D
..,- schrieb:
... wegen des Aufbaus einer Zensur-Infrastruktur und wegen der Kontraproduktivität in Punkto Kindermissbrauch-Bekämpfung. Und zwar genau in dieser Reihenfolge der Motivation und in umgekehrter Reihenfolge der öffentlichen Äußerungen.
Naja so ganz unrecht haben sie ja nicht.
http://www.heise.de/newsticker/Geplante-Kinderporno-Sperre-koennte-andere-Sperrverfuegungen-erleichtern--/meldung/137868
"Das Gericht hat die Ablehnung des Anspruchs nämlich wesentlich auch mit dem wirtschaftlichen Aufwand begründet, den der Provider leisten müsste, um eine DNS-Sperre durchzuführen. Fiele dieser Aufwand weg, weil aus ganz anderen Gründen sowieso DNS-Sperren bestehen, dann lässt sich diese Argumentation so nicht mehr weiterführen und dann ist man als Provider auf hoher See und vor einem Hamburger Gericht noch mehr in Gottes Hand als bisher, wenn man es mit Inhabern von Urheberrechten zu tun bekommt."
Das bestaetigt eigentlich was ich sowieso schon von der ganzen Geschichte halte. Vielleicht denken diese Kinderschützer und diese Deutschen Kinderhilfe das es darum geht wirklich Kinder zu schuetzen. Die praktische Auswirkung des Gesetzes ist aber eher dass bald alle Torrent-Seiten geblockt werden. Nach den Torrent-Seiten wird dann wikileaks.org geblockt, danach sind die Verhaeltnisse wie in Taiwan, der Tuerkei oder China
http://www.heise.de/newsticker/Thailaendische-Regierung-sperrt-Webseiten-wegen-Majestaetsbeleidigung--/meldung/121242
http://www.heise.de/newsticker/YouTube-bleibt-in-der-Tuerkei-gesperrt--/meldung/116922
http://www.heise.de/newsticker/China-Viele-Regierungen-filtern-das-Netz--/meldung/137867
Wir vergessen bitte auch ganz schnell
http://www.heise.de/newsticker/Experten-betrachten-geplante-Kinderporno-Sperrmassnahmen-als-wirkungslos--/meldung/132482
Die bevorzugte Sperrlösung wollte Hannes Federrath, Professor für Informationssicherheit an der Uni Regensburg, nicht einmal als "Zugangserschwernis" durchgehen lassen. "Das erschwert überhaupt nichts", sagte der Techniker. Nur der Unbedarfte gelange bei einem DNS-Ansatz nicht mehr auf Kinderporno-Seiten. Jeder Nutzer, der entsprechende, hierzulande illegale Inhalte sehen möchte, brauche dagegen nur sein Feld für die Interneteinstellungen zu öffnen und anstelle des voreingestellten DNS-Servers einfach einen anderen einzutragen. Von derlei Verzeichnisdiensten gebe es weltweit viele, die einen ungefilterten Zugang zum Internet böten.
Uberhaupt die ganze Diskussion ist sowieso laecherlich. Wegen vllt. 0.001% der hardcore Kriminelle, die sowieso sich ihre K.pornos per Post oder P2P besorgen, sollen nun 99.999% der Internetbenutzer leiden muessen. Schon mal was von Verhältnissmäsigkeit gehört?
Wenn das Gesetzt verabschiedet wird, ist es nur ein weiterer Beweis dass auch die Westliche Welt nichts von den Grundrechten und Freiheiten haellt und ein weiterer Beweis dass derjenige der das Geld hat die Gesetze in einer "Demokratie" kontrolliert.