Programmieren für 8-/9-Jährige



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  • @SeppJ sagte in Programmieren für 8-/9-Jährige:

    Es gibt halt auch solche und solche Kinder.

    Und ich musste grad an einige neue Kollegen denken, die ich im Laufe der Jahre unterweisen musste...



  • 8 ist schon sehr früh, daher sowas in der Art hier: https://scratch.mit.edu/projects/396716007/



  • Hm, es gibt in der Maus App ein "Spiel", bei dem einer der Maus Charaktere einen bestimmten Weg zurück legen muss. Man hat dafür nur eine begrenzte Anzahl an Aktionen, kann die aber in Gruppen zusammen schließen und die sich wiederholen lassen. Das finde ich für den Einstieg ins algorithmische Denken ganz nett, auch wenn's weit weg davon ist, wirklich ein kleines Spiel zu basteln und ist noch deutlich weiter weg vom Programmieren, als das was @It0101 vorgeschlagen hat 😉
    Scheint leider auf der Homepage ohne App nicht auffindbar zu sein, daher gibt's leider keinen Link.



  • Das Mauszeug oder z.B. Coding Rabbits etc. sind auch nur eingeschränkte Scratch Varianten. Wenn ein Erwachsener Programmierer dabei ist zum Erklären, finde ich die allgemeine Variante besser, da man direkt darauf eingehen kann, was das Kind möchte.



  • Was ist denn mit Logo oder Niki zum Einstieg? Damit sind wir damals jedenfalls angefangen, is aber schon ein Weilchen her 😉



  • Danke für eure Ratschläge und Fragen. Folgendes ist inzwischen passiert: Nachdem die optische Programmierung (Scratch) gut ankam, habe ich mir Lego Mindstorms EV3 genauer angeschaut, denn dort wird ebenfalls mit visueller Programmierung (von Labview) gearbeitet. Ein gebrauchtes Set 31313 im Küpper Sortierkasten ersteigert, und schon geht die Bastelei los. Zunächst haben wir nach Rat von LEGO mit dem TRACK3R begonnen. Dieser Bot ist mit seinem Kettenantrieb (fährt locker über Hindernisse wie Kabel) robust und übersichtlich in der Programmierung, da er zunächst nur Aktoren (zwei große Motoren, ein mittlerer Motor) aktiv einsetzt, und zugleich lustig im Einsatz.

    Zwei Dinge nervten zunächst:

    1. die Übertragung der Hex-Dateien mittels usb-Kabel (Gefummel beim Einstecken am eingebauten Brick) <-- gelöst mittels usb-Bluetooth Dongle "iAmotus Bluetooth Adapter, Wireless USB Adapter 4.0 EDR Plug and Play Dongle Stick" (Koppelung mit V3 Brick klappt mühelos, wenn man weiß, wie man das in Win10 mit dem Plus-Symbol anstößt)
    2. der Kanalschalter der (trist wirkenden) IR-Fernbedienung im EV3 Set <-- abgelöst durch die (modellspezifische) LEGO Commander App für das Smartphone (einfach genial gemacht).

    Nachdem diese lästigen Punkte behoben sind, geht es gut vorwärts. Erst kommt die Programmierung der Aktoren (Steuerung vor/zurück/Kurven/Drehungen/...), dann Schleifen in der Programmierung, jetzt sind wir an den Sensoren. Man muss sich halt als begleitender Erwachsener in die Blöcke einarbeiten. Leider gibt es da keinen Rechtsklick mit Erklärungen. Man findet aber gute Hilfen, wenn man sucht. In Deutsch habe ich allerdings noch nichts gefunden. Toll ist der Geräusch-Editor im Werkzeugkasten. Da kann man mit dem Headset ruckzuck eigene kurze Ansagen aufnehmen und im Klangblock abspielen lassen. Hier suche ich noch Übernahme aus WAV oder mp3.

    Langfristig kann man den EV3 (ARM926EJ-S mit 64 MB RAM und stark erweiterbaren 16 MB Flash) mit vereinfachtem BASIC, JAVA oder Python betreiben, wenn man textuelle Programmierung benötigt. Das ist mit 8 1/2 aber noch einige Zeit weg. An die Sensorenschiene (I²C) kommt man wohl auch ran, die Ports (je 4 für Aktoren und 4 für Sensoren) soll man auch erweitern können. Am Anfang geht es aber um den Einstieg und Abwechslung.

    Das Wichtigste: Man hat zusammen Spaß, kann (Erklär-/Vorführ-Videos drehen, ...). Mein neuer Curved Monitor ist für die optische Programmierung ideal, denn das wird schnell fummelig an zu kleinen Monitoren. "Zeilenumbruch" habe ich noch nicht gefunden. 😉
    ich habe mich bewusst für die HOME-Version entschieden, da sie mehr Spaß bringt als die EDUCATIONAL-Version, mit der Lehrer ihre Schüler belustigen können. Außerdem kann man upgraden. Ich hoffe, dass die Preise fallen, wenn das neue System im August bei LEGO erscheint. Im Roboternetz sieht man dieses eher als Vereinfachung, so dass ich zunächst bei dem ausgereiften EV3 mit großer Community bleibe.

    Nach dem TRACK3R kam jetzt auf Wunsch des Enkels der SPIK3R dran (Skorpion, der krabbelt, zuschnappt und Kugeln - viel Spaß beim Suchen - aus dem Stachel schießt <-- echt genial gelöst von LEGO).

    Schaut euch mal an, was man alles mit EV3 machen kann:
    https://www.youtube.com/watch?v=SBOdGG4sx4w (Lego Mindstorms EV3 Rubik's Cube Solver)



  • Den Gamemaker finde ich gut, aber zu komplex und abstrakt für 8 1/2 Jahre. Das hat noch etwas Zeit.

    Ansonsten habe ich meinen alten Nibo1 (von 2007) wieder aktiviert, sogar mit Atmel Studio 7 und passender Toolchain von 2010 (sonst knallt es am Linker). Jetzt hat die Odometrie versagt, wohl eine kalte Lötstelle. Diese offenen Elektronik-Systeme sind einfach mechanisch nicht ausreichend robust, rasen dann mit Highspeed an die Wand oder unter Schränke und wickeln sich um Bürostuhlrollen. 😁

    Meine drei Asuros, sogar mit klasse Ultraschallsystem, sind wohl zu langweilig, um sie nochmal zu aktivieren. 🤔

    Ich finde die Kombination aus mobiler Hardware und Software ideal für Kids, da sie sonst am Rechner "einfrieren". Mit Bots ist immer Bewegung angesagt, auch für mich. 😎



  • Lego hat meiner Meinung nach halt das Problem, das es für uralte Technik Mondpreise aufruft. Das es auf Infrarot Bedienung und Kabeln basiert, hattest du schon erwähnt, mindestens genauso ärgerlich ist aber die Verwendung normaler Batterien. Und wenn man erweitern will, sind spezielle Teile dann wieder nur in superteuren Sets (inkl. zig Teilen, die man vlt. gar nicht wollte) oder auf dem Gebrauchtmarkt wo es dank Sammlerwert zu noch höheren Preisen kommt. Und weil alles geschlossen ist, hast du auch das Problem, das vlt. auf der nächsten Smartphone Generation in 2-3 Jahren dein EV3 nicht mehr rennt und Lego es nicht mehr weiterpflegt. EV3 ist ja schon uralt und läuft aus. Das neue Modell ist wohl komplett inkompatibel und die Leute fangen schon an das alte Zeug zu horten (siehe z.B. https://www.youtube.com/watch?v=ghCYWMAsJ4U). Eigentlich ein Unding bei einem Spielzeugsystem, wo man über die Jahre tausende Euro investiert hat.



  • @TGGC sagte in Programmieren für 8-/9-Jährige:

    Lego hat meiner Meinung nach halt das Problem, ...

    Ich sehe die gleichen Probleme bei Lego..


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