Hitler - Der Untergang
-
Thema Nationalstolz:
Viking69 schrieb:
Hej, Ich finde es ziemlich Schade und gleichzeitig auch Gefaehrlich, dass in diesem Land sowas wie Nationalstolz zum boesen verurteilt wird. Immerhin ist es doch genau dieser, der die Bevoelkerung eines Landes zu 'Wundern' hinbewegt.
Im 2.WK haben wir (unsere Vorfahren, oder eben Deutschland) es immerhin mit nahezu der ganzen Welt aufgenommen und konnte einen 'guten' Kampf liefern.Nationalstolz kann man nur gegen ein anderes Land in Stellung bringen. Oder sehe ich das falsch?
Gefühle sind schwer mit Worten auszudrücken. Die Rechten sind halt glücklich einer starken Gruppe (Deutschland) anzugehören und verteidigen sie aus diesem Instinkt. Es ist eine andere Art Stolz, als das was man für ein selbst geschriebenes Programm empfindet. Diese Argumentation "Man kann nur Stolz sein auf das was man selbst geleistet hat" hängt mir zum Halse raus. Außerdem fehlt ja dann ein Wort für obiges Gefühl.
Cocaine schrieb:
Natürlich nicht allein, sonst müßten bspw. die Türkei oder Frankreich mit an der wirtschaftlichen Weltspitze liegen
Die Durchschnittsfranzosen sind nicht so nationalgeil wie immer behauptet wird.
Thema Kriehsschuld
Kann man eine Vergewaltigung mit einem Mord vergleichen? Einigen wir uns darauf das sowohl Stalin wie Hitler extrem schwere Verbrechen begangen haben. Völkermorde sind schon oft vorgekommen. Damals hat man so schlimme Entgleisungen nicht stoppen können. Die Welt war halt noch nicht so globalisiert. Heute geht das. Die Serben hat man zum Beispiel auch gestoppt. Um den Sudan kümmert man sich auch, obwohl sie ja eigentlich nicht zu uns gehören, bzw. wahrscheinlich niemand westliche Soldaten einmarschieren lassen würde. Allerhöchstens bombardieren.
-
Was mich mal interessieren würde: Was sind Antikriegsfilme? Apocalypse Now, Platoon oder Full Metal Jacket? Irgendwer hatte doch geschrieben das die amerikanischen Antikriegsfilme über Vietnam die besten seinen? Ich würde aber eher sagen das obige Filme den KRieg verherrlichen. Krieg als großes Abenteuer, wo man dabei gewesen sein muß.
Ein richtiger Antikriegsfilm ist doch eher Starship Troopers. Wo die ganze Kriegsrethorik und Heldenverehrung in den Dreck gezogen wird, der einzelne kämpfende Mensch, sei er Offizier oder Soldat, aber gut weg kommt.
-
abcd schrieb:
Full Metal Jacket...
...zeigt ganz gut, wie für ganz normale leute das morden zum alltag wird. das fand ich an dem film sehr bedrückend.
btw: es sind weniger grausige kampfszenen, blut und leichen die einen antikriegsfilm ausmachen, sondern eher dass man zum nachdenken angeregt wird z.b. "wie würde ich mich in der situation verhalten? würde ich es fertig bringen, auf befehl leute umzulegen?"
-
Ich mag den Begriff Antikriegsfilm nicht, für mich gibts nur Kriegsfilme mit unterschiedlichen Botschaften.
-
Bashar hat da Recht. Außerdem hängt es ja auch vom Verständnis des Zuschaers ab.
Ob Full Metall Jacket ein Kriegsfilm ist oder nicht.
Ich weiß es nicht genau.
Aber ich kenne Leute die finden den Film abschreckend und andere Verherlichen ihn total.m.f.g.
-
Ich werd mir Full Metal Jacket demnächst mal wieder ansehen. Aber soweit ich mich erinnern kann war es doch ein verdammt lustiger Film. Am Ende wurde er ernster, zB wo sie beschlossen haben die Scharfschützin zu "erlösen". Das war dann auch eine richtige Männerentscheidung. Einmal über Leben&Tod zu entscheiden. Thema des Films war mehr "Mann im Krieg", als "Krieg ist schrecklich".
Die Vietnamessischen Opfer wurden auch nicht gezeigt.Für die Amerikaner scheinen Kriege mehr Spektakel als Leid zu sein. Mein Opa hat berichtet das es bei ihnen damals viel mehr darum ging vor den Anderen nicht als Feigling dazustehen, man selber aber am liebsten im Hintergrund war. Bei den Soldaten in den Vietnam Filmen wollen die Soldaten endlich auch mal abdrücken. Bzw zum Mann werden. Eine vollkommen unterschiedliche Motivation. Ob die amerikanischen Soldaten damals wirklich so wild drauf waren nach Vietnam zu kommen?
Hier ist ein Spiegel Artikel zum Film "Untergang":
wvw.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,318482,00.html
Wenn er so vielen Leuten gefallen hat werd ich ihn mir auch mal ansehen.
-
abcd schrieb:
Thema des Films war mehr "Mann im Krieg", als "Krieg ist schrecklich".
Die Vietnamessischen Opfer wurden auch nicht gezeigt.ein gutteil des films spielt überhaupt nicht im krieg. und es geht auch nicht darum, bestimmte opferdarstellungen zu bringen. der film zeigt, was aus menschen werden kann.
desweiteren bin ich der meinung, daß ein film mit krieg nur ein antikriegsfil sein kann. wer in krieg was gutes findet, hat ne meise.
-
Zuerst einmal herzlich willkommen im Forum. Hoffentlich bist Du auch der richtige Scrub;-)
Nachdem man sich Apocalypse Now angesehen hat wünscht man sich 30 Jahre früher und in Amerika geboren worde zu sein. Endlich mal tief in der Scheiße zu sitzen (ohne eigentlich zu wissen was das heißt) und mal so richtig die Sau raus lassen. Der Krieg wird als Reifeprüfung für den Mann dargestellt. Freunde fürs Leben die mit einem durch den Tod gehen. Was es für die Menschen (Zivilisten) dort bedeutet wird nicht dargestellt. Diese Filme zeigen ein falsches Bild vom Krieg. Meiner Meinug nach sogar kriegsverherlichend. Von der Unterhaltung her sind die 3 Filme natürlich spitze...
-
Hat denn von euch jetzt schon einer den Film gesehen?
Ich eben, und muss sagen, es ist einer der besten Filme den ich gesehen hab. Es ist nen schweres Thema, aber die ganze Umsetzung ist sowas von gelungen.
Es ist kein Kriegsfilm amerikanischer Art, sonder ich find ihn eher dokumentationshaft und man sieht wie fanatisch Leute sein können und dabei nicht sehen, dass sie in ihr eigenes Unheil geraten.Ich würd den Film echt jeden empfehlen.
-
abcd schrieb:
Ich werd mir Full Metal Jacket demnächst mal wieder ansehen. Aber soweit ich mich erinnern kann war es doch ein verdammt lustiger Film.
Zynisch ist vielleicht das bessere Wort. Sind ja auch alle Filme von Kubrik. Wie man Zynismus mit Verherrlichung verwechseln kann, ist mir allerdings nicht klar.
