Frage and die, die nicht an Gott glauben (atteisten)
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AJ: Dann brauchen wir einen neuen Begriff für die, die an übernatürliche Sachen (wie Götter, Wunder, Leben nach dem Tod usw.) glauben. Dein Vorschlag?
Ich halte es aber nicht für sehr sinnvoll, den Begriff Glauben so auszuweiten, dass praktisch jeder gläubig ist, nur weil er z.B. der Ansicht ist, dass Äpfel auch morgen noch nach unten fallen werden.
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Ok, dann will ich das mal konkretisieren:
Worums hier geht ist der Glaube an eine Religion, nicht Glaube im Allgemeinen.
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Bashar schrieb:
AJ: Dann brauchen wir einen neuen Begriff für die, die an übernatürliche Sachen (wie Götter, Wunder, Leben nach dem Tod usw.) glauben. Dein Vorschlag?
Ich halte es aber nicht für sehr sinnvoll, den Begriff Glauben so auszuweiten, dass praktisch jeder gläubig ist, nur weil er z.B. der Ansicht ist, dass Äpfel auch morgen noch nach unten fallen werden.
Sicherlich ist es abhängig wie man einen Begriff definiert. Warum willst du eigentlich überhaupt einen neuen Begriff für Glaube an Übernatürliches? Es heißt nun mal Glaube an Übernatürliches. Aber egal.
Legen wir einfach fest, dass wenn wir hier von Glaube reden, wir eigentlich über Glauben an Religion bzw. Übernatürliches reden. Ok?
HEZ schrieb:
Man glaubt doch nicht an Ethik, man handelt danach?

Du handelst danach, weil du der Überzeugung (=> Glaube) bist, dass es etwas (positives) bewirkt, weil du der Überzeugung bist, dass es so richtig ist.
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AJ schrieb:
Legen wir einfach fest, dass wenn wir hier von Glaube reden, wir eigentlich über Glauben an Religion bzw. Übernatürliches reden. Ok?
Das haben wir sowieso schon die ganze Zeit getan.
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nicht alle!

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Jansen schrieb:
Wenn der Gott unbegreiflich ist dann sollte sich auch kein Mensch erdreisten, ihm irgendwelche Eigenschaften zuzuschreiben oder vermeintliche Verlautbarungen zu interpretieren, da diese Annahmen und Interpretationen aufgrund des Unverständnisses ja unweigerlich falsch sein müssen.
Beim christlichen Gottesbild ist es aber so, dass von bestimmten Eigenschaften ausgegangen wird, die nicht nur im Widerspruch zu sich selbst stehen, sondern eben auch im Widerspruch zu der von dir angeführten Unbegreifbarkeit.Natürlich. Die Bibel ist eine schriftsammlung von einigen Jüngern/Glaübigen verfasste historisch geprägte Erzählung, die sich innerhalb der Texte desöfteren scheinbar widerspricht. Das hängt zum einen mit der Zeitraum zusammen, in dem die Bibel als ganze verfasst wurde (~1000 Jahre oder mehr), zum anderen weil der Zeitgeist bei einigen Sprüchen/Formulierungen/Psalmen auch niedergeschlagen hat. Das ist ganz normal.
Die Gesamtbotschaft ist das wesentliche, das Resultat, das du daraus ziehen kannst. Dieses besagt keinesfalls, das du Gott personifizieren sollst und ihn Malen sollst oder ihn irgendwie als "Werkzeug in der Not" gebrauchen sollst.
Das durch eine eigentlich (später) weltiche Kirche der "wahre Glaube" in den oberen Etagen ziemlich zerfallen ist, ist natürlich wahr, aber das hat nichts mit dem ursprünglichen Christentum und deren Bibel zu tun. Die Kirche legt darüber ihre große schwarze Decke, so dass man beim Wort Kirche nur noch an Ministranten und Chorknaben-Pfarrer denkt. Dabei unterscheidet sich das Christentum von den Postulationen der Kirche nicht wenig.
Also verwechsle nicht Christentum und Kirche.
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<ersetzt>
Dieses Forum braucht eine Löschfunktion, hat es eine? ^^
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Pogo schrieb:
<ersetzt>
Dieses Forum braucht eine Löschfunktion, hat es eine? ^^Sie hat eine, aber diese ist deaktiviert und das hat auch seine Gründe.
randa schrieb:
Also verwechsle nicht Christentum und Kirche.
Ganz meine Meinung.
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randa schrieb:
Also verwechsle nicht Christentum und Kirche.
Du hast die Kirche in's Spiel gebracht, ich habe sie nicht mal am Rande erwähnt. Meine Aussagen beziehen sich auf Religion insgesamt und den christlichen Glauben im besonderen.
Auch Christen, die weder die Bibel lesen noch in die Kirche gehen, schreiben ihrem Gott bestimmte Eigenschaften zu, schon allein durch die Annahme seiner wie auch immer gearteten Existenz. Genauso interpretieren sie seine vermeintlichen Verlautbarungen für sich selbst, seien es nun konkrete Gebote oder eine ominöse "Gesamtbotschaft". Unter der Prämisse der Unbegreifbarkeit ein Ding der Unmöglichkeit.Ich gehe übrigens davon aus, dass sich das Theodizee-Problem für andere, insbesondere monotheistische Religionen genauso stellt, mangels entsprechender Kenntnisse kann ich das allerdings nur vermuten.
Bzw. glauben.
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Ich find die zurückhaltende Formulierung von Odo Marquard bezüglich der Konsequenz der Theodizee köstlich:
"Gott muß - zugunsten seiner Güte - aus der Rolle des Schöpfers befreit, ihm muß - zur Rettung seiner Güte - sein Nichtsein erlaubt oder gar nahegelegt werden."

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Könnten wir hier mal eine Umfrage starten um zu sehen wer gläubig ist und wer nicht?
Vielleicht auch noch unterteilt in die Art des Glaubens,
also:- unglaubig (atheist)
- islam
- christentum
- jüdischer glaube
- buddha
- sonstiges
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Ungläubig != Atheist
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Doch, eigentlich schon. Atheist -> Ohne Glauben -> Ungläubig.
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Wie wärs mal wieder mit einem Glaubenskrieg?
Wär schon fett, wieder viel Blut und Leid fürn Scheiss -.-Mal ernsthaft, soll doch jeder glauben was er will, solange er niemandem etwas antut damit.
Wenn einer unbedingt ins Paradies will, soll er nicht andere da reinziehen die es nicht wollen (Sektenführer, Selbstmordattentäter etc.).
Und wenn jemand nicht an einen Gott glaubt, dann braucht er ja nicht andere davon zu überzeugen.Denn ob es einen Gott gibt oder nicht, kann niemand (weder Pro noch Contra) beweisen. Von dem her ist die Diskussion von vornherein sinnlos gewesen.
Das einzige was mich an Religionen und Glauben stört ist, dass wenn Menschen blindlings das ganze glauben was man ihnen vorwirft, dann kann man sie gut als Waffe missbrauchen. Wie es eben auch schon getan wurde und noch immer getan wird.
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HEZ schrieb:
Doch, eigentlich schon. Atheist -> Ohne Glauben -> Ungläubig.
Nein, der Atheismus ist eine Verneinung der Existenz Gottes. Das heißt aber nicht, dass ein Atheist nicht an etwas glauben kann.
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Oh. Nur Gottes Existenz? Ah, ja, ich habe das wohl mit Nihilisten verwechselt, oder so.
Danke schön! Hätte das sonst noch ewig geglaubt

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Vermutlich, ja.
HEZ schrieb:
Atheist -> Ohne Glauben -> Ungläubig.
Das ist natürlich falsch; $$ \grave{\alpha} \theta \varepsilon o \varsigma $$ bedeutet nämlich "gottlos".
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Umfrage schrieb:
Könnten wir hier mal eine Umfrage starten um zu sehen wer gläubig ist und wer nicht?
Vielleicht auch noch unterteilt in die Art des Glaubens,
also:- unglaubig (atheist)
- islam
- christentum
- jüdischer glaube
- buddha
- sonstigesUnd was soll diese Umfrage bringen?
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@Jansen: Du beziehst dich auf die Religion als ganze, das tue ich auch. Ich kann mich nur wiederholen und sagen, das das Zuschreiben von Eigenschaften ein Fehler von Menschen ist und sich das in der Bibel möglicherweise ein wenig wiederspricht, weil (angenommen die Bibel ist das, was man sagt, das sie sein soll) die Schriften das Wort/die Botschaft Gottes sind, aber von Menschen niedergeschrieben. Was Gott und seine "Eigenschaften" betrifft, so kann darüber keine Aussage gemacht werden, wie Menschen es beurteilen (zornig, gut drauf, usw). Das dies teilweise getan wird liegt in der menschlichen Natur und ist, wenn man pedantisch ist, ein Fehler. Jedoch soll mit damit auch gesagt werden, dass du Gott nicht wie ein Werkzeug gebrauchen sollst, d.h. wenn du betest, kriegst du was. Das die Kirche vieles falsch macht (Stichwort ablassbriefe und Anderes in diese Richtung) ist bekannt, und das wollte ich auch klarmachen. Das die Menschen einiges falsch interpretieren ist auch relativ normal, allein schon die verschiedenen Übersetzungen geben Fragezeichen beim Verständnis einiger Textstellen auf. Doch jeder Gläubige, zum Bsp. ein Christ, wird dir Bestätigen, dass man über Gott kein Urteil über seine Eigenschaften, seine aktuelle "Stimmungslage" o.ä. machen kann und soll. Das würde kein Gläubiger tun, und meine Familie und Bekannte verstehen das ebenso. Und ich denke diese Botschaft wird auch von der Bibel übermittelt, auch in einigen Gleichnissen.
Ich sehe keine Zuschreibung von Eigenschaften. Vielleicht meinst du diese Analysen der Bibel, wo beschrieben wurde, das Gott im Alten Testament als ziemlich gnadenloser Typ, im neuen Testament als alle liebend beschrieben wird. Auch das kann sehr gut mit dem jeweiligen Zeitgeist zusammenhängen und ist, wie immer, auch aus menschlicher Sicht beschrieben.
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randa schrieb:
Ich kann mich nur wiederholen und sagen, das das Zuschreiben von Eigenschaften ein Fehler von Menschen ist und sich das in der Bibel möglicherweise ein wenig wiederspricht, weil (angenommen die Bibel ist das, was man sagt, das sie sein soll) die Schriften das Wort/die Botschaft Gottes sind, aber von Menschen niedergeschrieben.
Entweder die Bibel ist unverfälscht Gottes Wort (d.h. "Gott hat auf übernatürliche Weise den Menschen Wort für Wort diktiert"), so wie es im Christentum der Fall ist, oder du hast ein Problem. Und das Problem ist relativ einfach gefunden: Wenn die ursprüngliche Botschaft Gottes durch Menschenhand abgeändert wurde - was ist dann das Wahre, das Korrekte und was das Geänderte?
Lässt man dies zu, dann hat man absolute Beliebigkeit - und damit wird die Bibel als Leitbuch vollkommen wertlos.