Der grosse Deutschtest?
-
volkard schrieb:
aber wenn sich jeder krampfhaft an den duden hält, können nützliche wörter wie "handy" und "festplatte" niemals in selbigen aufgenommen werden!
warum willste die sprache nicht leben lassen?Ich habe mich doch nicht auf den Wortschatz bezogen, oder? Ich habe meine Meinung zu neuen Wörtern (und "Handy" finde ich nicht wirklich nützlich), aber was in den Duden an Wortschatz aufgenommen wird, ist ja nicht meine Sache. Mir geht es primär um Orthographie und Interpunktion.
-
absolute_beginner schrieb:
volkard schrieb:
aber wenn sich jeder krampfhaft an den duden hält, können nützliche wörter wie "handy" und "festplatte" niemals in selbigen aufgenommen werden!
warum willste die sprache nicht leben lassen?Ich habe mich doch nicht auf den Wortschatz bezogen, oder? Ich habe meine Meinung zu neuen Wörtern (und "Handy" finde ich nicht wirklich nützlich), aber was in den Duden an Wortschatz aufgenommen wird, ist ja nicht meine Sache. Mir geht es primär um Orthographie und Interpunktion.
für sowas gilt meine argumentation entsprechend.
beispiele:
"?!" als kennzeichnung von als ausrufen verwendeten fragen.
"bist du denn des wahninns?!"satzzeichen innerhalb von sätzen direkt vor kommata.
beispiel fällt mir gerade nicht ein, aber in den letzten tagen hab ich's mal gemacht.satzende mit ....
konsequenterweise schließt die auslassung mit ... am satzende nicht das satzendezeichen ein.
ich packe in meinen koffer cola, bier, limo....
mit rufzeichen wäre es ja
"ich packe in meinen koffer cola, bier, limo...!"
und die alte schreibe mit bloß ... statt .... wäre inkonsequent (und imho ist sie eh schwer zu lesen).syntaktische klammern.
wm es bei worten wie "mädchenhandelsschule" zu unsicher ist, sich drauf zu verlassen, daß der leser "mädchenhandels-schule" richtig interpretiert, darf syntaktische klammern setzen: {mädchenhandles}schule. ist auch oft sinnvoll, wenn man sich mit nebensätzen verschachtelt hat und nicht redesignen will.
-
absolute_beginner schrieb:
volkard schrieb:
früher gabs nen unterschied zwischen schwarzgemalt und schwarz gemalt. und als regel reichte die betonung aus.
Das ist eigentlich das Hauptargument: Die Betonung wird durch neue Schreibregeln als etwas hingestellt, das nichts mit der Schreibweise zu tun hat, und auch einige neue Zeichensetzungsregeln weisen dahin, daß Betonung und Schreibung nichts miteinander zu tun hätten.
*hüstel* Heute gibt es auch noch einen Unterschied zwischen schwarzgemalt und schwarz gemalt. Und die Betonung beeinflusst auch die Rechtschreibung. Siehe zum Beispiel vorher (-) sagen.
-
CME386 schrieb:
*hüstel* Heute gibt es auch noch einen Unterschied zwischen schwarzgemalt und schwarz gemalt.
echt? das wäre toll. (inzwischen hat das der hauseigene deutschlehrer hier bestätigt).
ich bezog mich aufWenn man bei Verbindungen wie z.B. aus lang und gezogen das erste Wort steigern kann oder ganz, sehr und son Zeug davor setzen kann, schreibt man es auseinander. ...
das klang für mich wie eine erschöpfende regelung (isses aber nicht, ich habe da falsches aufgefast.), aber sie hat "schwarzgemalt" abgeschafft, weil "schwarz" nimmer steigerbar ist.
(die kombo ".)," ist doch bestimmt auch nicht erlaubt, oder?)
-
mal zwischengefragt:
Warum heißt es eigentlich immer Reform, wenn es um Dinge geht, die voran gebracht werden sollen?
Damals wurden Dinge als Fehler markiert, die heute richtig sind.
Im Nachhinein werden die Noten deswegen jedoch nicht angepaßt.Wurde aufwändig schon immer mit ä geschrieben?
Es beißt mir in den Augen! Aufwändungen schreibt man dann auch so?Papa, da steht eine Woge.
- Das ist eine Waage.
Darf ich mich mal waagen?
- Das heißt doch wiegen (wägen passt jetzt schlecht zum Witz)
Papa, ich habe mich gewiegt.
- Aber das heißt doch gewogen.
Also, ist es doch eine Woge.Wann hat der Kleine recht?
-
Bitsy schrieb:
Wurde aufwändig schon immer mit ä geschrieben?
Es beißt mir in den Augen! Aufwändungen schreibt man dann auch so?aber passt es nicht sehr hübsch zu "aufwand"?!
- Das heißt doch wiegen (wägen passt jetzt schlecht zum Witz)
so leid es mir tut, aber konsequent ist nur "wäägen".
-
übrigens kommt "zeit vergäuden" von "eine wahnsinns gaudi haben, statt was nützliches zu tun".
also immer schön vergäuden mit ä schreiben.
-
Das ist aber gewagt.
-
volkard schrieb:
Bitsy schrieb:
Wurde aufwändig schon immer mit ä geschrieben?
Es beißt mir in den Augen! Aufwändungen schreibt man dann auch so?aber passt es nicht sehr hübsch zu "aufwand"?!
Ebenso ist möglich, daß es sehr hübsch zu "aufwenden" paßt.
Warum nicht "Maschiene" schreiben- das paßt doch hübsch zu "Schiene".

Es hieße übrigens auch "der Hund ball", nicht "der Hund bellte".
-
Heißt doch aber "aufwänden" jetzt. Das konnte keiner abwenden.
Kommen wir nun zu dem Ursprung von Anwendung... *grins*