Frage and die, die nicht an Gott glauben (atteisten)
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Edit: Tripple-Post.
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Marc++us schrieb:
Schoggel schrieb:
Nur: Woher kommt diese felsenfeste Überzeugung?
Sie ist meist anerzogen!Ja, aber ein Gläubiger fühlt sich im Alltag durch das was er erlebt und sieht auch bestätigt, und glaubt daher weiter. Es gibt genug Leute, die sich in ihrem Glauben durch den täglichen Sonnenaufgang bestätigt sehen. Warum auch nicht.
Ein Gläubiger sieht in einem Sonnenaufgang ein Werk Gottes. Ein Atheist das Bild, dass von seinen Sehorganen an das Hirn weitergeleitet werden, welche das Licht eines Zentralgestirn, deformiert durch die Atmosphäre, aufnehmen. Das muss nicht heissen, dass er es nicht auch schön findet.
Natürlich wird die Initialisierung durch die Eltern und das Umfeld vorgenommen, aber Deine Theorie hinkt: wie kannst Du Dir denn die Auflösung des Glaubens in unserer Gesellschaft erklären, wenn es an der Erziehung liegen würde?
Die Auflösung des Glaubens kommt vom Umfeld. Man wird immer mehr mit der Wissenschaft konfrontiert, sammelt mehr Erfahrungen und Wissen und irgendwann bemerkt man einfach, dass alles, was man damals in der Sonntagsschule (wozu man meist von den Eltern gezwungen wurde) gelernt hat, absoluter Bullshit ist.
Schoggel schrieb:
Wären eure Eltern und euer Umfeld Atheisten gewesen, wärt ihr es jetzt auch, ihr könnt es meinetwegen leugnen, aber es ist so!
Ich als Ungläubiger stelle fest, daß Du relativ ignorant bist. Dir scheint nicht klar zu sein, daß ein Gläubiger glaubt, weil er es will, weil er sich dabei gut fühlt, besser als ohne Glaube.
Also gut, dann formuliere ich meine Frage eben anders:
Warum fühlt er sich denn nun besser?Du brauchst das nicht, weil Du Dir Deine Selbstzweifel etc entweder nicht machst oder anders löst ...
Erklär mir, was du mit Selbstzweifel meinst, eventuell mit Beispiel und ich erklärs dir!
... anderen Leuten hilft der Glaube dabei, und macht sie zu besseren Menschen, und das ist gut für sie und für Dich und mich. So what?
Hmmm ... was würden wohl die Opfer der Kreuzzüge, die Inquisitions-Opfer und auch heutige Opfer von Religionskriegen sagen? Hmmm ... wahrscheinlich gar nichts, die sind nämlich im Namen der Religion niedergemetzelt worden! Erzähl mir also nicht, dass die Religion die Gläubigen zu besseren Menschen macht. Die Christliche Kirche machts sich da ganz bequem: Mann kann so viel Sündigen wie man will, man kann ja schliesslich alles beichten!
Solange niemand missioniert, ist das doch egal. Und viele Atheisten gehören zu den beharrlich nervenden Missionaren... ständig müssen sie mit Gläubigen über Sinn und Unsinn des Glaubens diskutieren und versuchen diese zu überzeugen, daß es Gott wegen a, b, c, d, etc nicht gibt. Sehr nervig, genauso nervig wie die Leute, die mich davon überzeugen wollen, daß nur mit der Kirche XY mein Seelenheil gesichert wird. :o
Genau so nervig, die mir mit ihrem Religionen-Scheiss auf den Sack gehen. Stell dir vor, wie unsere Welt (Ja, auch meine Welt, und darum geht es mir!) wäre, wenn alle sich nicht für Dinge kloppen würden, die eigentlich gar nicht existieren?
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Hi,
Hmmm ... was würden wohl die Opfer der Kreuzzüge, die Inquisitions-Opfer und auch heutige Opfer von Religionskriegen sagen? Hmmm ... wahrscheinlich gar nichts, die sind nämlich im Namen der Religion niedergemetzelt worden! Erzähl mir also nicht, dass die Religion die Gläubigen zu besseren Menschen macht. Die Christliche Kirche machts sich da ganz bequem: Mann kann so viel Sündigen wie man will, man kann ja schliesslich alles beichten!
Das ist aber nun vollkommener Unsinn.
Warum verwechseln eigentlich fast alle immer Religion mit Glauben? Und selbst wenn er von Religion gesprochen hätte, so sind die Kreuzzüge Vergangenheit. Oder bist du auch so ein Typ, der alle Deutschen als Nationalsozialisten abstempelt, das ist genau dieselbe Schublade.Genau so nervig, die mir mit ihrem Religionen-Scheiss auf den Sack gehen. Stell dir vor, wie unsere Welt (Ja, auch meine Welt, und darum geht es mir!) wäre, wenn alle sich nicht für Dinge kloppen würden, die eigentlich gar nicht existieren?
Dieses Problem gäbe es auch nicht, wenn keiner auf den Pfad des Atheismus wandern würde, das Argument zählt also ebenso nicht.
Und wenn du damit die Glaubenskriege meinst:
Die Religion ist nur noch billiger Vorwand oder entartet betrachtet, um diese Kriege zu führen, das ist auch schon lange amtlich.MfG Eisflamme
EDIT 1: Zweites Zitat
EDIT 2: Erweiterung der Antwort des zweiten Zitats
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Schoggel schrieb:
Genau so nervig, die mir mit ihrem Religionen-Scheiss auf den Sack gehen. Stell dir vor, wie unsere Welt (Ja, auch meine Welt, und darum geht es mir!) wäre, wenn alle sich nicht für Dinge kloppen würden, die eigentlich gar nicht existieren?
Marc++us hat sehr recht.
Der Sinn dieser ganzen Religionsstreitigkeit ist mir deswegen auch nicht klar.Nebenbei: Woher weißt du, das es Gott nicht gibt? Weißt du alles? Das ist totaler Blödsinn im Quadrat.
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Natürlich gibt es mich

Fangt ja wieder an an mich zu galuben ihr Lauser! Sonst sag ich Petrus, dass er euch alle in die Hölle schicken soll!

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Schoggel schrieb:
Die Auflösung des Glaubens kommt vom Umfeld. Man wird immer mehr mit der Wissenschaft konfrontiert, sammelt mehr Erfahrungen und Wissen ...
Auflösung ist das falsche Wort. Mitnichten "löst sich Glauben" in unserer Gesellschaft auf. Viel eher fallen viel mehr Menschen von den traditionellen Religionen ab - und entweder bleiben sie dann gläubig (wohl die absolute Mehrheit) im Sinne von "Ich glaube nicht an Gott, wie er in der Bibel steht, aber irgendwas ist da schon" oder der Glaube wird durch "Aberglauben" jeglicher Art ersetzt. Auf keinen Fall werden die Menschen aber in der Masse rationaler - oder gar atheistischer.
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Mis2com schrieb:
Hmmm ... was würden wohl die Opfer der Kreuzzüge, die Inquisitions-Opfer und auch heutige Opfer von Religionskriegen sagen? Hmmm ... wahrscheinlich gar nichts, die sind nämlich im Namen der Religion niedergemetzelt worden! Erzähl mir also nicht, dass die Religion die Gläubigen zu besseren Menschen macht. Die Christliche Kirche machts sich da ganz bequem: Mann kann so viel Sündigen wie man will, man kann ja schliesslich alles beichten!
Das ist aber nun vollkommener Unsinn.
Warum verwechseln eigentlich fast alle immer Religion mit Glauben? Und selbst wenn er von Religion gesprochen hätte, so sind die Kreuzzüge Vergangenheit. Oder bist du auch so ein Typ, der alle Deutschen als Nationalsozialisten abstempelt, das ist genau dieselbe Schublade.Der Vergleich hinkt gewaltig.
Er wäre korrekt, wenn die Rassengesetze "zum Schutz der arischen Herrenrasse" noch immer geltendes Recht in Deutschland wären, sie in der offiziellen Rechtssprechung momentan jedoch nicht berücksichtigt würden.
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Mis2com schrieb:
Warum verwechseln eigentlich fast alle immer Religion mit Glauben?
Genau. Schliesslich sind auch Atheisten gezwungen, eine Menge Sachen zu glauben, weil sie dank der physischen und psychischen Limitierungen des Menschen einfach nicht alles wissen können.
Atheismus oder auch Nichtreligiösität bedeutet ja nicht, nicht zu glauben, sondern lediglich, nicht an höhere Wesen wie Götter zu glauben.Die (Nicht)Existenz des christlichen Gottes wird durch die Theodizee von Anfang an diskutiert. Dieser Gott zeichnet sich seinen Anhängern zufolge ja insbesondere dadurch aus, allmächtig und gut/gerecht zu sei. Eine Behauptung, die sich anhand von täglichen Lebenserfahrungen wie Verletzung/Ermordung/Tötung/Unfalltod auch von Kindern, Säuglingen oder Embryos, also dem Inbegriff des Unschuldigen, nicht nachvollziehen lässt. Denn wofür sollte das eine gerechte Strafe sein, und wenn es ungerechtfertigt ist, warum lässt der gute und allmächtige Gott soetwas geschehen?
PS. Wikipedia-Link und Zitat:
In klassischer Weise wurde das Problem bereits durch den griechischen Philosophen Epikur (341-270 v. Chr) formuliert:
Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
oder er kann es und will es nicht:
dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
oder er will es nicht und kann es nicht:
dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott,
oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?
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Schoggel schrieb:
Meinetwegen, aber damit wurde meine Frage noch nicht beantwortet: Was treibt einen Menschen dazu an, an einen Gott zu glauben. Ich habe zwar schon meine Erklärungen, aber ich will jene eines Gläubigen hören.
Dazu liest du mal die Worte, die Werner Heisenberg über den Glauben gesagt hat.
Denn Werner Heisenberg ein Physiker war sein ganzes Leben lang ein rational denkender und Erklärungen suchender Mensch, aber am Ende seiner Suche
fand er Gott.Seine Worte:
"Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch; aber
auf dem Grund des Bechers wartet Gott."Und wenn ein Naturwissenschaftler dir nicht erklären kann, das an Gott etwas wahres dran ist, wer dann?
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Schoggel schrieb:
Das irrationale Glauben an etwas, das einem im Stich lässt wenns drauf ankommt. Wieviele Todkranke haben in ihrer letzten Stunde zu Gott gebetet und auf ihn vertraut und sind trotzdem gestorben?
Denkfehler!
Für einen wahren Gläubigen ist der Tod in so einem Falle eine Erlösung und ein
weiterer Schritt Richtung Himmel.Sterben zu müssen ist also keine Strafe, daß ist nur für den rational denkenden nichtgläubigen Menschen eine Stafe, weil das Leben für ihn das einzige ist,
was dem nichtgläubigen übrig bleibt während der Gläubige immer noch ein Leben
nach dem Tod hat.
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Bashar schrieb:
AJ schrieb:
Anscheinend macht es für dich ja Sinn, nicht an etwas wie einen Gott zu glauben, obwohl es kein Indiz dafür gibt, dass es nicht so etwas gibt.
Das stärkste Indiz für die Nichtexistenz von etwas ist, dass es keine Indizien für die Existenz gibt.
Schön, es gibt aber die Bibel und die Geschichten über Jesus Christus
sowie die geschichtlichen Eintragungen der Römer über jemanden namens Jesus Christus.Sind das für dich keine Indizien?
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Gläubiger schrieb:
Denn Werner Heisenberg ein Physiker war sein ganzes Leben lang ein rational denkender und Erklärungen suchender Mensch, aber am Ende seiner Suche
fand er Gott.Nobody's perfect.
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DocJunioR schrieb:
Zur ursprünglichen Frage :
Die Bibel existiert seit nunmehr (ungefähr) 2000 Jahren. (sollten ja eigentlich nur 1978 Jahre - die 300 Jahre Mittelalter die uns laut Verschwörungstheorien fehlen mal nicht mit einbezogen :D)
sämtliche geschichten sind auch so alt..Das gilt aber nur für das neue Testament, der zweite Teil der Bibel.
Das alte Testament, der erste Teil der Bibel gibt es deutlich länger.
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Schoggel schrieb:
Natürlich wird die Initialisierung durch die Eltern und das Umfeld vorgenommen, aber Deine Theorie hinkt: wie kannst Du Dir denn die Auflösung des Glaubens in unserer Gesellschaft erklären, wenn es an der Erziehung liegen würde?
Die Auflösung des Glaubens kommt vom Umfeld. Man wird immer mehr mit der Wissenschaft konfrontiert, sammelt mehr Erfahrungen und Wissen und irgendwann bemerkt man einfach, dass alles, was man damals in der Sonntagsschule (wozu man meist von den Eltern gezwungen wurde) gelernt hat, absoluter Bullshit ist.
Ich bin auch definitiv nicht gläubig, aber man kann es sich nicht so einfach machen und sagen, dass man sich durch mehr Erfahrung oder mehr Wissen vom Glauben abwendet. Ich kenne ziemlich dumme Atheisten, aber auch sehr intelligente Gläubige. Den umgekehrten Fall kenne ich natürlich jeweils auch.
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Frage:
Was ist Evolution?
Antwort:
Nimm etwas Kupfer und Silizium, schmeiß es auf einen Haufen und warte
bis im Laufe der Zeit ein Computer daraus entsteht.Also für mich ist das nicht rational, den Computer muß also jemand gebaut haben und damit wären wir bei Gott.

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Evolution schrieb:
Frage:
Was ist Evolution?
Antwort:
Nimm etwas Kupfer und Silizium, schmeiß es auf einen Haufen und warte
bis im Laufe der Zeit ein Computer daraus entsteht.Theoretisch möglich (wenn die restlichen erforderlichen Materialien auch auf den Haufen geschmissen werden), aber seeeeeeeeeeeeeehr unwahrscheinlich
.
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Schoggel schrieb:
Du hängst viel zu stark an dem hier und jetzt, hab ich das Gefühl.
Das ist wahr. Willst du sterben? Wohl kaum, obwohl du danach ins Paradies kommst ... angeblich.
Wenn das Leben für dich zur Qual wird, dann schon.
Und der Glaube macht den nächsten Schritt deutlich einfacher.
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Gläubiger schrieb:
Schön, es gibt aber die Bibel [...] Sind das für dich keine Indizien?
Ein Märchenbuch, und als solches nicht viel mehr wert als die Behauptung, dass Gott existiert. Ein Indiz ist für mich etwas mehr als eine Behauptung.
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In klassischer Weise wurde das Problem bereits durch den griechischen Philosophen Epikur (341-270 v. Chr) formuliert:
Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
oder er kann es und will es nicht:
dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
oder er will es nicht und kann es nicht:
dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott,
oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?Das wird mit der Begründung, das Gottes Plan nicht für den Menschen ergründbar/begreifbar ist, beantwortet. Man könnte auch sagen, das es schlechte Ereignisse braucht, um eine Besserung der Gesamtsituation hervorzurufen. Man könnte sagen, Gott weiß um die Komplexität des Verhältnisses zwischen "Gut" und "Böse" beim Menschen. Aber man wüsste es nicht.
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Evolution schrieb:
Also für mich ist das nicht rational, den Computer muß also jemand gebaut haben und damit wären wir bei Gott.

Typisches Muster. Man versteht die Welt nicht und personalisiert die unbekannten Kräfte in Form von Göttern. Wie früher mit den Blitz&Donner-Göttern. Rational wäre, einfach vorläufig zu akzeptieren, dass man nicht alles weiß, anstatt sich eine Antwort aus den Fingern zu saugen.