[Hartz IV Proteste] Dämliche Demonstranten



  • Marc++us schrieb:

    Du würdest mich sicherlich nicht als Regierung wollen... zumindest in den ersten 5 Jahren nicht. 🙂

    warum nicht? klingt alles halbwegs vernünftig, was du da unten so schreibst.

    Marc++us schrieb:

    Thema Bafög: ich würde Bafög in der heutigen Form komplett abschaffen und ein Studiendarlehen einführen, das man innerhalb von 10 Jahren nach Arbeitsbeginn mit extrem niedriger oder keiner Verzinsung zurück zahlen muß. Generell die gleiche Höhe, elternunabhängig, zeitlich begrenzt und nur ein Studiengangwechsel möglich. Bei Berufstätigkeit im Ausland wird das Darlehen sofort fällig (bzw. bei der nächsten Einreise). Teilweise Stundung gibt's dann für schnelles Studium und sehr gute Noten (z.B. 20% Erlaß). Das deckt übrigens auch den Fall ab, daß jemand keine Arbeit findet! (Quizfrage: wieso?)

    FULL ACK! (bis auf die tatsache, daß die volle gewährung als darlehen bereits jetzt im einzelfall möglich ist, statt der hälftigen schenkung- und bis auf die zweite tatsache, daß bereits jetzt erst fünf jahre später mit der rückzahlung des darlehensteils begonnen werden muß, dies auch im rahmen der möglichkeiten, sprich: eigenes einkommen ja/nein)

    @quizfrage: studium abgeschlossen, keine arbeit -> kein arbeitsbeginn -> keine rückzahlung

    Marc++us schrieb:

    Damit wäre das Bafög keine staatliche Transferleistung mehr. Und wer studieren will ohne das Geld zu haben - der beantragt einfach Bafög.

    hm... per se ist das dann keine transferleistung mehr, kann es aber werden. im fall der arbeitslosigkeit. stimmt prinzipiell aber.

    [quote="Marc++us"Noch ein Vereinfachungswunsch? Abschaffung aller gesetzlichen und Ersatzkrankenkassen. Es gibt ohnehin keinen Wettbewerb, Leistungen sind vorgeschrieben, und durch die Transferzahlungen wird nur unter Verwaltungsaufwand ein Ausgleich mit Gewalt geschaffen. Dafür gibt's dann redundanten Verwaltungsnetze der Kassen. Überflüssig - eine Kasse und fertig. Wenn ohnehin alles gleich ist, brauche ich keine 200 Kassen.[/quote]
    FULL ACK!

    das ist auch so ein ding, wo ich mich immer gefragt habe: warum???
    einerseits heißt es, für jeden gibts die nötige therapierung/behandlung- das heißt, für jeden gibts das gleiche im gleichen bedarfsfall, und das heißt, es gibt nur eine behörde/anstalt dafür. andererseits widerspricht die realität mit ihren hunderten einzelnen krankenkassen- da muß es ja einen grund geben, warum das so ist. das ist hier die frage: warum ist das so? logisch ist das nicht...


  • Mod

    scrub schrieb:

    das ist auch so ein ding, wo ich mich immer gefragt habe: warum???
    einerseits heißt es, für jeden gibts die nötige therapierung/behandlung- das heißt, für jeden gibts das gleiche im gleichen bedarfsfall, und das heißt, es gibt nur eine behörde/anstalt dafür. andererseits widerspricht die realität mit ihren hunderten einzelnen krankenkassen- da muß es ja einen grund geben, warum das so ist. das ist hier die frage: warum ist das so? logisch ist das nicht...

    Das ist geschichtlich "gewachsen". In den 80ern - als es noch den guten Ostblock gab und man wußte wo der Feind stand 😉 - gab es einen Unterschied bzgl. der ersetzten Leistungen unter den Kassen. Vor allem die Ersatzkassen (Techniker war damals ein Vorreiter) ersetzten oftmals mehr als andere Kassen wie die AOK. Dafür waren die Kassen nicht offen, d.h. man konnte z.B. nur mit technischen Berufen in die Techniker, als Arbeiter nur in die AOK, bzw. alternativ falls die Firma es hatte in die jeweilige BKK. Die Sätze waren relativ unterschiedlich, die Leistungen auch. Aber es war auch klar, einigen Kassen "ging" es besser als anderen, da sie ja an Berufsgruppen hingen. AOK hatte die Arbeiter und Renter und demnach immer die niedrigsten Einnahmen pro Kopf. Spezielle Kassen z.B. für Ärzte und Apotheker oder mit vielen Selbständigen schwammen im Geld.

    So nach und nach wurden die Kassen dann geöffnet (das war noch die Regierung Kohl), auch die Sätze der Leistungen für die Ärzte vereinheitlicht, wodurch immer mehr Verschiebungen kamen. Irgendwann kamen die ersten Kassen in Schieflagen, wodurch sie gezwungen wurden die Leistungen zu vereinheitlichen. Danach kam diese Ausgleichsgesetz, wonach finanzstarke Kassen gezwungen wurden ihre Überschüsse an die armen Kassen abzuführen - wodurch dann die heutige Situation entstand, daß sich für die Kassen sparen nicht mehr lohnt - denn geht's einer Kasse gut, muß sie viel Geld abführen, also wozu sparen - geht's einer Kasse schlecht, wird sie viel Geld aus dem Transfertopf bekommen, also wozu sparen.

    Es gab mal eine Zeit, da hat jede Krankenkasse tatsächlich unterschiedlich viel Geld für eine Zahnspange zugezahlt. 😮

    Im Grunde ist die heutige Situation ein Lehrbeispiel dafür was passiert, wenn man immer nur patcht und nie die Architektur anpackt um geänderte Lagen abzubilden... aber Softwerker müssen das ja eigentlich wissen. 🕶



  • Das ist meiner Meinung einer der angedachten Effekte von Hartz IV... damit wollen sie wohl erreichen, daß man sich nicht mehr kurzfristig arbeitslos meldet, sondern immer noch etwas wartet... diese Überbrückungsarbeitslosigkeit von 1-2 Monaten ist nur noch wenig lukrativ, da man einfach zu stark die Hosen runterlassen muß, was man alles so gespart hat.

    hmm also da glaub ich nicht das das den von dir beschriebenen gewünschten erfolg hat oder ich versteh die Logik deines Argumentes vielleicht nicht.

    Weil man ja schon vorher 12 monate geld aus dem versicherungstopf bezogen hat und sich dementsprechend 12 Monate mit dem AA auseinandersetzen durfte, wird man garantiert auch alg2 beantragt so man anspruchsberechtigt ist...
    ist man anspruchsberechtig brauch man ja die hosen nicht runterlassen da man ja eh nix hat...

    oder wie meinst du das genau?

    ach so mit deinem quiz... was ich so gehört habe ist nicht in planung das das darlehn zinslos sein soll. würde heissen für jemanden der erstmal ne weile arbeitslos ist und dann erst später anfangen kann zurückzuzahlen das der dann doch nicht gerade wenig beanchteiligt ist... also im allgemeinen find ich die regelung gut aber wenn dann bitte nur zinslos (oder von mir aus noch mit inflationsrate verzinst)... alles was über 3% geht kann für einen der spät anfängt arbeiten zu gehen doch recht happig werden...

    was mir daran gefallen würde wäre wenn man als bezahlender mal mehr rechte bekommen würde und auch auf vernünftige leistungen bestehen könnte. insbesondere Prfüungs und Immaamt hätten dann ne dauerbeschwerde von mir...



  • Politikwissenschaftler schrieb:

    John Doe schrieb:

    Marc++us schrieb:

    Das Problem ist nicht der Osten, das Problem sind die Deutschen.

    In diesem Lande sind mehr als 50% Bezieher von Transferleistungen:

    - Rente
    - Arbeitslosengeld
    - Krankengeld
    - Sozialhilfe
    - Bafög

    Im Klartext: mehr als die Hälfte der Leute bekommt ihr Geld bereits vom Staat. Es ist doch klar, daß hier nun Massen auf die Straße gehen, weil sie um ihre Einnahmen fürchten.

    Und ich Naivling hab immer gedacht das ich mit den ganzen Abzügen von MEINEM Lohn Leistungen wie Rente, Arbeitslosengeld, Krankengeld bezahle, die ich irgenwann mal in Anspruch nehmen (kann/muss).
    Wie man sich doch irren kann. 😮

    mfg JJ

    Ich meine einen ironischen Unterton zu erkennen, aber Marc+us hat tatsächlich recht:
    Deine Rente wird von den Leuten bezahlt, die arbeiten wenn du auf Rente bist.
    Ebenso das Arbeitslosengeld etc.
    Wenn du heute etwas einzahlst bekommt es gleich jemand anderes.
    So haben es sich die Gründungsväter der BRD damals überlegt. Nach dem Krieg gab es viele alte Menschen, die niemals irgendwo eingezahlt hatten und demnach auch keine Ansprüche auf Leistungen hätten, wenn wir ein Sozialversicherungsmodell nach Muster der privaten Lebensversicherungen gewählt hätten.(Wo jeder bei Zeiten Geld im Prinzip nur für sich allein in eine Versicherung einzahlt)
    Aus Notwendigkeit diese Lücke zu schließen entstand der Generationenvertrag und Schritt für Schritt unserer heutiges (oder eher vergangenes) Sozialnetz.
    Die soziale Rundumabsicherung hat solange funktioniert wie es der Wirtschaft gut ging und die internationale Konkurrenz es zuließ.
    Das gibt es heut nicht mehr.

    Von daher hat eigentlich jeder, der sich im Moment darüber beklagt dass er zuwenig Leistungen vom Staat bekommt, unser Sozialsystem nicht verstanden.
    Um es nochmal deutlich zu machen: Die Beiträge die man eingezahlt hat wurden nicht in einen Tresor gelegt um bei Bedarf wieder rausgeholt zu werden, sondern sofort wurden weiterverteilt.
    Und so verhält es sich auch im allgemeinen mit den übrigen Sozialleistungen, wenn der Staat fast pleite ist, kann er eben nur noch weniger leisten. Wo nichts ist kann auch nichts verteilt werden.
    Im Prinzip muss man hoffen, das es dem Land gut geht wenn man mal selber bedürftig ist.

    Damit hat man sich abzufinden oder bei den Gründungsvätern zu beschweren - oder noch besser: den A**** hochbekommen und sich einen Job suchen!

    Ganz genauso ist es



  • Windalf schrieb:

    ist man anspruchsberechtig brauch man ja die hosen nicht runterlassen da man ja eh nix hat...

    oder wie meinst du das genau?

    ganz einfach: du kriegst 12 (ich dachte, es seien doch 18?) monate dein ALG I. so, und damit du jetzt nicht dein haus, dein auto, dein boot loswirst, hältst du die klappe, gehst nicht aufs amt, nimmst keine 4000DM ein.

    Windalf schrieb:

    ach so mit deinem quiz... was ich so gehört habe ist nicht in planung das das darlehn zinslos sein soll. würde heissen für jemanden der erstmal ne weile arbeitslos ist und dann erst später anfangen kann zurückzuzahlen das der dann doch nicht gerade wenig beanchteiligt ist... also im allgemeinen find ich die regelung gut aber wenn dann bitte nur zinslos (oder von mir aus noch mit inflationsrate verzinst)... alles was über 3% geht kann für einen der spät anfängt arbeiten zu gehen doch recht happig werden...

    ja, ne verzinsung wär natürlich echt scheiße. wichtig ist: jeder kann studieren, unabhängig von der finaziellen lage, und die viruelle verbindung zu den eltern ist endlich auch gesetzesmäßig inexistent. das wärs doch!



  • Cortex85 schrieb:

    Von daher hat eigentlich jeder, der sich im Moment darüber beklagt dass er zuwenig Leistungen vom Staat bekommt, unser Sozialsystem nicht verstanden.
    Um es nochmal deutlich zu machen: Die Beiträge die man eingezahlt hat wurden nicht in einen Tresor gelegt um bei Bedarf wieder rausgeholt zu werden, sondern sofort wurden weiterverteilt.

    theoretisch ists aber so, daß man mit der einzahlung der beiträge einen anspruch hat.
    aber leider handelt es sich praktisch um ein reinrassiges schneeballsystem... dem leider die neuen mitstreiter (kinder) ausbleiben.



  • ganz einfach: du kriegst 12 (ich dachte, es seien doch 18?) monate dein ALG I. so, und damit du jetzt nicht dein haus, dein auto, dein boot loswirst, hältst du die klappe, gehst nicht aufs amt, nimmst keine 4000DM ein.

    ja 18 bekommst du wenn du glaub ich über 55 bist oder so aber der normalsterbliche bekommt maximal 12...

    und mein haus mein auto und mein boot werde ich sowieso los weil wovon soll ich die finanzieren wenn kein geld reinkommt... autofahren kann ich ja auch nur wenn ich sprit kaufen kann. sonst bringt es mir ja nix das auto vor der tür zu haben... (jetzt mal von unterhalt wie versicherung steuern, tüv ,asu usw... abgesehen)



  • Windalf schrieb:

    und mein haus mein auto und mein boot werde ich sowieso los weil wovon soll ich die finanzieren wenn kein geld reinkommt...

    naja, das war ja der vorschlag dahinter: die zwei monate, die du zwischen ALG I und neuer arbeit hast, irgendwie zu überbrücken- ohne das zeugs loszuwerden.



  • @scrub
    wie denn überbrücken, wenn du vorher schon 12 monate arbeitslos bist wiso sollte sich das ausgerechnet spontan innerhalb der nächsten 2 monate ändern...

    ein akademiker der länger als ein jahr arbeitslos ist, zählt doch mitlerweile schon nicht mehr als akademiker...



  • Windalf schrieb:

    @scrub
    wie denn überbrücken, wenn du vorher schon 12 monate arbeitslos bist

    was weiß ich? die idee ist ja nicht auf meinem mist gewachsen...

    Windalf schrieb:

    ein akademiker der länger als ein jahr arbeitslos ist, zählt doch mitlerweile schon nicht mehr als akademiker...

    hm? wie jetzt?



  • Zu lange raus aus dem Geschäft.



  • akademiker ist man mit einem akademischen grad... klar, der bringt nichts mehr, wenn man zu lange raus ist, aber für die definition ists unwichtig.



  • Interessante Diskussion. Mal angenommen, die Demos würden sich verstärken und die Menschen die "Staatsführung" in die Knie zwingen (in anderen Staaten gelingen solche Bewegungen ja auch), was passiert dann?



  • Erhard Henkes schrieb:

    Interessante Diskussion. Mal angenommen, die Demos würden sich verstärken und die Menschen die "Staatsführung" in die Knie zwingen (in anderen Staaten gelingen solche Bewegungen ja auch), was passiert dann?

    Was wird geschehen wenn Hartz IV in Kraft tritt?
    Was wird geschehen, wenn ein Langzeitarbeitsloser eine Geschäftsidee hat? Die Förderung für die sogenannte "Ich AG" bekommt diese Person nicht mehr!?

    Was ist so schlimm an Demos von Leuten die Angst um ihr Geld (weiteres Leben) haben?
    Was ist falsch daran, Telekom Beamte mit unheimliche finanziellen Vergütungen in die Neuen Länder zu schicken, um Leuten bei Anträgen zu helfen die den meisten eher schaden wie nutzen?

    Du siehst, es gibt viele ungeklärte Fragen. 😕



  • Marc++us schrieb:

    Noch ein Vereinfachungswunsch? Abschaffung aller gesetzlichen und Ersatzkrankenkassen. Es gibt ohnehin keinen Wettbewerb, Leistungen sind vorgeschrieben, und durch die Transferzahlungen wird nur unter Verwaltungsaufwand ein Ausgleich mit Gewalt geschaffen. Dafür gibt's dann redundanten Verwaltungsnetze der Kassen. Überflüssig - eine Kasse und fertig. Wenn ohnehin alles gleich ist, brauche ich keine 200 Kassen.

    Diesen Wunsch habe ich hier auch schonmal geäußert, aber da schneiden sich ja die ganzen Politiker (lokal) noch irgendwo ins eigene Fleisch, denn sie denken ja auch ein Leben nach der Politik. 😉



  • Was wird geschehen wenn Hartz IV in Kraft tritt?

    vermutlich nicht mehr soviel. einge werden feststellen das sie nich wirklich viel weniger haben als vorher und nachdem dann irgendwann auch mal die kosmetischen fehler beseitigt sind, bleiben zum demonstrieren ja nur noch die verlierer der reform übrig...
    zum andern ist dann ja auch winter, wird vermutlich nicht mehr lange dauern und die teilnehmerzahlen werden drastisch mit dem wetter sinken und nächsten sommer interessiert sich dann keiner mehr dafür weil schon wieder die nächste Sau von der Politik durch Dorf gejagt wird.
    Wenn die Demos trotzdem anhalten werden vermutlich auf seiten der Besserverdienenden noch ein paar heilige Kühe geschlachtet (irgend ne verkappte vermögenssteuer oder bildungsabgabe oder sowas). Rückzieher können die sich gar nicht erlauben es ist ja einfach kein Geld da...

    Viele wissen ja noch nicht einmal was wirklich auf sie zukommt. Wobei mir die Medienlandschaft dazu überhaupt nicht gefällt. Die Zeitung übertreibens total und progagieren fast das jeder zweite alg2-empfänger verhungern wird weil er sich nicht mal mehr ein Brot leisten kann und ARD und ZDF möchten einem fast erzählen das es eigentlich nur Gewinnner bei der Reform gibt. Die einzigen die erwischt werden sind die ach so bösen bösen sozialschmarotzer die ja angeblich 99% aller Leistungsbezieher ausmachen. Die haben alle Millionen auf dem Konto und fahren 5 mal im Jahr in den Urlaub und kaufen sich zweimal im Jahr einen neuen Porsche...

    Was wird geschehen, wenn ein Langzeitarbeitsloser eine Geschäftsidee hat? Die Förderung für die sogenannte "Ich AG" bekommt diese Person nicht mehr!?

    Die Ich AG kannst du doch sowieso in die tonne treten...
    Wenn du ne brauchbare idee hast bekommst du es auch so hin an sonsten betreibst du eh nur so ne pseudofirma die vom staat subventioniert wird und du dadurch das du andere unterbieten kansnt diese dann in die arbeitslosigkeit treibst. aber zum glück ist der regierung ja noch rechtzeitig folgendes eingefallen: "So ein Mist jetzt können wir wenn wir die ich ag faktisch abschaffen gar nicht mehr andere unternehmen in den tod subventionieren, zum Glück sind uns die tollen ein Euro jobs eingefallen..."
    Mir scheint so, dass die Sozies auf dauer erfolg haben werden. Allen geht es irgendwann gleich (schlecht)

    Was ist so schlimm an Demos von Leuten die Angst um ihr Geld (weiteres Leben) haben?

    nix die können demonstrieren so lange sie wollen. so lange es keine Randale gibt wirds einfach nur zur kenntnis genommen.

    Was ist falsch daran, Telekom Beamte mit unheimliche finanziellen Vergütungen in die Neuen Länder zu schicken, um Leuten bei Anträgen zu helfen die den meisten eher schaden wie nutzen?

    falsch daran ist das die sowieso schon überbezahlt und nicht auch noch ein satte Buschgeld bekommen sollten...



  • Was ich ganz lustig finde sind immer wieder diese Plakate die sie da auf den Demos hochhalten.
    Heute Abend hab ich in den Nachrichten schon wieder ein neues entdeckt:

    "Harts 4 .. bla" 😃

    und schon früher öfters: "Harz".

    Da fragt man sich ob die Leute sich mit ganzen Hartz IV Konzept mal beschäftigt haben oder nicht.
    Eher wahrscheinlich ist, daß die meisten über "Hartz" nicht mehr wissen als daß sie es schlecht finden. Mitläufer und simple Gemüter, die bequem finden der Regierung die volle Schuld an ihrem persönlichen Unglück geben zu können. 🙄
    Überall kürzen nur nicht bei mir - das ist daß Motto im Lande.


  • Mod



  • Ja, das trifft es... Leider!



  • Als Hintergrund zur Hartz IV Debatte muss man sich erst mal das Thema Steuergerechtigkeit klarmachen. Fakt ist, dass 10% der Steuerzahler 90% des Steueraufkommens ausmachen. D.h. die Elite, Top- Wissenschaftler, -Entscheider und -Künstler finanzieren dem Rest Deutschlands :
    - die Infrastruktur
    - die öffentliche Verwaltung
    - die Krankenkassen durch die höheren Beiträge
    - öffentliche Schul- und Bildungmöglichkeiten
    - Wirtschaftssubventionen was Arbeitsplätze erhält
    - Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld und Sozialhilfe

    Dabei nimmt diese Elite zum einem die Belastungen vom Arbeitsplatz wie extrem hohe Arbeitszeiten und damit verbundenen Streß, der letzden Endes die Gesundheit ruiniert und zum anderen die ganzen Anfeindungen der Neidgesellschaft in kauf. Jemand mit Arbeitsplatz und vernünftigem Einkommen darf heute dank andauernder linker Propaganda nicht einmal mehr seine Interessen artikulieren, ohne dass er Anfeindungen aus der Richtung "Scheiß Bonze!" ausgesetzt ist.

    Das ganze System der Finanzierung des Staatshaushalts durch die Eliten hat gut funktioniert solange die Arbeitslosenzahlen und damit die Sozialausgaben niedrig waren. Heute jedoch lohnt sich Leistung nicht mehr, weshalb vor allem die Spitzenkräfte aus Naturwissenschaft und Technik ins Ausland abwandern (was auch im Zusammenhang mit linker/grüner Propaganda und Technikfeindlichkeit steht und dem damit verbundenem sozialem Stigma der Forscher aus diesem Bereich. Die deutsche Informatik spielt beispielsweise bestenfalls im theoretischen Bereich international eine Rolle. Praktische Umsetzung gibt es eigentlich nicht. Außer SAP existieren eigentlich kein größers deutsches IT- Unternehmen). Es ist zu erwarten, dass in Zukunft sich die Abwanderung von Spitzenkräften wie man sie im Bereich des Films und der Naturwissenschaft kennt, auch auf andere Bereiche ausdehnen wird. Top-Kandidaten sind hierführ (Atom-)Physiker und wenn sich der letzte Trend forsetzt auch die Spitzenmanager.

    Union-Fan


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