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Guten Abend, otze,
von Politikern als Machtinhaber war ja nicht die Rede, dieses Klischee hat sich wohl durch die sowjetische Geschichte in den Hirnen eingebrannt. Es spielt keine Rolle, ob das System den Menschen formt oder umgekehrt, der Mensch das System, das eine hängt vom anderen ab. Es ist immer wieder witzig zu beobachten, wie die Politiker versuchen, das "Volk zu vertreten", in der BSE-Krise, Steuererhöhungen, wie sie mit idiotischen Zitaten wie "In Deutschland gibt es kein Recht auf Faulheit" den Massen eintrichtern, was sie hören sollen; einen Haufen Zwergen, die nicht wissen, was sie wollen, versuchen sie zu vertreten. Funktionale Lösungen aber kommen nicht an. Kritisiert einer die großen Tabus wie Nationalsozialismus, Demokratie, Gleichheit etc., bedeutet es ein Ende der Karriere. Was bliebe mir also als Regierungschef anderes übrig als nach meinem Ausrufen des Krieges zur Rettung des Systems zu sagen, "Ihr habt es nicht anders gewollt", wenn die Massen Antikriegspropaganda betreiben.
Nun ist es ferner so, dass wenn man die Leute zusammen setzt, wenn sie zu keiner Lösung kommen, sie alle zur entsetzlich dummen Idee kommen, "einfach abzustimmen", womit kein Platz für intelligentere Lösungsansätze gelassen werden. Die Massen wissen in der Tat einfach nicht, was sie wollen; und wenn eine grundlegende Änderung sie selbst betrifft, so sind immer "die Politiker schuld", womit ich natürlich nicht die Reaktion auf die "Reform" der SPD meine, dessen Etablierung selbst schon wieder die Unmündigkeit des Westmenschen zur Demokratie beweist.
Insofern wird sich im Denken des Menschen etwas ändern müssen, bis er seine Verantwortungfähigkeit erlangt. Klar gibt es da viel zu lernen, eine echte Demokratie, dessen Ziele längst vergessen sind, aufzubauen und die R-Evolution wird sich noch über Jahrhunderte hinausstrecken.
Für eine solche R-Evolution sind die Ideen Gesells wohl von großer Bedeutung, wobei es, wie gesagt, nicht ausreicht, nur klug über Theorien zu reden, das schwierigste ist die Umsetzung, und jede Schnelllösung hat bisher natürlicherweise in Kriegen geendet, wie auch unsere sogenannte Demokratie dort enden wird.
Für ein Verständnis auf breiter Ebene bedarf es ferner eines Denkens auf einer Spektrumebene. Dass psychologische Forscher und Ökonomen gegeneinander streiten und deren Modelle für das einzig wahre halten, hat damit zu tun, dass sie ihren Realitätstunnel für wirklich halten; sie streiten sich dort, wo es nicht notwendig ist, da das Forschungsgebiet auf einem Spektrum abläuft, aber eben nur auf unterschiedlichen Ebenen. Also bedarf es dem Abwurf des einfachen Differenzdenken von Sozialist/Kapitalist Demokrat/Anti-Demokrat, wollen wir tatsächlich eine Verständnisebene, ein Hauptziel der Demokratie, das längst vergessen ist, schaffen, was voraussetzt, dass man auch dort zuhören lernt, wo es nicht schmeckt, auch wenn es z. B. von einem sog. Faschisten kommt, wobei das Wörtchen "Faschist" und deren Inhalt zumeist nur einkonditioniert ist;
ich stelle eine große Differenz zwischen den Berichten der bürgerlichen Presse über die NPD und die tatsächlichen Ansichten und Absichten dieser Partei fest, wobei das konditionierte Hirn sofort das Bild eines Ausländerfeindes abspult, wenn er so etwas wie "Asylmissbrauch" liest, weswegen keiner zuhören KANN, wenn er nicht aus diesem einfachen Differenzdenken sowie aus dem System springt.
Äußerst interessant übrigens ist das Buch "Das Spektrum des Bewusstseins" von Ken Wilber.