Erste Hilfe -> pflicht für alle
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MiC++ha schrieb:
was ist eure Meinung, macht es sinn wenn jeder die Grundform kennt und Mütter/Väter auf Kinder spezifiziert werden, so wie erweiterung des bisher allgemeinen Erste Hilfe Kurs?
Nein.
Eltern sind für ihre Kinder selbst verantwortlich, d.h. es liegt in ihrer Entscheidung und Verantwortung, ob sie sich durch eigene Fortbildung und ggfls technische Maßnahmen so absichern, daß sie im Notfall besser den eigenen Kindern helfen können.
Es ist wie der Abschluß einer Unfall- oder Lebensversicherung: man sollte sowas haben, weil der Fall eintreten kann, aber man sollte niemanden zwingen, da dies Teil der persönlichen (Über-)Lebensstrategie ist.
Es ist wirklich nicht einzusehen, noch einen weiteren Teil des privaten Lebens staatlich zu regulieren. Wieder eine Vorschrift mehr, wieder eine Überwachung mehr.
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@MiC++ha
Freut mich das dein Kind es geschafft hat. Habe selbst ein 7 Monate altes Mädchen.
Ich kann jedem empfehlen von sich aus regelm. eine Kurs zu besuchen.
Staatlich ist es IMHO eh schon geregelt. (Führerschein)
Wer eine Führerschein hat und an eine Unfallstelle kommt aber keine Erste Hilfe leistet macht sich strafbar. Eine Ausrede - "Ich wusste nicht mehr wie das geht" - gibt es nicht. Jeder Autofahrer ist verpflichtet sich weiterzubilden. Sei es nun in den Gesetzen oder auch im Bereich Erste Hilfe.In anderen Bereichen bin ich auch dagegen. Wir sind IMHO mündig genug zu wissen was für uns gut ist. Ich möchte nicht ein Land wo alles geregelt ist.
Und schon garnicht ein Land wo man bei Erste Hilfe auch och verklagt werden kann.
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Da gibt es aber ein Problem, nämlich die tatsächlich vorhandene Pflicht Hilfe zu leisten. Im Zweifelsfall hat man da ein echtes Problem nachzuweisen, daß man wegen fehlender Sachkenntnis nicht in der Lage war erste Hilfe zu leisten.
Eigentlich steht da jeder Autofahrer schon mit einem Bein im Gefängnis, da er Erste Hilfe leisten können müßte, da Kurs absolviert - aber mal ehrlich - was ist davon noch im Gedächtnis.Bin vor einem Jahr zu einem Überfall gerufen worden und habe das Blut laufen sehen. Auch mein Nachbar hat schon verdellt vor der Tür gestanden. Obwohl ich gefühlsmäßig Panik vor solchen Situationen habe, habe ich so reagiert, daß ich nachher mit mir zufrieden sein konnte. Aber zwischen Hilfsbereitschaft und den richtigen Maßnahmen klaffen unter anderen Umständen Welten.
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@MiC++ha
hier wohn(t)en über die jahre einige solcher kleinen und mittelgroßen geschöpfe, und mein eindruck ist ein anderer, nämlich dass im entscheidenden fall ein "erste hilfe kurs" nicht unbedingt wirkt.
väter und mütter waren über die jahre bei den vielen unfällen und krankheiten oft einfach kurzfristig blockiert, wenn mal wieder der kopf blutete, oder das baby zu ersticken drohte. das kann man ihnen nicht vorwerfen, sie haben angst, und bei vielen menschen, die angst um einen liebenden haben, setzt eine kurze blockade ein (übrigens egal, ob mann oder frau). ich vermute stark, dass eine lähmung sogar eine krankenschwester oder einen arzt treffen kann, deren eigenes kind in not ist.
was dann ein glück ist: zum beispiel in einer sich gut kennenden hausgemeinschaft zu wohnen, wo ein anderer den fall kurzfristig übernimmt und eine entscheidung fällt, bis der jenige wieder fähig ist.
ich hoffe, ihr habt viele nette leute um euch rum.
zum glück ist alles gut gegangen.
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Ich gebe Micha Recht, dass man 1 Hilfe Kurse in den (Biologie)unterricht der 10. Klasse oder so einbauen sollte. Das sind vielleicht gerademal 6 Stunden.
Ich denke, es ist zu verkraften, wenn man dafür ein bissl in der Genetik o.ä. spart.
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Mal ne blöde Frage (eher an die jüngeren): Habt ihr in der Schule echt keinen Erste-Hilfe-Kurs gemacht?
Also, als ich in der 9. Klasse war (vor ca. 8 Jahren) haben wir von der Schule aus einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. D. h. es sind ein paar Leute vom Roten Kreuz gekommen und haben bei uns ein paar Stunden gehalten (was hald alles so dazu gehört zum Kurs) während der normalen Schulzeit.
Ich frag mich grad, ob das von der Schule bzw. Schulleitung abhängig ist, ob das gemacht wird. Ich dachte nämlich, dass das überall so gemacht werden würde. Oder hängt es vielleicht auch vom Bundesland ab oder so?
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Bei uns gab es sowas auch... weiß aber nicht, ob es freiwillig war. (Hatte schon Sofortrettende Lebensmaßnahmen (oder so
), musste/wollte/durfte deshalb nicht.
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Bei uns gab's sowas freiwillig. Ich hab vor ca 1,5 Jahren diesen Kurs für den Führerschein gemacht. Weiss davon eigentlich nichts mehr. Und das, obwohl ich eigentlich schon gewillt war zu lernen und nciht nur lustlos rumgegammelt bin.
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Wir hatten keinen Erste-Hilfe Unterricht (NDS).
Dafür aber tonnenweise Verkehrsunterricht: Video rein, Schüler schlafen den Rest der Stunde, weil sie das Video schon zig mal gesehen haben.
Der Brüller schlechthin war immer, wenn die ganze Klasse im Chor ein vorwurfsvolles "Kind, du hättest tot sein können" durch den Raum brüllte, weil die dumme Göre zum xten Mal vor das Auto gerannt war.
Diese Stunden hätte man dafür klasse verwenden können.

Nun ist es leider zu spät und wenn ich ehrlich bin, wäre bei mir wohl auch eine Auffrischung fällig.

Aber es gibt so viele Dinge, die man nicht in der Schule lernt und später dringend braucht - darunter fallen auch Ausbildung bzw. Fahrschule.
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Bei uns werden leider nur sporadisch die Kurse an den Schulen angeboten, ist aber keine Pflicht, da es dazu keine Vorraussetztung giebt wie Führerschein.
@elise
Ich hatte auch einen kurzen Schockmoment von 1-2 Sekunden, das bleibt nicht aus, aber durch mich ist so viel Adrenalin geschosen, das ich mich an Erste Hilfe Massnahmen erinnern konnte, die sehr lange her sind. mein Verstand sagte nur "Handeln", das sagte auch der Verstand meiner Frau, nur kann sie es nicht.Ich bin Überzeugt das vielen ehr und schneller geholfen werden kann, wenn ausreichende Aufklärungen beim Kurs wären, viele haben Angst etwas falsch zu machen und das ist der hauptgrund. Weder Mund-zu-Mund beahtmung noch eine stabile Position sind schädlich, egal ob es Angebracht war oder nicht. Wenn jemand eine stark blutende Wunde nur normal Abbindet, kann er sich wärend dessen darann erinnern wie man es richtig macht und es nachholen, macht er gar nichts, wird sich auch keine Erinnerung bilden, da sie nicht benutzt wird.
Niemand sollte rechtlich belangt werden, aber Erste Hilfe zur Pflicht sehe ich als Sinnvoll, finanzieren kann das der Staat, dann spart der an das "aus dem Fenster werfen", oder verkauft die Tagesschau und Lotto an RTL und verwendet die GEZ dafür, wie auch immer, man höhrt immer wieder wie einige sagen "wenn ich könnte, hätte ich ihr/ihm geholfen."
Es giebt auch eine Schulpflicht, warum nicht in ihr die erste Hilfe einbinden, alle vier Jahre eine erfrischung von 2-3 Stunden und wenn was pasiert, ist man Vorbereitet.Wenn viele es können, können auch einige gemeinsam Helfen, aber wenn es fast keiner kann, können sie nur Gaffen. Das Leben ist wie ein Forum, weiß ich nichts - guck ich nur, weiß ich was - helfe ich und wenn alle ein wenig wissen, können viele gemeinsam einen helfen. Alle für einen, einer für alle.
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MiC++ha schrieb:
Weder Mund-zu-Mund beahtmung noch eine stabile Position sind schädlich, egal ob es Angebracht war oder nicht.
Eine Mund-zu-Mund beatmung kann sehr wohl schädlich sein wenn sie nicht angebracht ist, zum Beispiel wenn jemand noch atmet kann man so die Atmung anhalten und nicht wieder in Gang setzen!
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Mund zu Mund-Beatmung ohne vorheriges Freimachen der Atemwege hat idR auch eher fatale Folgen.
/me hat aber keinen Bedarf an weiterer Erste Hilfe-Fortbildung.
Ich hatte einen 40-stündigen Intensivkurs am Anfang meines Zivildienstes und musste viele Sachen im Zivildienst auch häufig anwenden und demnächst hab ich "Erste Hilfe für Mediziner", insofern bin ich bedient.
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hatte auch 3 erste hilfe kurse und einen intensivkurs ... ob mir das aber wirklich was nützt weiß ich nicht ... fängt ja shon damit an das jeder kursleiter es etwas anders erklärt ^^ ... ok die grundlagen sind gleich ...
aber ich wüßte auch nicht was ich mache, wenn wirklich mal der ernstfall eintritt ... wenn du selber unter schock stehst nützt dir der beste kurs nichts ... wirklich hilfreich ist nur praktische erfahrung
btw. ich dachte man macht mund zu nase ???
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Wenn die Nase zu ist, gehste zum Mund...
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Ich weiß nicht wie ich reagieren müsste, obwohl mein letzter Kurs erst 3 Jahre zurück liegt. Klar, dass man niemanden in einem brennenden Wrack liegen lässt, aber meine 1. Reaktion wäre immer Notarzt anrufen und dann erst schauen ob man was machen kann. Ich denke, dass 95% der Bundesbürger auch mit regelmäßigem Kurs nicht zu einer medizinischen Erstversorgung fähig wären.
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Marcus, du machst hier aber einen großen Fehler. Sicher sollte jeder für sich die Entscheidung treffen können, ob er solche Maßnahmen für sich möchte.
Aber hier gehts ja gar nicht um die Person alleine, sondern um das Zusammenleben in einer Gesellschaft. Was kann das Kind/Nachbar/Nächste dafür, dass du für dich entschieden hast, sowas nicht zu brauchen? Nichts...
Ich halte sowas für eine gute Idee, da es hier nicht um die Regelung des persönlichen Wohlbefinden geht, sondern um ein miteinander in einer Gesellschaft.
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Es hat nicht mehr viel mit Erste Hilfe zu tun, aber ich frage trotzdem mal.
Es kann sein, dass es durch das zugegebenermaßen sehr schlecht zu lesende Posting ist, aber war denn mit dem Kind niemand beim Arzt gewesen??
Wenn man Fierb hat geht man doch normal zum Arzt und gerade wenn es bei einem Kleinkind so stark auftritt. Und das nicht nur alle 5 Tage oder so.
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man kann nicht pauschal jeden bürger dazu verpflichten, erste hilfe zu erlernen.
allerdings meine ich, daß der meist alibimäßig zum führerschein absolvierte kurs viel intensiver sein müßte und eine regelmäßige auffrischung vorgeschrieben sein müßte. schließlich ist dieser kurs für den führerschein vorgeschrieben, weil man im straßenverkehr automatisch in einem gefahrenbereich ist, da macht sowas schon sinn.im übrigen ist sowieso vorgeschrieben, daß man sich nicht einfach aus dem staub machen darf, wenn man an einer unfallstelle ist, sondern AUF JEDEN FALL im rahmen seiner möglichkeiten helfen MUSS. und wenns nur das absetzen eines notrufs ist. das ist bereits jetzt gesetzlich vorgeschrieben und reicht insofern auch aus.
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SeppSchrot schrieb:
Ich gebe Micha Recht, dass man 1 Hilfe Kurse in den (Biologie)unterricht der 10. Klasse oder so einbauen sollte. Das sind vielleicht gerademal 6 Stunden.
Ich denke, es ist zu verkraften, wenn man dafür ein bissl in der Genetik o.ä. spart.Vieleicht gar keine schlechte Idee. Aber dann müsste jemand vom Roten-Kreuz, etc. kommen.
Der Punkt ist, dass ein Säugling ganz anders reanimiert wird als ein erwachsener Patient. Kinder sind halt keine kleinen Erwachsenen. Ich glaube nicht, dass sowas in einem normalen Erste-Hilfe-Kurs gelehrt wird.
gruss, flyingCoder.
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scrub schrieb:
im übrigen ist sowieso vorgeschrieben, daß man sich nicht einfach aus dem staub machen darf, wenn man an einer unfallstelle ist, sondern AUF JEDEN FALL im rahmen seiner möglichkeiten helfen MUSS. und wenns nur das absetzen eines notrufs ist. das ist bereits jetzt gesetzlich vorgeschrieben und reicht insofern auch aus.
Reicht nicht aus. Man muss schon vor Gericht beweisen das man im Rahmen seiner Möglichkeiten lag. Das ist schwierig. Unwissenheit schutzs vor Strafe nicht. Unterlassene Hilfeleistung ist ein Vergehen nach den Strafrecht. In Ö wie auch in DE. Weiß nicht wie es in DE ist aber in Ö macht jeder Heeresangehörige, Grundwehrdiener eine Kurs. Auffrischung liegt dann jedem selbst. Einem Gericht ist es aber egal ob man keine Zeit hatte, Party machen musste oder sonstwas um seine Kenntnisse aufzufrischen.
Die ist die rechtliche Seite.
Die menschliche ist: Es muss ja icht sein das man selbst zu einer Unfallstelle kommt. Mann kann selbst involviert sein. Dann ist man froh wenn es jemaden gibt der einem Hilft die Pulsader abzuklemmen um nicht in inuten zu verbluten.