Zivildienstgehalt?



  • nman schrieb:

    So ein Blödsinn.

    Find ich echt toll. Erst zweimal feststellen, dass es in Österreich ganz anders ist als in Deutschland, und dann "So ein Blödsinn" zum besten geben. Weiter so 🙄 👍

    scrub schrieb:

    das sieht in deutschland ganz ähnlich aus. im einberufungsbescheid stehr, ob man in dienstlicher unterkunft zu wohnen hat oder nicht. die entscheidung hängt natürlich maßgeblich davon ab, wie weit der dienstort entfernt ist- bei mir waren es ganze 7km, und da hab ich natürlich weiter zuhause wohnen dürfen.

    Nein, Zivis unterscheiden sich _nicht_ von Bundlern. Bei beiden ist die Unterbringung sowie Versorgung seitens der Dienststelle vorgesehen. Es sind Ausnahmen, wenn das nicht der Fall ist. Bei Zivis ist diese Ausnahme interessanterweise allerdings die Regel ...

    Zivildienstgesetz, §6:
    "(1) Die Beschäftigungsstellen sorgen auf ihre Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung der Dienstleistenden. Sie tragen die ihnen aus der Beschäftigung der Dienstleistenden entstehenden Verwaltungskosten."

    🙄



  • Jan schrieb:

    ycxycx schrieb:

    lol, geht zum Bund, da habt ihr Freizeit ohne Ende und ihr werdet dafür noch bezahlt 😉

    Na geil... wenn man in so einer gümmeligen Kaserne abhängen muss, dann is das auch echt total geil! 🙄

    PS: KzH rules! 😉

    Das ist Geil, aber nicht weil du da Abhängst, sondern weil du um 5 Uhr mit deinen Kameraden nen Bier am Hals hast und Abfeierst.

    Ich komme aus dem Ruhrpot und mußte am 1. Juli 1991 in Eckernförde (Ostsee) bei der Marine als Funker (Fernmelder/Nato Comunications Operator) antreten.
    Locker vom Hocker ging es da zu, 2 Monate Grundwehrdienst (statt 3) und 2 Monate Fachliche Grundausbildung in Flensburg, danach gings für 8 Monate nach Wilhelmshafen.
    Ich möchte keine Minute missen, Geld reichte aus für Tabak, Bier und Snacks, auch mehr und was man mit den Kameraden so erlebt hat, einfach klasse, erst recht die Weiber vor Ort, einfach geil auf Ruhrpot-Navy.
    Vom Kameradschaftlichen Umgang bis hin zum Fachlichen, hat man viel gelernt und der Spass blieb niemals auf der Strecke.
    Beispiel: Quartalschiessen, du mußt immer gut treffen, wir haben wetten mit Offiziere abgeschlossen um eine Kiste Bier. Das war kein Übungsschiessen, das war Spass pur.

    Neee, alle die ich kenne, welche vorher am jamern waren das sie nicht zum Bund wollen, erinnern sich gern zurück und sagen lieber Bund als Zivi-Oma-Wascher.
    Und jetzt sind beim Bund auch noch Frauen erlaubt.....ICH WILL WIEDER HIN, leider bin ich mit 33 zu alt dazu 😞

    Vergesst die Zivi-scheiße und geht Party machen, lernt Leute kennen die Zusammenhalten und lernt Erfahrungen die euch ein Leben lang positiv begleiten werden. A-r-s-c-h abputzen ist keine Alternative dazu.

    gruß MichaM.



  • MichaM. schrieb:

    Und jetzt sind beim Bund auch noch Frauen erlaubt.....ICH WILL WIEDER HIN, leider bin ich mit 33 zu alt dazu 😞

    *rofl* 😃
    Frauen? Wenn ich mir so ne Frau vorstell die freiwillig zur Army geht?.... 😃



  • durito schrieb:

    MichaM. schrieb:

    Und jetzt sind beim Bund auch noch Frauen erlaubt.....ICH WILL WIEDER HIN, leider bin ich mit 33 zu alt dazu 😞

    *rofl* 😃
    Frauen? Wenn ich mir so ne Frau vorstell die freiwillig zur Army geht?.... 😃

    Warum sich mit der Realität belästigen, wenn's in der Fantasie doch so viel einfacher und vor allem lustiger ist, hm? 🙄 (gottchen, wie oft ich den Smiley hier schon gebraucht habe :p)



  • sarfuan schrieb:

    scrub schrieb:

    das sieht in deutschland ganz ähnlich aus. im einberufungsbescheid stehr, ob man in dienstlicher unterkunft zu wohnen hat oder nicht. die entscheidung hängt natürlich maßgeblich davon ab, wie weit der dienstort entfernt ist- bei mir waren es ganze 7km, und da hab ich natürlich weiter zuhause wohnen dürfen.

    Nein, Zivis unterscheiden sich _nicht_ von Bundlern. Bei beiden ist die Unterbringung sowie Versorgung seitens der Dienststelle vorgesehen. Es sind Ausnahmen, wenn das nicht der Fall ist. Bei Zivis ist diese Ausnahme interessanterweise allerdings die Regel ...

    Zivildienstgesetz, §6:
    "(1) Die Beschäftigungsstellen sorgen auf ihre Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung der Dienstleistenden. Sie tragen die ihnen aus der Beschäftigung der Dienstleistenden entstehenden Verwaltungskosten."

    🙄

    also ich hab geschrieben, daß "das" in deutschland ganz ähnlich aussieht. was ist jetzt "das"? DAS HIER:

    nman schrieb:

    Und Unterkunft steht einem hierzulande nur dann zu, wenn man ziemlich weit weg von zuhause stationiert ist, was aber Wien-intern kaum der Fall sein wird...

    wenn du elender klugscheißer (ich kenn das zdg aus gegebenem anlaß nämlich selbst ziemlich gut) jetzt noch lesen würdest, was ich weiter geschrieben hab, kannst du deinen seich ja wegeditieren. ich hab nämlich geschrieben:

    scrub schrieb:

    im einberufungsbescheid stehr, ob man in dienstlicher unterkunft zu wohnen hat oder nicht. die entscheidung hängt natürlich maßgeblich davon ab, wie weit der dienstort entfernt ist- bei mir waren es ganze 7km, und da hab ich natürlich weiter zuhause wohnen dürfen.

    wenn daran überhaupt was falsch ist, dann die feststellung, daß es in deutschland ähnlich aussieht. aber sonst wirklich gar nix. folgerung für dich: erst lesen, DANN denken (wenn überhaupt, gelle?), und DANN ERST antworten.



  • sarfuan schrieb:

    Find ich echt toll. Erst zweimal feststellen, dass es in Österreich ganz anders ist als in Deutschland, und dann "So ein Blödsinn" zum besten geben. Weiter so 🙄 👍

    Dürfte ja in Deutschland doch nicht so viel anders sein.
    Ich strapaziere den Rollaugen-Smiley jetzt nicht weiter, der wurde in diesem Thread schon viel zu oft verwendet.



  • *g* ok, ich muss jetzt doch auch noch meinen Senf dazugeben: In der Schweiz ist Zivi der absolute Traum. Massiv mehr Lohn als Army, kannst daheim pennen und kriegst sogar noch Spesen dafür (geht bei Army nicht), sinnvolle Arbeit.
    Nachteil: Ist n'mühsamer Weg bis man mal Zivi ist. Aber danach ists einfach nur genial. Kann man nur empfehlen 👍



  • MichaM. schrieb:

    Das ist Geil, aber nicht weil du da Abhängst, sondern weil du um 5 Uhr mit deinen Kameraden nen Bier am Hals hast und Abfeierst.

    Na danke! Da kann ich gerne drauf verzichten! Ich kann die Kameraden nicht leiden, die sich jeden Abend den Kopf zuschütten. Mal feiern, ok, aber dieses Kampfsaufen ist einfach nur hirnlos. Und ganz besonders nervig wird es dann, wenn saufende Kameraden die anderen vom Schlafen abhalten - das ist total daneben.

    MichaM. schrieb:

    Neee, alle die ich kenne, welche vorher am jamern waren das sie nicht zum Bund wollen, erinnern sich gern zurück und sagen lieber Bund als Zivi-Oma-Wascher.

    Ich weiß nicht, in welcher Armee du warst, aber ich bezweifel ganz stark, dass das die Bundeswehr war! Klar, es ist immer einfach, im Nachhinein zu sagen: "Das war alles toll!" - aber das macht man mit vielem. Pure Schönrederei! Die Zeit beim Bund ist zu 85% die größte Zeitverschwendung und Gesundheitsschädigung, die man sich vorstellen kann.

    MichaM. schrieb:

    Und jetzt sind beim Bund auch noch Frauen erlaubt.....ICH WILL WIEDER HIN, leider bin ich mit 33 zu alt dazu 😞

    WOW! Na toll! Und was hat man davon, dass Frauen dabei sind? Ich weiß nicht in welcher Traumwelt du lebst, aber glaub mal nicht, dass die weiblichen Kameraden mit jedem ins Bett steigen oder andere Dinge tun, von denen man als Mann profitieren würde. Die einzige Ausnahme ist, dass sie manchmal recht gut aussehen. Allerdings macht Grün-Schwarz-Braun ganz schön hässlich. Und zum Anschauen würden auch die FHM, Maxim und Playboy Poster an den Wänden genügen.
    Die Mädels haben übrigens auch ihre eigenen Stuben - also wirst du auch nicht in den Genuss kommen, sie schnarchen zu hören.

    MichaM. schrieb:

    Vergesst die Zivi-scheiße und geht Party machen, lernt Leute kennen die Zusammenhalten und lernt Erfahrungen die euch ein Leben lang positiv begleiten werden. A-r-s-c-h abputzen ist keine Alternative dazu.

    Und lernt nochmal mindestens 3mal so viele Leute kennen, die ihr lieber gar nicht kennen wollt und macht Erfahrungen, auf die man lieber auch verzichten könnte und lasst euch ein Leben lang von dem Gedanken begleiten, dass ihr mindestens 9 Monate eures Lebens in den Sand gesetzt habt.

    Also, mal ganz ehrlich: An der Bundeswehr ist nicht alles schlecht, aber wer NUR positiv darüber redet, der muss total verblendet sein.



  • ihr habt keine ahnung...nman? bereitschaftsdienst? als zivi? bitte, erkundige dich vor solchen primitiven äußerungen genauer. lohn hängt von div. faktoren ab:

    - dass essen welches ihr dort zu euch nehmt

    - bekleidungsgeld wird ausgezahlt, sofern ihr eure sachen dort _nicht_ waschen könnt, oder wollt.

    - fahrkartengeld

    - ...



  • nman schrieb:

    Reicht das immer noch nicht, nun, jedem Wehrpflichtigem (Bund wie Zivi) wird kostenlos Unterkunft und Versorgung zur Verfügung gestellt.

    So ein Blödsinn.
    Mir wurde sogar Geld abgezogen, damit ich eine Mahlzeit am Tag in meiner Einrichtung essen darf.

    nman schrieb:

    sarfuan schrieb:

    Find ich echt toll. Erst zweimal feststellen, dass es in Österreich ganz anders ist als in Deutschland, und dann "So ein Blödsinn" zum besten geben. Weiter so 🙄 👍

    Dürfte ja in Deutschland doch nicht so viel anders sein.
    Ich strapaziere den Rollaugen-Smiley jetzt nicht weiter, der wurde in diesem Thread schon viel zu oft verwendet.

    sarfuan schrieb:

    Zivildienstgesetz, §6:
    "(1) Die Beschäftigungsstellen sorgen auf ihre Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung der Dienstleistenden. Sie tragen die ihnen aus der Beschäftigung der Dienstleistenden entstehenden Verwaltungskosten."

    ....



  • @Jan
    unterschreibe ich so 👍



  • goetto schrieb:

    nman? bereitschaftsdienst? als zivi? bitte, erkundige dich vor solchen primitiven äußerungen genauer

    Ich habe meinen Zivildienst (inklusive Bereitschaftsdiensten) bereits hinter mir und weiß nicht was an der Äußerung primitiv sein soll.

    MichaM. schrieb:

    Neee, alle die ich kenne, welche vorher am jamern waren das sie nicht zum Bund wollen, erinnern sich gern zurück und sagen lieber Bund als Zivi-Oma-Wascher.
    [...]
    Vergesst die Zivi-scheiße und geht Party machen, lernt Leute kennen die Zusammenhalten und lernt Erfahrungen die euch ein Leben lang positiv begleiten werden. A-r-s-c-h abputzen ist keine Alternative dazu.

    Was für qualifizierte Aussagen.
    Mal abgesehen davon, dass Du ohnehin nur trollst: Ich habe bei meinem Jahr in einem Wohnhaus für Schwerstbehinderte sicher mehr gelernt, als ich beim "Party machen" im Bundesheer gelernt hätte. 👎
    Nicht dass ich behaupten möchte, dass man nicht auch von seiner Zeit als Präsenzdiener profitieren könnte, aber das wird man garantiert nicht, wenn man an das ganze so herangeht wie Du.



  • sarfuan schrieb:

    Zivildienstgesetz, §6:

    So viel anders sind die gesetzlichen Grundlagen in Österreich auch nicht, nur wesentlich komplizierter formuliert.
    Abgesehen davon wünsche ich jedem viel Glück, der versucht, gegen die eigene Einrichtung derartige Forderungen durchzusetzen, wenn die ZD-Vertretung standhaft ignoriert wird.



  • @Jan
    Ich habe das natürlich alles bissel Salop beschrieben, es sind sicherlich nicht nur Alkies beim Bund. Ich versuchte zu Vermitteln das es da nicht schlimm ist, im Gegenteil man kann viel lernen.
    Um auch wirklich was passendes zu lernen, sollte man sich den Verwendungszweck schon aussuchen und diesen Anstreben.
    Mal Abgesehen von Kameradschaft und den Umgang mit anderen Menschen innerhalb einer Gruppe, habe ich noch folgendes dort gelernt:
    - mit 10 fingern blind schreiben auf einer Tastatur
    - Funken (ich konnte es umschreiben lassen zur Amateur-Funkerlizens)
    - Kryptographi
    - und viele weitere Dinge, vorallem Selbstverteidigung, aber nicht um andere zu Verhauen, sondern wirklich sich selbst zu schützen.
    - Sport war vorher Mord für mich, seit dem sehe ich das anders.
    - u.s.w.

    Ich habe sicherlich mehr gelernt als für einen Funker nötig ist, wir hatten nicht nur Erste-Hilfe Ausbildung, nein sogar Grundkurs des Sanitäters und auch die Feuerwehr trug was bei, wir lernten z.B. wie man Personen aus brennenden Autos rausholt, ja ja die Actionfilm Fans sagen jetzt: Die explodieren doch, falsch in seltenen Fällen explodieren Autos wenn sie brennen, ich wußte es vorher nicht, wäre ich nicht beim Bund gewesen um das zu lernen, hätte ich 2001 in Essen auch eine Frau mit 2 Kindern nicht retten können (Bild, WAZ und WDR haben berichtet).

    Meine Bundeswehrzeit war Angenehm, gut für andere mag es nicht zutreffen, jeder Ort und jede Dienststelle ist anders, aber man sollte schon solche Erfahrungen sammeln.

    Was ist denn wenn wirklich mal ein Ernstfall zutrifft? Ich weiß meine Familie und mich zu Helfen, ihr Zivis auch?

    Lange Rede, kurzer Sinn. Jeder hat seine eigene Meinung, und wenn jemand der Meinung ist es sei Zeitverschwendung zum Bund zu gehen, dann frage ich mich welche Zeit man beim Zivildienst verschwendet.
    Beim Zivildienst lernt man sicherlich auch viele Dinge, am meißten befürworte ich hier den Umgang mit behinderten Menschen, aber wenn jener Zivi am Wochenende im Pup sitzt und über diese Behinderten lässtert, würde ich gern die G3 laden und entsichern.

    Fazit: Man kann nicht über Dinge (Dienst beim Bund) urteilen, die man nicht selbst erlebt hat, wer aber gleich Vorweg es Ablehnt da ihm das zu Anstrengend sei, der ist Faul und wird im Leben vieleicht nicht viel ereichen.
    Das ist meine Meinung, ich kenne so 16-18 (ehmalige) Zivis, das größte was einer von dennen ereicht hat, ist Erstverkäufer bei einem großen Kaufhaus.

    OK, Jan. So wie ich das eh bis jetzt gelesen habe, geht es nur ums Geld. Für mich sage ich da nur, verweigern und dann noch um Kohle jammern...
    Gehe zur Marine, versuche auf ein Schiff zu kommen nach dem Grundwehrdienst, und Geld ist kein Problem mehr.

    @nman
    Du garantierst etwas, was du nicht Garantieren kannst, da du die Erfahrung dazu nicht gemacht hast. Abgesehen davon Troll ich nicht, sondern Vertrette manchmal meine Meinung auf Lockere Art, damit nicht alles so Toternst läuft.
    OK, wie auch immer, du hast sicherlich viel gelernt in deiner Zivizeit im Behindertenheim, denoch wären event. Erfahrungen und Lehrungen von Seiten des Wehrdienst, je nach Verwendungszweck, für dich Schwerwiegender geworden.
    Zu sagen du hast da mehr gelernt, muß ich von mir aus verneinen, da ich Ehrenamtlich in einen Behindertenheim arbeite seit knapp vier Jahren, sicherlich habe ich da auch einiges bei gelernt, könnte es aber nie mit dem auf die Wagge legen was ich beim Wehrdienst gelernt habe, oder mal anders Gesagt, vorm Wehrdienst konnten mich Gott und andere Menschen am Ars... lecken, seit dem Denke ich aber anders und aus diesem Grund helfe ich auch im Behindertenheim bei uns in der Nähe mit.

    Jede Medailie hat zwei Seiten, wenn man sich nur eine Seite zur Ansicht aussuchen kann, sollte man die richtige Seite für sich wählen, wählt man aber auf Grund falscher Vorstellungen oder (Geld) voraussetzungen, wählt man Falsch und es wird sich im laufe des Lebens bemerkbar machen.



  • MichaM. schrieb:

    Was ist denn wenn wirklich mal ein Ernstfall zutrifft? Ich weiß meine Familie und mich zu Helfen, ihr Zivis auch?

    Ich glaub mehr als das gute alte WTF? gibts dazu nicht zu sagen... Neben all dem Funken hast Du scheinbar auch einiges an Propaganda gelernt, was? 😉



  • @MichaM.:

    Das hört sich für mich schon deutlich vernünftiger an! Da kann ich schon eher zustimmen.
    Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass trotz alledem sehr viel Zeit- (und Steuergeld-)verschwendung dabei ist. Aber klar lernt man auch in gewisser weise viel für's Leben. Man lernt ja auch oft was aus den unangenehmen Dingen.

    Und was das Geld angeht: Beim Bund bekommt man genug. Und wer noch ein bisschen mehr braucht, kann sich für diverse Dienste melden. Wenn man "Glück" hat, dann ist man auch oft auf Übungen, oder muss abends länger machen, dann kommt auch jede Menge Kohle zusammen.
    Und als Zivi bekommt man sicher auch kein schlechtes Geld, da soll sich mal keiner beschweren.

    Aber wer weiß, was kommt:
    http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3984950_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html



  • MichaM. schrieb:

    Was ist denn wenn wirklich mal ein Ernstfall zutrifft? Ich weiß meine Familie und mich zu Helfen, ihr Zivis auch?

    Ja, im Ernstfall weiß ich jetzt dank halber Saniausbildung und regelmäßigem praktischen Einsatz, wie ich im Ernstfall Leute wiederbeleben kann oä.
    Oder meintest Du etwa wirklich das, was ich befürchte?

    Lange Rede, kurzer Sinn. Jeder hat seine eigene Meinung, und wenn jemand der Meinung ist es sei Zeitverschwendung zum Bund zu gehen, dann frage ich mich welche Zeit man beim Zivildienst verschwendet.

    Den Satz verstehe ich nicht.

    Beim Zivildienst lernt man sicherlich auch viele Dinge, am meißten befürworte ich hier den Umgang mit behinderten Menschen, aber wenn jener Zivi am Wochenende im Pup sitzt und über diese Behinderten lässtert, würde ich gern die G3 laden und entsichern.

    Den noch viel weniger. Wenn ich mit einem unserer Klienten unterwegs war, dann wurden wir regelmäßig von Wehrdienstleistenden aus der nächsten Kaserne angestänkert. Dass ein Zivi schlecht über Behinderte gesprochen hätte, ist mir hingegen nie passiert.

    Fazit: Man kann nicht über Dinge (Dienst beim Bund) urteilen, die man nicht selbst erlebt hat, wer aber gleich Vorweg es Ablehnt da ihm das zu Anstrengend sei, der ist Faul und wird im Leben vieleicht nicht viel ereichen.

    Glaub mir einfach, wenn ich Dir sage, dass 12 Monate Arbeit in einem Wohnhaus für Schwerstbehinderte garantiert nicht bequemer sind, als Bund.

    Das ist meine Meinung, ich kenne so 16-18 (ehmalige) Zivis, das größte was einer von dennen ereicht hat, ist Erstverkäufer bei einem großen Kaufhaus.

    So what? Die drei Zivis mit denen ich im Wohnhaus gemeinsam Dienst hatte, steuern alle gerade auf ihr Doktorat zu, was soll der Satz also aussagen?

    Du garantierst etwas, was du nicht Garantieren kannst, da du die Erfahrung dazu nicht gemacht hast.

    Ich habe viele Freunde, die beim Bundesheer waren. Ich habe jeden Tag gesehen, dass ich etwas Sinnvolles mache, auch wenn es hart ist. Und ich _weiß_ was ich ganz persönlich für mich aus dem Zivildienst mitgenommen habe; das hätte ich beim Bundesheer einfach nicht lernen können, das ist Fakt.

    Zu sagen du hast da mehr gelernt, muß ich von mir aus verneinen, da ich Ehrenamtlich in einen Behindertenheim arbeite seit knapp vier Jahren

    Und, was machst Du dort?
    Ich kenne einige Leute die das tun, allerdings arbeitet niemand davon in einem Sonderwohnhaus oder wird zu richtiger Arbeit herangezogen. Dazu fehlt den Leuten einfach die Ausbildung und die Zugehörigkeit zum Team.
    Zum Spazierengehen oä mit den einfacheren Fällen sind engagierte Ehrenamtliche natürlich auch in einem Sonderwohnhaus gut genug, aber zu mehr kann man sie da auch schon nicht gebrauchen, sorry.

    vorm Wehrdienst konnten mich Gott und andere Menschen am Ars... lecken

    Das tut mir leid für Dich.

    seit dem Denke ich aber anders und aus diesem Grund helfe ich auch im Behindertenheim bei uns in der Nähe mit.

    Das ist schön für Dich, aber wie Du siehst, kannst Du auch nicht beurteilen, was Zivi mit Dir gemacht hätte, da Du ja vorher schon Bund absolviert hattest.

    ...wählt man aber auf Grund falscher Vorstellungen oder (Geld) voraussetzungen, wählt man Falsch und es wird sich im laufe des Lebens bemerkbar machen.

    Ich weiß nicht, ob das auch auf mich gemünzt war, aber: Ich habe im Zivildienst einen absoluten Hungerlohn bekommen, ich habe mir öfters gewünscht, ich hätte mir _irgendetwas_ anderes ausgesucht, weil es so hart war und ich durfte mir teilweise sogar von den Eltern unserer Klienten die wir rund um die Uhr betreut haben Schimpftiraden à la "Zivildiener? Wehrdienstverweigerer; seids zu feig fürs Bundesheer?" anhören.

    Und weißt Du was? Wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, würde ich es glatt wieder machen.



  • nman schrieb:

    ich durfte mir teilweise sogar von den Eltern unserer Klienten die wir rund um die Uhr betreut haben Schimpftiraden à la "Zivildiener? Wehrdienstverweigerer; seids zu feig fürs Bundesheer?" anhören.

    Darauf habe ich dann gesagt: "na dann würd sich ja niemand um sie kümmern, ob das so gut wäre?"

    Dann wurde das Thema gewechselt 😉 und ich hab mich geweigert noch etwas für diesen Herrn zu machen. Wenn er mich nicht will, soll er sehen wo er bleibt.

    nicht nett von mir, aber wer mir so kommt hat meine hilfe nicht verdient.



  • @nman:
    Ich hoffe, dir ist klar, dass du die selben "Fehler" machst, die du bei MichaM. kritisierst. MichaM. greift tief in seine Vorurteilskiste und weiß deswegen über den Zivildienst bescheid. Du wiederum greifst noch tiefer in deine Vorurteilskiste und weißt deswegen wunderbar über den Wehrdienst bescheid.
    Ihr lehnt euch beide ziemlich weit aus dem Fenster ...



  • sarfuan schrieb:

    @nman:
    Ich hoffe, dir ist klar, dass du die selben "Fehler" machst, die du bei MichaM. kritisierst. MichaM. greift tief in seine Vorurteilskiste und weiß deswegen über den Zivildienst bescheid. Du wiederum greifst noch tiefer in deine Vorurteilskiste und weißt deswegen wunderbar über den Wehrdienst bescheid.

    Ich dachte es war offensichtlich, dass ich wo gerade passend und praktisch Michas Argumente einfach umdrehe.
    Ich wollte nicht ernsthaft behaupten, dass Bund nie sinnvoll sein kann oder ein nennenswerter Anteil aller Bundis etwas gegen Behinderte hat, aber besonders seine Äußerungen über am Abend über Behinderte stänkernde und untertags im Supermarkt an der Kasse stehende (Ex-)Zivis wollte ich einfach nicht so stehenlassen.


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