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Das Konzept und die Notwendigkeit des Betriebssysstems stammt aus der Zeit, als Peripheriegeräte noch voluminös und "dumm" waren, und bspw. Festplatten und Bandlaufwerke Schränke füllten. Damals mußte die Zentraleinheit einen gewissen, oft beträchtlichen, Teil der Peripherie-Steuerung übernehmen, sonst hätte die Peripherie noch teurer (und voluminöser) sein müssen.
Heute kann man die Notwendigkeit eines Betriebssystems schon gedanklich in Frage stellen - man könnte Peripheriegeräten durch CPUs zu mehr Eigenintelligenz verhelfen, etwa, indem man sie ihre eigenen Treiber speichern und verwalten ließe, oder über serielle Busse miteinander kommunizieren ließe; das würde heute nicht mehr so viel kosten, aber da das Betriebssystem ja nunmal da ist ...
Um es mal ganz platt zu sagen: Einige inzwischen zu Kolossen gigantischen Umfangs herangereifte Betriebssysteme scheinen zunehmend unter anderem auch Probleme zu lösen, die es ohne sie gar nicht gäbe. Stichwort Sicherheit. Je mehr Funktionen, desto mehr potentielle Einfallstore (es sei denn, es liegen Korrektheitsbeweise vor). Die Abdichtung der Einfallstore in unsicheren Funktionen erfordert ihrerseits weitere Funktionen (Rechteverwaltung, Firewall, ...). Ist das eine Positive Rückkopplung ?