Erste Hilfe -> pflicht für alle



  • Wie der Titel es schon sagt, und das alle paar jahre nachholen.
    Dies ist meine Meinung, aus gegebenen Familieren anlass.
    Bevor ich erwähne welche Tragick sich bei mir zu tat, möchte ich im Allgemeinen sagen, wie wichtig es ist, diese kleinen und schnell erlernbaren Grundkenntnisse der Gesundheitlichen Hilfe, zu erlernen.

    Sicher denken jetzt einige, warum soll ich andere Helfen wenn es wiederum andere nicht tun und daneben stehen, aber was ist mit eurer eigenen Familie, gild da das selbe? Wohl kaum, nun stellt euch vor, ihr könnt keine erste Hilfe leisten, nicht mal Grundkenntnisse, da ihr es nicht gelehrnt habt (kein Führerschein, etc.), ihr seid Familienvater (wie in meinem Fall) und habt ein Sohn von 9 Monaten, also ein Säugling. Dieser bekommt hohes Fieber (z.B. 3 Tage Fieber) durch Fieberschmerzen ist er erschöpft und konnte auch nicht schlafen, das Fieber steigt rasant an und ein Fieberzäpfchen muß her.
    Die Frau möchte nun das Kind endkleiden um das Zäpchen einzuführen und es reagiert nicht mehr, Augen verdreht, kein bewustsein, keine Reaktion, keine Ahtmen. Die Frau denkt er stirbt oder ist bereits tot und geriet in Panik, das einzige was sie machen kann ist zu rufen "Michael ruf nen Krankenwagen".
    Vorweg muß ich sagen, das wenn ich diesen Notruf (112) gewählt hätte, vorweg besser beschreiben können um den Zustand des Jungen.
    Ich nahm meinen Sohn an mich und gab ihr Order was sie tun soll, das ist nicht leicht wenn die Frau in Panik ist. Ich sah das mein Sohn in einem Schockzustand stand in dem die Ahtmung ausblieb, ich habe in mit "Mund-zu-Mund" beahmtung mit Sauerstoff versorgt und in aus dem Zustand geholt, das er zu Bewustsein kommt, wärend meine Frau den Krankenwagen rief. Nach kurzer Zeit war er wieder unter uns aber schlapp.
    Wäre ich nicht dagewesen, hätte unser Sohn sterben können (selten, oft kommen die von selbst wieder), aber auch wenn nicht, wäre er zu lang in diesem Zustand gewesen und es würden sich Folgeschäden bilden (z.B. Eptilepktie), darauf wird er noch untersucht, mittels E-Gehirnströme.
    Jetzt kommt aber das Wichtigste, ich habe vor ca. 14 Jahren Erste Hilfe und den Sanitäter Grundgang gemacht bei der Bundeswwehr, das war pflicht bei uns, da wir uns selbst helfen können mußten (hatte auch mit EDV, Codes, Crypt, etc. zu tun). Das kamm mir nun zu gute um meinen Sohn zu retten, denn in dem Fieberkrampf, in dem er gefallen war mit gefolgter Bewustlosigkeit und Atemstillstand, wäre er jetzt (vermutlich) nicht mehr an leben, den es ist schwer für einen 9 Monat alten (jungen) Körper, nach Schlafunruher Nacht und Fieber sich selbst herauszubewegen, mittels Überlebenskraft.
    OK. Mein Sohn ist wieder Wohl auf, und wir hoffen das er zum Wochende rauskommt aus dem Krankenhaus, aber wie viele Menschen sterben, weil die geliebten um ihnen die einfachsten Dinge nicht kennen.

    Gesetzentwurf: (Hallo Schröder)
    Mütter müßen bei, bzw. vor ihrer ersten geburt "Erste Hilfe" lernen mit erweterungen auf Kinder bezogen.
    Väter müßen darann Teilnehmen
    Jeder Mensch sollte ab dem 14. lebensjahr "Erste Hilfe" im Allgemeinen lernen.
    Erste Hilfe wird Pflicht ab dem 14. lebenjahr, gelehrt auf Schulen etc.
    Erweiternde Aufklärung, durch z.B. Feuerwehr, hollt den Mann aus dem brenenden Auto, es Explodiert nicht, nur im Fernsehen.
    und und und
    was ist eure Meinung, macht es sinn wenn jeder die Grundform kennt und Mütter/Väter auf Kinder spezifiziert werden, so wie erweiterung des bisher allgemeinen Erste Hilfe Kurs?



  • OT: Es ist unmöglich, deinen Thread zu lesen und sich nicht zu fragen: Was soll das bringen? Jeder muss auch schreiben lernen und trotzdem kann es nicht jeder ...



  • Engelchen: Jo, das wäre wirklich angebracht. 👍

    Teufelchen: Oh mein Gott, dann mußt Du da alle 2 Jahre wieder'n Samstag Sofortmaßnahmen trainieren. 😮

    Generell: Todesstrafe für Gaffer! 😡 👍



  • Sgt. Nukem schrieb:

    Generell: Todesstrafe für Gaffer! 😡 👍

    Das halte ich für einen guten Anfang... oder man soll sie einfach mit dem Krankenwagen umfahren können dürfen, wenn sie im Weg sind. Schlagstöcke und Tränengas für Sanitäter!

    Nun, ob man eine Erste Hilfe - Ausbildung tatsächlich gesetzlich vorschreiben soll... gut, warum nicht. Wenns der Staat zahlt... gibt ja sonst auch genug dämliche Gesetze.


  • Mod

    MiC++ha schrieb:

    was ist eure Meinung, macht es sinn wenn jeder die Grundform kennt und Mütter/Väter auf Kinder spezifiziert werden, so wie erweiterung des bisher allgemeinen Erste Hilfe Kurs?

    Nein.

    Eltern sind für ihre Kinder selbst verantwortlich, d.h. es liegt in ihrer Entscheidung und Verantwortung, ob sie sich durch eigene Fortbildung und ggfls technische Maßnahmen so absichern, daß sie im Notfall besser den eigenen Kindern helfen können.

    Es ist wie der Abschluß einer Unfall- oder Lebensversicherung: man sollte sowas haben, weil der Fall eintreten kann, aber man sollte niemanden zwingen, da dies Teil der persönlichen (Über-)Lebensstrategie ist.

    Es ist wirklich nicht einzusehen, noch einen weiteren Teil des privaten Lebens staatlich zu regulieren. Wieder eine Vorschrift mehr, wieder eine Überwachung mehr.



  • @MiC++ha

    Freut mich das dein Kind es geschafft hat. Habe selbst ein 7 Monate altes Mädchen.
    Ich kann jedem empfehlen von sich aus regelm. eine Kurs zu besuchen.
    Staatlich ist es IMHO eh schon geregelt. (Führerschein)
    Wer eine Führerschein hat und an eine Unfallstelle kommt aber keine Erste Hilfe leistet macht sich strafbar. Eine Ausrede - "Ich wusste nicht mehr wie das geht" - gibt es nicht. Jeder Autofahrer ist verpflichtet sich weiterzubilden. Sei es nun in den Gesetzen oder auch im Bereich Erste Hilfe.

    In anderen Bereichen bin ich auch dagegen. Wir sind IMHO mündig genug zu wissen was für uns gut ist. Ich möchte nicht ein Land wo alles geregelt ist.
    Und schon garnicht ein Land wo man bei Erste Hilfe auch och verklagt werden kann.



  • Da gibt es aber ein Problem, nämlich die tatsächlich vorhandene Pflicht Hilfe zu leisten. Im Zweifelsfall hat man da ein echtes Problem nachzuweisen, daß man wegen fehlender Sachkenntnis nicht in der Lage war erste Hilfe zu leisten.
    Eigentlich steht da jeder Autofahrer schon mit einem Bein im Gefängnis, da er Erste Hilfe leisten können müßte, da Kurs absolviert - aber mal ehrlich - was ist davon noch im Gedächtnis.

    Bin vor einem Jahr zu einem Überfall gerufen worden und habe das Blut laufen sehen. Auch mein Nachbar hat schon verdellt vor der Tür gestanden. Obwohl ich gefühlsmäßig Panik vor solchen Situationen habe, habe ich so reagiert, daß ich nachher mit mir zufrieden sein konnte. Aber zwischen Hilfsbereitschaft und den richtigen Maßnahmen klaffen unter anderen Umständen Welten.



  • @MiC++ha

    hier wohn(t)en über die jahre einige solcher kleinen und mittelgroßen geschöpfe, und mein eindruck ist ein anderer, nämlich dass im entscheidenden fall ein "erste hilfe kurs" nicht unbedingt wirkt.
    väter und mütter waren über die jahre bei den vielen unfällen und krankheiten oft einfach kurzfristig blockiert, wenn mal wieder der kopf blutete, oder das baby zu ersticken drohte. das kann man ihnen nicht vorwerfen, sie haben angst, und bei vielen menschen, die angst um einen liebenden haben, setzt eine kurze blockade ein (übrigens egal, ob mann oder frau). ich vermute stark, dass eine lähmung sogar eine krankenschwester oder einen arzt treffen kann, deren eigenes kind in not ist.
    was dann ein glück ist: zum beispiel in einer sich gut kennenden hausgemeinschaft zu wohnen, wo ein anderer den fall kurzfristig übernimmt und eine entscheidung fällt, bis der jenige wieder fähig ist.
    ich hoffe, ihr habt viele nette leute um euch rum.
    zum glück ist alles gut gegangen.



  • Ich gebe Micha Recht, dass man 1 Hilfe Kurse in den (Biologie)unterricht der 10. Klasse oder so einbauen sollte. Das sind vielleicht gerademal 6 Stunden.
    Ich denke, es ist zu verkraften, wenn man dafür ein bissl in der Genetik o.ä. spart.



  • Mal ne blöde Frage (eher an die jüngeren): Habt ihr in der Schule echt keinen Erste-Hilfe-Kurs gemacht?

    Also, als ich in der 9. Klasse war (vor ca. 8 Jahren) haben wir von der Schule aus einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. D. h. es sind ein paar Leute vom Roten Kreuz gekommen und haben bei uns ein paar Stunden gehalten (was hald alles so dazu gehört zum Kurs) während der normalen Schulzeit.
    Ich frag mich grad, ob das von der Schule bzw. Schulleitung abhängig ist, ob das gemacht wird. Ich dachte nämlich, dass das überall so gemacht werden würde. Oder hängt es vielleicht auch vom Bundesland ab oder so?



  • Bei uns gab es sowas auch... weiß aber nicht, ob es freiwillig war. (Hatte schon Sofortrettende Lebensmaßnahmen (oder so 🤡), musste/wollte/durfte deshalb nicht.



  • Bei uns gab's sowas freiwillig. Ich hab vor ca 1,5 Jahren diesen Kurs für den Führerschein gemacht. Weiss davon eigentlich nichts mehr. Und das, obwohl ich eigentlich schon gewillt war zu lernen und nciht nur lustlos rumgegammelt bin.



  • Wir hatten keinen Erste-Hilfe Unterricht (NDS).

    Dafür aber tonnenweise Verkehrsunterricht: Video rein, Schüler schlafen den Rest der Stunde, weil sie das Video schon zig mal gesehen haben.
    Der Brüller schlechthin war immer, wenn die ganze Klasse im Chor ein vorwurfsvolles "Kind, du hättest tot sein können" durch den Raum brüllte, weil die dumme Göre zum xten Mal vor das Auto gerannt war. 😃

    Diese Stunden hätte man dafür klasse verwenden können. 💡

    Nun ist es leider zu spät und wenn ich ehrlich bin, wäre bei mir wohl auch eine Auffrischung fällig. 😞
    Aber es gibt so viele Dinge, die man nicht in der Schule lernt und später dringend braucht - darunter fallen auch Ausbildung bzw. Fahrschule.



  • Bei uns werden leider nur sporadisch die Kurse an den Schulen angeboten, ist aber keine Pflicht, da es dazu keine Vorraussetztung giebt wie Führerschein.

    @elise
    Ich hatte auch einen kurzen Schockmoment von 1-2 Sekunden, das bleibt nicht aus, aber durch mich ist so viel Adrenalin geschosen, das ich mich an Erste Hilfe Massnahmen erinnern konnte, die sehr lange her sind. mein Verstand sagte nur "Handeln", das sagte auch der Verstand meiner Frau, nur kann sie es nicht.

    Ich bin Überzeugt das vielen ehr und schneller geholfen werden kann, wenn ausreichende Aufklärungen beim Kurs wären, viele haben Angst etwas falsch zu machen und das ist der hauptgrund. Weder Mund-zu-Mund beahtmung noch eine stabile Position sind schädlich, egal ob es Angebracht war oder nicht. Wenn jemand eine stark blutende Wunde nur normal Abbindet, kann er sich wärend dessen darann erinnern wie man es richtig macht und es nachholen, macht er gar nichts, wird sich auch keine Erinnerung bilden, da sie nicht benutzt wird.

    Niemand sollte rechtlich belangt werden, aber Erste Hilfe zur Pflicht sehe ich als Sinnvoll, finanzieren kann das der Staat, dann spart der an das "aus dem Fenster werfen", oder verkauft die Tagesschau und Lotto an RTL und verwendet die GEZ dafür, wie auch immer, man höhrt immer wieder wie einige sagen "wenn ich könnte, hätte ich ihr/ihm geholfen."
    Es giebt auch eine Schulpflicht, warum nicht in ihr die erste Hilfe einbinden, alle vier Jahre eine erfrischung von 2-3 Stunden und wenn was pasiert, ist man Vorbereitet.

    Wenn viele es können, können auch einige gemeinsam Helfen, aber wenn es fast keiner kann, können sie nur Gaffen. Das Leben ist wie ein Forum, weiß ich nichts - guck ich nur, weiß ich was - helfe ich und wenn alle ein wenig wissen, können viele gemeinsam einen helfen. Alle für einen, einer für alle.



  • MiC++ha schrieb:

    Weder Mund-zu-Mund beahtmung noch eine stabile Position sind schädlich, egal ob es Angebracht war oder nicht.

    Eine Mund-zu-Mund beatmung kann sehr wohl schädlich sein wenn sie nicht angebracht ist, zum Beispiel wenn jemand noch atmet kann man so die Atmung anhalten und nicht wieder in Gang setzen!



  • Mund zu Mund-Beatmung ohne vorheriges Freimachen der Atemwege hat idR auch eher fatale Folgen.

    /me hat aber keinen Bedarf an weiterer Erste Hilfe-Fortbildung.
    Ich hatte einen 40-stündigen Intensivkurs am Anfang meines Zivildienstes und musste viele Sachen im Zivildienst auch häufig anwenden und demnächst hab ich "Erste Hilfe für Mediziner", insofern bin ich bedient.



  • hatte auch 3 erste hilfe kurse und einen intensivkurs ... ob mir das aber wirklich was nützt weiß ich nicht ... fängt ja shon damit an das jeder kursleiter es etwas anders erklärt ^^ ... ok die grundlagen sind gleich ...

    aber ich wüßte auch nicht was ich mache, wenn wirklich mal der ernstfall eintritt ... wenn du selber unter schock stehst nützt dir der beste kurs nichts ... wirklich hilfreich ist nur praktische erfahrung

    btw. ich dachte man macht mund zu nase ???



  • Wenn die Nase zu ist, gehste zum Mund...



  • Ich weiß nicht wie ich reagieren müsste, obwohl mein letzter Kurs erst 3 Jahre zurück liegt. Klar, dass man niemanden in einem brennenden Wrack liegen lässt, aber meine 1. Reaktion wäre immer Notarzt anrufen und dann erst schauen ob man was machen kann. Ich denke, dass 95% der Bundesbürger auch mit regelmäßigem Kurs nicht zu einer medizinischen Erstversorgung fähig wären.



  • Marcus, du machst hier aber einen großen Fehler. Sicher sollte jeder für sich die Entscheidung treffen können, ob er solche Maßnahmen für sich möchte.

    Aber hier gehts ja gar nicht um die Person alleine, sondern um das Zusammenleben in einer Gesellschaft. Was kann das Kind/Nachbar/Nächste dafür, dass du für dich entschieden hast, sowas nicht zu brauchen? Nichts...

    Ich halte sowas für eine gute Idee, da es hier nicht um die Regelung des persönlichen Wohlbefinden geht, sondern um ein miteinander in einer Gesellschaft.


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