Das Schicksal der Alten. Oder nur das Schicksal der derzeitig Alten??
-
Hallo,
ich merke z. B., dass ich bestimmte Dinge, die ich mit 8 oder 9 gelernt habe, heute noch so in meinem Kopf verankert sind, dass ich sie wahrscheinlich niemals vergessen werde.
Dinge, die ich heute lerne, muss ich teilweise immer häufiger auffrischen. Gut, diese Dinge sind auch komplexer als die, die ich mit 9 gelernt habe. Aber z. B. die Hauptstädte von einigen Ländern vergess ich ständig, aber die, die ich mit 9 gelernt habe, weiss ich heute noch.
-
CarstenJ schrieb:
Aber z. B. die Hauptstädte von einigen Ländern vergess ich ständig, aber die, die ich mit 9 gelernt habe, weiss ich heute noch.
Wahrscheinlich hast mit 9 z.B.: Wien, Berlin, Paris, London gelernt und heute die Hauptstädte von irgendwelchen afrikanischen Ländern.

Aber mal Spass beiseite; ich merk eigentlich noch nicht das ich weniger lernfähig bin. Gut ich bin erst 18.
Aber das man so schnell weniger lernfähig ist????
-
Hallo,
Aber das man so schnell weniger lernfähig ist????
naja, irgendwann bleibt man erstmal auf dem Stand. Momentan bin ich ganz zufrieden, ich kann komplexe Zusammenhänge verstehen, bin an neuen Dingen interessiert und kann wichtige von unwichtigen Dingen unterscheiden. Ma gucken wie lange das noch anhält.

-
CarstenJ schrieb:
Hallo,
Aber das man so schnell weniger lernfähig ist????
naja, irgendwann bleibt man erstmal auf dem Stand. Momentan bin ich ganz zufrieden, ich kann komplexe Zusammenhänge verstehen, bin an neuen Dingen interessiert und kann wichtige von unwichtigen Dingen unterscheiden. Ma gucken wie lange das noch anhält.

Je älter du wirst, desto mehr Dinge entpuppen sich als unwichtig.
Darunter fallen auch sehr viele neue Dinge, die eigentlich nur gestaltet werden, um den Leuten die Knete aus der Tasche zu ziehen.
Schau den Bereich Programmierung an - was hat sich denn tatsächlich getan in den letzten Jahren? Die Threads im C++-Teil werden für mich immer weniger greifbar, das Level steigt immer weiter, und wohin? Bis dahin, dass kein Schwein mehr Zeit hat das alles zu lernen, jedenfalls nicht, bis er mit 30 schon auf's Altenteil geschoben wird. Lernen auf Teufel komm raus, ein Projekt machen (ach, das kriegt man mangels praktischer Erfahrung ja gar nicht...), und ab in den Sarg - das war's dann...
Und wo ist die OOP derzeit? In diesem lahmen PHP noch gar nicht. In diesem C++ für Anfänger namens Java? Pffft....
Irgendwie bleibt da irgendwann schlicht und einfach auch die Lust auf der Strecke, wenn man merkt, dass sich Dinge nicht vernünftig entwickeln.
Es ist nicht nur die natürliche Alterung, die den Spass raubt.
-
Bitsy schrieb:
Je älter du wirst, desto mehr Dinge entpuppen sich als unwichtig.
Darunter fallen auch sehr viele neue Dinge, die eigentlich nur gestaltet werden, um den Leuten die Knete aus der Tasche zu ziehen.da hast du recht.
aber das mit dem "auf dem stand bleiben" glaube ich so nicht. ebensowenig die sache mit der "lernfähigkeit".
es ist eher eine "interessensache".
mein dad hat mit 59, 60 und 62 noch drei kleine kinders gekriegt, damals, mich und meine beiden brüders, und ich hatte den eindruck, der ist an keiner stelle stehengeblieben, wenn auch aus dem zwang heraus, sich mit säuglingen im hohen alter als dad auseinanderzusetzten. er hat mit uns alles erfahren, was sonst sog. junge erfahren mit ihren gören. mein eindruck: er war genauso lernfähig, wie ein junger, kannte sich mit compis, mit technik, mit politik, mit allem, was sich änderte.. sehr gut aus.
musste er auch, er musste ja täglich mit mir streiten
mein dad war 'jünger' vom wesen her als ich viele dads von meinen freundinnen erlebt habe, deshalb halte ich an der these fest: wer interesse hat, kann sein leben lang lernen, vielleicht lernen ältere sogar besser, weil sie wissen, warum sie es tun, und sich deshalb eher disziplinieren.
es gibt viele junge, die stehenbleiben. aber das ist dann eher eine "typsache".
vielleicht bietet das leben auch nicht genug für viele, um interesse zu halten. keine ahnung.na ja, wenigstens in meiner familie war das irgendwie anders.
-
Ist eigentlich egal ob du die Geräte im Alter noch bedienen kannst oder nicht... Du wirst kein Geld haben um sie dir von der Rente die du nicht bekommst kaufen zu können...
-
Windalf schrieb:
Ist eigentlich egal ob du die Geräte im Alter noch bedienen kannst oder nicht... Du wirst kein Geld haben um sie dir von der Rente die du nicht bekommst kaufen zu können...
auch wahr

-
ebensowenig die sache mit der "lernfähigkeit".
Wieso nicht? Finde ich ganz plausibel, dass die lernfähigkeit im Alter abnimmt. Ich wette ein 12-Jähriger hat einen Text schneller gelernt als ein 30-Jähriger und der wiederrum viel schneller als ein 80-Jähriger.
BTW: Mit 59 ist imho schon sehr spät Kinder zu kriegen...
Windalf schrieb:
Ist eigentlich egal ob du die Geräte im Alter noch bedienen kannst oder nicht... Du wirst kein Geld haben um sie dir von der Rente die du nicht bekommst kaufen zu können...
Wär einen eigenen Thread wert - immer diese Weltuntergangsstimmung
:(. Die armen Mitteleuropäer, jetzt können sie sich nicht mal mehr alle 2 Monate eine neue Grafikkarte kaufen.MfG SideWinder
-
Die Fähigkeit, neue Dinge zu lernen, bleibt. Nur die Schnelligkeit der Aufnahme und der Umfang der zu "speichernden" Informationen und ihrer "Verarbeitung" nimmt ab. Ist aber sehr individuell - es gibt auch "lernunfähige" (nicht zu verwechseln mit lernunwillige!) junge Menschen.
[joke]
Wie kommen denn sonst unterschiedliche Noten in den Schulfächern zustande - und die jungen Schüler werden auch noch von alten "Säcken" unterrichtet?
[/joke]@Bitsy und @elise kann ich nur zustimmen.
Blackbird
-
Gen.d.Pz.Tr.Seb schrieb:
Meine Oma (83 Jahre alt) hat ziemliche Probleme mit der Technik. Und zwar mit einfacher Technik wie z.B.: dem Handy. (Computer ist ihr auch nicht so klar, aber der ist wenigsten schon ein bisserl komplexer).
ist beim programmieren auch irgendwie so. die alten säcke haben pascal und basic gelernt und oo will denen nicht in den kopf.
andererseits haben sie alten säcke gelernt, wie man schleifen macht udn sie können sogar per habd komplexe sachen wie bubble-sort schreiben. das können die jungen halt nicht und sie werden es nie mehr lernen, weil man sowas heute nicht mehr macht. auch tanzen, sich benehmen und besteck benutzen ist ja was, womit die jungen oft wenig kontakt hatten.
ich kann zum beispiel keine sms schnell schreiben. andererseite ist diese fähigkeit nicht dringend notwendig für mich, weil der zum schnell-sms-schreiben oft zugleich ausgebildete soziokulturelle schwachsinnsgenerator bei mir keinen überdruck im daumen erzeugt.
ich mag keine so laute musig, daß man sich nicht mehr unterhalten kann. aber mangels training kann ich such nicht so fein musik von sprache trennen wie jemand, der seit jahren jeden samstag in der disco ist.
meine mutter hat keine ahnung von computern und sie rafft es einfach nicht. sie kann sich nicht die einfachsen dinge merken, die mit computern zusammenhängen. dafür kann ich ihr stundenlang über (balkon-)blumen zuhören und am nächsten tag ist jede information über (balkon-)blumen bei mir wie weggeblasen.
falls die kids so fies sein werden, daß in 60 jahren (balkon-)blumen sauwichtig werden und das tägliche leben bestimmen, dann haben sie mich drangekriegt. dann bin ich alter sack, der die modernen sachen nicht rafft.
-
@SideWinder
war nur weil ich gestern auf n24.de mal wieder gelesen habe das die SPD plant einzuführen, dass man verpflichtet ist private vorsorge zu betreiben...
Ich hasse es wenn mir der Staat da reinredet... Ich betreibe ja schon vorsorge wenn ich in die Rentenkasse einzahle und weil die heinis das geld verschleudern an Leute die da nie eingezahlt haben, ist es dann sozial gerecht das die heutige Generation nix mehr rausbekommt, weil schlieslich haben die uns ja gesagt das die wir nur einzahlen werden aber nix mehr rausbekommen und deswegen wollen die uns vorschreiben wie wir für unser Alter vorzusorgen haben...Wo möglich schreiben die mir bald noch vor welche Sorte von Klopapier ich kaufen soll, wieviel Prozent meines Einkommens ich gefälligst für Reisen auszugeben habe um die Tourismusbranche anzukurbeln und das davon mindestens 50% in Deutschland abgeleistet sein müssen damit das die Binnennachfrage gestärkt ist usw...
das hat mich jedenfalls mal wieder geärgert, das der Staat mal wieder unnötiger weise in meinem Leben rumpfuschen will, ich kann das selber auch ganz gut planen und deshalb konnte ich mir den Kommentar nicht verkneifen...
-
Werdet selbständig und befreit euch vom staatlichen Rentenzwang. 'ne andere Alternative fällt mir nicht ein.
-
SideWinder schrieb:
BTW: Mit 59 ist imho schon sehr spät Kinder zu kriegen...
na hat er prima hingekriegt.. drei auf einen streich, das letzte mit 62.
zum glück *g*
-
Ich merk es auch immer bei meinen Eltern (besonders bei meiner Mutter; beide über 60), dass sie schlecht oder sogar gar nicht mit neuen Techniken zurecht kommen.
Das liegt meiner Meinung nach aber hauptsächlich an:
- "Berührungsängsten" mit neuen Technologien (hauptsächlich Angst davor etwas kaputt zu machen oder was ganz schlimm zu verstellen
)
- mangelnde Bereitschaft sich auf die neue Technologie einzulassen
- unregelmäßige Benutzung
-
Ich glaube, dass sie zum Teil auch den Sinn nicht sehen "Aha das ist praktisch für mich.". Und wer den Sinn von etwas nicht mitbekommt lernt sehr schwer.
MfG SideWinder
-
Hallo
ein Onkel von mir hat sich mit >75 vor den Computer gesetzt und hat
es einfach gelerntdh es hat nicht mit dem Alter zutun, sonden mit "Beruehrungsaengsetn" usw.
MfG
Klaus
-
elise schrieb:
SideWinder schrieb:
BTW: Mit 59 ist imho schon sehr spät Kinder zu kriegen...
na hat er prima hingekriegt.. drei auf einen streich, das letzte mit 62.
zum glück *g*
Da müßte man bis dahin aber noch Interesse am - wie hieß das noch? - haben

-
@Bitsy, lese "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können", und Du wirst verstehen dass einige "Interessen" zeitlebens bestehen

Sich für etwas interessieren ist ein Charakterzug, keine altersbedingte abnehmende biologische Eigenschaft.
Die "Alten" (sagen wir mal, die mit 50+) sind nicht anders als die Jungen (die mit 25-). Nur setzt die Biologie dann Einschränkungen (und leider auch Grenzen). Das führt dann dazu, dass die Alten "haushalten". Das (für sie) Wichtige vom Unwichtigen trennen.Mich stört immer wieder die Gedankenlosigkeit (oder Arroganz?) vieler Menschen, andere per Definition für schlechter zu halten. Das kann in einigen Berufen tödlich sein.
Aber vielleicht ist DAS die natürliche Auslese?Blackbird
-
@Blackbird: Das Buch ist genial *g*

MfG SideWinder
-
Blackbird schrieb:
Mich stört immer wieder die Gedankenlosigkeit (oder Arroganz?) vieler Menschen, andere per Definition für schlechter zu halten. Das kann in einigen Berufen tödlich sein.
so ein quatsch. wenn der andere zu doof ist, ne schraube anzuziehen, und ich verlasse mich auf ihn, dann sterbe ich früh.
wenn der andere schrauben anziehen kann, aber ich dennoch mal an der schraube wackle, bevor ich in den aufzug steige, dann verschwende ich ein wenig zeit, aber sterbe nicht gleich davon.oft hat man es mit idioten zu tun. man sollte halt beim wackeln an der schraube sich nicht zugucken lassen, weil es gerade die idioten sauer macht, wenn man prüft. (die kompetenten juckt es überhaupt nicht, wenn man prüft, die sehen darin keineswegs einen persönlichen angriff oder so.) und dann ist es immer saulästig, dieses geschmeiße zu killen, bevor man wieder gepflegt weiterarbeiten kann.
edit: vielleicht kann man daraus einen idiotentest konstruieren: einfach jemanden was machen lassen und nachher gucken, ob es korrekt ist. nur gucken und wackeln, mit keinem wort behaupten, es sei was locker. wenn er dabei schon ausrastet, ist er einer.