Gebt Ihr was den Bettlern?



  • Sehe ich auch so, gebe nie was. Wer auf der Straße lebt, ist selber Schuld, das braucht niemand in D. Wer es so will soll selber gucken wo er das Geld für seinen nächsten Schuss herbekommt 👎



  • In Deutschland muss keiner verhungern. Wer vom Staat kein Geld bekommt, der ist entweder illegal hier oder zu faul um es zu beantragen. In beiden Fällen halte ich es nicht für sonderlich kreativ an der Ecke zu sitzen und ein Schälchen hinzuhalten.



  • Die sollen sich ihr Geld ehrlich stehlen (bank überfallen oder sowas), anstatt mich zu belästigen.
    Die Tante von nem Kumpel von mir hatte mal einen gefragt was er durch das betteln verdient: so 200 Euro (kann sein dass es DM waren) am Tag. Da müssen die doch nicht auch noch mein Kleingeld bekommen, von dem Geld kann man gut leben. Manchmal wenn mein Geldbeutel zu dick ist geb ich aber trotzdem ein paar 1 Cent Stücke ab.



  • Abbadon schrieb:

    von dem Geld kann man gut leben. Manchmal wenn man

    Drogen sind teuer...



  • Das geilste war, als ich n Bettler mit E-Gitarre gesehen hab.
    Das der Geld kriegt?! Ich lach mich schlapp...
    der war nie im Leben arm - der hätte erstmal seine Gitarre verpulvern können.

    Mr. B



  • Sollte mich mal einer fragen ob ich ihm was zu essen kaufen kann würd ichs machen, kein Problem. Aber Geld? Nene, ich weiss was die Meisten damit machen...



  • alkoholikern geb ich kein geld für mehr sprit. hilft ihm auch nich



  • Mr. B schrieb:

    Das geilste war, als ich n Bettler mit E-Gitarre gesehen hab.
    Das der Geld kriegt?! Ich lach mich schlapp...
    der war nie im Leben arm - der hätte erstmal seine Gitarre verpulvern können.

    Mr. B

    Vielleicht war er kein Bettler sondern Musiker.

    Oder ist für dich jemand der Würste am Wurststand verkauft ein Bettler?

    Es gibt halt nunmal auch Leute die verdienen sich durch das Spielen von Musik
    auf offener Straße ein Nebenbrot.



  • Ich gebe keines. Aus meinem früheren Beruf weiß ich was die am Tag einnehmen. (Je nach Standort) Da kann sich ein hochqualif. Informatiker mit gutem Gehalt verstecken. Aber Vorsicht. Es kommt auf den Standort an und wie die Person auftritt.



  • Unix-Tom schrieb:

    Aus meinem früheren Beruf weiß ich was die am Tag einnehmen.

    Bitte hast du das auch schon gemacht und hast soviel verdient das du dich entgültig zur Ruhe setzen kannst, oder was hattest du für einen Job?



  • Seid ihr so sicher damit, dass in Deutschland niemand auf der Straße leben muss, bzw. die die's tun, nur zu Faul sind?

    Die schlafen sicherlich nicht alle freiwillig draußen.

    Und was habt ihr dagegen, dass sie sich von dem Geld besaufen? Pennt ihr mal nüchtern bei dem Wetter unter einer Brücke 😉



  • Früher habe ich öfter mal einen Euro oder so gegeben, aber inzwischen gebe ich nur noch sehr selten etwas. ...wenn man regelmäßig in der U-Bahn oder der Fußgängerzone gefragt wird, ob man mal etwas Geld übrig hat, dann stumpft das halt ab.

    Ich habe vor kurzem mal eine Reportage im Fernsehen gesehen, in der ein paar Schüler für ein paar Stunden (ich glaube 5) gebettelt haben. Die haben dabei zwischen 25€ und über 80€ gekriegt. ...und das waren Schüler und keine "professionellen Bettler". Wenn man da mal von durchschnittlich 10€/Stunde ausgeht, dann muss man doch sagen, dass die ne ganze Menge kriegen. Das ist mehr als das, was eine Putzfrau kriegt, dass ist mehr als das, was eine Arzthelferin kriegt und auch mehr als das, was es für einen Studentenjob gibt.



  • DrGreenthumb schrieb:

    Die schlafen sicherlich nicht alle freiwillig draußen.

    Ich würde eher sagen: Die schlafen sicherlich nicht alle draußen. 🙄

    Gregor schrieb:

    Wenn man da mal von durchschnittlich 10€/Stunde ausgeht, dann muss man doch sagen, dass die ne ganze Menge kriegen. Das ist mehr als das, was eine Putzfrau kriegt, dass ist mehr als das, was eine Arzthelferin kriegt und auch mehr als das, was es für einen Studentenjob gibt.

    Und es ist mehr als das, was ICH kriege. 😞



  • Bei uns gibt es praktisch keine "Bettler". Die meisten die auf der Strasse nach Geld "betteln" tun irgend etwas dafür, wie Musik machen oder so.
    Ich hab bisher nur einmal so einem Geld gegeben und zwar einem mit E-Gitarre, der meiner Meinung nach sehr gut gespielt hat (War wahrscheinlich auch kein Vollzeit-Bettler! 😉 )

    Ich bin im übrigen auch davon überzeugt, dass in D und in der CH niemand betteln _muss_. Da sorgt der Staat schon dafür, dass man über dem Existenzminimum leben kann.



  • Das mit dem Existensminimumm glaub ich nicht ganz. Aber ich war schon mit Punkern unterwegs die nach München auf Rubberslime fahren wollten und das lief ungefähr so ab tagesticket bis nach Nürnberg 2-3 Euro Pro Mann. In Nürnberg waren dann alle!! bis auf n Kumpel und ich Pleite die ham sich dann hingestellt und sich die Fahrt nach München erbettelt den Eintritt von 12 Euro auch und das in ca ner 3/4 Stunde das is nicht schlecht meine Herrn.und weil dann wirklich ne große gruppe von Zecken gefahren is wir ham ein ganzes Abteil be/zerlegt sind einfach welche ohne ticket gefahren der schaffner traut sich bei so einer Bande nämlich nicht zu kontrollieren. Die Rückfahrt wollten die sich dann auch zusammenbetteln aber dafür hat ich keine Zeit bzw. es war mir zu peinlich da hab ich dann n Wochenendticket gekauft unter der Bedingung das ich was von der Kohle wieder seh nix wars aber ich musste leider rechtzeitig heim tja.

    MFG eiskalt



  • eiskalt schrieb:

    Unix-Tom schrieb:

    Aus meinem früheren Beruf weiß ich was die am Tag einnehmen.

    Bitte hast du das auch schon gemacht und hast soviel verdient das du dich entgültig zur Ruhe setzen kannst, oder was hattest du für einen Job?

    Nein ich war nicht schnorren.



  • Was der deutsche Staat als Existenzminimum ansetzt ist verdammt wenig. Wer Angst hat das Bettler damit reich werden der soll an seriöse Organisationen spenden. In München gibt es zum Beispiel das Projekt bzw. die Zeitschrift BISS:
    http://www.biss-magazin.de/

    Leider ist in Deutschland der Sozialneid sehr verbreitet. Viele schauen herablassend auf die "faulen Schnorrer" und merken nichtmal das sie aufgrund weniger schwarzer Schafe pauschalisieren.

    Interessant zu lesen -> http://www.inidia.de/sozialneid.htm



  • ich gebe manchmal armen leuten was. aber ich gebe nie was, wenn das betteln institutionalisiert wird.

    also obdachlosenzeitung. entweder, der verkauft was, oder er bettelt.

    die pony-zirusse, die im weihnachtsgeschäft ihre einnahmen machen und im sommer verlust. zum glück bin ich gegen pferdegesichter resistent, aber es ist schon erschreckend, wie leicht dieses miniaturpferd die geldbörsen des blumenliebenden geschlechts öffnet und fast schon kriminell, wie perfektionistisch das genutzt wird.

    also ich hab was gegen gewerbliches betteln.

    entsprechend geb ich den profis am bahnhof nix, sondern überlasse dem alki am aldi was ich gerade in der hand hatte (also das zigatettenpäckchen, denn ansichtig dessen hat er mich ja um ne kippe angeschnorrt).


  • Mod

    asdrubael schrieb:

    Leider ist in Deutschland der Sozialneid sehr verbreitet. Viele schauen herablassend auf die "faulen Schnorrer" und merken nichtmal das sie aufgrund weniger schwarzer Schafe pauschalisieren.

    Irrelevant.

    Gehe ich an einem Abend in Frankfurt über die Zeil, werde ich vielleicht 10mal angeschnorrt. Es ist mir egal, was der Hintergrund der jeweiligen Einzelperson ist - ich kann nicht jeden Lebenslauf prüfen. Aber gäbe ich jedem 1 EUR, so sind das 10 EUR. Das kann nicht sein...

    Außerdem schafft man durch das Geben von Geld einen Markt: gibt man Geld, schafft man ein "Angebot", d.h. es werden mehr und mehr Leute, die auf diese Weise Geld verdienen wollen. Und für einen normalen Passanten werden die Zustände damit irgendwann unerträglich.

    Nur als Beispiel:

    Ich war vor ca. 4 Wochen mit einem Kollegen in China und wir spazierten am späten Abend entlang der Straße. Bettlende Mutter mit 2 Kindern. Und das sind "richtige" Bettler, d.h. die leben auch direkt vor einem Schaufenster. Wir laufen vorbei, Mutter spricht zu ihren Kindern auf chinesisch, die Kinder rennen uns nach und fangen aggressiv an zu betteln. Alter vielleicht 3-5 Jahre. Mein Kollege hat nun dem einen Kind aus Mitleid einen kleinen Geldschein gegeben, die Kinder rennen zur Mutter zurück. Und was passiert? Die Mutter schlägt das andere Kind, das bei mir hing, und schreit wohl irgendwas in der Art, daß es gefälligst von mir auch was erbetteln solle... wir konnten uns nur durch Flucht entziehen.

    Das sind Extremfälle, weil dort das Gefälle Arm-Reich viel größer ist, trotzdem muß man sich immer im klaren sein, daß man durch das gegebene Geld nicht wirklich etwas Gutes bewirkt und diese Verhältnisse sogar noch zementiert.



  • asdrubael schrieb:

    Was der deutsche Staat als Existenzminimum ansetzt ist verdammt wenig.

    BITTE!?
    Weisst du wieviel das ist? Ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen, frische Kleider, ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl, ich glaube mittlerweile gehört sogar ein Radio dazu.

    In D muss also niemand hungrig zu Bett gehen. Wenn man bedenkt dass ALLE Deutschen Bürger ein Dach über dem Kopf haben können und genug zu Essen dann geht es den aller-aller-allerärmsten in eurem Land recht gut!


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