Gebt Ihr was den Bettlern?
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Früher habe ich öfter mal einen Euro oder so gegeben, aber inzwischen gebe ich nur noch sehr selten etwas. ...wenn man regelmäßig in der U-Bahn oder der Fußgängerzone gefragt wird, ob man mal etwas Geld übrig hat, dann stumpft das halt ab.
Ich habe vor kurzem mal eine Reportage im Fernsehen gesehen, in der ein paar Schüler für ein paar Stunden (ich glaube 5) gebettelt haben. Die haben dabei zwischen 25€ und über 80€ gekriegt. ...und das waren Schüler und keine "professionellen Bettler". Wenn man da mal von durchschnittlich 10€/Stunde ausgeht, dann muss man doch sagen, dass die ne ganze Menge kriegen. Das ist mehr als das, was eine Putzfrau kriegt, dass ist mehr als das, was eine Arzthelferin kriegt und auch mehr als das, was es für einen Studentenjob gibt.
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DrGreenthumb schrieb:
Die schlafen sicherlich nicht alle freiwillig draußen.
Ich würde eher sagen: Die schlafen sicherlich nicht alle draußen.

Gregor schrieb:
Wenn man da mal von durchschnittlich 10€/Stunde ausgeht, dann muss man doch sagen, dass die ne ganze Menge kriegen. Das ist mehr als das, was eine Putzfrau kriegt, dass ist mehr als das, was eine Arzthelferin kriegt und auch mehr als das, was es für einen Studentenjob gibt.
Und es ist mehr als das, was ICH kriege.

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Bei uns gibt es praktisch keine "Bettler". Die meisten die auf der Strasse nach Geld "betteln" tun irgend etwas dafür, wie Musik machen oder so.
Ich hab bisher nur einmal so einem Geld gegeben und zwar einem mit E-Gitarre, der meiner Meinung nach sehr gut gespielt hat (War wahrscheinlich auch kein Vollzeit-Bettler!
)Ich bin im übrigen auch davon überzeugt, dass in D und in der CH niemand betteln _muss_. Da sorgt der Staat schon dafür, dass man über dem Existenzminimum leben kann.
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Das mit dem Existensminimumm glaub ich nicht ganz. Aber ich war schon mit Punkern unterwegs die nach München auf Rubberslime fahren wollten und das lief ungefähr so ab tagesticket bis nach Nürnberg 2-3 Euro Pro Mann. In Nürnberg waren dann alle!! bis auf n Kumpel und ich Pleite die ham sich dann hingestellt und sich die Fahrt nach München erbettelt den Eintritt von 12 Euro auch und das in ca ner 3/4 Stunde das is nicht schlecht meine Herrn.und weil dann wirklich ne große gruppe von Zecken gefahren is wir ham ein ganzes Abteil be/zerlegt sind einfach welche ohne ticket gefahren der schaffner traut sich bei so einer Bande nämlich nicht zu kontrollieren. Die Rückfahrt wollten die sich dann auch zusammenbetteln aber dafür hat ich keine Zeit bzw. es war mir zu peinlich da hab ich dann n Wochenendticket gekauft unter der Bedingung das ich was von der Kohle wieder seh nix wars aber ich musste leider rechtzeitig heim tja.
MFG eiskalt
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eiskalt schrieb:
Unix-Tom schrieb:
Aus meinem früheren Beruf weiß ich was die am Tag einnehmen.
Bitte hast du das auch schon gemacht und hast soviel verdient das du dich entgültig zur Ruhe setzen kannst, oder was hattest du für einen Job?
Nein ich war nicht schnorren.
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Was der deutsche Staat als Existenzminimum ansetzt ist verdammt wenig. Wer Angst hat das Bettler damit reich werden der soll an seriöse Organisationen spenden. In München gibt es zum Beispiel das Projekt bzw. die Zeitschrift BISS:
http://www.biss-magazin.de/Leider ist in Deutschland der Sozialneid sehr verbreitet. Viele schauen herablassend auf die "faulen Schnorrer" und merken nichtmal das sie aufgrund weniger schwarzer Schafe pauschalisieren.
Interessant zu lesen -> http://www.inidia.de/sozialneid.htm
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ich gebe manchmal armen leuten was. aber ich gebe nie was, wenn das betteln institutionalisiert wird.
also obdachlosenzeitung. entweder, der verkauft was, oder er bettelt.
die pony-zirusse, die im weihnachtsgeschäft ihre einnahmen machen und im sommer verlust. zum glück bin ich gegen pferdegesichter resistent, aber es ist schon erschreckend, wie leicht dieses miniaturpferd die geldbörsen des blumenliebenden geschlechts öffnet und fast schon kriminell, wie perfektionistisch das genutzt wird.
also ich hab was gegen gewerbliches betteln.
entsprechend geb ich den profis am bahnhof nix, sondern überlasse dem alki am aldi was ich gerade in der hand hatte (also das zigatettenpäckchen, denn ansichtig dessen hat er mich ja um ne kippe angeschnorrt).
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asdrubael schrieb:
Leider ist in Deutschland der Sozialneid sehr verbreitet. Viele schauen herablassend auf die "faulen Schnorrer" und merken nichtmal das sie aufgrund weniger schwarzer Schafe pauschalisieren.
Irrelevant.
Gehe ich an einem Abend in Frankfurt über die Zeil, werde ich vielleicht 10mal angeschnorrt. Es ist mir egal, was der Hintergrund der jeweiligen Einzelperson ist - ich kann nicht jeden Lebenslauf prüfen. Aber gäbe ich jedem 1 EUR, so sind das 10 EUR. Das kann nicht sein...
Außerdem schafft man durch das Geben von Geld einen Markt: gibt man Geld, schafft man ein "Angebot", d.h. es werden mehr und mehr Leute, die auf diese Weise Geld verdienen wollen. Und für einen normalen Passanten werden die Zustände damit irgendwann unerträglich.
Nur als Beispiel:
Ich war vor ca. 4 Wochen mit einem Kollegen in China und wir spazierten am späten Abend entlang der Straße. Bettlende Mutter mit 2 Kindern. Und das sind "richtige" Bettler, d.h. die leben auch direkt vor einem Schaufenster. Wir laufen vorbei, Mutter spricht zu ihren Kindern auf chinesisch, die Kinder rennen uns nach und fangen aggressiv an zu betteln. Alter vielleicht 3-5 Jahre. Mein Kollege hat nun dem einen Kind aus Mitleid einen kleinen Geldschein gegeben, die Kinder rennen zur Mutter zurück. Und was passiert? Die Mutter schlägt das andere Kind, das bei mir hing, und schreit wohl irgendwas in der Art, daß es gefälligst von mir auch was erbetteln solle... wir konnten uns nur durch Flucht entziehen.
Das sind Extremfälle, weil dort das Gefälle Arm-Reich viel größer ist, trotzdem muß man sich immer im klaren sein, daß man durch das gegebene Geld nicht wirklich etwas Gutes bewirkt und diese Verhältnisse sogar noch zementiert.
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asdrubael schrieb:
Was der deutsche Staat als Existenzminimum ansetzt ist verdammt wenig.
BITTE!?
Weisst du wieviel das ist? Ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen, frische Kleider, ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl, ich glaube mittlerweile gehört sogar ein Radio dazu.In D muss also niemand hungrig zu Bett gehen. Wenn man bedenkt dass ALLE Deutschen Bürger ein Dach über dem Kopf haben können und genug zu Essen dann geht es den aller-aller-allerärmsten in eurem Land recht gut!
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SideWinder schrieb:
@Schoggel: Im Vergleich zu wem gehts dir gut?
Formulier bitte deine Frage nochmals neu!
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Wer nichts gelernt hat oder hart arbeiten kann oder auch nicht will kann nicht erwarten das er sich das leisten kann was der Durchschnittsbürger hat.
Aber selbst wenn man qualifiziert ist: Es gibt genaug Familien die nur das nötigste zum leben haben.
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Marc++us schrieb:
Gehe ich an einem Abend in Frankfurt über die Zeil, werde ich vielleicht 10mal angeschnorrt. Es ist mir egal, was der Hintergrund der jeweiligen Einzelperson ist - ich kann nicht jeden Lebenslauf prüfen. Aber gäbe ich jedem 1 EUR, so sind das 10 EUR. Das kann nicht sein...
Niemand zwingt dich denen etwas zu geben, bloß sollte man zweimal überlegen bevor man mit wilden Verdächtigungen bezüglich ihrer Motive und Lebenssituation um sich wirft. Und wenn Leute zu unrecht mit Vorurteilen überschüttet werden ist das sicher nicht "irrelevant".
Schoggel schrieb:
asdrubael schrieb:
Was der deutsche Staat als Existenzminimum ansetzt ist verdammt wenig.
BITTE!?
Weisst du wieviel das ist? Ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen, frische Kleider, ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl, ich glaube mittlerweile gehört sogar ein Radio dazu.Ja ich weiß wie wenig das ist. Darüber hinaus muss man sich von anderen als Schmarotzer hinstellen lassen, darf fast nichts nebenher verdienen, kein Vermögen über einem gewissen Satz haben und ist ständig der Kontrolle vom Sozialamt unterworfen. Das es immer noch Leute gibt denen es noch schlimmer geht ist ein tolles Argument. "Hey du hör auf zu heulen mit deinem einen amputierten Bein, andere haben gar keine."
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Ich glaube du schmeisst hier Sozialhilfeempfänger und Bettler absichtlich in einen Topf und suchst dir dann für deine Argumente die jeweils passendere Gruppe heraus.
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Schoggel schrieb:
asdrubael schrieb:
Was der deutsche Staat als Existenzminimum ansetzt ist verdammt wenig.
BITTE!?
Weisst du wieviel das ist? Ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen, frische Kleider, ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl, ich glaube mittlerweile gehört sogar ein Radio dazu.Ja ich weiß wie wenig das ist. Darüber hinaus muss man sich von anderen als Schmarotzer hinstellen lassen, darf fast nichts nebenher verdienen, kein Vermögen über einem gewissen Satz haben und ist ständig der Kontrolle vom Sozialamt unterworfen. Das es immer noch Leute gibt denen es noch schlimmer geht ist ein tolles Argument. "Hey du hör auf zu heulen mit deinem einen amputierten Bein, andere haben gar keine."[/quote]
Ich behaupte ja nicht, dass es solchen Leuten gut geht. Aber wenn man bedenkt, dass die Wohlstandsskala unten damit anfängt, dass man ein Dach über dem Kopf hat, genügen zu essen und medizinische Versorgung, dann würd ich sagen ist das schon recht gut!
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@Mr. Unregistriert:
Nö es geht einmal um Bettler und einmal um das Argument das die Sozialhilfe doch reichen würde. Inwiefern Sozialhilfe ausschließt das jemand doch betteln geht will ich mal nicht beurteilen.@Schoggel:
Wenn man die Skala weit genug ansetzt geht es allen Menschen gut die irgendwie über die Runden kommen. Das ist dann der Unterschied von Leben und Überleben.
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Ich sehe es schon als Erfolg an, wenn niemand um sein Überleben zu sorgen braucht.
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asdrubael schrieb:
@Schoggel:
Wenn man die Skala weit genug ansetzt geht es allen Menschen gut die irgendwie über die Runden kommen. Das ist dann der Unterschied von Leben und Überleben.Ich kann nur Schoggel zustimmen. Sozialhilfeempfänger in Deutschland geht es verdammt gut! Sie bekommen wirklich alles, was man braucht. Auch Fernseher, Renovierung der Wohnung etc. wird alles bezahlt. Sicher können diese Leute sich keine Luxusartikel leisten wie Markenkleidung, teures Essen oder ähnliches. Und DARUM jammern sie rum. Aber die müssen nunmal lernen, dass der Staat nicht dazu da ist, ihre Luxusbedürfnisse zu erfüllen, sondern dass man dafür selber arbeiten muss!!!
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ºgrimmsenº
schrieb:besonders die Punks bekommen die nix.
warum ?
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Ranus.net schrieb:
warum ?
Weil die sich meistens ganz bewusst für dieses Leben entscheiden und zu faul sind zu arbeiten.