Eurotürk



  • CengizS schrieb:

    Management hier; Entwicklung drüben. Das spart Geld und Zeit ...

    Das hat Daimler auch gedacht, als es die Autositzproduktion nach Südafrika outgesourced hat. Scheiße wars.

    Die tolle Idee mit dem Produktionsstandort Billiglohnland und Logistik und Management in Deutschland klappt hinten und vorne nicht, weil zu viele Unsicherheitsfaktoren (Unruhen, Streiks, Ölpreis) dazwischen sind die zumindest zu zeitlichen Verszögerungen führen. Und Zeit == Geld.



  • @F98: Weisst du das ist auch kein Problem. Kein Konzern in Deutschland ist so vaterlandstreu, dass es sein operatives Geschäft aufs Spiel setzt. Dann kommt halt die C-Klasse nur noch komplett aus Südafrika - ich würds net anders machen 🙂


  • Mod

    Lustigerweise werden aber deutsche Autos gekauft, weil sie aus Deutschland kommen bzw hier gebaut werden. Ich wurde in letzter mehrfach mit dem Thema konfrontiert, und gerade in Asien ist die Aufmerksamkeit bezüglich des Fertigungsstandorts sehr hoch. Die fertigen nämlich billig, aber wollen für sich selbst nur hochklassige Dinge. Geiz ist in China nämlich nicht geil.

    Daher werden zwar BMWs in China gebaut, aber haben durchaus Absatzprobleme in China und Asien - wer es sich leisten kann, importiert den BMW lieber aus Deutschland. Der in China gebaute BMW gilt nämlich nur als "local copy"!

    Diese Dinge gibt's schon länger, z.B. habe ich das auch von einer japanischen Uhrenmarke gehört (mir fällt der Name jetzt nicht mehr ein), die lassen auch in Taiwan bauen - können aber für die gleiche Uhr gebaut in Taiwan nicht den gleichen Preis erzielen wie für die in Japan gebaute, die in Taiwan gebaute gilt nur als "copy".



  • Richtig, "hochwertige" Sachen wird man niemals verkaufen können, wenn ihnen das Image einer Billigfirma anhängt. Stichwort: Image.

    Mercedes ist nun mal Mercedes weil es aus D. kommt und nicht aus Singapur.

    Solche Grundsätze wie Exclusivität, hohe Qualität, excellenter Service und INNOVATION müssen sich alle deutschen Firmen hinter die Ohren schreiben. Firmen die das begriffen haben sind z.B. Lange & Söhne und Audi.

    Der Billig-Ramsch soll ruhig sonstwo produziert werden, dort wo viel Manpower ist (viele Menschen). 😃



  • hardy_unreg schrieb:

    für realistisch halte ich deswegen so einen beitritt ab 2025.

    Unsere Regierung zeichnete sich die letzten Jahre, ebenso wie die Brüsseler Bürokraten, durch überstürztes Handeln nach halbherziger Überlegung aus. Ich sage, die Türkei ist in spätestens 5 Jahren in der EU. Zitiert mich 2009 ruhig, sollte ich falsch gelegen haben - ich wäre überglücklich.

    Überall hört man gute Argumente gegen den EU-Beitritt der Türkei, und gleichzeitig hört man von den Befürwortern nur, daß sie Verhandlungen anstreben oder krampfhaft versuchen, Offensichtliches kleinzureden. Eine Bitte an die Befürworter unter euch: nennt mal Gründe, die für einen Beitritt sprechen. Ich bin gespannt.



  • Darkfalcon schrieb:

    Ich bin alles andere als ein Ausländerfeind.
    Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht das die meissten Türken grosskotzige A********** sind.

    Stimmt. Du magst wie Mr. B, Unix-Tom und F98 einfach nur die meisten Türken nicht. Das ist alles.

    Wie wäre es, wenn ihr "Türken" mal durch "Juden" ersetzt. Vielleicht fällt euch ja dann auf, was für eine tolle Meinung ihr hier vertretet. Im Kern unterscheidet sich eure Meinung nämlich nicht wirklich. Eure Meinung liese sich auch nach Amerika übersetzen: Die meisten Schwarzen sind gewalttätige Verbrecher.

    Geht's noch?
    Seid ihr in dem Punkt schon so weit rechts, dass es euch gar nicht mehr auffällt, dass ihr rechts seid?



  • sarfuan schrieb:

    Mr. B schrieb:

    1. nerven mich die meisten türken. tut mir leid, das zu sagen, aber die meisten, den ich begegne, sind großprotzige A****l*****

    Vorurteile sind was feines, hm? Aber macht nichts, haben die meisten Deutschen, wenn es um Türken geht.
    Verständlich zwar, aber immernoch falsch. Was würdest du sagen, wenn jemand aus - hier beliebiges Ferienland einsetzen - aufgrund der 1000 deutschen Touristen, die jährlich über sein Heimatdorf herfallen, auf die 83 Millionen Deutschen als Säufer, Proleten und dumme Krawallmacher ohne jeglichem Benehmen schließen würde?
    Das ist aber genau das, was du - und sehr viele andere - umgekehrt machen.

    1. fühle ich mich nicht angesprochen als "saufender deutscher tourist"
    2. sind die keine touristen sondern menschen mit deutscher staatsangehörigkeit
    3. ich habe gesagt, dass ich die MEISTEN türken, die mir auf der straße begegnen, absolut großprotzige idioten sind, die nix aufm kasten haben.
    ich weiß genau, dass es auch nette, gute, ich sach mal "normale" türken gibt, nur sind eben auch relativ viele eben das krasse gegenteil.

    sarfuan schrieb:

    3. alle türken dürfen ohne antrag nach deutschland einreisen. dann wirds NOCH schlimmer hier... (siehe 1.)

    DDR-Flashback gerade gehabt?

    ich denke einfach nur, dass wir eine hohe arbeitslosigkeit haben und ich außerdem nicht noch mal ein paar von den oben angesprochenen haben will. ich weiß, jetzt werden mich garantiert wieder welche als nazi beschimpfen (was ich nich sein kann, sonst würd ich mich selbst aus dem land schieben), aber die 2 millionen türken in deutschland genügen mir schon.

    sollte ich mich irgendwie falsch ausgedrückt haben, bitte anzumerken, ich meld mich später, weil ich nämlich in eile bin.

    Mr. B



  • sarfuan schrieb:

    Anti-Türk schrieb:

    Außerdem gehört Französisch-Guyana als Kolonie zu Frankreich und ist somit kein eigenständiger Staat.

    Darauf kommts doch gar nicht an. Der Punkt ist, dass ein Teil SÜDAMERIKAs zur EU gehört. Man dort sogar mit Euro zahlt .... Französisch-Guayana grenzt unmittelbar an Brasilien, gehört aber zur Europäischen Union.
    Und hierzulande ist das beliebteste Argument, die Türkei würde nicht 100% zu Europa gehören und dürfe deswegen nicht beitretten. Hallo? Was ist das für eine Logik?

    Wie schon gesagt, Französisch Guyana gehört zu Frankreich und da Frankreich in der EU ist ist Französisch Guyana auch in der EU.

    Mit anderen Worten, wenn die Schweiz in die EU wollte und die Türkei
    eine Kolonie der Schweiz wäre, ja, dann könnte die Türkei auch in die EU kommen wenn die Schweiz in die EU kommt.
    Das ist aber nicht der Fall und aus diesem Grund gehört die Türkei nicht in die EU.

    Und die kleine Lustigkeit, dass "Europa" im Grunde willkürlich definiert ist (es gibt nämlich geographisch nur den Eurasien), interessiert auch niemanden ... sehr fundiertes Arguemnt also.

    Stimmt nicht, Europa hört da auf, wo es diese Bergkette in Russland gibt.



  • sarfuan schrieb:

    Stimmt. Du magst wie Mr. B, Unix-Tom und F98 einfach nur die meisten Türken nicht. Das ist alles.

    Wie wäre es, wenn ihr "Türken" mal durch "Juden" ersetzt. Vielleicht fällt euch ja dann auf, was für eine tolle Meinung ihr hier vertretet. Im Kern unterscheidet sich eure Meinung nämlich nicht wirklich. Eure Meinung liese sich auch nach Amerika übersetzen: Die meisten Schwarzen sind gewalttätige Verbrecher.

    Geht's noch?
    Seid ihr in dem Punkt schon so weit rechts, dass es euch gar nicht mehr auffällt, dass ihr rechts seid?

    Ja, pack nur schön die Faschismus-Keule aus.

    Ich für meinen Teil ging von der 5. Klasse bis zum Abi auf eine Schule in einer Stadt mit 50% Ausländeranteil. Es sind größtenteils Türken, von denen ich im Laufe der Jahre eine ganze Menge (mehr oder weniger gut) kennenlernte. Einige waren Schläger, die große Mehrheit Stresser (das altbekannte "Was guckst du?"), zwei waren "total in Ordnung" (die Definition mag variieren), und einen zähle ich noch heute zu meinen besten Freunden.

    Wenn ich nun sage, daß ich Türken im allgemeinen nicht leiden kann, beruht das auf Erfahrungswerten - ja, eine Verallgemeinerung kann man ruhig Vorurteil nennen, dennoch gehe ich erst davon ab, wenn ich eine Stadt in Deutschland sehe, in der lauter nette Türken leben (nebenbei: selbst in der Türkei selbst sagen die Leute, daß deren ganzer Abschaum nach Deutschland zieht).

    Ich habe desweiteren noch keinen Türken getroffen, der die Stresserei, Verbrechen oder zumindest den islamistischen Terrorismus verurteilt. In Europa ist Selbstreflektion und Eigenkritik allerdings etwas Selbstverständliches (ich z.B. war auf Mallorca und mich kotzten meine Landsleute derart an, daß ich mich schämte, wann immer man mich in einem Restaurant als Deutschen erkannte). Hierzulande wird der Nationalsozialismus offen behandelt - in der Türkei ist es verboten, die Sache mit den Armeniern in Verbindung mit Völkermord zu nennen.

    Nein, die Türkei paßt nicht in die EU und wird es auch in 100 Jahren nicht.



  • Lest euch doch mal die diese Broschüre hier über die europäische Verfassung durch. Insbesondere den Teil "gemeinsame Ziele" der EU. Ich denke das ist eine gute Diskussionsgrundlage für ein Pro oder Contra EU-Beitritt.

    http://www.europarl.de/files/broschuere_verfassung_europa.pdf

    Ich habs mir überlegt. Ich paste die Ziele mal hier rein:

    • Frieden und Wohlergehen.
    • Freiheit, Sicherheit und Recht.
    • Großer Binnenmarkt mit freiem Wettbewerb.
    • Nachhaltige Entwicklung unter Berücksichtigung der Aspekte Wirtschaft, Soziales und Umwelt.
    • Wissenschaftlicher und technischer Fortschritt.
    • Soziale Gerechtigkeit und sozialer Schutz.
    • Schutz der Rechte des Kindes.
    • Wirtschaftlicher, sozialer und territorialer Zusammenhalt sowie Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten.
    • Kulturelle und sprachliche Vielfalt.
    • Schutz und Entwicklung des kulturellen Erbes Europas.


  • Marc++us schrieb:

    Aber hier, das verstehe ich nicht, Du schreibst: "die bessere energieversorgung der EU hat natürlich überhaupt keinen einfluß. deshalb ist der beitritt schlimm, schlecht und böse."

    Du gehörst doch normal auch zu den "Krieg ist böse" und "Kein Blut für Öl"-Verfechtern, wenn ich mir Deine Beiträge so durchlese. Der Beitritt der Türkei zur EU würde ja keine neuen Reserven in die EU bringen, sondern nur die militärische Ausgangslage für Besetzungen verbessern! Wie Du das als positives Argument bringen kannst verwundert mich sehr.

    für mich ist das ja auch gar kein argument. aber für dich schon, denn du fragst dich doch, warum man ein nicht proftables unternehmen startet. ich wollte einfach sagen: das ist doch grade ein argument für dich!
    was die eu eigentlich sein soll, ist mir weiterhin schleierhaft. eine wertegemeinschaft? scheint mir nicht so. ein defensivbündnis? selten so gelacht.
    jedenfalls gibt es kein argument gegen den beitritt der türkei außer vermutungen, was wohl vielleicht eventuell passieren könnte. das ist leicht anfechtbar, denn man könnte ja genauso fragen, was sich bis zum beitritt (der ja, wie einige zu vergessen scheinen, noch in weiter ferne liegt) noch positiv entwickeln kann.



  • sarfuan schrieb:

    Wie wäre es, wenn ihr "Türken" mal durch "Juden" ersetzt. Vielleicht fällt euch ja dann auf, was für eine tolle Meinung ihr hier vertretet. Im Kern unterscheidet sich eure Meinung nämlich nicht wirklich. Eure Meinung liese sich auch nach Amerika übersetzen: Die meisten Schwarzen sind gewalttätige Verbrecher.

    Geht's noch?
    Seid ihr in dem Punkt schon so weit rechts, dass es euch gar nicht mehr auffällt, dass ihr rechts seid?

    Ist bei Dir noch alles OK?
    Dürfen hier Leute nicht mal mehr ihre Meinung sagen, ohne das Leute wie Du gleich wieder die Faschismus Keule auspacken.
    Du bist nicht zufällig ein Friedmann Fan, der quatscht nämlich auch so sauer und verallgemeinernd?



  • CengizS schrieb:

    Unix-Tom schrieb:

    3. Ihr glaubt nicht wievile Türken jetzt bereits nach DE kommen und hier Asyl beantragen. Danach dürfen sie legal her.(schlechte Schulbildung, kein Beruf). Was sollen die Arbeiten? Fragt mal hier lebende Türken was sie davon halten. Die haben teilweise Angst um ihren JOB weil es konkurenz gibt.

    Lies dir das doch mal bitte durch dann kannst du auch anfangen daran zu glauben, wieviel Türken tatsächlich als Asylbewerber herkommen und bleiben. Dass durch die Verfahren Geld verloren geht möchte ich gar nicht bestreiten aber es sind nicht so viele wie man "uns" immer glauben machen lassen mag.

    http://www.stmas.bayern.de/auslaender/asyl/

    Blödsinn, in meiner Stadt liegt der Türkenanteil der Bevölkerung bei 10 %
    und wenn es so wie du sagst nicht so viele türkische Asylbewerber gibt,
    dann frag ich dich wo kommen die 10 % alle her?
    Immerhin sind das 12000 Türken hier.

    Und ja, viele von denen benehmen sich wie der letzte Dreck.

    Und nur damit ihr es alle wißt, bei Türken mache ich jedenfalls freiwillig den Schritt in die rechte Ecke.



  • hmm ... ich finds ja lustig das hier nur die wirtschaftlichen und geographischen "Probleme" angesprochen werden ...

    weil geographisch kann man europa nicht definieren ... mit beregen ne grenze ziehen .. interresant ... halte das für unsinnig ... vorallem wenns hier um nen "kontinent" gehen soll (zuminderst denk ich das mal) ... bei allen anderen grenzen is ja immer schön wasser drum rum ... afrika, australien, amerika, aber europa is irgendwie kein kontinent und somit auch nicht geographisch festzulegen ... europa kommt glaub ich auch irgendwie nur von den alten griechen ... aber die genau geschichte dazu kenn ich auch nich ;/

    und wirtschaftlich ... demnach hätte man so manch anderes land auch nicht aufnehmen dürfen und doch war es gut für europa diese länder auf zu nehmen ... vorallem für deutschland ... ich möchte nicht wissen wie viele firmen aus deutschland nach spanien, portugal oder richtung osten gegangen sind um dort gelder von der eu zu kassieren ... und durch dieses geld werden dann wiederum die arbeitsplätze in deutschland "gehalten" (keine entlassungen)

    also zusammengefasst ... mich stört das wirtschalftliche und geographische eigentlich eher weniger ...

    wovor ich eher angst habe ist ... was passiert wenn die türkei nicht in die eu kommt ... im moment haben sie die hoffung das sie irgendwann mitglied werden, folglich tun sie alles dafür um reinzukommen ... was bedeutet das sie versuchen demokratischer zu werden, mehr auf die menschenrechte achten usw. also europäischer werden ... wenn sie diese hoffnung nicht haben/hätten besteht meiner meinung nach die gefahr das die türkei richtung islamstaat abtrifftet und irgendwann eventuell die falschen leute an die macht kommen und was dann passiert ... naja

    den die militärische stärke der türkei ist nicht zu verachten ... die ist sicherliche eine der stärksten armeen der welt ... sicher nich so stark wie die der usa ... aber auch nicht zu unterschätzen ...

    also wäre es mir doch lieber wenn ich etwas mehr zahle aber dafür keine angst haben brauche ...

    sicher is das alles im moment etwas utopisch und an den haaren herbeigezogen ... aber noch tun die türken ja alles dafür um in die eu zu kommen ...

    PS: das hört sich jetzt alles so an als ob ich dafür bin ... aber eigentlich bin ich schon dagegen 😃 ... zuminderst im moment ... ich hoffe halt irgendwie das sich die türkei in den nächsten 10-15 jahren extrem ändert ... und zwar zum positiven für die eu ... und dann wär das ja alles kein problem mehr



  • Anti-Türk schrieb:

    Und nur damit ihr es alle wißt, bei Türken mache ich jedenfalls freiwillig den Schritt in die rechte Ecke.

    Das geht ja leicht, wenn man bereits in der Ecke ist. 🙂


  • Mod

    Aber das sind so Gummi-Dinger... was ist denn "kulturelle und sprachliche Vielfalt"? Legt man das extrem aus, muß unbedingt China rein, wegen der sprachlichen Vielfalt. Legt man das extrem aus, wird's ein Problem (aus deutscher Sicht) die Italiener dazuzunehmen, die sprechen so schnell und so viel mit den Händen, das passt nicht zu Mitteleuropa.

    Und gerade das Thema Frieden spricht meiner Meinung nach gegen den Beitritt, ich sehe wenig Erfreuliches darin, wenn die EU eine Außengrenze zum Iran, Irak und Syrien bekommt! Sorry, aber ich sehe es aus sicherheitspolitischer Sicht eher so, daß wir einen Pufferstaat zwischen der EU und diesen Ländern haben sollten. [Aber aus ähnlicher Motivation heraus lehne ich auch den Beitritt Kroatiens, Albaniens, Mazedoniens, Rest-Jugoslawiens und Zypern ab]

    Und zur Zeit gehört die Ukraine oder Weißrußland auch nicht in die EU. Das Gefälle ist so groß, daß die Erreichbarkeit von Zielen wie gemeinsame Entwicklung oder sozialer Ausgleich einfach nicht erreichbar sind.

    Aber die EU-Politiker wissen natürlich, daß die Erweiterung der EU um ein Land wie z.B. der Ukraine leicht möglich ist, die Ukraine würde alles versprechen um dabei sein zu dürfen (kein Wunder als Nettoempfänger), gleichzeitig gibt's ja keine demokratische Entscheidung darüber innerhalb der EU, also keine Widerstände. Also kann man sich leicht einen Namen als Politiker der Expansion machen.

    Der harte Brocken Schweiz, an den wiederum traut sich keiner ran. Denn das ist ein starkes Land, das auch widerspenstig ist und nicht einfach nur etwas verspricht. Das wäre echt harte Arbeit den Schweizern den Beitritt abzuringen, dazu hat keiner der hohen Herren wirklich Lust. Also lässt man diese naheliegende Erweiterung liegen und überzieht die Schweiz mit immer neuen Schikanen in Bezug auf Zoll- und Einreisekontrollen (es ist inzwischen fast einfacher Maschinenteile nach Rußland zu schicken als in die Schweiz). Der deutsche Zoll schikaniert sowohl Schweizer als auch Deutsche bei der Wiedereinreise, das gibt's nicht mal am Frankfurter Flughafen wenn man aus Südamerika zurück kommt. Dabei ist es schon peinlich, wenn ausgerechnet ein Land mittem im Herzen der EU sich hartnäckig weigert. Stattdessen geht man auf Beutefang an den Rändern, wo es leichter ist und weniger Nein-Stimmen zu erwarten sind.



  • Anti-Türk schrieb:

    Blödsinn, in meiner Stadt liegt der Türkenanteil der Bevölkerung bei 10 %
    und wenn es so wie du sagst nicht so viele türkische Asylbewerber gibt,
    dann frag ich dich wo kommen die 10 % alle her?
    Immerhin sind das 12000 Türken hier.

    Ja und alle 12000 sind Asylbewerber bzw. waren welche, gell? Torfkopf 🙂

    Anti-Türk schrieb:

    Und nur damit ihr es alle wißt, bei Türken mache ich jedenfalls freiwillig den Schritt in die rechte Ecke.

    Fühlst du dich jetzt erleichtert? 🙄



  • Cocaine schrieb:

    In Europa ist Selbstreflektion und Eigenkritik allerdings etwas Selbstverständliches (ich z.B. war auf Mallorca und mich kotzten meine Landsleute derart an, daß ich mich schämte, wann immer man mich in einem Restaurant als Deutschen erkannte). Hierzulande wird der Nationalsozialismus offen behandelt - in der Türkei ist es verboten, die Sache mit den Armeniern in Verbindung mit Völkermord zu nennen..

    dann erforsch doch mal die südeuropäische selbstreflektion- aber finden mußt du sie vorher, das sei dir gesagt...
    wieso wird der nationalsozialismus hierzulande offen behandelt? immer mehr rechte politiker fordern ja, daß endlich mal schluß sein muß. daß wir nicht mehr schuldbewußt durch die gegend laufen sollen usw. sehr selbstreflektierend...



  • Ward ihr mal in der Türkei gewesen ? - Die Menschen sind dort alle ganz anders, als die stereotypischen Personen, die man von hier kennt und die immer Ärger machen.
    Daher ist es von der menschlichen Seite okay, aber von der anderen Seite muss, wenn man die Türkei zur EU beitreten lässt eine harte Feder geführt werden.

    Dies bedeutet, dass man der Türkei harte wirtschaftliche Auflagen macht, damit sie ihr gesamtes Modell anpassen und ständig verbessern. Zudem müssen sie auch sicherlich an allen Direktiven arbeiten, damit es eine demorkatischere Zielrichtung gibt.

    Ich hab also gemischte Gefühle, die mich nicht zu einer eindeutigen Antwort kommen lassen !



  • @Marc++us: In der Tat sind das Gummi-Dinger aber seit wann kann man denn politische Ziele festhalten und kontrollieren wie in einem Pflichten- oder Lastenheft? 🙂 Gerade diese Ziele sind es doch, die über einen Beitritt entscheiden neben den Kopenhagener Kriterien, oder nicht? Ich finde, dass überprüft werden sollte ob die gefassten Ziele durch einen Beitritt der Türkei näher rücken oder sich mehr entfernen.


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