europawahl :)
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O'Dog schrieb:
Tippe auf Ruhrpott
edit: falsch getippt

Woher weißt Du?
(nicht Ruhrpott)O'Dog schrieb:
Gibts bei euch keine Zeitungen, Fernseher oder Radio?

Schon, aber wenn über 80% der Einwohner wahlberechtigt sind, kann man sich ja ausrechnen, daß es wenige junge Leute, aber viele alte Leute gibt- und die wählen schon seit Jahrzehnten die gleiche Partei, oder sie gehen nicht mehr wählen. Aber eine Umentscheidung ist da eher selten.
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Partei Stimmen Prozent
CDU 21355 (34.7
SPD 17031 (27.7
GRÜNE 13146 (21.4
FDP 3698 (6
PDS 1918 (3.1
REP 363 (0.6
Tierschutzp. 786 (1.3
GRAUE 1312 (2.1
NPD 365 (0.6
Die Frauen 200 (0.3
PBC 174 (0.3
ödp 120 (0.2
CM 52 (0.1
BüSo 42 (0.1
ZENTRUM 32 (0.1
Deutschland 160 (0.3
Unabhängige 123 (0.2
Aufbruch 58 (0.1
DKP 108 (0.2
DP 109 (0.2
Familie 312 (0.5
PSG 49 (0.1
Wahlbeteiligung: 35.2%
WOW! Da bin ich schockiert! Nur jeder 3. hat gewählt. Und die Grünen bei über 20% - irgendwie ist das doch krank!

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SideWinder schrieb:
Nicht hingehen: "Mir egal, macht eine Diktatur"
Leer abgegeben: "Es gibt nichts passendes für mich"
PDS wählen: "Protest, so wie bisher kanns nicht weiter gehen"Wenn man PDS generell durch undemokratische Parteien und Extreme Parteien ersetzt, entspricht es eher dem ersten IMHO. So war das nach einigen Geschichts Interpretationen auch 1933.
Wobei es wohl auch nicht schlecht wär, wenn man auf dem Stimmzettel auch einfach "Unzufrieden, ihr seid alle Scheiße" ankreuzen könnte, dann hätten die Politiker auch richtig stress. Weil dann könnte man nicht einfach Wahlkampf damit machen, dass man sagt, dass die Regierungspartei scheiße ist. Was wohl in D gerade der CDU zu Schaden gekommen wär. Schon geil, anstelle von EU zu reden die Leute mit "Rot-Grün Denkzettel verpassen" im EU Wahlkampf zu arbeiten...
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Im moment stets 44.9% für die CDU
21% für die SPDmehr weis ich nicht mehr, aber für die CDU siehts gut aus.
Außerdem Fußball:
Frankreich 2:1 England
nachspielzeit 2:20 und da ham die Franzosen nen Elfmeter :o
das gibts doch net.
Die Engländer ham seit der 38 min mit 1:0 geführt :o
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kingruedi schrieb:
Wobei es wohl auch nicht schlecht wär, wenn man auf dem Stimmzettel auch einfach "Unzufrieden, ihr seid alle Scheiße" ankreuzen könnte, dann hätten die Politiker auch richtig stress.
Es gibt mW in einigen Ländern, IIRC zB Rußland, ein "Ich bin Gegen alle"-Kästchen.
(Auch wenn der intendierte Sinn bei der Einführung wohl eher ein Schutz vor Wahlbetrug war.)
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Erschreckend finde ich das Britische Ergebnis!

Die Anti-EU-Partei hat extrem viele Stimmen erhalten. Traurig eigentlich, dass England so antieuropäisch eingestellt ist. Aber was will man von dem 51. US-Bundesstaat erwarten?
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kingruedi schrieb:
Weil dann könnte man nicht einfach Wahlkampf damit machen, dass man sagt, dass die Regierungspartei scheiße ist. Was wohl in D gerade der CDU zu Schaden gekommen wär. Schon geil, anstelle von EU zu reden die Leute mit "Rot-Grün Denkzettel verpassen" im EU Wahlkampf zu arbeiten...
Pssst, wir haben im IRC schon die Gründung der Denkzettelpartei angedacht... 2006 wäre das perfekte Debüt-Jahr!
Auf ARD haben sie vorhin auch gezeigt, für wie viele % der Wähler die Europa- und für wie viele die Bundespolitik entscheidend war. Fast 70% haben auf Basis des Bundespolitik entschieden...

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Dazu habe ich nur zwei Fragen:
1. Erinnert sich noch jemand an die europarelevanten Wahlprogramme der mittlerweile vorletzten Europawahl?
2. Hat jemand mitbekommen ob und wie diese dann in den folgenden Jahren von den gewählten Abgeordneten berücksichtigt worden sind?
Ich würde mich nicht gerade als politisch desinteressiert bezeichnen, aber schon die Beantwortung der 1. Frage macht mir Schwierigkeiten.
Und wenn ich kaum überprüfen kann ob eine Partei der ich meine Stimme gegeben habe zumindest versucht ihre Wahlversprechen einzuhalten, dann brauche ich auch nicht zur Wahl zu gehen. Soviel Vertrauen habe ich in keine Partei.
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Jan schrieb:
Erschreckend finde ich das Britische Ergebnis!

Die Anti-EU-Partei hat extrem viele Stimmen erhalten. Traurig eigentlich, dass England so antieuropäisch eingestellt ist. Aber was will man von dem 51. US-Bundesstaat erwarten?
Das würde ich so nicht interpretieren.
In jedem Land, wo der nationale Wahlkampf die Europawahlen überlagert hat (also Deutschland, Frankreich, Italien, in den neuen Ländern), hat eigentlich eine "Anti-EU-Partei" die Stimme erhalten. Nur ist GB eben eines der wenigen Länder, wo explizit eine solche Partei antritt.
Aber die deutsche Denkzettelwahl für die SPD spricht ja eigentlich auch ein "Anti-EU" aus, weil die Leute das Europaparlament nicht die Bohne interessiert.
Grundsätzlich finde ich das in GB gar nicht so schlecht, daß es dort eine richtige eigene Partei nur für die Europawahlen gibt... dadurch wird zwangsläufig eine Loslösung vom nationalen Parteienkrieg geschafft.
Abgesehen davon kann man den EU-Skeptizismus der Briten verstehen, schließlich ist ihnen das festlandeuropäische Rechtssystem eher fremd. Dieser ganze Unterschied zwischen Code Napoleon und dem daraus in Frankreich, Deutschland oder Spanien, etc, entstandenen System im Gegensatz zum angelsächsischen "Richterrecht" wird selten irgendwo diskutiert. Daher muß den Briten die festlandeuropäische Tradition Gesetze allumfassend festzulegen fremd vorkommen im Gegensatz zu ihrem System, wo nur elementare Kerne bestimmt werden und die Verästelungen von Fall zu Fall durch Gerichte ermittelt werden. Das ist ein anderer Ansatz, und unser Ansatz muß aus Sicht des britischen Systems bürokratisch und überregulierend wirken. Daß sich viele Leute von diesem fremden Rechtssystem bedroht fühlen kann ich grundsätzlich verstehen, ebenso gut lässt sich darauf auch eine Angst schüren.
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Naja, aber die Briten sind ja überhaupt etwas eigen...
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@Jan: Nenne mir Gründe warum ein durchschnittlicher Brite für die EU sein soll.
MfG SideWinder
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@Side
Hmmm, weil die übrige EU meistens das tut, was die Briten wollen??
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SideWinder schrieb:
@Jan: Nenne mir Gründe warum ein durchschnittlicher Brite für die EU sein soll.
Weil ich davon ausgehe, dass ein durchschnittlicher Brite auch ein wenig Gehirnmasse besitzt, die nicht nur dazu da ist, damit der Kopf nicht zu leicht ist.

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Das heißt es gibt kein Gegenargument bzgl. EU? Wie kanns dann sein, dass manche Länder 48% Gegenstimmen hatten? 48% Leute mit Gehirn als reinem Beschwerer?
Edit: Denkst du über Schweizer ähnlich?
MfG SideWinder
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Die EU ist sicherlich reformbedürftig und hat auch einige Nachteile. Aber der Kern des europäischen Zusammenhalts, die Wirtschaftunion, bringt eigentlich allen beteiligten Nationen riesige Vorteile. Auf den großen EU-Binnenmarkt kann auch Großbritannien nicht verzichten, somit ist ein Austritt von Großbritannien aus der EU sicherlich unvorstellbar. Natürlich gibt sich die EU nicht damit zufrieden, nur eine Wirtschaftunion zu sein, der Traum vom vereinten Europa geht weit darüber hinaus - hier müßte man aber große Einschnitte in die nationale Unabhängigkeit der Mitgliedsländer machen und meiner Meinung sind dafür die meisten Staaten einfach noch nicht bereit, sowas braucht Zeit.
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Ich bin EU-Befürworter.
Aber wer jemanden vorwirft nicht zur EU kommen zu wollen benützt seine eigene Gehirnmasse eindeutig zu wenig.
MfG SideWinder