Atomausstieg



  • Atomenergie muss zur Zeit noch sein.
    Aber wir freunen uns nur so lange daran, solange es nicht Bum macht. Ein Risiko ist immer dabei (auch Sabotage/Terroranschlag). Und mit dem radioaktiveb Müll, den die Anlagen Produzieren, werden sich noch etliche Generationen rumschlagen müssen.

    Also : Atomstrom ist keinesfalls gut, aber leider gibt es im Moment noch keine Alternative.


  • Mod

    Ich hab dafür nen extra Thread aufgemacht damit eben nicht zwischendurch über Politik diskutiert wird, naja egal 😃

    Die Probleme an der Atomenergie sind ja folgende:

    - Wohin mit dem atomaren Restmüll?
        -> In Forschung investieren
        -> Müll in wenigen großen Lagern platzieren damit die verstrahlten Bereiche möglich gering bleiben
    
    - Super-GAU?
        -> In sichere Atomkraftwerke investieren
        -> Fortschrittliche Technik verwenden
    

    Umweltunfreundlich sind zB die gutmütigen Wasserkraftwerke, die in China sollen sogar ganze Landstriche unter Wasser setzen.

    Ein guter Konsens zwischen verschiedenen Energiequellen ist imho das Beste. Wer da potentielle Möglichkeiten komplett auslässt ist selbst schuld.

    Trotzdem, ich bin gegen AKWs wie zB Temelin in unserem Nachbarstaat Tschechien. Veraltete Technik und veraltetes Material ist sicherlich nicht dere Schlüssel zum Erfolg.

    MfG SideWinder



  • Windalf schrieb:

    pro Atomenergie... 👍
    vor allen dingen sollte Geld für Forschung Investiert werden, die Halbwertszeit der lange strahlenden Enprodukte zu verringern,

    Könnte man dann auch gleich Geld in die Erforschung der Reduzierung der Erdschwerkraft steken? Tut immer so weh beim Hinfallen. 🙄

    was die Grünen ja bisher zu verhindern wussten

    Gott sei dank. Das Uran eine Halbwertzeit von x Jahren hat, ist ein Naturgesetz, viel Spass beim Ändern selbigens.


  • Mod

    Aha die ersten Chemiker treffen ein.

    Es geht bei der Forschung nicht um die Reduzierung von Tatsachen sondern um Ideen den atomaren Restmüll möglichst umweltfreundlich zu "entfernen".

    Da wäre zB:

    -> Möglichst viel Energie aus dem Teil rausholen und den Brennstab nicht schon nach Verbrauch der Hälfte austauschen

    -> Forschungen die Brennstäbe mit irgendetwas zu vermengen, so dass sie nicht mehr strahlen.

    etc.

    Irgendetwas eben, was die Brennstäbe ungefährlich macht.

    MfG SideWinder



  • @Lukie
    bevor du blöde antwortest erst das hirn einschalten... Ich habe nicht gesagt das man die Halbwertszeit eines bestimmten Isotops verändern kann... aber man kann das isotop in andere kürzerstrahlende Isotpe zerschiessen...



  • Atomkraftwerke sind ihmo nicht Zukunftsfähig.
    Die bekannten Uran Quellen halten noch ca. 130 Jahre. Danach müsste man ärmere vorkommen abbauen, wodurch die Umwelt allerdings noch mehr belastet würde. Wenn nun die Schwellenländer auch noch afangen mehr AKWs zu bauen, gehen die Uran Quellen natürlich immer schneller zur Neige.
    Es müssen also dringend neue - und ungefährlichere natürlich - Energiequellen erschlossen werden.



  • Windalf schrieb:

    @Lukie
    bevor du blöde antwortest erst das hirn einschalten... Ich habe nicht gesagt das man die Halbwertszeit eines bestimmten Isotops verändern kann... aber man kann das isotop in andere kürzerstrahlende Isotpe zerschiessen...

    Danke, beleidigend kann ich auch werden. Habe es aber nicht nötig. 🙄



  • Danke, beleidigend kann ich auch werden. Habe es aber nicht nötig

    also wenn dein vorheriger Post keine Verarschung sein sollte fress ich ja nen Besen...

    Aber OK ich biete dir natürlich ein virtuelles Bier zur Versöhnung an... war ein wenig zu unfreundlich von mir...

    Gruss Windalf



  • na ja, die meisten von euch sind wohl gerade so um tschernobyl rum geboren worden, oder waren kleine kinder, die im regen gespielt haben.

    ich selbst hatte damals sorgen gehabt umd ein gerade hier im haus frisch angekommenes baby und einige kinder im freundinnenkreis... was sollen die nun essen, was kann man noch geben?
    es gab keine milch mehr. die hmilch von vor der katastrophe war zu schnell aufgebraucht.
    jogurth, käse.. alles nicht genießbar.

    dauernd saugen, fenster zulassen, die ganzen spielplätze waren nicht betretbar. über die nächsten zwei jahre musste überall in den kindergärten und auf den spielplätzen der sand ausgewechselt werden.

    und was mit den ängsten... ihr, die ihr im regen gespielt habt. was wird mit euch später?

    ich war immer gegen diese energie. immer. man hätte die forschung von anfang an woanders hin wandern lassen können. aber die großen hatten ihr geld auf dieser seite.

    na ja, ich streite mich nicht. wer damals noch nicht denkend dabei war, kann es wohl kaum nachvollziehen, was für ein wahnsinn da über uns kommt.

    manchmal hatten wir ein schlechtes gewissen, weil den kindern aus unserer hand schokolade gegeben wurde, und wir nicht wußten, ob sie von vor der katastrophe, oder woher auch immer war.
    die einzige chance war damals, sachen aus anderen kontinenten zu kaufen.
    es gab viele leute mit kindern, die gegangen sind. wenn man die chance hatte.
    die meisten mussten bleiben. wohin hätten wir gehen sollen?

    so long



  • Glicks. Wars so schlimm, elise ? 😕

    Ich war damals 7, kann mich aber nicht daran erinnern, dass man irgendetwas nicht bekam oder essen konnte ?! Bin ich nun verstrahlt 😕



  • @elise: klar war das kagge, aber damit Du so etwas verhindern kannst, müssten zuerst diese Länder aus der Atomenergie aussteigen. Das was da passiert ist, passiert nun nicht gerade in D. oder einem anderem westlichem Land. Die Katastrophe war ja schon Monatelang vorher abzusehen.



  • 🙄
    sicher?

    wenn ich mir das zweitälteste atomkraftwerk deutschlands, in beverungen, anschaue.. uff, da möchte ich nicht geboren sein.

    ist erst vor ein paar wenigen jahren aus dem netz genommen worden. hat eine menge risse, so wird gemunkelt.

    die leute da tun im abwasser fischen (habe ich ernsthaft gesehen) und die kühe weiden genau vor dem ding.

    no. hier ist es nicht besser. wer das glaubt, denkt falsch.



  • SideWinder schrieb:

    Irgendetwas eben, was die Brennstäbe ungefährlich macht.

    MfG SideWinder

    Dafür gibt es die Transformation.

    Ist nur ein bischen Energieaufwendig aber die Kernfusion wirds schon richten. 😉



  • Die hohen Energiekosten der Transformation ist übrigens der Hauptgrund
    warum man auf Atomenergie verzichten sollte.

    Denn wenn man den Atommüll mit der Transformation entsorgen will, dann steckt
    man mehr Energie in die Transformation als man damals für die Spaltung herausbekommen hat. -> hängt alles mit dem Wirkungsgrad ab und der ist momentan bei der Transformation sau schlecht.

    Und wenn man den Atommüll nicht Transformiert dann muß man ihn auf tausende von Jahren lagern. -> Das ist auch Unfug.

    Das wären so die Hauptgründe die gegen die Kernspaltung sprechen.

    Ein weiterer wäre, das das Uran viel zu schade ist hier auf der Erde verheizt zu werden, denn die Kernspaltung bietet sich als eine der wenigen Energiequellen
    auch für die Raumfahrt an, insbesondere für Flüge die viel Energie benötigen und
    weiter fliegen als der Mars, denn da werden Photovoltaikzellen ineffizient.
    Das Uran jetzt schon zu verheizen ist also Resourcenverschwendung.


  • Mod

    elise schrieb:

    ich selbst hatte damals sorgen gehabt umd ein gerade hier im haus frisch angekommenes baby und einige kinder im freundinnenkreis... was sollen die nun essen, was kann man noch geben?
    es gab keine milch mehr. die hmilch von vor der katastrophe war zu schnell aufgebraucht.
    jogurth, käse.. alles nicht genießbar.

    Ja, war damals eine riesige Panik, wie üblich. Die BILD hat's voran getrieben, und heulend und kreischend floh die Menge voller Panik mit.

    Im Endeffekt waren es 4 Wochen Einschränkung in der Nahrungskette, und 2 Jahre keine Waldpilze mehr. Ok, die Güterzüge mit dem Milchpulver... hatte man das nicht in die 3. Welt verschickt? Da gab's doch so einen Skandal mit der einen Firma.

    Aber unter dem Strich mit gewissem Abstand kann man eben auch nachmessen, daß die ausgebrachte Strahlung bei uns keine höhere Dosisleistung brachte, als das was durch die US- und SU-Atomwaffenversuche der 50er in die Atmosphäre eingebracht wurde. Also hätte man wohl schon besser ab 1960 aufgehört Milch zu trinken.

    Und ein gewaltiger Lerneffekt... der war's auf jeden Fall wert. Seither nimmt man die Sache mit dem Begriff "GAU" und "Super-GAU" auf jeden Fall ernster als vorher. Für die Sicherheitstechnik der Kraftwerke auf jeden Fall ein Sprung nach Vorne.

    Weiterhin kann man es nicht oft genug wiederholen, der Tschernobyl-Unfall lässt sich nicht 1:1 auf westliche Reaktoren übertragen.

    Marcus, wohnhaft in Kahl am Main, dem Standort mit dem ersten Atomkraftwerk der BRD, und dem ersten vollständig durchgeführten Abriß eines Atomkraftwerks - vor 2 Jahre konnte ich noch von diesem Fenster hier die Kuppel sehen... die ist jetzt weg.


  • Mod

    Eröld jetzt auf der Straße zu verfahren ist auch Unfug, trotzdem bin ich dafür.

    @elise: Wars tatsächlich so schlimm? Also hab mich mal da schlau gemacht, aber die meisten reden bloß von "Naja, ein paar einschränkungen, nichts Gröberes". Für dich war das ja offenbar ein großes Ereignis.

    Du siehst die Katastrophen aber nur bei der Atomenergie, ist nicht in den 60ern oder 70ern in Italien ein Damm gebrochen und hat ein ganzes Tal geflutet? Was ist mit diesen Toten? Nur weil es keine böse Strahlung war fallen sie unter "Tut uns leid, viel Spaß beim nächsten Mal"? Sollte man imho auch nicht übersehen.

    Aber es fallen ja einige gute Argumente gegen Atomenergie, da waren:

    -> Uran ist "bald" verbraucht und sollte für Sinnvolleres eingesetzt werden.
    -> Große Katastrophen bei Unfällen

    Aber viele Leute reden immer bloß von "Umweltschutz". Was haben Atomkraftwerke mit Umweltschutz zu tun. Viel sauberer kann ich ja Energie gar nicht "erzeugen", okay reden wir von "gewinnen".

    Weiters, welche Alternativen gibt es für Strom?

    -> Wind [Gefällt mir sehr gut, bloß reichts wahrscheinlich nicht]
    -> Wasser [Nein, das ist nicht umweltschonend. Habe im Fernsehen bereits 2 Reportagen über 2 neue Wasserkraftwerke (eins in China und eins in den USA) gesehen, beide leiten ganze Flüsse um, vernichten Quadratkilometer von Land und haben zur Folge, dass ganze Siedlungen verlegt werden müssen]
    -> Solarzellen [Auch zu wenig]
    -> Erdwärme [Nicht überall möglich]

    Q: Kosten Solarzellen eigentlich viel in der Erzeugung im Vergleich zu dem was sie später bringen?

    MfG SideWinder


  • Mod

    Oha die andere Meinung zum Thema Einschränkungen lässt auch nicht lange auf sich warten. Und nun die alles entscheidende Frage: Wer hat recht 🙂

    @Marcus: Wieso lässt sich das nicht 1:1 hierher übertragen? Sicherheit? Technik?

    MfG SideWinder



  • Hi,

    Atomenergie ist zu gefährlich, wir sollten schnellstmöglich aussteigen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Fakt ist nur, momentan kann sich Deutschland sowas finanziell nicht leisten, also müssen wir weitermachen.

    ChrisM, der immer noch auf ein Wunder der Art "kalte Fusion" hofft.


  • Mod

    @ChrisM: Warum zu gefährlich? Wenn man einen Super-GAU "verhindern" kann, bzw. die Chance sehr klein macht...

    MfG SideWinder



  • Marc++us schrieb:

    Marcus, wohnhaft in Kahl am Main, dem Standort mit dem ersten Atomkraftwerk der BRD, und dem ersten vollständig durchgeführten Abriß eines Atomkraftwerks - vor 2 Jahre konnte ich noch von diesem Fenster hier die Kuppel sehen... die ist jetzt weg.

    zum glück waren damals keine kindas in deiner näheren umgebung (vermute ich mal).

    ja, es war ein wahnsinniger einschnitt. und der steckt bis heute in mir. wir haben lange, wirklich lange versucht, andere ernährungsmöglichkeiten zu finden. und das nicht wegen allein uns. sondern vor allem auch für die kleene, die hier im haus mit rumhingen (und heute nicht mehr so klein sind 😉 )

    nachdem ich mir dann beverungen einige jahre immer wieder angeschaut habe, war mir die sicherheit unserer werke nicht mehr so ... na ja logisch.
    überall alter beton. überall die viecher drum rum, die die bauers jeden tag melken.
    dazu die störfälle, nicht wenige.. über die jahre sogar ziemlich viele ( aus sicherer quelle).
    im grund blieb dieses überalterte dings nur am netz, weil die stadt davon lebte. es wären zuviele arbeitsplätze verloren gegangen.

    wenn das mal mit der sicherheit nicht so eine lüge ist.

    seit tschernobyl habe ich in gedanken immer einen koffer gepackt. so richtig wohl fühle ich mich nicht. nicht hier.
    aber wohin auf dieser welt? die wolke flog ziemlich weit, man ist nirgends sicher.


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