Der grosse Deutschtest?



  • Bashar: Wenn man bei Verbindungen wie z.B. aus lang und gezogen das erste Wort steigern kann oder ganz, sehr und son Zeug davor setzen kann, schreibt man es auseinander. Ausnahmslos schreibt man auseinander, wenn das Adjektiv auf -ig, -lich oder -isch endet. 🕶 Machen wir grad in Deutsch *kotz*



  • Heißt es denn nach neuer Rechtschreibung "Kommas" anstatt "Kommata" ?
    Die fragen öfter in der Sendung "Wieviele Kommas fehlen in folgenden Satz?" u.ä. .



  • 'Kommas' und 'Kommata' ist egal...beides richtig...



  • Genau! Jeder, der mitten in einem seiner Praktikas krank wird, muß dann auch Antibiotikas nehmen- damit er auch die richtigen Antibiotikas bekommt, muß der Apotheker in einem seiner Lexikas nachschlagen. Logisch, oder? 🤡

    Wenn wirklich "Kommas" der Plural von "Komma" sein soll, bestärkt mich das nur noch in meiner Ablehnung dieser Reform gegenüber.



  • CME386 schrieb:

    Wenn man bei Verbindungen wie z.B. aus lang und gezogen das erste Wort steigern kann oder ganz, sehr und son Zeug davor setzen kann, schreibt man es auseinander.

    schwarz malerei (schwarz gemalt)?
    früher gabs nen unterschied zwischen schwarzgemalt und schwarz gemalt. und als regel reichte die betonung aus. das mit dem steigern ist schwachsinn. erstens kann man farben nicht steigern, zweitens können die freaks unter uns das doch.
    lang gezogen - länger gezogen.
    langgezogen - längergezogen.
    braungebrannt - braunergebrannt. oh, brauner gebrannt, deshalb braun gebrannt.
    ok, ich bin ein schwarzfahrer. mein kompel auch, doch er fährt schwärzer. er ist ein schwarz fahrer.
    hahaha!



  • volkard schrieb:

    früher gabs nen unterschied zwischen schwarzgemalt und schwarz gemalt. und als regel reichte die betonung aus.

    Das ist eigentlich das Hauptargument: Die Betonung wird durch neue Schreibregeln als etwas hingestellt, das nichts mit der Schreibweise zu tun hat, und auch einige neue Zeichensetzungsregeln weisen dahin, daß Betonung und Schreibung nichts miteinander zu tun hätten.



  • absolute_beginner schrieb:

    Wenn wirklich "Kommas" der Plural von "Komma" sein soll, bestärkt mich das nur noch in meiner Ablehnung dieser Reform gegenüber.

    Es war schon vor der Rechtschreibreform so, dass beide Schreibweisen richtig waren.



  • Reformen sind immer gut! IMMER!

    Die neue Rechtschreibung ist zwar nicht perfekt, aber besser als die alte.



  • Abbadon schrieb:

    Reformen sind immer gut! IMMER!

    Es sei denn sie kommen von der SPD 😉



  • SG1 schrieb:

    absolute_beginner schrieb:

    Wenn wirklich "Kommas" der Plural von "Komma" sein soll, bestärkt mich das nur noch in meiner Ablehnung dieser Reform gegenüber.

    Es war schon vor der Rechtschreibreform so, dass beide Schreibweisen richtig waren.

    Tortzdem ist "Kommas" nach wie vor nicht der Plural von "Komma", sondern nur einer von zwei- der zweite Plural lautet natürlich "Kommata". Ich hatte gedacht, daß jetzt "Kommas" der einizige wäre...



  • Abbadon schrieb:

    Die neue Rechtschreibung ist zwar nicht perfekt, aber besser als die alte.

    Aber an ihrem eigenen Anspruch scheitert sie wohl deutlich, oder?



  • absolute_beginner schrieb:

    volkard schrieb:

    früher gabs nen unterschied zwischen schwarzgemalt und schwarz gemalt. und als regel reichte die betonung aus.

    Das ist eigentlich das Hauptargument: Die Betonung wird durch neue Schreibregeln als etwas hingestellt, das nichts mit der Schreibweise zu tun hat, und auch einige neue Zeichensetzungsregeln weisen dahin, daß Betonung und Schreibung nichts miteinander zu tun hätten.

    ??? In Deutschland existieren auch Aussprache und Schriftsprache schon immer unabhängig voneinander, es gibt keine regionalfreie Aussprache, weswegen auch die Regelung mit den 'kurzen' und 'langen' Vokalaussprachen nicht funktioniert (funktionieren kann). Geschoss oder Geschoß? Spaß? Spass? Und keine dieser Aussprachen ist "falsch", es gibt schlicht und ergreifend keine "hochdeutsche" Aussprache. Es gibt Regeln, wie auf der Bühne gesprochen werden sollte, oder wie man Deutsch im Ausland unterrichtet.

    Das Problem mit der neuen getrennt Schreibung ist, dass man sie sich eben nicht in den lese Fluß ein fügt und stört. (Das Problem mit der Reform hin gegen ist, dass jeder meint, sich daran halten zu müssen.)



  • Daniel E. schrieb:

    ??? In Deutschland existieren auch Aussprache und Schriftsprache schon immer unabhängig voneinander, es gibt keine regionalfreie Aussprache, ...

    ok, mir reichte die regel. aber sie war ja auch nur ne schülerverarsche, um die WAHRE regel nicht kundtun zu müssen. die zusammenschreibung wirklt als klammer, die aus "rad fahren" ein neues wort "radfahren" baut, an das man gut neue bedeutungen hängen kann. "radfahren" zu schaffen ist notwendig, weil so viel radgefahren wird. erlaubt man das nicht, wird halt sofort gecyclet und gebiket. aber her müssen die fachausdrücke.

    (Das Problem mit der Reform hin gegen ist, dass jeder meint, sich daran halten zu müssen.)

    jo, das ist das eigentliche problem. würden die leute, die schreiben können, auch mal eigene schreibweisen proben (hin gegen statt hingegen läßt irgendwie den wortbestandteil "gegen" stark hervortreten, was sehr gut in diesen satz passt, nette idee von dir), könnte sich die schriftsprache sogar gut entwickeln und reformfehler einfach ignorieren.



  • Man kann doch so wie so schreiben, wie man will. Der Duden ist doch nur für Ämter und Behörden bindent. 🙄



  • Luckie schrieb:

    Man kann doch so wie so schreiben, wie man will. Der Duden ist doch nur für Ämter und Behörden bindent. 🙄

    manche scheinen aber den eindruck zu haben, ins gefängnis zu kommen, wenn sie absichtlich was "falsch" schreiben.
    man kann nicht schreiben, wie man will, wenn man in der schule ist! und was hänschen lernt, glaubt der hans.



  • Die durch den Duden gegebenen Regeln sind eine gemeinsame Basis. Wenn jeder meint, er könne andere Regeln nutzen, dann haben wir bald ein Durcheinander, v. a. kommen dann immer unleserlichere Schreibstile dabei heraus. Ich gebe ja gerne zu, daß ich mich auch nicht immer an den Duden halte, aber meine Schriften kann jeder verstehen, wenn aber volkard wirklich so Bücher schreibt wie er hier postet, dann hätte ich z. B. große Schwierigkeiten damit. Man kann alles zum Ausdruck seiner persönlichen Freiheit mißbrauchen, aber bitte nicht die deutsche Sprache...



  • absolute_beginner schrieb:

    Die durch den Duden gegebenen Regeln sind eine gemeinsame Basis. Wenn jeder meint, er könne andere Regeln nutzen, dann haben wir bald ein Durcheinander, v. a. kommen dann immer unleserlichere Schreibstile dabei heraus.

    aber wenn sich jeder krampfhaft an den duden hält, können nützliche wörter wie "handy" und "festplatte" niemals in selbigen aufgenommen werden!
    warum willste die sprache nicht leben lassen?



  • volkard schrieb:

    aber wenn sich jeder krampfhaft an den duden hält, können nützliche wörter wie "handy" und "festplatte" niemals in selbigen aufgenommen werden!
    warum willste die sprache nicht leben lassen?

    Ich habe mich doch nicht auf den Wortschatz bezogen, oder? Ich habe meine Meinung zu neuen Wörtern (und "Handy" finde ich nicht wirklich nützlich), aber was in den Duden an Wortschatz aufgenommen wird, ist ja nicht meine Sache. Mir geht es primär um Orthographie und Interpunktion.



  • absolute_beginner schrieb:

    volkard schrieb:

    aber wenn sich jeder krampfhaft an den duden hält, können nützliche wörter wie "handy" und "festplatte" niemals in selbigen aufgenommen werden!
    warum willste die sprache nicht leben lassen?

    Ich habe mich doch nicht auf den Wortschatz bezogen, oder? Ich habe meine Meinung zu neuen Wörtern (und "Handy" finde ich nicht wirklich nützlich), aber was in den Duden an Wortschatz aufgenommen wird, ist ja nicht meine Sache. Mir geht es primär um Orthographie und Interpunktion.

    für sowas gilt meine argumentation entsprechend.

    beispiele:

    "?!" als kennzeichnung von als ausrufen verwendeten fragen.
    "bist du denn des wahninns?!"

    satzzeichen innerhalb von sätzen direkt vor kommata.
    beispiel fällt mir gerade nicht ein, aber in den letzten tagen hab ich's mal gemacht.

    satzende mit ....
    konsequenterweise schließt die auslassung mit ... am satzende nicht das satzendezeichen ein.
    ich packe in meinen koffer cola, bier, limo....
    mit rufzeichen wäre es ja
    "ich packe in meinen koffer cola, bier, limo...!"
    und die alte schreibe mit bloß ... statt .... wäre inkonsequent (und imho ist sie eh schwer zu lesen).

    syntaktische klammern.
    wm es bei worten wie "mädchenhandelsschule" zu unsicher ist, sich drauf zu verlassen, daß der leser "mädchenhandels-schule" richtig interpretiert, darf syntaktische klammern setzen: {mädchenhandles}schule. ist auch oft sinnvoll, wenn man sich mit nebensätzen verschachtelt hat und nicht redesignen will.



  • absolute_beginner schrieb:

    volkard schrieb:

    früher gabs nen unterschied zwischen schwarzgemalt und schwarz gemalt. und als regel reichte die betonung aus.

    Das ist eigentlich das Hauptargument: Die Betonung wird durch neue Schreibregeln als etwas hingestellt, das nichts mit der Schreibweise zu tun hat, und auch einige neue Zeichensetzungsregeln weisen dahin, daß Betonung und Schreibung nichts miteinander zu tun hätten.

    *hüstel* Heute gibt es auch noch einen Unterschied zwischen schwarzgemalt und schwarz gemalt. Und die Betonung beeinflusst auch die Rechtschreibung. Siehe zum Beispiel vorher (-) sagen.


Anmelden zum Antworten