[Hartz IV Proteste] Dämliche Demonstranten
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GPC schrieb:
Wie viel haben wir nochmal in die neuen Bundesländer gepumpt?
Wer hat das Geld zum Großteil abgegriffen?
Wieviele Westfirmen sind denn nach der Wende gekommen, haben die Kohle abgefasst, die Zeitspanne für die Rückzahlung verstreichen lassen und dann die Ostfirma in den Ruin gewirtschaftet?
Hast Du Dich mal über gewissen Sachen aus der Wendezeit informiert oder bist Du auch nur so ein Dummschwätzer, der sagt die Ossis sind an allem Schuld?
Erst denken dann schreiben!GPC schrieb:
Und dann auch noch die Ostdeutschen (75% Zustimmung), die jahrzehntelang unter den Sozialisten gelitten haben?
Manchmal glaube ich ihr habt's nicht anders verdient, das grenzt schon richtig an komplette Gestörtheit. (Warum kehren wir nicht wieder zum Kaiserreich zurück, oder besser: zu den kleinen braunen Männchen?)Das ist muss man nicht kommentieren, es ist so schon lächerlich genug!
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Letztlich haben wir doch die Wahl zwischen folgenden Alternativen:
- eine teurer Sozialstaat bei dem alle gleich arm sind
oder
- wir nehmen eine Armutschicht in Kauf, steigern aber gesamtwirtschaftlich unseren Wohlstand.
Wenn versucht wird immer alles "sozial gerecht" (was das ist ist immer noch Ansichtssache) auszugleichen, dann vernichten wir jeglichen Leistungswillen in unserer Gesellschaft.
So wie es hier schon öfters zu erkenn war: Warum 40h die Woche arbeiten wenn man mit Sozialhilfe/Arbeitslosengeld/Wohngeld etc. fast genausogut leben kann?Einige werden durch die Verschärfungen sicherlich ihren Status verlieren und man wird z.B. in der Schule ab sofort deutlich merken wessen Eltern arbeitslos sind.
Und so hart das für die einzelnen sein mag (in Relation zu Armut in anderen Ländern ist das weich) - niemand wird hier verhungern.
Einmal im Jahr nach Mallorca und Markenklammotten sind für unsere Geslleschaft schon dermaßen selbstverständlich, dass sie so tut als wäre das schon die absolute Armut und der Existenzverlust.Es bleibt Jammern auf hohem Niveau.
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ThAlb schrieb:
F98 schrieb:
Die Angliederung der DDR hat doch die Kacke, die jetzt am dampfen ist noch 10 Jahre rausgezögert.
Na das ist doch mal eine neue Theorie - zumindest für mich! Ich bin gespannt ob sich hier noch jemand findet der der zustimmt...?
Hier. Zustimmung zu 100%. Angenommen die Wiedervereinigung hätte nicht stattgefunden, hätten wir in den Sozialsystemen heute noch 5-10 Jahre Luft. Aber grundsätzlich wäre nichts anders.
Im Gegensatz zu einigen konnte ich die wirtschaftliche Entwicklung der BRD in den 80ern verfolgen. Ende der 80er gab's viele Probleme bzgl. der Wirtschaft, es ging bergab und die Sozialsysteme wurden bereits mehrfach umgebaut und angegraben, weil Einnahmen und Ausgaben nicht mehr passten.
1990 gab's dann einen Sonderkonjunkturimpuls, vor allem durch den Währungsumtausch. Daraufhin gab's einen Aufschwung im Binnenmarkt und vieles wurde auch durch die Euphorie überdeckt. Damit wurden die Probleme übertüncht, und kamen dann natürlich wegen der dramatisch gestiegenen Ausgaben und gleichzeitig gesunkenen Einnahmen mit viel stärkerer Wucht zurück.
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ich_nicht schrieb:
Einige werden durch die Verschärfungen sicherlich ihren Status verlieren und man wird z.B. in der Schule ab sofort deutlich merken wessen Eltern arbeitslos sind.
Das wäre der einzige Grund weshalb ich Schuluniformen einführen würde. Durch den Markenzwang einiger Kinder, kann die Schule für ein Kind dessen Eltern finanziell eher schlecht gestellt sind eine ganzschöne Qual werden.
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es wird dich vielleicht überraschen, aber ich habe mich mit diesem Thema schon auseinandergesetzt.
Du hast schon recht, es gab/gibt/wird geben Firmen die einfach abkassieren wollten. Aber das war eben nicht die Mehrheit. Die Ost-Wirtschaft war einfach schon marode. Und Gegenbeispiel: BMW baut fettes Werk in Leipzig. Die haben's hingekriegt. Aber sie haben's neu gebaut und nicht irgendwie eine andere Firma aufgekauft, saniert und dann wieder veräussert. Es gibt auch positive Beispiele.
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GPC schrieb:
es wird dich vielleicht überraschen, aber ich habe mich mit diesem Thema schon auseinandergesetzt.
Allerdings, dass überrascht mich, was nicht heißt das ich es Dir glaube.
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Mich drängt es auch meinen Senf dazuzugeben ...
Es ist egal, wie staatliche Regulierung festgelegt werden, es werden immer außergewöhnliche Härten auf der einen Seite und Mißbrauch auf der anderen Seite entstehen. WAHRE GERECHTIGKEIT ist nicht Bestandteil der Demokratie, läßt sich nicht in Regeln fassen und deshalb eine gesellschaftliche Utopie.
Jeder der das achtzehnte Lebensjahr erreicht hat, hat das verfassungsmässiges Recht sein Leben im Klo runterzuspülen oder es mit Glück und Erfolg zu segnen.
Unser Leben wird IMMER von den drei Faktoren bestimmt - Eigenverantwortung, Kausalität und 'nicht linare Faktoren' (Glück, Pech, Schicksal, Bestimmung, Göttliche Fügung,...). Und es ist egal, wie gerne wir es auch anders sehen wollen, es sind immer gleichzeitig diese drei Faktoren beteidigt.Nach meiner Lebensphilosophie unterscheidet sich der Winner vom Looser einzig und allein durch seine Einstellung! Viele Glauben staatliche Regulierung bewirken irgend welche Wunder. - Völlig falsch! Die Ich AG ist einen Witz, Harz ist ein Witz ... der Winner ist Steh-Auf-Männchen und lässt sich durch Gesetze und Verordnung nicht aus der Ruhe bingen.
Aber ich gehe lieber einen Schritt rückwärts und einen Schritt vor, als zweimal stehen zu bleiben, denn dann habe ich in Zwischenzeit herausgefunden, dass dieser Weg nicht funktioniert. - Veränderungen sind gut!
Jeden morgen komme ich an zwei Trinkhallen vorbei. Jeden Morgen stehen dort, egal um welche Uhrzeit ich dort vorbeifahre, seit drei Jahren die selben Typen und kippen sich Ihre Kannen. Als gehören sie zum Inventar. Warum?! - Weil dort genau solche Looser stehen wie man selbst ist ... man ist doch lieber König der Ärsche, als Arsch der Könige! ... Warum soll man den die Stellenausschreiben lesen man findet doch ehe keinen Job. Druck allein hilft da nicht. Es müssten Maßnahmen ergriffen werden die nicht verfassungskonform sind ... der Landkreis Gronau hat es versucht mit kurzfristigen Erfolg mit Persönlichkeitstrainern und Motivationstrainern, die nach Kopfgeld bezahlt wurden, bis das VerfG die Aktionen untersagte.
Willst Du, dass sich was ändert im Leben, musst Du dir einen neuen Umgang suchen.Aber - die alleinerziehende Mutter mit drei kleinen Kinder, für die dann die selben Gesetze gelten müssen, die kaum arbeiten kann oder nur mit viel Glück, sind drastische Maßnahme verfehlt und relativ unfähr.
Ich glaube, dass Schröder eine relativ gute Politik macht im Vergleich zu Kohl und deshalb auch nicht wieder gewählt wird.

"Jedes Volk erhält die Regierung die es verdient!"

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Hallo
@Prof84
nach den ersten Zeilen deineds beitrags dachte ich

aber wie ich den Beitrag zuende gelesen habe hat sich meine Meinung zu deinem Beitrag um 180° gedreht
Das Beispile mit der aleinerz. Mutter ist genau das was die meisten
einfach unter den Tisch fallen lassenIn den bisherigen Beitraegen fehlte sowas (Kinder usw) vollkommen
Aber im gegenteil zu dir halte ich die bisherigen Leistungen unseres
Bundeskanzlers (im Bereich Kinder) fuer absolut ungenuegend
Die grosse Umverteilung (Familien->einzel Personen) hat inzwischen
Dimensionen angenommen (Binnenmarkt bricht ein) ...Ich sehe das ganz deutlich in meinem Bekanntenbereich
(Ich gehoere auch zu den dummen Idioten die Kinder haben)Mfg
Klaus
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KlausB schrieb:
Das Beispile mit der aleinerz. Mutter ist genau das was die meisten einfach unter den Tisch fallen lassen
Glaubst Du, man kann das Problem einer alleinerziehenden Mutter mit 3 Kindern wirklich durch höhere Sozialleistungen in GELDform lösen?
Das ist das alte Problem... schenk den Leuten Fische oder lehre sie das Angeln. Und Geld heißt immer "Fische schenken". Damit wird keinerlei Änderung bewirkt.
Der alleinerziehenden Mutter würde helfen:
- Kinderbetreuungsplätze
- verfügbare ArbeitsplätzeBeides wird nicht dadurch erreicht, daß man die Sozialkassen immer weiter in Schieflage bringt, Lohnnebenkosten nach oben prügelt und dadurch Arbeit immer teurer macht.
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Hallo
@Mark++us
so wie es in der DDR war oder ?was der "alleinerziehenden" Mutter eher helfen wuerde waere doch
ein System, das differenzieren wuerde zwischen "Arbeitsfaulen"
und Leuten, die fuer die Allgemeinheit Taetigkeiten leisten zB Kindererzieheung
-> denn deine Rente spaeter kommt auch nicht von irgendwoher oder ?Das duerfte aber eines der groestten Probleme in Deutschland sein
in Deutschland muss man sich ja vor allen schaemen, wenn man sagt
man sei Hausfrau und Mutter, der Stellenwert liegt um allerundersten
Niveau. In anderen laendern ist das sehr sehr viel anderst.
Aber in Deutschland ist ja nur der was, der VIEL Geld verdient
(unabhaengig von der erbrachten Arbeiten)MfG
Klaus
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KlausB schrieb:
so wie es in der DDR war oder ?
Man braucht nicht gerade die Sozialimus-Ruine-DDR als Beispiel bemühen. In der DDR gab's auch Verkehrsschilder, trotzdem würde ich die DDR jetzt nicht als Vorbild für die Einführung von Verkehrsschildern nennen.
Nehmen wir doch andere bös-kapitalistische Länder in Europa, z.B. Frankreich, oder die Länder in Skandinavien.
KlausB schrieb:
Aber in Deutschland ist ja nur der was, der VIEL Geld verdient
Den Punkt sehe ich jetzt überhaupt nicht, kann ihn auch aus meiner Erfahrung heraus überhaupt nicht nachvollziehen.
Wenn man sich ein neues Auto kauft, wird man von den Nachbarn dumm angesehen und von einem Teil der "Freunde und Bekannten" schnippisch angeredet. Aber das in anderen Ländern übliche "wow, nice car" hört man nicht.
Der Begriff "Hausfrau und Mutter" ist aber auch verbrannt. Was willst Du machen, manche Begriffe sind einfach negativ belegt. Bei "Hausfrau und Mutter" denke ich auch an "Lehre abgebrochen und Kind bekommen". Das wurde von einigen Frauenbewegten eben so in die Gesellschaft als Schlagwort eingebracht, daß es irgendwann als Bumerang zurück kam. Ich glaube nicht, daß inhaltlich "Hausfrau und Mutter" negativ belegt ist, aber der Ausdruck "Hausfrau und Mutter" ist es auf jeden Fall. Du kannst das daran sehen, daß Begriffe wie "ich mache Erziehungsurlaub" oder "ich kümmere mich um die Kinder" keine so negative Reaktion hervorrufen wie das Schlagwort (ist ja fast eine Parole) "Hausfrau und Mutter". Vor allem die "Hausfrau" ist sowieso so ein Ding, ich meine, meine Frau und ich, wir teilen uns neben dem Beruf den Haushalt, 50:50. Keiner würde jetzt schreiben "Ingenieur und Hausmann". Ich weiß also nicht, wieso das jemand unbedingt betonen muß. "Mutter" ist echt eine Rolle und Aufgabe, keine Frage, aber die "Hausfrau" klingt in diesem Zusammenhang eher wie eine Entschuldigung oder Wortfassung eines Minderwertigkeitskomplexes.
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Der Begriff "Hausfrau und Mutter" stammt aus dem Westen Deutschlands und ist selbst bis jetzt bei uns noch nicht so richtig im Sprachgebrauch etabliert. Er wird bei uns meistens scherzhaft für "ich bin arbeitslos" verwendet.
Dieser Spruch "HUM" konnte sich bei uns nie herausbilden, weil im Gegensatz zum Westen 95% der Mütter arbeiten (u.U. Schichtdienst!) waren (es gab ja bekanntlich fast keine Arbeitslosen). Die Kinder sind wärend dieser zeit allesamt im Kindergarten untergebracht worden.
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Auch im Westen denkt man bei "Hausfrau" an arbeitslos, nichts gelernt, sich schwängern lassen um auf Staatskosten leben zu können. Zumindest wenn eine Frau als Beruf "Hausfrau" nennt.
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Ich bin zwar keine Mutter, aber gerade weil man nicht weiß, wo man tagsüber mit dem Kind hin soll.
Zuerst hieß es Ausbildung fertig machen - ist ja nix gegen zu sagen. Jetzt heißt es so viel Geld wie möglich verdienen, damit das Haus gebaut werden kann. Der Kindergarten bei uns schließt um 12 oder man muss mächtig extra zahlen. Und dann sitzt das Kind trotzdem um 16:00 auf der Straße.
Zeigt mir den Job, wo es möglich ist, das Kind um 8:00 am Kindergarten abzuliefern und um 16:00 abzuholen.
Aber spätestens wenn das Kind in der Schule ist, hat man ein Problem, denn es gibt mehr Ferien als man Urlaub hat. Und besonders die Kleinen haben oft um 11:00 Schluß - und dann?
Es wird sich gewundert, dass so viele Kinder rumhängen? Ja, wohin sollen sie denn? Spielplätze werden abgerissen (von 3 im Ort gibt es noch 1) und bei beaufsichtigten Gruppenaktivitäten sieht es noch schlechter aus.
Und bevor sich jemand wundert: Ich wohne aufm Dorf, da ist wirklich der Hund begraben - den Kindern fällt nix anderes ein als Mist bauen.
Mit der Rente sieht es doch so aus, dass sich unsereins (wenn sich nicht gravierend etwas ändert) mit Austritt aus dem Arbeitsleben den Kopfschuß setzen kann.

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estartu_de schrieb:
Aber spätestens wenn das Kind in der Schule ist, hat man ein Problem, denn es gibt mehr Ferien als man Urlaub hat. Und besonders die Kleinen haben oft um 11:00 Schluß - und dann?
In der DDR gabs dafür einen Schulhort wo die Hortkinder bin zum Feierabend von einer Hortnerin betreut wurden.
Tja, Kinder haben/betreuen/unterhalten ist in D zunehmend unattraktiv geworden und das muss sich ändern.
Was sich noch in D ändern muss ist der Arbeitsbeginn. Es kann nicht sein, dass im Westen vielfach die Leute erst um 9.00 Uhr Morgens mit arbeiten anfangen und dann bis um 19.00Uhr abends sitzen (ist mir u.A. bei DC, Siemens, BMW aufgefallen ...). Was machen die Leute eigentlich wenn sie heim kommen? Essen->Bett->Aufstehen->Arbeiten->Goto Essen->... Kein Wunder, dass die Leute keine Zeit für andere (Familie, Freunde) mehr haben und nur noch an sich denken. Oder überhaupt keine Motivation mehr haben arbeiten zu gehen.
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@F98: verstehe ich nicht... das sind 10 Stunden am Tag, ziehe eine Stunde ab, macht 45 Stunden pro Woche. 98% der Welt arbeiten mehr pro Woche und haben auch Familienleben. Wieviel weniger als 45 Stunden pro Woche willst Du denn noch arbeiten?
Vor allem fangen gerade viele ältere ANs erst nach 9:00 an, GERADE weil sie Familienleben haben - sie helfen morgens mit, daß die Kinder in die Schule kommen oder fahren sie zur Schule, usw., sie nehmen also morgens am Frühstück/Schulvorbereitung teil und können daher nicht früher in die Firma.
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estartu_de schrieb:
Zeigt mir den Job, wo es möglich ist, das Kind um 8:00 am Kindergarten abzuliefern und um 16:00 abzuholen.

Gibt's praktisch nicht.
Aber das ist eben ein Versagen des Staates... denn diese Versorgung würde wirklich umfassenden Nutzen bringen.
Private Träger für Kindergärten sind unbezahlbar, da Kinderbetreuung arbeitsintensiv ist - wg der abstrusen Personalkostensituation in Deutschland führt das aber zu nicht tragbaren Kosten für den Einzelnen. Der Staat verhindert durch die hohe Kostenbelastung also private Angebote und stellt selbst keine zur Verfügung. Klassischer Deadlock. Als Kompensation fällt den Regierenden ein, die Lohnnebenkosten noch höher zu treiben und die später schlecht ausgebildeten und arbeitslosen Kinder mit Geld zu versorgen.
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ThAlb schrieb:
F98 schrieb:
Die Angliederung der DDR hat doch die Kacke, die jetzt am dampfen ist noch 10 Jahre rausgezögert.
Na das ist doch mal eine neue Theorie - zumindest für mich! Ich bin gespannt ob sich hier noch jemand findet der der zustimmt...?
Oh, sogar noch ein Zitat:
1988 trat Lafontaine vehement für eine Arbeitszeitverkürzung ohne vollen Lohnausgleich ein. Außerdem forderte er von der SPD eine flexiblere und pragmatischere Haltung zu den Maschinenlaufzeiten sowie zur Samstags- und Sonntagsarbeit. Auch die Gewerkschaften, so Lafontaine damals, trügen Mitverantwortung für "die Höhe der Arbeitslosigkeit".
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Und was hat das mit der Theorie von F98 zu tun, nach der die Angliederung der DDR einen derart positiven Effekt hatte, daß die Probleme in den westdeutschen Systemen dadurch um 10 Jahre NACH HINTEN (!!!) verschoben wurden?
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Das sollte ja wohl offensichtlich sein... bereits 1988 hat man also über die heutigen Probleme diskutiert! Vor DDR&Co.
Durch das allgemeine Hochgefühl und andere politische Themen ab 1989 ist diese Diskussion dann verdrängt worden. Die Währungsunion war eine gigantische Konjunkturspritze, in deren Folge zahlreiche Ex-DDR-Bürger ihrem Bedürfnis nach Konsum nachgingen, was die Binnennachfrage extrem belebte. Außerdem waren die Neubürger zunächst überwiegend Beitragszahler da beschäftigt. Erst im Rahmen der Zerschlagung der Industrie in den neuen Ländern und dem Auslaufen der Konjunkturspritze (d.h. das von DDR-Mark nach D-Mark getauschte Geld war ausgegeben) konnte sich das System wieder in einen stationären Zustand einschwingen, was ab Mitte der 90er der Fall war. Und nun kamen die Probleme wieder zurück, nur daß natürlich die Finanznot jetzt beschleunigt war, da das zuvor bereits schwächelnde Systeme nun mit noch mehr Leistungsempfängern belastet wurde.