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finix schrieb:
Soweit ich das gelesen habe hat man alle Sendungen in diesem Zeitraum betrachtet, nicht lediglich einen kleinen Teil davon. Und 50:16 mag dich statistisch gesehen vielleicht nicht befriedigen, zeigt aber immerhin eine gewisse Tendenz.
Nö, das zeigt gar nichts. Um mal ein statistisches Beispiel aus einem ganz anderen Bereich zu bringen... ich habe mal in einem Praktikumsversuch in der Physik 269 mal die Anzahl der radioaktiven Zerfälle irgendeiner radioaktiven Quelle in einer bestimmten Zeit gemessen. Das Ergebnis sollte praktisch eine Gaussverteilung sein. Da mal ein kleiner Ausschnitt aus der Tabelle:
Anzahl der Zerfälle: Anzahl der Messungen mit diesem Ergebnis:
14 : 10
15 : 16
16 : 18
17 : 23
18 : 24
19 : 14
20 : 26
21 : 31
22 : 16
23 : 11
24 : 15
25 : 10
26 : 15
27 : 9
Ok, guck Dir mal an, wie oft 19 Zerfälle vorkommen? Scheint ja mal deutlich unterrepresentiert zu sein, meinst Du nicht? Stimmt jetzt die Physik nicht, weil da so ein "Trend" bei der 19 zu erkennen ist? Ne. Die Anzahl der Messungen reicht einfach nicht aus, um damit solche Aussagen machen zu können. ...und dieses Beispiel ist ziemlich analog zu der Studie hier: Die Zahlen stimmen vielleicht nicht ganz, aber die Aussage: "Im Großen und Ganzen stimmt das so in etwa, aber wenn man sich dieses kleine Detail anguckt..." kann man in beiden Beispielen machen.
Es gibt in der Stochastik Tests, mit denen Du die Aussagekraft solcher Stichproben angeben kannst. Warum wurde das eigentlich nicht in der Studie gemacht?
Abgesehen davon: Ich halte die Methodik des Gästezählens für so eine Studie insgesamt nicht für zielführend. Man müsste sich bei jedem einzelnen Gast angucken, aus welchem Grund er in die Sendung kam und ob das gerechtfertigt ist.
Die haben 10 "Experten" mit 12 Auftritten als Beispiel für eine verzerrte Darstellung angegeben? Das sind 0,333% aller Auftritte überhaupt in dem betrachteten Zeitraum. Ich habe Dir jetzt schon zu einem Experten dargelegt, dass er unbedingt eingeladen werden musste. Habe also ein Beispiel gegeben, das etwa 10% dieser Beispiel-Aussage aus der Studie abdeckt und deren Aussage in Frage stellt. Ok, da sollen nach der Studie auch noch Vertreter anderer Lobbygruppen gewesen sein. Warum sagt man da eigentlich keine Zahlen? Wenn man 10 Gäste mit 12 Auftritten für erwähnenswert hält, wieviele sind es dann bei den anderen Gruppen? 3 Gäste mit 4 Auftritten vielleicht? Mit Sicherheit wird es eine Menge sein, die noch weniger Aussagekraft als diese 10 Beispielgäste hat.