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Hallo
Elektronix schrieb:
Ja, alternative Schulmodelle, Laborschulen. Gibt es denn auch alternative Familienmodelle oder "Laborfamilien"?
Der wichtige Unterschied ist der, daß sich die Unis vor allem mit Schul- und Heimerziehung beschäftigen, nicht mit der Erziehung in der Familie. Das ist auch kaum möglich, weil die Familie ein zu privater Bereich ist, als daß Eltern sich da groß von Wissenschaftlern hineinschauen ließen. Ich rede hier von Erziehung in der Familie- übrigens ist das auch das Thema des Threads.
Darin liegt das Problem der Umsetzung in der Allgemeinheit. Es kann nicht jede(r) Pädagogik studieren, bevor er/sie Kinder bekommt. Und Schulpädagogik ist eben nicht Familienpädagogik.
Interessanter weise wurzelt die Wissenschaft der Pädagogik in einer Zeit, wo man die Notwendigkeit von Bildung als Allgemeingut allmählich begreift. Bis ins 18. Jahrhundert hinein gab es nicht einmal bezahlte Lehrer- geschweige denn studierte Lehrer. Und am allerwenigsten das Studienfach Pädagogik. - Und wenn, dann hatten nur Kinder aus reichen und adeligen Familien zur Bildung Zugang, Schulgeld konnten sich die wenigsten leisten. Dorflehrer waren Idealisten, die sich ihren Lebensunterhalt bei den wohlhabenden zusammenbetteln mußten. Vielleicht kennst Du das alte Volkslied "das arme Dorfschulmeisterlein". Es beschreibt ein bißchen die Situation eines Lehrers von damals. Darin zeigt sich, wie wenig Ansehen die Pädagogik damals hatte.
Ich weiß nicht, wo du dein pädagogisches Halbwissen her hast, aber das sich die großen Pädagogen nicht mit Familienerziehung beschäftgigt haben, ist Blödsinn (Stichwort Rousseau: Emile). Es ist ja auh nicht so, dass die Position, die Beispielsweise Montessori oder andere einnehmen nicht für zu Hause gilt, sondern es handelt sich um allgemein gültige Aussagen.
Das Pädagogik wenig Ansehen hatte, sagt auch nicths über deren Inhalt aus, oder willst du etwas behaupten, dass Astronomen nur Müll erzäheln, weil es mal eine Zeit gab, in der die Kirche ihre Theorien abgelehnt hat. Das du grundsätzlich körperliche Züchtigung für gut hälst und du selber geschlagen wurdest, zeigt, meiner Meinung nach, eben auch wieder diesen Zusammenhang (ich weiß, dass man nich von einem auf alle schliessen kann, aber das habe ich mir ja nicht ausgedacht, sonder du und cowcat vertreten ja dieselbe Meinung, ihr wurdet beide geschlagen und dieser Zusammenhang ist schon oft nachgewiesen wurden) Ihr habt gelernt, dass es angeblich Situationen gibt, in den man bei Kinder nur noch so weiter kommt, also gebt ihr "Wissen" an eure Kinder weiter. Vielleicht solltest du versuchen mal nüchtern über deine Argumente nachzudenken und schaffst es dann vielleicht aus dem Teufelskreis auszubrechen.
chrische