Das Schicksal der Alten. Oder nur das Schicksal der derzeitig Alten??



  • Die Fähigkeit, neue Dinge zu lernen, bleibt. Nur die Schnelligkeit der Aufnahme und der Umfang der zu "speichernden" Informationen und ihrer "Verarbeitung" nimmt ab. Ist aber sehr individuell - es gibt auch "lernunfähige" (nicht zu verwechseln mit lernunwillige!) junge Menschen.

    [joke]
    Wie kommen denn sonst unterschiedliche Noten in den Schulfächern zustande - und die jungen Schüler werden auch noch von alten "Säcken" unterrichtet? 😃
    [/joke]

    @Bitsy und @elise kann ich nur zustimmen.

    Blackbird



  • Gen.d.Pz.Tr.Seb schrieb:

    Meine Oma (83 Jahre alt) hat ziemliche Probleme mit der Technik. Und zwar mit einfacher Technik wie z.B.: dem Handy. (Computer ist ihr auch nicht so klar, aber der ist wenigsten schon ein bisserl komplexer).

    ist beim programmieren auch irgendwie so. die alten säcke haben pascal und basic gelernt und oo will denen nicht in den kopf.
    andererseits haben sie alten säcke gelernt, wie man schleifen macht udn sie können sogar per habd komplexe sachen wie bubble-sort schreiben. das können die jungen halt nicht und sie werden es nie mehr lernen, weil man sowas heute nicht mehr macht. auch tanzen, sich benehmen und besteck benutzen ist ja was, womit die jungen oft wenig kontakt hatten.
    ich kann zum beispiel keine sms schnell schreiben. andererseite ist diese fähigkeit nicht dringend notwendig für mich, weil der zum schnell-sms-schreiben oft zugleich ausgebildete soziokulturelle schwachsinnsgenerator bei mir keinen überdruck im daumen erzeugt.
    ich mag keine so laute musig, daß man sich nicht mehr unterhalten kann. aber mangels training kann ich such nicht so fein musik von sprache trennen wie jemand, der seit jahren jeden samstag in der disco ist.
    meine mutter hat keine ahnung von computern und sie rafft es einfach nicht. sie kann sich nicht die einfachsen dinge merken, die mit computern zusammenhängen. dafür kann ich ihr stundenlang über (balkon-)blumen zuhören und am nächsten tag ist jede information über (balkon-)blumen bei mir wie weggeblasen.
    falls die kids so fies sein werden, daß in 60 jahren (balkon-)blumen sauwichtig werden und das tägliche leben bestimmen, dann haben sie mich drangekriegt. dann bin ich alter sack, der die modernen sachen nicht rafft.



  • @SideWinder
    war nur weil ich gestern auf n24.de mal wieder gelesen habe das die SPD plant einzuführen, dass man verpflichtet ist private vorsorge zu betreiben...
    Ich hasse es wenn mir der Staat da reinredet... Ich betreibe ja schon vorsorge wenn ich in die Rentenkasse einzahle und weil die heinis das geld verschleudern an Leute die da nie eingezahlt haben, ist es dann sozial gerecht das die heutige Generation nix mehr rausbekommt, weil schlieslich haben die uns ja gesagt das die wir nur einzahlen werden aber nix mehr rausbekommen und deswegen wollen die uns vorschreiben wie wir für unser Alter vorzusorgen haben...

    Wo möglich schreiben die mir bald noch vor welche Sorte von Klopapier ich kaufen soll, wieviel Prozent meines Einkommens ich gefälligst für Reisen auszugeben habe um die Tourismusbranche anzukurbeln und das davon mindestens 50% in Deutschland abgeleistet sein müssen damit das die Binnennachfrage gestärkt ist usw...

    das hat mich jedenfalls mal wieder geärgert, das der Staat mal wieder unnötiger weise in meinem Leben rumpfuschen will, ich kann das selber auch ganz gut planen und deshalb konnte ich mir den Kommentar nicht verkneifen...



  • Werdet selbständig und befreit euch vom staatlichen Rentenzwang. 'ne andere Alternative fällt mir nicht ein.



  • SideWinder schrieb:

    BTW: Mit 59 ist imho schon sehr spät Kinder zu kriegen...

    na hat er prima hingekriegt.. drei auf einen streich, das letzte mit 62.

    zum glück *g*



  • Ich merk es auch immer bei meinen Eltern (besonders bei meiner Mutter; beide über 60), dass sie schlecht oder sogar gar nicht mit neuen Techniken zurecht kommen.

    Das liegt meiner Meinung nach aber hauptsächlich an:
    - "Berührungsängsten" mit neuen Technologien (hauptsächlich Angst davor etwas kaputt zu machen oder was ganz schlimm zu verstellen 🙄 )
    - mangelnde Bereitschaft sich auf die neue Technologie einzulassen
    - unregelmäßige Benutzung


  • Mod

    Ich glaube, dass sie zum Teil auch den Sinn nicht sehen "Aha das ist praktisch für mich.". Und wer den Sinn von etwas nicht mitbekommt lernt sehr schwer.

    MfG SideWinder



  • Hallo

    ein Onkel von mir hat sich mit >75 vor den Computer gesetzt und hat
    es einfach gelernt

    dh es hat nicht mit dem Alter zutun, sonden mit "Beruehrungsaengsetn" usw.

    MfG
    Klaus



  • elise schrieb:

    SideWinder schrieb:

    BTW: Mit 59 ist imho schon sehr spät Kinder zu kriegen...

    na hat er prima hingekriegt.. drei auf einen streich, das letzte mit 62.

    zum glück *g*

    Da müßte man bis dahin aber noch Interesse am - wie hieß das noch? - haben 😃



  • @Bitsy, lese "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können", und Du wirst verstehen dass einige "Interessen" zeitlebens bestehen 😉

    Sich für etwas interessieren ist ein Charakterzug, keine altersbedingte abnehmende biologische Eigenschaft.
    Die "Alten" (sagen wir mal, die mit 50+) sind nicht anders als die Jungen (die mit 25-). Nur setzt die Biologie dann Einschränkungen (und leider auch Grenzen). Das führt dann dazu, dass die Alten "haushalten". Das (für sie) Wichtige vom Unwichtigen trennen.

    Mich stört immer wieder die Gedankenlosigkeit (oder Arroganz?) vieler Menschen, andere per Definition für schlechter zu halten. Das kann in einigen Berufen tödlich sein.
    Aber vielleicht ist DAS die natürliche Auslese?

    Blackbird


  • Mod

    @Blackbird: Das Buch ist genial *g* 👍

    MfG SideWinder



  • Blackbird schrieb:

    Mich stört immer wieder die Gedankenlosigkeit (oder Arroganz?) vieler Menschen, andere per Definition für schlechter zu halten. Das kann in einigen Berufen tödlich sein.

    so ein quatsch. wenn der andere zu doof ist, ne schraube anzuziehen, und ich verlasse mich auf ihn, dann sterbe ich früh.
    wenn der andere schrauben anziehen kann, aber ich dennoch mal an der schraube wackle, bevor ich in den aufzug steige, dann verschwende ich ein wenig zeit, aber sterbe nicht gleich davon.

    oft hat man es mit idioten zu tun. man sollte halt beim wackeln an der schraube sich nicht zugucken lassen, weil es gerade die idioten sauer macht, wenn man prüft. (die kompetenten juckt es überhaupt nicht, wenn man prüft, die sehen darin keineswegs einen persönlichen angriff oder so.) und dann ist es immer saulästig, dieses geschmeiße zu killen, bevor man wieder gepflegt weiterarbeiten kann.

    edit: vielleicht kann man daraus einen idiotentest konstruieren: einfach jemanden was machen lassen und nachher gucken, ob es korrekt ist. nur gucken und wackeln, mit keinem wort behaupten, es sei was locker. wenn er dabei schon ausrastet, ist er einer.



  • ... wenn der andere zu doof ist, ne schraube anzuziehen, und ich verlasse mich auf ihn ...

    ... wenn der andere zu schlau ist, ne schraube nicht anzuziehen, und ich verlasse mich auf ihn ...

    Sieh's mal von der anderen Seite.
    Außerdem dachte ich mehr an das kriegerische "Handwerk", an Sport, an Schach ... :p
    Nicht immer nur an die Doofen denken.

    Blackbird



  • Hehehe, Blackbird, das hat was.
    Ich hab' auch immer geglaubt, unsere Schlosser wären zu nachlässig gewesen beim Anziehen der Schrauben.
    Fakt ist: die wußten dann genau, was sie am nächsten Tag für eine Arbeit erwartet hat, und sie waren die Einzigen, die in dieser Zeit wirklich Geld verdient haben (incl. Rentenbeiträgen) ...


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