[Hartz IV Proteste] Dämliche Demonstranten
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Wieso, die 50% Transferleistungsempfänger sind Fakt. Und daß von meinem Gehalt 2/3 abgehen ist auch Fakt. Und daß ich teilweise eine 70 Stundenwoche habe auch. [Daher will ich auch netto mehr als doppelt soviel verdienen wie andere Arbeitnehmer mit 35 Stundenwoche.]
Und wenn mir der Staat noch weitere 500 EUR pro Monat abnimmt - was mit den neuen Plänen für die Krankenversicherung durchaus nicht unwahrscheinlich ist - wird er davon nur einen halben Transferleistungsempfänger füttern können, aber mich noch weiter demotivieren hier Leistungen abzuführen.
Frage ist daher doch, wer dann gewinnt.
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Marc++us schrieb:
Das Problem ist nicht der Osten, das Problem sind die Deutschen.
In diesem Lande sind mehr als 50% Bezieher von Transferleistungen:
- Rente
- Arbeitslosengeld
- Krankengeld
- Sozialhilfe
- BafögIm Klartext: mehr als die Hälfte der Leute bekommt ihr Geld bereits vom Staat. Es ist doch klar, daß hier nun Massen auf die Straße gehen, weil sie um ihre Einnahmen fürchten.
Und ich Naivling hab immer gedacht das ich mit den ganzen Abzügen von MEINEM Lohn Leistungen wie Rente, Arbeitslosengeld, Krankengeld bezahle, die ich irgenwann mal in Anspruch nehmen (kann/muss).
Wie man sich doch irren kann.
mfg JJ
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Noodles schrieb:
Geh wieder spielen, so eine gequirlte Schei**, lächerlich.
Wieviel Leute sind denn an den "Zonis" reich geworden und woher kamen sie? Es gibt hier Leute, die es nicht verstehen, dass sie Kürzungen bekommen und Beamte der Telekom hier her kommen und dafür enorm viel absahnen. Das ist nur ein Kritikpunkt an der Umsetzung von Hartz IV.
Leider wird es auch in 50 Jahren noch solche Idioten wie Dich geben wird, die auf den "Zonis" rumhacken werden.
Scheinbar sind wir ja auch selbst Schuld, weil wir uns ja damals aussuchen konnten wer unsere Besatzungsmacht wird!
Nananana, wer wird denn gleich persönlich werden? Eigentlich war nicht beabsichtigt, zu sagen, dass die Ostdeutschen per se schlechte Menschen sind. Es ist jedoch auffallend, dass die Anti-Reform Bewegung vor allem im Osten stark ist. Das ist ein empirisch nachweisbarer Fakt. Was mich jedoch verwundert : Wieso demonstrieren die Typen gegen eine Zusammenlegung von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe? Dieser längst überfällige Schritt dient vor allem einem : der Reduzierung des Verwaltungsoverheads im Sozialbereich und höherer Bürgernähe, es wird nicht mehr soviel Rumrennen für Sozial/Arbeitslosenhilfeempfängern notwendig sein wie heute mit zwei getrennten Ämtern. Das zeigt doch nur, dass die Demonstranten Null Ahnung haben, gegen was sie Demonstrieren. Haben wohl alle zuviel TAZ gelesen.
Union-Fan
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Union-Fan schrieb:
Es ist jedoch auffallend, dass die Anti-Reform Bewegung vor allem im Osten stark ist. Das ist ein empirisch nachweisbarer Fakt.
Der Osten ist ja auch stärker betroffen.
Was mich jedoch verwundert : Wieso demonstrieren die Typen gegen eine Zusammenlegung von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe?
Weil sie plötzlich erheblich weniger Geld bekommen. Was ist daran so verwunderlich? Von weniger Verwaltungsaufwand kann sich keiner was kaufen, aber wenn plötzlich einige Hundert Euro im Monat ausbleiben, macht sich das doch bemerkbar.
Das zeigt doch nur, dass die Demonstranten Null Ahnung haben, gegen was sie Demonstrieren. Haben wohl alle zuviel TAZ gelesen.
Woher beziehst du deine Informationen?
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...mal was grundsätzliches: Es macht ja sicher Spaß, sich zu einer der 'großen' Parteien zugehörig zu fühlen. Fakt ist jedoch, daß der Unterschied ungefähr der Größe eines Mückenschiß´ entspricht.
Solange es in der Politik nicht um das bestmögl. Ergebnis, sondern um 'wer behält die Macht' / 'wer hat Recht' geht, gibt es auch keine Unterschiede zw. d. Parteien!!!
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Marc++us schrieb:
[...] es ist nur offensichtlich, daß es nicht sein kann, daß der größere Teil der Bevölkerung vom kleineren Teil ernährt wird [...]
Warum nicht, die Produktivität ist hoch genug. Das setzt natürlich voraus, dass die aufgrund der hohen Produktivität entstandenen Überschüsse, d.h. die Profite, auch in erforderlichem Maße abgeschöpft werden, anstatt auf Privatkonten vermeintlicher Leistungsträger zu versauern, und dass die Überschüsse nicht in Bürokratie und sinnlosen Grossprojekten verpulvert werden.
Aber danke für deine "Kritik der Ossi-Kritik", das war doch mal erfrischend zu lesen.

Dass die "in den Osten gepumpten Milliarden" zum überwiegenden Teil postwendend in den Westen zurückgeflossen sind, und dass gerade das der Regierung Kohl jahrelang den A.rsch gerettet hat, wird ja leider gern unterschlagen.
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John Doe schrieb:
Marc++us schrieb:
Das Problem ist nicht der Osten, das Problem sind die Deutschen.
In diesem Lande sind mehr als 50% Bezieher von Transferleistungen:
- Rente
- Arbeitslosengeld
- Krankengeld
- Sozialhilfe
- BafögIm Klartext: mehr als die Hälfte der Leute bekommt ihr Geld bereits vom Staat. Es ist doch klar, daß hier nun Massen auf die Straße gehen, weil sie um ihre Einnahmen fürchten.
Und ich Naivling hab immer gedacht das ich mit den ganzen Abzügen von MEINEM Lohn Leistungen wie Rente, Arbeitslosengeld, Krankengeld bezahle, die ich irgenwann mal in Anspruch nehmen (kann/muss).
Wie man sich doch irren kann.
mfg JJ
Ich meine einen ironischen Unterton zu erkennen, aber Marc+us hat tatsächlich recht:
Deine Rente wird von den Leuten bezahlt, die arbeiten wenn du auf Rente bist.
Ebenso das Arbeitslosengeld etc.
Wenn du heute etwas einzahlst bekommt es gleich jemand anderes.
So haben es sich die Gründungsväter der BRD damals überlegt. Nach dem Krieg gab es viele alte Menschen, die niemals irgendwo eingezahlt hatten und demnach auch keine Ansprüche auf Leistungen hätten, wenn wir ein Sozialversicherungsmodell nach Muster der privaten Lebensversicherungen gewählt hätten.(Wo jeder bei Zeiten Geld im Prinzip nur für sich allein in eine Versicherung einzahlt)
Aus Notwendigkeit diese Lücke zu schließen entstand der Generationenvertrag und Schritt für Schritt unserer heutiges (oder eher vergangenes) Sozialnetz.
Die soziale Rundumabsicherung hat solange funktioniert wie es der Wirtschaft gut ging und die internationale Konkurrenz es zuließ.
Das gibt es heut nicht mehr.Von daher hat eigentlich jeder, der sich im Moment darüber beklagt dass er zuwenig Leistungen vom Staat bekommt, unser Sozialsystem nicht verstanden.
Um es nochmal deutlich zu machen: Die Beiträge die man eingezahlt hat wurden nicht in einen Tresor gelegt um bei Bedarf wieder rausgeholt zu werden, sondern sofort wurden weiterverteilt.
Und so verhält es sich auch im allgemeinen mit den übrigen Sozialleistungen, wenn der Staat fast pleite ist, kann er eben nur noch weniger leisten. Wo nichts ist kann auch nichts verteilt werden.
Im Prinzip muss man hoffen, das es dem Land gut geht wenn man mal selber bedürftig ist.Damit hat man sich abzufinden oder bei den Gründungsvätern zu beschweren - oder noch besser: den A**** hochbekommen und sich einen Job suchen!
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Die Zeiten werden enger, das Geld knapper.
Wer sich jetzt noch beschwert, dass Hartz xyz kommt, hat KEINE Ahnung, wie es den Menschen vor 1910 ging. Fließendes Wasser, Arbeitnehmerrechte usw. waren nicht existent.
JEDER, der sich sich über Hartz beschwert, lebt in einer Traumwelt (Stichwort Medien: TV-Welt, Bild dich weiter usw.), dem geht es zu gut und der ist nicht in der Lage, sich an die eigene Nase zu fassen.
Leute, ich möchte euch 100 Jahre in die Vergangenheit schicken, am besten 200. Dann würdet ihr sehen, dass 10jährige Kinder in den Kohlegruben zu Tode schikaniert wurden, dass Familien an Entkräftung und Auszehrung starben. Ihr statt dessen beklagt euch, wenn ihr vom Sozialamt keine Handystütze, Videoabo und Waldi-WuffWuff-Extra-Schappi-Portionszuschuss bekommt.
Macht nur weiter so.
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Union-Fan schrieb:
Nananana, wer wird denn gleich persönlich werden?
Ich!
Das sollte Dir ja auch nicht entgehen nach dem Mist, den Du hier schreibst!Union-Fan schrieb:
Es ist jedoch auffallend, dass die Anti-Reform Bewegung vor allem im Osten stark ist.
Warum wohl, mein Gott Du bist ja noch ... wie ich dachte.
Union-Fan schrieb:
Das zeigt doch nur, dass die Demonstranten Null Ahnung haben, gegen was sie Demonstrieren.
Vorallem zeigt es, dass Du keine Ahnung hast von dem was Du hier schreibst.
Du bist lächerlich!Ingo schrieb:
Wer sich jetzt noch beschwert, dass Hartz xyz kommt, hat KEINE Ahnung, wie es den Menschen vor 1910 ging. Fließendes Wasser, Arbeitnehmerrechte usw. waren nicht existent.
Hmm, Du willst allen Ernstes diesen Vergleich fahren?
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Hi Politikwissenschaftler,
Ironie ja, das mit dem Generationsvertrag ist mir (leider) auch klar. Ich habe zu Hartz IV jetzt wirklich (glücklicherweise) schon erste Einwände von Verfassungsrechtler gehört (Quelle weiss ich leider nicht mehr), das diese Gesetze in ihrer jetzigen Form wohl das Prinzip der "sozialen Gerechtigkeit" verletzen. Das soll heissen, das es juristisch durchaus anfechtbar sein könnte, das jemand der beispielswiese 40 Jahre in die "grosse" Kasse eingezahlt hat, im Verhältniss dazu sogut wie keine Leistungen mehr erhält. Und ich hoffe das im Fall des Falles Gerichte nach Gerechtigkeit und nicht nach politischem Kalkül entscheiden.
Ich bin wahrscheinlich hoffnungslos naiv.
Aber es können doch nicht immer und überall nur die (Poltik-)Abzocker und (Steuer-)Betrüger belohnt werden.

mfg JJ
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Das Problem an der ganzen Sache ist, das der Staat für die Leistungen wie z.B. die Rente keine Rücklagen bildet. Aber sie halten es auch nicht für nötig daran was zu ändern. Ich habe eine Privatrente abgeschlossen, wo ich weniger einzahle als mir vom Lohn abgezogen werden und trotzdem am Ende wahrscheinlich mehr Geld rausbekomme. Der Staat soll Geld, es wird ja genug verschwendet, zurücklegen und es irgendwo anlegen. Von mir aus in Immobillien. Ähnliche System haben in Teilen der USA schon erfolg, die Leute bekommen mehr Geld aus der Rente als was sie jetzt verdienen.
Das gleiche gilt für das Arbeitslosengeld. Sie haben kein Geld, deswegen dürfen die Arbeitslosen bluten. Aber wir haben es ja so dicke, das wir 22 MIG-29 an Polen für insgesamt 22 € verkaufen können
. 220 Mio -was sie wert sind- sind ja Peanuts.
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.... schrieb:
Aber wir haben es ja so dicke, das wir 22 MIG-29 an Polen für insgesamt 22 € verkaufen können
. 220 Mio -was sie wert sind- sind ja Peanuts.Billiger als verschrotten isses allemal
billiger als weiterbetreiben (was anscheinend nicht gewünscht war) auch.
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wie wärs mit verkaufen? neu kosten sie im zweistelligen Mio Bereich, gebraucht immer noch im hohen einstelligen Mio Bereich.
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.... schrieb:
Der Staat soll Geld, es wird ja genug verschwendet, zurücklegen und es irgendwo anlegen.
Welches Geld, der Staat hat selber Schulden en masse. Es macht kein Sinn Geld anzulegen, wenn man woanders noch Schulden hat.
Zum Thema Renten : Ein einfacher Arbeiter bekommt in der Schweiz z.B. mit privater Absicherung bis zu 3500€ NETTO. So eine Rente kann sich hier nicht einmal ein sogenannter Besserverdiener sichern.
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Das Problem an HARTZ IV ist, dass die Abscheißer, die bis jetzt bewußt faul Sozialhilfe kassiert haben weiterhin alles in den A.r.s.c.h geschoben bekommen und weiterhin keinen Finger krumm machen werden.
Die Verlierer von HARZ IV sind Leute mit folgenden Eigenschaften:
- älter 45Jahre
- Kinder selbst erwerbstätig/zu Hause ausgezogen
- eigenes Haus
- Leben in einer strukturschwachen Region ohne Hoffnung auf wirtsch. AufschwungAber sowas wird in den Zeitungsanzeigen der Bundesregierung nicht dargestellt, dort werden nur Fallbeispiele von Idealfamilien mit 1-2 Kindern, die in einer "angemessenen" Mietwohnung leben durchgerechnet.
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Zu Hartz:
DAS was die Regierung da treibt ist ja wohl der größte [piep] den ich je gehört hab... Hartz sollte den Sozialstaat retten (!!!...ich frag mich wie? mit genug gesundem Menschenverstand sollte eigentlich klar sein das es genau das Gegenteil bewirkt-die Abschaffung) UND die Wirtschaft stabilisieren, auch hier wie soll das gehen? Wenn die Bürger noch weniger Geld haben können und wollen sie noch weniger ausgeben, folglich kommt weniger Geld in die Kassen von Einzelhandel und Dienstleistern was zu entlassungen und noch mehr arbeitslose führt, für die der Staat weiteres geld ausgeben muss und so die abwärtsspirale immer weiter nach unten treibt.
(Das schlimmste ist wir erinnern uns an '33 das sowas oft die demagogen und extremistengruppen stärkt)zu den OstGegenern:
ich möchte euch mal sehen wenn in eurer Region die Arbeitslosenquote(in der ja nur DIE aufgeführt sind die potentiell vermittelbar sind) 23% beträgt!
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Pippopo schrieb:
.... schrieb:
Der Staat soll Geld, es wird ja genug verschwendet, zurücklegen und es irgendwo anlegen.
Welches Geld, der Staat hat selber Schulden en masse. Es macht kein Sinn Geld anzulegen, wenn man woanders noch Schulden hat.
Sekunde, Sekunde.
Grundsätzlich hast Du zwar recht, aber Du übersiehst eine Sache: das Geld, das man in die Sozialversicherung zahlt, ist gemäß offizieller Lesart KEINE Steuer, sondern weiterhin mein Geld. Demnach darf das eben nicht einfach mit dem Schuldentopf des Staates verrechnet werden. Tut er das aber doch, so ist das eine schleichende Enteignung.
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@HarryKeogh:
Ich versteh nicht, was du sagen willst?! Hast du Hartz IV auch wirklich verstanden, oder meckerst du einfach nur so rum um auch mal was dazu zu sagen?!
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HarryKeogh schrieb:
Wenn die Bürger noch weniger Geld haben können und wollen sie noch weniger ausgeben, folglich kommt weniger Geld in die Kassen von Einzelhandel und Dienstleistern was zu entlassungen und noch mehr arbeitslose führt, für die der Staat weiteres geld ausgeben muss und so die abwärtsspirale immer weiter nach unten treibt.
Du hast unsere Todesspirale schön beschrieben, aber nicht konsequent durchdacht.
Das Problem ist doch, daß man von jedem verdienten Euro heute nur noch rund 40 Cent in der Tasche behält. Und jede Erhöhung der Sozialausgaben reduziert diese 40 Cent weiter. Die Differenz wird zum Teil von Verwaltungskosten im System aufgefressen und nur ein Bruchteil erreicht die Leistungsbezieher. Es muß zunächst das Ziel des Staates sein dafür zu sorgen, daß die Leute die arbeiten wieder mehr Geld zum Ausgeben haben - und nicht denen noch mehr abzunehmen, einen Teil zu verschleudern und dann den Rest zu verteilen.
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Was genau CarstenJ?
Laut Hartz bekommst du nur noch 1 jahr (glaub) ich arbeitslosengeld dann nur noch sozialhilfe!
desweiteren dürfen Sparrücklagen (für Kinder glaub ich) nur noch um die 600 Euro sein! Die Rücklagen Privater Rentenvorsorge müssen erst aufgraucht werden und Lebensversicherungen (hier bin ich mir nicht ganz sicher ob die nur drüber nachgedacht haben oder ob es schon mitzugehört) ebenfalls ausgezahl und aufgraucht werden... dies muss alles erst passiert sein bevor man die Hilfe bekommt. - jetzt sag mir wo ist die sozial gerechtigkeit? Wo ist da noch der sozialstaat wenn man 300 Euro Hilfe bekommt?- Damit kommt man nicht weit!
Die wirtschaft sollte davon ja auch angeblich stabilisiert werden aber bei oben aufgezählten dingen gibt doch keiner mehr sein geld der Bank das geht alle in den Sparstrumpf, damit man wenigstens etwas rücklage hat an die der staat nicht so schnell kommt... dieses Geld fehlt jetzt wieder den Banken die damit arbeiten würden-> und wieder eine kurz vor oder in der pleite!->Entlassungen -> Arbeitslosigkeit steigt -> Staat muss noch mehr geld ausgeben und denkt sich wieder was aus um bei gleicher oder höherer arbeitslosigkeit noch weniger geld auszugeben
das gleiche wie für die Banken gilt auch für den Handel den die 300 Euro sind wenig geld für lange Monate!Übrigens bin ich der MEinung das das sozialsystem reformiert werden muss aber hartz ist meines erachtens der falsche weg!