaltet haben.

    Mein Wertpapierdepot wäre sicherlich für einen Abbruch des Brexit. Aber mein Bauch sagt mir inzwischen: Bitte, wenn ihr gehen wollt dann geht. Aber dann mit einem Harten Brexit. Wenn das zur Folge hat, dass man sich in Nordirland wieder die Schädel einschlägt, dann ist das auf die persönliche Dummheit der Briten zurückzuführen und ich werde dem nicht im Weg stehen. Lernen durch Schmerzen.


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