Religionen?
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vielleicht hab ich ja das Thema dieses Threads nicht ganz verstanden.
Anscheinend wird hier über verschiedene Religionen diskutiert.Was schonmal so unsinnig wie n Gropf ist ^^
Religionen sind das Überflüssigste was es nur gibt.
Eine Erfindung von Menschen.
Nur gut um sich darüber aufzuregen das es sowas im 21. Jahrhundert noch gibt !Ist ja okay wenn so Urwald- oder Hohlenbewohner an ihren Berggott oder ihren
Kreigsgott oder sonstwas glauben LOL !Für Gesetzte braucht man keine Religion !!!!! Nur Verstand !
Bsp: "Du sollst nicht töten"
Wenn jeder jemanden töten würde wären alle tot würde eh nur gehn wenn jeder Selbstmord macht!
Das kann man doch auch so begreifen das das dann wohl nicht das wahre ist
Die meisten Kriege gabs wegen Religion hab ich mal irgendwo gelesen. Und ohne Religion hätte es die nicht gegeben. Zumindest wäre es nicht soooo einfach gewesen einen doofen Vorwand oder so zu finden .
Naja egal I am out !
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chr1s schrieb:
Und ohne Religion hätte es die nicht gegeben. Zumindest wäre es nicht soooo einfach gewesen einen doofen Vorwand oder so zu finden .
Überhaupt nicht. Die Motive dahinter waren, was das Christentum anbelangt, recht unchristlich und somit weltlicher Natur. Angenommen, es gäbe keine Religion, dann wären die Kriege irgendwie anders, mit anderen Gründen, auch durchgesetzt worden.
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chr1s schrieb:
Habs teilweise gelesen !
Meine Meinung : Physik und Logik ist die beste Religion ! Alles andere nur was für Leute die die Wahrheit nicht verstehn oder ertragen
Es gilt nicht das Wie, Was, Wann und Wo zu berichten. Die allesentscheidende Frage ist und bleibt das Warum. Und mit der Medienwirksamsten der W-Fragen hats die Physik nicht besonders. Die wissen bloß wie ein Apfel vom Stamm fällt, wann er unten ankommt und wo er unten ankommt wenn ein Wind von 5m/s geht. Aber warum der dumme Apfel nicht auch ohne Ästchen in der Luft hängen bleibt können sie dir nicht sagen.
MfG SideWinder
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Hä? Wegen der Gravitation natürlich ... War das nciht das Warum??
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Warum wechselwirken denn zwei Massen? -- Letzendlich kann man's immer nur beschreiben, und nicht erklären, warum Gott (or whoever) sich genau diese Spielregeln ausgedacht hat.
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chr1s schrieb:
Für Gesetzte braucht man keine Religion !!!!! Nur Verstand !
Damit hast Du bereits das KO-Kriterium für eine Gesellschaft ohne Religion als stabilisierendes Fundament genannt - die Mehrheit der Leute hat nicht den Verstand, aus philosophischen Gründen heraus freiwillig Normen und Regeln zu folgen.
Weiterhin reicht die Angst vor staatlichen Gesetzen nicht aus, da jeder weiß: der Staat sieht nicht alles, er kann mich nicht ständig überwachen, also kann man das Risiko eines Vergehens gegen Gesetze abschätzen.
Die einzige immer präsente Überwachungsinstanz ist ein Gott, der alles sieht. Und der auf jeden Fall eines Tages die Rechnung präsentiert. Diese Instanz verhindert bei vielen Leuten, daß sie über die Stränge schlagen.
Daher bin ich der Meinung, daß es auch im 21. Jahrhundert gut für eine Gesellschaft ist, wenn die Mehrheit der Bevölkerung einer Religion angehört und diese mehr oder weniger stark lebt.
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dEUs schrieb:
Hä? Wegen der Gravitation natürlich ... War das nciht das Warum??
Ja aber warum gibts Gravitation? Warum gibts überhaupt Kräfte? Niemand hat bisher eine Kraft selbst gesehen, immer nur die Auswirkungen von ihr (Apfel fällt zu Boden, Kugel rollt). Aber warum?
MfG SideWinder
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SideWinder schrieb:
Ja aber warum gibts Gravitation? Warum gibts überhaupt Kräfte? Niemand hat bisher eine Kraft selbst gesehen, immer nur die Auswirkungen von ihr (Apfel fällt zu Boden, Kugel rollt). Aber warum?
Solche Fragen lassen sich aus Prinzip nicht vollkommen beantworten, da auf die Antwort, die den Grund liefert, immer die Frage folgt: Warum gibt es diesen Grund? Dabei ist es natuerlich egal, ob Gott exestiert oder nicht.
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Genau. Man kann bei jeder Antwort auf ein Warum immer wieder nachbohren, man kommt nie! ans Ende. Man muss an einer Stelle zwangsläufig aufhören und die zuletzt bekommene Antwort akzeptieren. Der Punkt, in dem sich Religion und "Wissenschaft" unterscheiden, ist, dass Religion ein willkürliches Dogma präsentiert wie z.B. "das hat Gott so gemacht", während "Wissenschaft" klar bezeichnet, was Hypothese und was Fakt ist, und weiteres Nachforschen und Hinterfragen zuläßt.
"Wissenschaft" ist absichtlich in Anführungszeichen, weil ich nicht weiß, ob das das beste Wort ist. Man könnte da vielleicht auch Rationalismus oder Atheismus hinschreiben.
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Bashar schrieb:
Der Punkt, in dem sich Religion und "Wissenschaft" unterscheiden, ist, dass Religion ein willkürliches Dogma präsentiert wie z.B. "das hat Gott so gemacht", während "Wissenschaft" klar bezeichnet, was Hypothese und was Fakt ist, und weiteres Nachforschen und Hinterfragen zuläßt.
Das ist richtig, gilt aber nur in der abstrakten allgemeinen Form.
Geht es um einen Wissenschaftler, der als Person eine Hypothese vertritt, wird diese oftmals zum (zu seinem) Dogma, und der Wissenschaftler unterscheidet sich nicht mehr so stark von einem Pfarrer, und lehnt die Hinterfragung dieser Hypothese ab - weil es nicht mehr nur Hypothese ist, sondern seine Meinung.
Oder schon mal mit einem Dr. der Physik über Urknall diskutiert? Kaum ein Unterschied zu einem Anhänger einer evangelischen Freikirche.

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@Bashar: Wer sagt, dass die Menschheit im Stande ist in der Warum-Schleife jemals zu einem Ende zu kommen? Vielleicht gibt es andere "Wesen" die wissen warum?
Bin auch kein sonderlich gläubiger Mensch weil ich einfach denke, dass es wenig bringt - warum denn glauben?
Und dann auch noch die anderen Fragen, wo, wie, an was und wie glauben, aber wie gesagt, dass wär dann Nebensache 
MfG SideWinder
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Marc++us: Wissenschaftler sind auch nur Menschen, und als solche fehlbar

Sidewinder schrieb:
Wer sagt, dass die Menschheit im Stande ist in der Warum-Schleife jemals zu einem Ende zu kommen?
Hm keine Ahnung wer das sagt, ich jedenfalls nicht. Ich hatte gesagt, dass es prinzipiell kein Ende gibt.
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Hallo,
IMHO hat bashar in seiner Ausführung über den Unterschied zwischen Wissenschaft
und Religion implizit schon ein (entscheidenes) Kriterium für die zu mindest nahe Verwandschaft von etablierter Religion und Sekten gezeigt.
Für beide "Organisationen" gilt, dass es einen Stifter gibt. Derjenige der (nicht zwingend seine) dogmatisierten Vorstellungen, einem Publikum präsentiert und diese als Grundsatz seiner Religion manifestiert ist der Stifter ebendieser Religion. Ob und warum nun Anhänger folgen ist irrelevant, da die Anhänger nicht zwingend die Natur (den Kern) der Religion ausmachen. Insofern denke ich ist es legitim etablierte Religionen mit nicht etablierten Religionen (Sekten) zu mindest in Beziehung zusetzen, und fest zustellen dass Sie im Kernpunkt kongruent sind. Für die Frage ist es auch irrelevant ob Religion an sich einen Sinn hat, oder gar Wahrheit für sich beanspruchen kann oder nicht.Es lassen sich auch weniger tiefgreifende, aber offensichtlichere Gemeinsamkeiten zwischen, der bekanntesten westlichen Religion, dem Christentum (auch wenn diese nicht im Westen ihren Ursprung hat),und militanten Sekten herausarbeiten. Als Fallbeispiel, sei hier mal die Inquisition genannt.
Wieder glaube ich dass der Zweck der Gewalthandlung nicht relevant ist, denn Sekten versuchen durch ihre Handlung meistens nicht, neue Gläubige zu gewinnen; vielmehr ist hier nur interessant, dass beide "Organisationen" zu den selben Werkzeugen greifen.Das kann man natürlich noch weiterführen (Rethorik,Demagogik,Bereitstellung einer Metaethik um Handlungen im konkreten Kontext zu legalisieren, usw.)
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Bashar schrieb:
Marc++us: Wissenschaftler sind auch nur Menschen, und als solche fehlbar

Bestreite ich nicht.
Aber es gibt durchaus eine unangenehme Sache bei Wissenschaftlern: da sie ihre Weltanschauung aus einer "neutralen" Quelle beziehen, glauben sie daher an eine höhere Bestätigung ihrer Weltanschauung, die sie gegenüber den Predigern einer Religion überlegen macht - zu machen scheint.
Und an dieser Stelle ist's dann wieder berechtigt zu sagen, daß Physik oder Naturwissenschaften für die Einzelperson die Stelle einer Religion einnehmen können.
Um's konkreter zu sagen: für mein persönliches Leben bringt es mir keinen so großen Unterschied, ob die Erde durch Urknall oder in 7 Tagen durch Gott erschaffen wurde. Ich weiß ja, die Sache mit der Rotverschiebung... dumm wäre nur, wenn ein angenommener Gott vor 6000 Jahren das Licht so konstruiert hätte, um uns eine Denkaufgabe zu geben, so daß wir glauben, alles würde sich auseinanderziehen.

Insofern sehe ich also so einen babylonischen, ägyptischen, griechischen, indischen, biblischen oder PHYSIKALISCHEN Schöpfungsmythos einfach nur als eine zeitliche Weiterentwicklung des gleichen Themas, ohne daß es für mich jetzt zwangsläufigen Wahrheitsgehalt besitzt.
Jede Zeit hat für etwas nicht wirklich erklärbares Erklärungen benutzt, die auf der aktuellen Begriffs- und Symbolwelt aufbauten. Heute also die Sprache von Formeln und Zahlen. Insofern sehe ich die biblische Schöpfungstheorie nicht im Widerspruch zur modernen Urknall-Theorie, sondern ist einfach nur deren Weiterentwicklung und Anpassung an neues Wissen und neue Symbole. Es ist einfach eine Art Evolution der Entstehungsgeschichte, die zu jeder Zeit eine Frage nach dem WOHER beantworten wollte.
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Marc++us schrieb:
Aber es gibt durchaus eine unangenehme Sache bei Wissenschaftlern: da sie ihre Weltanschauung aus einer "neutralen" Quelle beziehen, glauben sie daher an eine höhere Bestätigung ihrer Weltanschauung, die sie gegenüber den Predigern einer Religion überlegen macht - zu machen scheint.
Ein ernstzunehmender Wissenschaftler ist sich stets bewußt, dass er mit Hypothesen arbeitet, weil in dem Moment, in dem er diese zum Dogma erklärt, die Wissenschaftlichkeit aufgibt. Die Wissenschaft zur Religion zur erheben passiert IMHO eher Laien, die auf der Suche nach etwas sind, das sie glauben können -- das ist anscheinend ein menschliches Grundbedürfnis.
Aber wozu sollte man das überhaupt tun? Man bekommt dafür ja nichts zurück. Keinen gemeinschaftlichen Zusammenhalt, keinen Sinn, keine Hoffnung. Soll man den Heiligen Urknall feiern? Der Gravitation danken, dass man nicht ins All entschwebt?
Ich weiß ja, die Sache mit der Rotverschiebung... dumm wäre nur, wenn ein angenommener Gott vor 6000 Jahren das Licht so konstruiert hätte, um uns eine Denkaufgabe zu geben, so daß wir glauben, alles würde sich auseinanderziehen.

Ein gut designter Glaube ist nicht falsifizierbar
