(Wieder mal) Eine Frage zu Bewerbungen
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Hallo allerseits!
Es ist wieder mal soweit: Bewerbungszeit!
Wenn ich mir nun verschiedenste Vorlagen und Tipps (einschließlich die von der Arbeitsagentur) anschaue, fällt mir auf, dass jeder seine Berwerbungen anders formatiert. Bis jetzt hat es immer mit meinen Bewerbungen ganz gut geklappt, trotzdem bin ich erstmal verwirrt und möchte mal hier die Gelegenheit nutzen einige (hoffentlich hilfreiche) nützliche Infos einzuholen. Wenn ich mit Google & Co. nach fertigen Bewerbungsunterlagen suche finde ich nur kilometerweise Seiten die mir Dialer installieren oder anderweitig die Kohle aus der Tasche ziehen wollen
. Hier meine Fragen:1. Welche Schriftgröße (10, 11, 12 Punkt)?
2. Größe der Zeilenabstände (1,5 zeilig)?
3. Schriftart (Times, Arial)
4. Paßfoto auf/an den Lebenslauf ankleben, heften, Fotoecken nehmen, drucken?
5. Seitennummern auf dem tabellarischen Lebenslauf?
6. Sollte man das Schreiben+Kopien in eine Klarsichtfolie, teure Berwerbungsmappe, etc. stecken, heften?Oder kann man es eh alles frei Schnautze machen, hauptsache es sieht ordentlich aus?
Ich bin auf Eure (vielfältigen) Antworten gespannt ...
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zu 1, 2, 3: wichtig ist: gut lesbar! Also so formatieren, daß es auf die Seite passt und nicht gequetscht wirkt. Als Schriftart natürlich Comic Sans.
Für Briefe nehmen die Firmen in der Regel serifenlose Schriften, also Arial.[Das steht übrigens im Gegensatz zum Buchdruck, wo man gerne Times verwendet und die Überschriften in Arial setzt]
4 Paßfoto auf Fotopapier (Druck = wirkt wie wenn Du Geld sparen wolltest), mit so einem doppelseitigem Papper aufkleben (keine Fotoecken, kann rausfallen). In letzter Zeit hört man oftmals, das Foto auf eine eigene Seite in die Mitte zu kleben, nur mit Name und Anschrift, darüber die Position auf die man sich bewirbt. Und nicht in den Lebenslauf quetschen.
5 Seitennummern machen Sinn, wenn man die Blätter einzeln vorliegen hat - aber bei einer Mappe? Eine kleine unauffällige unten in der Mitte wird wohl nicht schaden.
6 Das mit den teuren Bewerbungsmappen halte ich für Humbug. Was viel wichtiger ist: als Leser will ich alles durchblättern können. Wenn Du also Lebenslauf + Zeugniskopien in eine einzige Folienhülle packst, wird das keinen erfreuen. Besser pro Blatt eine Folienhülle. Und das ganze in einen (NEUEN) und (SAUBEREN) Schnellhefter mit Klarsichtdeckel, oberstes Blatt ist dann Dein Foto + Name + gewünschte Position.
Das Anschreiben kommt nicht in die Mappe rein, das wird oftmals in andere Kanäle wanderen als die Mappe. Außerdem kommt da ein Eingangsstempel drauf, also nicht in eine Folie.
Ich habe bisher jede Stelle mit einem normalen Plastischschnellhefter bekommen, von wegen Büffelleder-Bewerbungsmappe.

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Hallo,
ich bin gerade auch dabei, Bewerbungen zu schreiben. Ich kann dir natürlich keine handfesten Tipps geben, die dir garantiert weiterhelfen, aber darauf kann ich antworten:
F98 schrieb:
Oder kann man es eh alles frei Schnautze machen, hauptsache es sieht ordentlich aus?
Meiner Meinung nach ja, es gibt natürlich gewisse Grundregeln, aber wenn sich jeder fest an irgendwelchen Vorgaben orientieren würde, sähen ja alle Bewerbungen gleich aus. Ein Bewerbungsfoto allerdings klebt man immer auf, niemals mit einer Heftklammer oder sowas festmachen!
Welche Schriftgröße (10, 11, 12 Punkt)?
Ich nehme immer 11.
Größe der Zeilenabstände (1,5 zeilig)?
Find ich persönlich superhässlich....
Schriftart (Times, Arial)
Ich nehme Garamond, aber das ist wohl wirklich Geschmackssache....
Ich kann dir das Buch hier empehlen:
Die perfekte Bewerbungsmappe | ISBN: 3821838647
Dort sind Beispiele, und ich hab ein paar Ideen daraus erhalten. Leider hab ich bisher noch keinen Bescheid, wie die angekommen sind, aber ich persönlich finde sie recht gut gelungen.
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bueffelleder? uff.. gibts sowas ? *g*
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Achso, nochwas:
Mir ist aufgefallen, das einige ihren Lebenslauf aufteilen, d.h. schulischen und beruflichen Werdegang usw. durch eine extra Überschrift trennen. Meiner Meinung nach führt das aber dazu, dass man den Lebenslauf inhaltlich "zerpflückt". Ich schreib immer alles hintereinander weg. Was ist nun richtig?
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ich habe mir angwöhnt, das ganz anders zu machen.. aber das ist ev. was für ältere..

die neuesten projekte am anfang.. und dann rückwärts das leben durch...
nur die stammdaten wie name, geburt, schulabschluß, hochschulabschluß auf ein anfangsblatt.
aber das ist ev. nur nötig, wenn man einen chaotischen lebensweg eingeschlagen hat.
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Das wichtigste (muß leider betont werden): Sorgfalt, Seriösität, und sich auf die "Zielfirma" einstellen.
Ich will möglichst schnell eine Entscheidung treffen können: kommst Du in Frage oder nicht? Schau dir einfach das erste Blatt an: was erfahre ich über Dich in 30 Sekunden?
Ob deine Bewerbung den "neuesten Standards" entspricht, ist ehrlich gesagt reichlich egal (du bewirbst dich schließlich nicht als Sekretärin, und im besten Fall ist der Lesende 40 und hält so gar nix von dem neumodischen Kram.) Im Zweifel rate ich zur formelleren, altmodischeren Variante, damit verdirbt man sich weniger. Wenn man sich grobe Schnitzer verkneift (wie z.B. zu einer Bewerbung für einen Visual C++ - Job "Micro$oft" zu schreiben), und einen soliden Eindruck hinterläßt, hat man die "Ersteindruckshürde" schon genommen. Und dann zählen bei einem Techie-Job "Hard Skills".Ich freu mich, wenn ich mir auf der ersten Seite einen Überblick verschaffen kann - Bild, Alter, Abschluß, letzter Job (insofern ist das "rückwärts" ganz nett). Hierfür kann man mit Font und Zeilenabstand evtl. noch variieren, 11.12 mit 1.25-1.5 Zeilenabstand ist so "das übliche".
Wie groß ist die Firma - gibt es einen Personaler, an dem man erstmal "vorbei" muß? Große mehr Wert legen auf formelles, ordentlichen Abschluß usw. Bei kleinen liest die Bewerbung meist gleich dein zukünftiger Chef oder Kollege - der hat wenig Zeit, aber schert sich auch nicht um Serifen.
Hat die Firma eine bevorzugte Bewerbungsmethode angegeben? e-mail, Online-Formular, Telefon, oder "klassisch"? Wenn keine Telefonnummer angegeben ist, würd ich auch nicht unbedingt anrufen.
Dein zukünftiger Chef, der früher oder später zu Rate gezogen wird, will auf jeden Fall wissen, wie Du ins Team reinpaßt - also deine Persönlichkeit. Bei einer kleineren Firma ist es schon sinnvoll, gleich zu Anfang eine eigene Website oder nicht-jobrelevante Hobbies / Erfolge zu nennen.
Für "Frischlinge" ist es ja eher schwierig, genug zusammenzubekommen - aber bitte nicht alles aufzählen, wovon man schon mal was gehört hat. Besonders bei Mischstudiengängen frage ich mich, was der Bewerber richtig kann. Hier ist wichtiger: Was ging über die Abschluß-Pflichten hinaus? Arbeitest du 9-5 und gehst dann zu deiner Oboe heim, oder hängt dein ganzes Herzblut an 3D-Grafiken? Selbst wenn das nichts mit der Stellenausschreibung zu tun hat, gibt das Informationen auf die Arbeitsweise.
Offenheit und Ehrlichkeit. Ehrlich "kann ich nicht" zu sagen ist immer noch besser als sich durchzuschummeln. Natürlich muß man nicht gleich alles auftischen, was einen nur reinreitet. Aber "Überraschungen" sollten vor dem Vorstellungsgespräch ausgeräumt sein.
Oh.. Und viel Glück!
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Noch ein paar mehr Einblicke von der "anderen Seite":
Joels "Guerillia guide"(zwar schlägt er wie immer manchmal etwas über die Stränge, aber recht hat er)
@elise:
So nen "chaotischen" Lebenslauf hinter dir?
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Ok. Danke erstmal an alle für die Tipps.
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Marc++us schrieb:
Paßfoto [...] mit so einem doppelseitigem Papper aufkleben
Ist es wichtig, dass das Foto abgelöst werden kann (damit der Personaler es an's Anschreiben anheften kann oder so)? Ein Deckblatt (Fotopapier) mit direkt aufgedrucktem Foto (nebst Überschrift und Adresse) tut es nicht?
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Das mit dem Ablösen ist nicht wichtig, ich habe das mit dem doppelseitigen Papper nur gesagt, weil ich schon so Helden gesehen habe, bei denen dann der Uhu durch das Papier schlug und die Seiten dahinter verklebt hat.

Kein Witz. Es gibt - buchstäblich - nichts, was es nicht gibt. Was man manchmal an Bewerbungsmappen sieht ist völlig unfassbar.
Neulich hatten wir hier den Lacher des Tages... da kam ein Anschreiben, das war ein Word-Serienbrief, und dort wo die Firmennamen stehen sollten stand überall nur "Serienbriefelement nicht gefunden!" im Brief. Und das hat er so rausgeschickt. Total geil.
Oder Unterlagen, bei denen ein Posteingangsstempel von einer anderen Firma drauf ist.
Ich denke das mit dem Fotopapier ist auch ok... es ging nur darum, daß man das Foto nicht mit flauen Farben in den Lebenslauf reindruckt.
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In der Bild am Sonntag waren auch einige schlechte Beispiele. Ich weiss zwar nicht, wie ernst man das nehmen kann, aber vorstellen kann ich mir das schon. Und manche Leute wundern sich, wieso sie nach 120 Bewerbungen immer noch kein Vorstellungsgespräch hatten.
Marc++us schrieb:
...Firmennamen stehen sollten stand überall nur "Serienbriefelement nicht gefunden!"
Den würd ich fast noch einladen und mal gucken, was das für einer ist...

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"Serienbriefelement nicht gefunden!"
Der brauchte wahrscheinlich 'ne Ablehung fürs Arbeitsamt

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Mal ne Frage: Was kosten denn Bewerbungsfotos?! Ich hatte vorher immer so 10-15 Euro für 6 Stück bezahlt. Allerdings hab ich gerade welche gesehen, die mir viel besser gefielen, kosteten aber 50 Euro, und dann nur 4 Stück. Ist das normal, oder überteuert? Was zahlt ihr denn so für Fotos?
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peterchen schrieb:
@elise:
So nen "chaotischen" Lebenslauf hinter dir?chaotisch ist gar kein ausdruck. und es wird nicht besser. zum glück

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Marc++us schrieb:
Und das ganze in einen (NEUEN) und (SAUBEREN) Schnellhefter ...
Ist das nicht ne Selbstverstaendlichkeit?

mfg
v R
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virtuell Realisticer schrieb:
Marc++us schrieb:
Und das ganze in einen (NEUEN) und (SAUBEREN) Schnellhefter ...
Ist das nicht ne Selbstverstaendlichkeit?

NEIN.
Es gibt doch Prospekte, die in Schnellheftern verschickt werden. Nun, darauf steht oftmals auch der Firmenname aufgedruckt... oder auf der Rückseite ist ein Aufkleber mit der Adresse.
Nun, schlaue Leute nehmen einen solchen Hefter (wohl um 70 Cent zu sparen) und verwenden ihn für ihre Bewerbung. Der Aufkleber wird dann halb runtergefetzt und zerrissen, vorne prangt dann noch "Meier Sanitärtechnik" auf dem Hefter - und so wird das Teil verschickt.
Auch schon gesehen.

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Marc++us schrieb:
virtuell Realisticer schrieb:
Marc++us schrieb:
Und das ganze in einen (NEUEN) und (SAUBEREN) Schnellhefter ...
Ist das nicht ne Selbstverstaendlichkeit?

NEIN.
Es gibt doch Prospekte, die in Schnellheftern verschickt werden. Nun, darauf steht oftmals auch der Firmenname aufgedruckt... oder auf der Rückseite ist ein Aufkleber mit der Adresse.
Nun, schlaue Leute nehmen einen solchen Hefter (wohl um 70 Cent zu sparen) und verwenden ihn für ihre Bewerbung. Der Aufkleber wird dann halb runtergefetzt und zerrissen, vorne prangt dann noch "Meier Sanitärtechnik" auf dem Hefter - und so wird das Teil verschickt.
Auch schon gesehen.

Krass, sowas wuerde mir nicht mal im Traum einfallen. Das waere mir viel zu
peinlich sowas wegzuschicken.Also es gibt Dinge, da fragt man sich doch was die Leute sich dabei denken,
wahrscheinlich denken sie gar nichts...mfg
v R
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elise schrieb:
es wird nicht besser. zum glück
kenn ich irgendwoher

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Hallo,
ich will ja nicht nerven, aber ich fürchte dass das untergegangen ist:
Mal ne Frage: Was kosten denn Bewerbungsfotos?! Ich hatte vorher immer so 10-15 Euro für 6 Stück bezahlt. Allerdings hab ich gerade welche gesehen, die mir viel besser gefielen, kosteten aber 50 Euro, und dann nur 4 Stück. Ist das normal, oder überteuert? Was zahlt ihr denn so für Fotos?
Kann einer was dazu sagen? Wollte jetzt nicht extra nen neuen Thread aufmachen....
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50 Euro, und dann nur 4 Stück
klingt überteuert
die mir viel besser gefielen
aber scheint ja einen grund zu haben.
Für meinen Geschmack genügt ein normales Paßfoto - es sei denn, deiin Bild weckt Vorurteile die ein guter Photograph kaschieren kann (was ich nicht glaube). Aber ich hab auch nie in meinem Leben eine Bewerbungsmappe zusammengestellt

Kommt wohl auch darauf an, als was Du Dich bewirbst. Für Handlungsreisenden ist ein gelungenes Bewerbungsfoto sicher wichtiger als für ein Kabeläffchen.