switch case für einen string



  • @hustbaer
    Naja range based for funktioniert ja auch mit begin und end Konventionen.
    Prinzipiell sehe ich nicht das Problem dass jemand cleveres sich was cleveres ausdenkt 😃
    Also, wem zwingen wir jetzt auf das Proposal zu schreiben mit allem drum und dran? 😛



  • @5cript sagte in switch case für einen string:

    Also, wem zwingen wir jetzt auf das Proposal zu schreiben mit allem drum und dran? 😛

    Ich kann leider gar niemanden zwingen irgendwas zu tun. Aber ich kann ja mal @Columbo hier taggen. Im sehr unwahrscheinlichen Fall dass es ihn ausreichend interessiert und er genug Zeit übrig hat... ich würde ihm auf jeden Fall zutrauen das hinzubekommen.



  • Ich möchte hier mal nach dem Usecase für ein String-Switch fragen.

    Meistens gibt es bessere Lösungen wie z.B. eine Map (oder etwas mapartiges), wo man von dem String auf die gewünschte Funktionalität zeigt.

    Erlaubt man beliebige Klassen, dann wird man auch kaum feststellen können, wann ein neues "string-enum"-Element hinzugefügt wird und an welchen Stellen überall ein case "Neu" fehlt - ich glaube also, dass dies daher auch fehleranfällig wäre.

    Was ich stattdessen viel lieber hätte, wäre eine enum_java_style-Klasse. Ich stelle mir das wie eine normale enum class vor, die aber die Funktionen to_string und value_of hat - hat so ein bisschen Java-Style enums (also ggf. auch mit weiteren Member-Variablen/Funktionen). Die fehlen mir nämlich in C++ und die würden wahrscheinlich auch die Probleme der anderen Poster hier lösen.



  • @wob

    Schau mal hier Magic enum



  • @wob
    Bei switch (string) geht es eher um from_string und nicht um to_string/value_of.

    Und from_string ist halt fummelig zu implementieren wenn es performant sein soll. Speziell wenn man das static initialization order fiasco vermeiden will/muss.

    Natürlich kann man das alles manuell ausprogrammieren. Genau so wie man manuell Funktoren schreiben kann ohne Lambdas. Macht aber keinen Spass und ist ein Haufen Boilerplate Code der nicht nötig wäre.

    Ein switch (T) das mit allen Typen funktioniert die Hashable und Equality-Comparable sind wäre da schon nett.

    Wie oft man es wirklich braucht ist natürlich die Frage. Wenn man low-level Zeugs schreibt wie performante Parser für textbasierte Formate braucht man es aber schon eher oft.



  • Warum sollte man da eigentlich über eine Hastable gehen?

    switch (my_string) {
      case "Wolf": do_a(); break;
      case "Hustbär": do_b(); break;
      default: do_default();
    }
    

    Hashtable scheint sich doch nur zu lohnen, wenn man richtig viele verschiedene Werte hat - die Hash-Berechnung ist ja schließlich nicht kostenlos und ein == ist häufig recht billig. Erfahrungsgemäß kommt "wenige Fälle" häufiger vor als "viele Fälle". Und wenn du jetzt doch sehr viele cases hast, sodass sich ein Hash ggf. lohnen würde, ist dann nicht die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du die case-Werte sowieso irgendwo in einer Datenstruktur zur Verfügung hast und daher gar kein switch/case verwenden würdest?



  • @wob
    Es wäre gut zu wissen wie es in JavaScript umgesetzt ist (zB V8 Engine) oder anderen Sprachen die das erlauben.
    Ist kein 100% Apfel zu Apfel vergleich, aber die haben sie damit auch schon beschäftigt.

    Wär auch ein gutes Thema für ein blogpost mit Performance Tests.


  • Mod

    @hustbaer sagte in switch case für einen string:

    @5cript sagte in switch case für einen string:

    Also, wem zwingen wir jetzt auf das Proposal zu schreiben mit allem drum und dran? 😛

    Ich kann leider gar niemanden zwingen irgendwas zu tun. Aber ich kann ja mal @Columbo hier taggen. Im sehr unwahrscheinlichen Fall dass es ihn ausreichend interessiert und er genug Zeit übrig hat... ich würde ihm auf jeden Fall zutrauen das hinzubekommen.

    https://cplusplus.github.io/EWG/ewg-active.html#71

    Ich denke, die Idee ist sinnvoll. Ich schreib mal den Autor an.



  • @wob sagte in switch case für einen string:

    Hashtable scheint sich doch nur zu lohnen, wenn man richtig viele verschiedene Werte hat - die Hash-Berechnung ist ja schließlich nicht kostenlos und ein == ist häufig recht billig.

    I see your point.

    Für die Performance wäre es vermutlich gut wenn nicht std::hash verwendet würde sondern irgendwas billigeres. Für Strings kannst du z.B. einfach die Länge oder sowas wie size() ^ back() << 16 nehmen. Das ist ausreichend billig zu berechnen und sollte schon einiges bringen. D.h. man bräuchte eine eigenen switch_hash Funktion oder sowas in der Art.

    Und vermutlich wäre es auch gut wenn diese spezielle Switch-Hash Funktion optional wäre, ohne Fallback. D.h. wenn es keine gibt, dann muss der Compiler halt linear-scan machen.

    Man könnte auch überlegen zusätzlich eine switch_id Funktion zu erlauben, mit der Semantik dass switch (x) { case X1: ... gleichbedeutend ist mit switch (switch_id(x)) { case switch_id(X1): .... Das wäre gut für kleine Klassen die komplett & verlustfrei in einen Integer serialisiert werden können. z.B. so Zeugs wie std::chrono::duration.



  • Ich wusste gar nicht, dass das fehlende String-Switch so ein häufiges Problem ist. Ist das wirklich so?
    Vielleicht bin ich nur einfach in der falschen Branche tätig.


  • Mod

    Es waere nicht verkehrt, es als Feature der Sprache zu unterstuetzen. Die Tatsache, dass es noch nicht aufgenommen wurde, bezeugt ja, dass die Nachfrage nicht so riesig ist. Aber ich sehe schon viele Faelle in unserer code base wo wir einen String auf mehrere fixe Werte hin pruefen.



  • @Columbo sagte in switch case für einen string:

    Es waere nicht verkehrt, es als Feature der Sprache zu unterstuetzen. Die Tatsache, dass es noch nicht aufgenommen wurde, bezeugt ja, dass die Nachfrage nicht so riesig ist. Aber ich sehe schon viele Faelle in unserer code base wo wir einen String auf mehrere fixe Werte hin pruefen.

    Sind das dann auch Fälle, wo das wirklich unbedingt nötig ist? Also bei mir ist das Hauptsächlich bei der Auswertung von Konfigurationsdateien der Fall, aber ab da wird im Grunde alles mit enums oder anderweitig behandelt.


  • Mod

    Stringvergleiche sind halt typischerweise Fälle, wo die Werte weder hardcoded sein sollten, noch wo man die Zusatzperformance eines low-level Jumptables bräuchte. Die primäre Semantik von string ist "Zeichenkette mit menschenverständlichem Inhalt", nicht "Sprunglabel". Die primäre Semantik von switch ist "Hochsprachliche Umsetzung dieses speziellen Assemblerkonstrukts, das super-wichtig war, als C neu war", nicht "Mapping von Werten zu Aktionen". Für letzteres ist halt die map das primäre Konstrukt, die auch ganz natürlich mit dynamischen Strings zurecht kommt. Von daher wundert mich nicht, dass das wenig Priorität für die Sprache hat.

    Gewiss wäre der Großteil der Fälle, wo Leute das anwenden möchten, eher Anti-Patterns, die Nutzereingaben mit Codeinterna verknüpfen möchten. Von dem Beispiel hier sehen wir nur sehr wenig, aber allein schon die zwei Zeilen mit dem "male" und "female" riecht danach, als ob hier Business Policy fest in Code gegossen werden soll, was generell eine schlechte Idee ist.



  • Patter matching würde das Problem mit erschlagen.



  • @It0101 sagte in switch case für einen string:

    Ich wusste gar nicht, dass das fehlende String-Switch so ein häufiges Problem ist. Ist das wirklich so?
    Vielleicht bin ich nur einfach in der falschen Branche tätig.

    Ich finde schon, nicht ständigt aber hin und wieder mal. Und ich finde es ist schneller und simpler sichtbar was passiert im Vergleich zu zum Beispiel einer erstellten Datenstruktur wie unordered_map.

    @manni66 sagte in switch case für einen string:

    Patter matching würde das Problem mit erschlagen.

    Interessantes Proposal, die Syntax und das Feature sieht sehr mächtig aus, was mir die Sorge macht dass es sich eher schwerfällig durch den Review Prozess bewegen wird.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Working Group nicht nochmal über die Syntax diskutiert etc.



  • @SeppJ sagte in switch case für einen string:

    Stringvergleiche sind halt typischerweise Fälle, wo die Werte weder hardcoded sein sollten, noch wo man die Zusatzperformance eines low-level Jumptables bräuchte. Die primäre Semantik von string ist "Zeichenkette mit menschenverständlichem Inhalt", nicht "Sprunglabel". Die primäre Semantik von switch ist "Hochsprachliche Umsetzung dieses speziellen Assemblerkonstrukts, das super-wichtig war, als C neu war", nicht "Mapping von Werten zu Aktionen". Für letzteres ist halt die map das primäre Konstrukt, die auch ganz natürlich mit dynamischen Strings zurecht kommt. Von daher wundert mich nicht, dass das wenig Priorität für die Sprache hat.

    Gewiss wäre der Großteil der Fälle, wo Leute das anwenden möchten, eher Anti-Patterns, die Nutzereingaben mit Codeinterna verknüpfen möchten. Von dem Beispiel hier sehen wir nur sehr wenig, aber allein schon die zwei Zeilen mit dem "male" und "female" riecht danach, als ob hier Business Policy fest in Code gegossen werden soll, was generell eine schlechte Idee ist.

    Amen Bruder! 😀



  • Oder man nimmt Pointer auf Strings. Müssen dann halt auch exakt die selben Pointer sein und nicht unterschiedliche Pointer auf gleiche Strings. Aber wofür gibts String Pooling. 😉



  • @SeppJ sagte in switch case für einen string:

    Stringvergleiche sind halt typischerweise Fälle, wo die Werte weder hardcoded sein sollten, noch wo man die Zusatzperformance eines low-level Jumptables bräuchte.

    Typischerweise vielleicht. Gibt aber auch Leute die Parser schreiben.
    (Und ich glaube in dem Satz fehlt ein "weder". EDIT: Sorry, Brainfart, steht eh da, bloss nicht da wo ich es erwartet hatte.)

    Die primäre Semantik von string ist "Zeichenkette mit menschenverständlichem Inhalt"

    Gewagte Aussage. Davon abgesehen: human_readable impliziert nicht !machine_readable.

    , nicht "Sprunglabel".

    False dichotomy.

    Die primäre Semantik von switch ist "Hochsprachliche Umsetzung dieses speziellen Assemblerkonstrukts, das super-wichtig war, als C neu war", nicht "Mapping von Werten zu Aktionen".

    Ebenso gewagte Aussage. Denn die Semantik von switch ist ganz exakt "Mapping von Werten zu Aktionen". Weil das genau das ist was switch macht. Was willst du sonst nehmen? if-Kaskaden? map<ValueType, std::function<...>>? Bitte nicht.

    Für letzteres ist halt die map das primäre Konstrukt, die auch ganz natürlich mit dynamischen Strings zurecht kommt.

    map soll das primäre Konstrukt sein um Werten auf Aktionen abzubilden? Was soll der Vorteil gegenüber switch sein? Dass man einen Haufen Boilerplatecode schreiben muss? Dass Callstacks unübersichtlicher werden?



  • Außer für enum wüsste ich auch keinen sinnvollen Anwendungsfall für switch...case. Alles andere sehe ich als "Magic Numbers" (bzw. "Magic Literals").
    Es ist für mich eindeutig ein "Code Smell" Funktionen mit langen switch...case-Blöcken zu haben - daher präferiere ich dann auch lieber, wie @SeppJ, Mapping-Datentypen.

    Es widerspricht ja auch gängigen OOP-Prinzipien.

    Ich habe mal ein größeres Projekt (mit ein Dutzend Entwicklern) gesehen, da wurden Debug-Konsolenausgaben in einer Datei (weil nur dort Zugriff auf die "virtuelle" Konsole innerhalb einer 3D-Anwendung war) mithilfe einen großes switch...case-Blocks mit mehreren Hundert Zeilen abgehandelt)...


  • Mod

    @hustbaer sagte in switch case für einen string:

    @SeppJ sagte in switch case für einen string:

    Stringvergleiche sind halt typischerweise Fälle, wo die Werte weder hardcoded sein sollten, noch wo man die Zusatzperformance eines low-level Jumptables bräuchte.

    Typischerweise vielleicht. Gibt aber auch Leute die Parser schreiben.

    Und dann hardcodest du die Sprache überall?

    map soll das primäre Konstrukt sein um Werten auf Aktionen abzubilden? Was soll der Vorteil gegenüber switch sein?

    Offenheit.

    Der Rest ist beinahe beleidigend, wo du anderen vermeintlich(!) schlechte Diskussionsweise unterstellst, und dann selber mit komischen Pseudoargumenten kommst.


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