Was macht ein Dipl Inf (Uni)



  • Olaf80 schrieb:

    Wer ein Info-Studium beendet hat, der kann schon was. Und zwar vieles, wovon einer mit Ausbildung keinen blassn Schimmer hat, dass es sowas überhaupt gibt.

    Ist meiner Ansicht nach ebenfalls eine Legende, der sich höher qualifizierte gerne bedienen ("Die Deppen ohne Studium haben doch gar kein richtiges Hintergrundwissen..."). Stichwort Neidgesellschaft auf Leute im gleichen Alter die schon seit Jahren Kohle einsacken, während man selbst kellnern muss oder sonst was.

    Deppen gibt es überall, da hilft die teuerste Ausbildung und das schönste Diplom nichts. Wer "beruflich" Dinge lernt die ihn nicht interessieren und privat das was er eigentlich später mal machen will macht irgendwas falsch, aber das ist jedem seine Entscheidung.



  • Frage? schrieb:

    Ok. Manche haben Ahnung. Aber wie man so hört haben sehr viele überhaubt keine ahnung vom Programmieren und lernen das erst im ersten Semester.

    Das stimmt IMHO sogar. Wenn ich mir an meiner Uni mal anschaue wer so alles in Progra durchfällt dann kann ich mir ungefähr ausrechnen wer noch nie vorher programmiert hat. 50-60% fallen immer durch. Ein Großteil der übrigen Leute hat vorher schon mal richtig programmiert (~50% würde ich sagen). Also ungefähr jeder 5. geht mit Programmiererfahrung ins Infostudium.

    Frage? schrieb:

    So einer kann doch gar nicht gleich im ersten Job nach dem Studium gutes SW Design machen.

    Du vergisst, dass zwischen 1. Semester und Dipl. Inf. einige Jährchen liegen (Durchschnitt an der Uni m.W. etwa 13 Semester). Wenn man in der Zeit noch Praxiserfahrungen abseits der DPO sammelt, dann ist man durchaus "brauchbar", denke ich.



  • asdrubael schrieb:

    Olaf80 schrieb:

    Wer ein Info-Studium beendet hat, der kann schon was. Und zwar vieles, wovon einer mit Ausbildung keinen blassn Schimmer hat, dass es sowas überhaupt gibt.

    Ist meiner Ansicht nach ebenfalls eine Legende, der sich höher qualifizierte gerne bedienen ("Die Deppen ohne Studium haben doch gar kein richtiges Hintergrundwissen...").

    Ich glaube nicht, dass jemand mit ner Ausbildung die gleichen theoretischen Grundlagen hat wie ein fertiger Informatiker, ausser natürlich er hat während der Ausbildung einen Großteil seiner Freizeit geopfert um sich diese anzueignen.



  • MaSTaH schrieb:

    asdrubael schrieb:

    Olaf80 schrieb:

    Wer ein Info-Studium beendet hat, der kann schon was. Und zwar vieles, wovon einer mit Ausbildung keinen blassn Schimmer hat, dass es sowas überhaupt gibt.

    Ist meiner Ansicht nach ebenfalls eine Legende, der sich höher qualifizierte gerne bedienen ("Die Deppen ohne Studium haben doch gar kein richtiges Hintergrundwissen...").

    Ich glaube nicht, dass jemand mit ner Ausbildung die gleichen theoretischen Grundlagen hat wie ein fertiger Informatiker, ausser natürlich er hat während der Ausbildung einen Großteil seiner Freizeit geopfert um sich diese anzueignen.

    Das kann man alles nicht verallgemeinern. Das Studium mag einen festen Plan haben, aber Firmen die ausbilden unterscheiden sich wie Tag und Nacht. Der eine Azubi macht Software für Autovermietungen, der andere arbeitet in einem Chemiekonzern und der dritte hockt in einem Call-Center. Der eine hat grad so nen Quali gemacht und von Mathe keinen blassen Dunst und der andere war aufm Gymi und das immer sein Lieblingsfach.



  • Ich halte eins für weitestgehend sicher und in den meisten Fällen richtig: Die Firmen bilden ihre Leute so aus, damit die danach in ihrer Firma gleich zum arbeiten anfangen können. Und wenn die dann eben keinen brauchen, der wissen muss, was mathematischer Ring ist, dann wird er dies dort auch nicht lernen.
    Die Firma hat ein verständliches Interesse daran, dass der Auszubildene danach ihre Probleme lösen kann und deshalb wird so theoretisches Zeug immer zu großen Teilen auf der Strecke bleiben.



  • Dann müsste der Satz so lauten:
    "Wer ein Info-Studium beendet hat, der weiß schon was. Und zwar vieles, wovon einer mit Ausbildung keinen blassn Schimmer hat, dass es sowas überhaupt gibt."

    Das impliziert noch nicht das Erlerntes sinnvoll angwendet werden kann. Und was man nicht braucht das vergisst man bekanntlich.

    Die Threadfrage wurde allerdings IMHO immer noch nicht sinnvoll beantwortet.



  • Wenn du später programmieren willst, musst du vor dem Studium schon damit anfangen.

    So ein Quatsch.

    Zuerst entworfen, dann programmiert und dann das Design über den Haufen geworfen

    Das kann schon passieren, aber dafür gibt's Fächer wie Software Engineering. Hier lernt man so einiges über das Projektleben. Spezifikation, Komponentenmodell, usw..

    Ich studiere an der FH. Ich hatte vor dem Studium keine Programmiererfahrung. Ich bin kein super Programmierer, aber ich habe das Gefühl draussen in der Praxis zu bestehen.

    Uni Studenten haben im Gegensatz zu uns viel mehr Mathematik. Gehen in die Materie viel tiefer hinein. Dementsprechend ist ihr Hintergrundwissen viel höher. Bei den FH Studenten steht die Anwendung im Vordergrund, bei den Uni Studenten mehr die Entwicklung.

    Soo, das reicht für's Erste. :p



  • EdiRitter schrieb:

    Wenn du später programmieren willst, musst du vor dem Studium schon damit anfangen.

    So ein Quatsch.

    Es ist kein "Quatsch", lediglich ein bisschen überspitzt formuliert. Hättest du ein paar Zeilen weitergelesen, hättest du im selben Beitrag folgendes gefunden:

    Optimizer schrieb:

    Deshalb ist es natürlich nicht zu spät. Aber das Programmieren lernen ist deine persönliche und private Aufgabe, wenn du später in diesem Bereich tätig sein willst.

    Aber klar, es ist natürlich einfacher, mal schnell "So ein Quatsch" hinzuschreiben.



  • Frage? schrieb:

    Ok. Manche haben Ahnung. Aber wie man so hört haben sehr viele überhaubt keine ahnung vom Programmieren und lernen das erst im ersten Semester. So einer kann doch gar nicht gleich im ersten Job nach dem Studium gutes SW Design machen.

    klar. ich bin jetzt 3. und mit mir ham 2 angefangen zu programmieren, als die das erste übungsblatt bekommen haben. die schreiben zwar noch nicht so perfekten code und kennen einige tricks nicht, aber in der struktur sind sie mind. genauso gut wie mein code, wo ich seit 5 jahren programmier, und seit nem halben auch _richtig_ (beruflich)



  • Was man aber nicht vergessen darf: Jemand der Informatik studiert, egal ob Uni oder FH, hat sicherlich mit Softwaredesign keine Probleme. Das diesen die Praxis fehlt würde ich auch nicht sagen. Klar im Betrieb programmiert man mehr, aber die meisten meiner Kommilitonen arbeiten auch nachmittags in Firmen oder an ihren eigenen Projekten.

    Darüber hinaus gibt es Vorlesungen, die sich ausschließlich mit objektorientierten Design oder mit Software Engineering befassen. 😉

    Zu der Threadfrage: 1. Seite schrieb ich

    Magoon schrieb:

    Nach einem Studium egal ob FH oder Uni kannst Du so ziemlich in jedem Informatik Bereich arbeiten. Wenn Du allerdings nur programmieren möchtest, dann brauchst Du sicherlich nicht studieren.

    Ist zwar allgemein gehalten, aber die Frage war genauso allgemein. 😉


Anmelden zum Antworten