Atomausstieg



  • @KlausB:
    Ich meinte aber Staudaemme. Dass man die nicht ueberall bauen kann ist klar.



  • junix schrieb:

    ich behaupte mal kühn, dass die Forschung für brauchbare alternativen noch jahre dauern wird... und was machen wir nun in dieser Zwischenzeit?
    Klarer Fall von zu kurz gedacht.

    Wagen mit Hybridantrieb:
    Toyota Prius
    Honda Civic Hybrid
    Honda Insight Hybrid
    Ford Escape Hybrid SUV
    Lexus RX 400H Hybrid SUV
    weitere wären (keine lust mehr zu googlen):
    Dodge Ram Pick-up, GM Silverado Pick-up, GM Sierra Pick-up, Chevrolet Malibu Sedan, Chevrolet Tahoe SUV, GMC Yukon SUV, Honda Accord Sedan, Honda Pilot SUV, Mercedes S-Class Hybrid, Mercedes Grand Sport Tourer Diesel-Hybrid Station Wagon, Nissan Altima, Saturn VUE SUV, Toyota Camry Sedan, Toyota Highlander SUV

    Wagen mit Wasserstoff- oder Brennstoffzellenantrieb:
    Honda FCX
    BMW 750hL
    Mercedes-Benz A-Klasse "F-Cell", Mercedes-Benz Citaro, Hermes Sprinter
    Ach, was erzähl ich überhaupt:
    http://www.hycar.de/fahrzeuge.htm

    Also unter "dass die Forschung für brauchbare alternativen noch jahre dauern wird" stelle ich mir ja was anderes vor ...



  • Das Problem bei Wasserstoff ist aber immer noch, dass Wasserstoff kein Primaerenergietraeger ist - man kann ihn nirgens abbauen, nur teuer erzeugen.
    Da gibts ja irrsinnige Plaene - z.B. durch Solarstrom in der Sahara erzeugen und per Pipeline nach Europa u.s.w.. aber der jetzige Wasserstoff wird wohl hauptsaechlich mit Strom erzeugt, also hauptsaechlich mit Kohle.

    Ist das Schiessen von Atommuell "in die Sonne" eigentlich so abwegig?? Wie hoch ist das Risiko?



  • Hat hier eigentlich jemand einen Geigerzähler zu Hause?

    Würd mich nämlich mal so interessieren.
    Hätte nämlich auch gerne so ein Gerät aber die kosten 250 Euro aufwärts.



  • Gunnar_ schrieb:

    Das Problem bei Wasserstoff ist aber immer noch, dass Wasserstoff kein Primaerenergietraeger ist - man kann ihn nirgens abbauen, nur teuer erzeugen.
    Da gibts ja irrsinnige Plaene - z.B. durch Solarstrom in der Sahara erzeugen und per Pipeline nach Europa u.s.w.. aber der jetzige Wasserstoff wird wohl hauptsaechlich mit Strom erzeugt, also hauptsaechlich mit Kohle.

    Ist das Schiessen von Atommuell "in die Sonne" eigentlich so abwegig?? Wie hoch ist das Risiko?

    So hoch, das eine Lagerung 1000 m unter der Erde um den Faktor 10000 sicherer ist.

    Du willst doch nicht ernsthaft Atommüll mit heutigen chemischen Raketen in den Weltraum schleppen?

    Die Kosten dafür wäre unermesslich, außerdem ist ein Flug in die Sonne Energietechnisch teurer als ein Flug vorbei am Pluto.



  • Toi schrieb:

    außerdem ist ein Flug in die Sonne Energietechnisch teurer als ein Flug vorbei am Pluto.

    Deine anderen Aussagen kann ich nicht widerlegen, aber dies hier ist schlichtweg Blödsinn. Du brauchst den Körper nur aus dem Gravitationseinfluss der Erde herausbringen und dann leicht gen Sonne anstoßen.


  • Mod

    Gerard schrieb:

    Marc++us schrieb:

    kingruedi schrieb:

    Dafür verkaufen wir dann auch für teuer Geld Technology an das Ausland, weil hier ja aktiv Forschung betrieben wird.

    Aber das ist nicht die Wahrheit.

    Fakt ist, daß das Wissen über Atomtechnologie in Deutschland ausstirbt.
    ...

    ich glaube es ging ihn um die alternativen,

    Aber das ist gefährlich so asymmetrisch zu forschen. Sowohl bei der Versorgung als auch bei der dahinter stehenden Forschung muß ein Mix - zumindest als Denkrichtung - Ziel sein. Ausschließlich auf Solar zu setzen (und selbst jetzige Ansätze mit Wasserstoff gehen Richtung Solar, Biodiesel zählt übrigens auch zu den Solarmethoden) ist eine Monokultur. Und wir alle wissen doch, wie anfällig Monokulturen gegenüber Störungen sind, nein?

    Und ich sehe es als Problem, daß die gesamte Nukleartechnik mit einem Denkverbot belegt ist.

    Ich werfe nur mal provokativ in die Runde, daß sich herausstellt, daß man für effektive Wasserstofferzeugung 1 Atomreaktor benötigt, aber damit das Problem gelöst hat. Aber wir können diesen einen Atomreaktor nicht mehr bauen.

    Sowas wäre doch sicher doof, oder?

    Breitbandigkeit, Breitbandigkeit.


  • Mod

    ChrisM schrieb:

    @junix: Ja, leider ist die Brennstoffzelle schon sehr wohl marktreif. Wer weiß, was die Ölindustrie dafür zahlt, dass weiterhin Benzinmotoren verbaut werden.

    BP gehört zu den größten Forschern auf dem Gebiet Wasserstoff.

    Denen ist es doch egal, womit sie Geld verdienen, ob 30 Cent am Benzin oder 30 Cent am Wasserstoff.

    Und schließlich haben sie das logistische Netz für die Verteilung der neuen Antriebsstoffe. Also gieren die doch danach, daß es was wird. Wer als erste Ölfirma an den Tankstellen das flächendeckend anbieten kann und Geld damit verdient, hat für 5 Jahre einen deutlichen Marktvorsprung. Darauf sind die doch scharf.

    Das Problem am Wasserstoff ist, daß nur die Sache mit der Brennstoffzelle, also der Ausbeute der Energie, serienreif ist.

    Aber:
    - Erzeugung
    - Transport
    - Lagerung
    - Sicherheitstechnik
    von Wasserstoff sind noch in keinster Weise serienreif.

    Abgesehen davon, ausgerechnet in Kalifornien wird die Sache am stärksten voran getrieben, und man wird wohl kaum davon ausgehen, daß die Macht der Ölkonzerne dort schwach ist?



  • SideWinder schrieb:

    Finde ich eine der besten und umweltschonendsten Energiequellen überhaupt - wer da jetzt gleich mal einen Strich drunter macht und was von Radioaktivität brüllt, mit Fachwörtern um sich wirft und nochmal brüllt den bitte ich vorher alternative Energien aufzuzählen die um den gleichen Preis Energie liefern.

    Hi, ich komm nochmals ganz auf den Anfang zurück.

    Ich brüll nicht rum und so 🙂
    Ich geb nur zu denken, nach uns kommt auch noch wer. Stellen wir uns mal vor die Römer wären so klug gewesen, AKWs zu bauen. 1 AKW produziert bis an sein Lebensende (ca. 30 Jahre) 65'000 Tonnen radioaktiver Abfall.
    Zurzeit gibts glaub ich 430 AKWs weltweit. Ich will jetzt gar nicht gross rumrechnen, aber ob unser Planet heute noch bewohnbar wär?...
    Klar, stimmt schon, wenn die Römer das Klima zerstört hätten, das wär auch nicht so toll 🙂 Aber dennoch: Atomkraft ist bestimmt nicht DIE ideale Lösung.



  • Gunnar_ schrieb:

    Ist das Schiessen von Atommuell "in die Sonne" eigentlich so abwegig?? Wie hoch ist das Risiko?

    Eben, 65'000 Tonnen pro AKW.. Die Rakete will ich sehen 🙂



  • durito schrieb:

    Ich will jetzt gar nicht gross rumrechnen, aber ob unser Planet heute noch bewohnbar wär?...

    Ja, denn dann wäre schon längst eine Möglichkeit gefunden worden Strom anders herzustellen. Vielleicht sogar eine Technologie, die auf Atomkraft stützt und keine radioaktive Strahlung erzeugt bzw. diese aufhebt?

    Wir in Deutschland werden es wohl nie selber rausfinden können. Dafür müssen wir dann die teuere Technologie kaufen (und können sie nicht teuer verkaufen)!



  • AJ schrieb:

    durito schrieb:

    Ich will jetzt gar nicht gross rumrechnen, aber ob unser Planet heute noch bewohnbar wär?...

    Ja, denn dann wäre schon längst eine Möglichkeit gefunden worden Strom anders herzustellen. Vielleicht sogar eine Technologie, die auf Atomkraft stützt und keine radioaktive Strahlung erzeugt bzw. diese aufhebt?

    Wir in Deutschland werden es wohl nie selber rausfinden können. Dafür müssen wir dann die teuere Technologie kaufen (und können sie nicht teuer verkaufen)!

    Ja eben so eine Möglichkeit wird nicht gefunden, solang Atomkraft als positiv gesehen wird.. Erst wenn man erkennt, dass Atomkraft ne ziemlich beschissene Sache für unsere Nachkommen ist, erst dann wird nach Alternativen geforscht.



  • durito schrieb:

    Ja eben so eine Möglichkeit wird nicht gefunden, solang Atomkraft als positiv gesehen wird..

    Wirds doch nicht... es wird nur - zumindest von mir - als bisher beste brauchbare Möglichkeit angesehen, die Versorgung der Bandenenergie sicherzustellen. Oder nenn mir mal einige "saubere" alternativen.

    durito schrieb:

    Erst wenn man erkennt, dass Atomkraft ne ziemlich beschissene Sache für unsere Nachkommen ist, erst dann wird nach Alternativen geforscht.

    Ahja. Solarzellen sind vom Himmel gefallen, ja? Ebenso wie Brennstoffzellen, etc. ? Und Fusionsenergie wird wohl auch deshalb völlig unbeachtet behandelt?

    -junix



  • durito schrieb:

    Gunnar_ schrieb:

    Ist das Schiessen von Atommuell "in die Sonne" eigentlich so abwegig?? Wie hoch ist das Risiko?

    Eben, 65'000 Tonnen pro AKW.. Die Rakete will ich sehen 🙂

    65 kT pro AKW pro Lebensdauer (30 Jahre). Macht also 2.2kT/Jahr + AKW.

    -junix



  • junix schrieb:

    durito schrieb:

    Gunnar_ schrieb:

    Ist das Schiessen von Atommuell "in die Sonne" eigentlich so abwegig?? Wie hoch ist das Risiko?

    Eben, 65'000 Tonnen pro AKW.. Die Rakete will ich sehen 🙂

    65 kT pro AKW pro Lebensdauer (30 Jahre). Macht also 2.2kT/Jahr + AKW.

    + AKW? Willst Du das auch hochschießen?



  • Ist doch aber nur soviel, weil die die Arbeiter ständig die Kleider wechseln müssen. Richtig strahlen tut doch nur ein kleiner Teil.



  • junix schrieb:

    durito schrieb:

    Gunnar_ schrieb:

    Ist das Schiessen von Atommuell "in die Sonne" eigentlich so abwegig?? Wie hoch ist das Risiko?

    Eben, 65'000 Tonnen pro AKW.. Die Rakete will ich sehen 🙂

    65 kT pro AKW pro Lebensdauer (30 Jahre). Macht also 2.2kT/Jahr + AKW.

    -junix

    Mal 430 AKWs.. -> 946'000 Tonnen pro Jahr... 😋
    Hm, eine Million Tonnen ist ne ziemliche Menge. Sowohl zum Verbuddeln als auch zum "aufn Mond schiessen"...



  • Marc++us schrieb:

    atomfish schrieb:

    amen !

    aber mal im ernst, lebst du denn völlig widerspruchsfrei ?

    Nein, aber ich nehme Risiken und Gefahren billigend in Kauf.

    Ich halte es nur für ein Problem, wenn es gesellschaftlicher Mainstream geworden ist in einem solchen widerspruchsbehafteten St.-Florians-Weltbild zu denken und zu leben.

    du kannst zwar wunderbar argumentieren, aber dein bild der umwelt- und
    anti-akw-bewegung ist ziemlich undifferenziert.



  • Daniel E. schrieb:

    junix schrieb:

    65 kT pro AKW pro Lebensdauer (30 Jahre). Macht also 2.2kT/Jahr + AKW.

    + AKW? Willst Du das auch hochschießen?

    Zu lesen als "Pro Jahr und AKW"...

    -junix



  • durito schrieb:

    junix schrieb:

    Eben, 65'000 Tonnen pro AKW.. Die Rakete will ich sehen 🙂

    65 kT pro AKW pro Lebensdauer (30 Jahre). Macht also 2.2kT/Jahr + AKW.-junix

    Mal 430 AKWs.. -> 946'000 Tonnen pro Jahr... 😋
    Hm, eine Million Tonnen ist ne ziemliche Menge. Sowohl zum Verbuddeln als auch zum "aufn Mond schiessen"...

    Ich sagte ja nicht, dass es ginge, ich wollte nur den Aspekt berücksichtigt wissen, dass da Lebensdauer stand...

    -junix


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