Wie kann Schule wirklich besser werden?
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Hallo
Hauptschule sollte abgeschafft werden, die hat eh dazu geführt, das faule Maden noch einen Abschluß bekommen.
Dazu der Spruch eines Lehrers (4 Klasse)
"Wozu weiterfuehrende Schulen,
Hauptschule ist doch auch gut
2/3 der Klasse bleiben auf JEDEN Fall hier in der Hauptschule
1/3 geht auf weiterfuehrende Shculen
so ist das halt "Mfg
Klaus
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OK, hier mal mein Beitrag zu der Sache.
Generell sollte das Geld besser verteilt werden zwischen den Schulen, es kann nicht sein das ein Gymnasium in der Neuenten Klasse eine Ski-Reise machen und eine Abschlussreise ohne irgendwas zu tun. Wir auf der Gesamtschule haben keine Klassenreise gemacht seit der Sechsten Klasse, und müssen für unser Geld arbeiten, Müllsammeln, Energie spaaren und Temperatur Messen. Und dennoch werden wir wahrscheinlich keine Abschlussreise machen, weil wir uns nicht mal die leisten können!
Aber jetzt mal abgesehen von dem Geld sollten die Lehrer besser ausgeblidet werden, im Sozialen Sinne. Wir haben eine Englisch Lehrerin die eine Spezial Ausbildung an einer anderen Schule gemacht hat(bei der sie früher gearbeitet hat) und bei Ihr haben alle Schüler gute noten und alle haben Spaß am Unterricht, ok es ist ein Leistungs Kurs, aber die meisten Schüler sind bereits so "übersättigt" an Wissen, weshalb sie in den anderen Kursen auch schlecht sind.In den "Nicht Leistungs Kursen" ist es unmöglich zu Lernen für die Anderen, der/die
Lehrer/Lehrerinnen haben keine Kontrolle mehr, und schmeissen einfach wahllos alle raus, als ich einmal zu'r vorbereitung auf ein Referat vor der Tür war, waren 9 Leute aus dem Kurs vor der Tür.
Da hapert es bei den Lehrern, jedoch auch bei den Eltern ! Es gibt natürlich Leute die es lustig finden andere zu schlagen (ohne Grund) oder sie zu beleidigen oder einfach nur Streit suchen...

Natürlich gibt es auch bei uns dieses "Du trägst keine Marken klamotten" oder "du hörst andere Musik als wir"(die ale Gangster/Aggro Musik hören) es reicht sogar schon andere Hobbies zu haben

Ich selber bin auch ausgegrenz(weil ich halt Programmier und so) aber die Leute die auch schon ausgegrenzt sind grenzen die anderen ebenfalls aus, niemand ist noch freundlich zu dem Anderen...

Generell liegen die Haubt Probleme bei der Erziehung und den Lehrern, man kann es mit einem vergammelten Apfel vergleichen, wenn du einen vergammelten Apfel in eine Kiste mit guten Äpfeln tust, werden alle vergammeln! Und die aussenseiter sind halt die die nicht Mitziehen...
Ich persönlich freue mich auf mein Studium was ich nach meinem ABI antreten werde, da bin ich mit gleichgesinnten zusammen, niemand wird ausgegrenzt da alle das selbe ziel und hobbie haben
Oder sehe ich das mit dem Studium jetzt falsch ?
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LJ_1102 schrieb:
Generell sollte das Geld besser verteilt werden zwischen den Schulen, es kann nicht sein das ein Gymnasium in der Neuenten Klasse eine Ski-Reise machen und eine Abschlussreise ohne irgendwas zu tun.
Fragt sich nur, wessen Geld du besser verteilen willst!? Ich kann nur von den 5, 6 Gymnasien hier berichten, dass dort sämtliche Reisen und Ausflüge von den Schülern/Eltern selbst bezahlt werden.
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scrub schrieb:
F98 schrieb:
Das System hat schon mal prächtig funktioniert, nannte sich Bildungssystem in der DDR. Hat zu einem hohen Bildungsstand und selbsständigen Menschen geführt, die es sogar unter dem Druck eines starren und eigentlich unstürzbaren Regimes (1 Mio Waffenträger, jeder 7. Parteimitglied) geschafft haben die Welt zu verändern. Weil die große Masse befähigt war selbsstätig zu Denken und Entscheidungen zu treffen.
jo, hier war früher auch alles besser.
und weil du es ja vergessen hast, möchte ich noch die arbeitslosigkeit erwähnen, die ja bekanntlich 0% betrug. tjaja, war schon toll damals.Was hat das mit dem Thema zu tun?
F98 schrieb:
[...] Die ach so tolle gelobte Freiheit des Menschen - ist sie wirklich so toll? 80% der Bevölkerung kommen damit doch überhaupt nicht klar, im kleinen wie im großen. Diese Freiheit bringt dem Einzelnen nur was, wenn er befähigt ist was damit anzufangen, Eingeninitiative zu zeigen. Das kann man nur in der Jugend lernen, indem man auch mal die Grenzen und gewisse Bahnen vorgezeigt bekommt. Und das ist z.Z. bei uns nicht der Fall.
Wie wahr.
Walli schrieb:
F98 schrieb:
Das stimmt nicht, trotz des übergeordneten Systems hatte jeder seine Freiheiten.
Jaja, früher war alles besser!

Nicht alles, aber einiges.

Schulen sollten wieder authoritaerer werden. Das ist der Preis, den man fuer hoeheren Bildungsstandard zu bezahlen hat. Desweiteren keine Trennung zwischen Haupt- und Realschule und Gymnasien sollten wieder zu dem werden, was sie mal waren. hoehere Schulen.
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Apollon schrieb:
Schulen sollten wieder authoritaerer werden. Das ist der Preis, den man fuer hoeheren Bildungsstandard zu bezahlen hat.
Glaubst Du das wirklich? Warum ist an Unis dann der Umgangston eher locker? Ich denke nicht, daß uns das weiterbringt.
Vielmehr sollten die Eltern vielleicht auch den Kindern ein bißchen mehr Vorbild sein. Als ich Nachhilfe gegeben habe hatte ich öfter das Gefühl, daß die Schüler halt mal so zur Schule gehen und die Eltern erwarten, daß durch 13 Jahre Anwesenheit dann ein Abi-Zeugnis ausgehändigt wird. Wenn's schlechte Noten gibt, dann beschwert man sich, droht mit Anwälten oder nimmt Nachhilfe. Aber nicht etwa, damit das Kindchen mal was schafft, sondern damit es bessere Noten kriegt. "Man bezahlt ja schließlich dafür". Solange diese Abholmentalität vorliegt wird sich da nicht viel ändern. Und meines erachtens ist ein wichtiger Faktor dafür das Elternhaus.
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estartu schrieb:
Wie alt bist du etwa? Ich bin in dem Alter, dass ich "Eltern" sein könnte - habe aber keine Ahnung, wie ich die Tips von dir durchsetzen sollte. Ich glaube, dass ist alles plötzlich ganz anders, wenn man ein Kind hat - da sieht man die Welt aus einer anderen Perspektive.
ich bin 21 und würde als vater wohl auch einiges anders sehen. aber ich denke schon, daß ich mir bewußt wäre, daß mein kind ein kind ist und kein allmächtiges wesen.
estartu schrieb:
Wenn man selbst betroffen ist, machen solche tollen Tips wie man sie immer liest nie Sinn.

Ich kenne das ja noch recht gut aus der anderen Perspektive: "Lass die reden..." "Die sind nur neidisch..." "Was dich nicht umbringt macht dich stark."
Solche Sprüche sind im Nachhinein richtig - helfen akut aber überhaupt nicht.genau das ist der punkt! im prinzip wurde mir damit immer wieder gesagt "du bist selbst schuld" ... "du bist selbst schuld" ... aber diejenigen, unter denen man zu leiden hatte, denen hat weder jemand gesagt, daß sie vollidioten sind noch haben sie es selbst gemerkt. die wurden durch die fehlende negativreaktion seitens lehrern und eltern vermutlich noch bestärkt. naja, hoffentlich fliegen sie damit in zukunft ordentlich auf die klappe.
estartu schrieb:
Und für akut brauchen wir Lösungen, denn das Bildungssystem ist scheisse, die Schüler scheinen mit jedem neuen Jahr mehr einen an der Waffel zu haben (heute möchte ich nicht mehr zur Schule müssen) und die Eltern und Lehrer werden wohl auch von Tag zu Tag unfähiger.
Wenn es nicht nur die Schulen sind, wo willst du ansetzen?

nein nein, akut ist da gar nix, unsere berliner spitzenexperten und ihre regionalfürstenkollegen müssen da erst den großen masterplan entwickeln- ob unsere kinder das noch erleben? ich glaubs nicht...
Apollon schrieb:
scrub schrieb:
F98 schrieb:
Das System hat schon mal prächtig funktioniert, nannte sich Bildungssystem in der DDR. Hat zu einem hohen Bildungsstand und selbsständigen Menschen geführt, die es sogar unter dem Druck eines starren und eigentlich unstürzbaren Regimes (1 Mio Waffenträger, jeder 7. Parteimitglied) geschafft haben die Welt zu verändern. Weil die große Masse befähigt war selbsstätig zu Denken und Entscheidungen zu treffen.
jo, hier war früher auch alles besser.
und weil du es ja vergessen hast, möchte ich noch die arbeitslosigkeit erwähnen, die ja bekanntlich 0% betrug. tjaja, war schon toll damals.Was hat das mit dem Thema zu tun?
eigentlich nichts, aber ich wollte F98, da er dabei ja geradezu außer atem geriet, einfach bei der aufzählung der DDR-features helfen. ok, dann laß ichs halt.
Apollon schrieb:
F98 schrieb:
[...] Die ach so tolle gelobte Freiheit des Menschen - ist sie wirklich so toll? 80% der Bevölkerung kommen damit doch überhaupt nicht klar, im kleinen wie im großen. Diese Freiheit bringt dem Einzelnen nur was, wenn er befähigt ist was damit anzufangen, Eingeninitiative zu zeigen. Das kann man nur in der Jugend lernen, indem man auch mal die Grenzen und gewisse Bahnen vorgezeigt bekommt. Und das ist z.Z. bei uns nicht der Fall.
Wie wahr.
warum unterstützt du seine fehlauffassung vom freiheitsbegriff mit so einer altklugen omaphrase? natürlich meint niemand mit "freiheit des menschen" die absolute totale und überhaupt freiheit, aber F98 paßts gerade in seinen historienfeldzug.
und nur, weil menachen mit ihrer freiheit angeblich nichts anfangen können, darf man ihnen diese natürlich nicht wegnehmen- aber ich gebe zu, daß ist natürlich viel einfacher, bequemer und praktischer als den menschen zu zeigen, wie sie ihre freiheit zum wohl aller einsetzen können.
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scrub schrieb:
wie sie ihre freiheit zum wohl aller einsetzen können.
Genau das ist der Punkt: Das funktioniert nicht mehr! Wenn du deine Arbeit für die Allgemeinheit einsetzt ... da hast du heute nichts mehr von! Die Gesellschaft zwingt dir regelrecht auf, ein rücksichtsloses, eiskaltes, egoistisches und egozentrischen Arschloch zu sein, um überhaupt mal etwas von deinem Leben zu haben.
Die nette Tour "zum Wohle der Anderen" rentiert sich nicht. In Zeiten, in denen mir fünftklässler Krum kommen und die sechsklässer in manchen Pausen kiffend die Toiletten einnebeln, was habe ich da noch von meiner Fairness? Wie kann man fair sein, wenn die Welt es nicht mit einem ist?
Sorry für die Verallgemeinerung, aber ist doch großteils wirklich wahr ...
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ja, aber genau diesen leuten hat mans eben nicht vermittelt. vermittelt man es der großen mehrheit, haben die paar stinker auch nichts mehr zu melden.
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Jester schrieb:
Walli schrieb:
Man sollte Deutsch ab dem Zeitpunkt, wo es nicht mehr primär um den Erwerb der Muttersprache geht, abwählen dürfen.
Genau, sonst läuft man Gefahr mit Literatur und anderen kulturellen Dingen in Berührung zu geraten.

Mag ja sein, dass es dir Spaß gemacht hat Gedichte zu interpretieren. Mir nicht! Und einen Nutzen für mein Leben habe ich daraus bisher auch nicht ziehen können. Ergo war es für mich überflüssig und ich hätte die Zeit gerne mit dem Erlernen sinnvollerer Sachen genutzt, wenn man mir nur die Wahl gelassen hätte. Mit Literatur bin ich ausserhalb der Schule genug in Berührung gekommen, wobei es sich da aufs lesen beschränkte. Vielleicht habe ich auch nur den tieferen Sinn hinter all der heruminterpretiererei nicht verstanden oder unser Deutschunterricht war einfach nur schlecht. Ich möchte beides nicht ausschließen.
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Hauptschule sollte abgeschafft werden, die hat eh dazu geführt, das faule Maden noch einen Abschluß bekommen.
Da ich nirgends "Sarkasmus-Tags" sehe, gehe ich davon aus, dass du das genauso ernst meinst, wie den Rest davor. Ich weiß ja nicht, wo du so lebst, aber in meiner Welt gibt es nicht nur Leute die Real/Gym schaffen. Manche sind halt nicht so schlau, ist einfach so. Was sollen die machen? Nach China gehen und Laptops zusammenkleben? Auch an diese Menschen muss gedacht werden, besonder sogar.
MfG
GPC
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GPC schrieb:
Da ich nirgends "Sarkasmus-Tags" sehe, gehe ich davon aus, dass du das genauso ernst meinst, wie den Rest davor. Ich weiß ja nicht, wo du so lebst, aber in meiner Welt gibt es nicht nur Leute die Real/Gym schaffen. Manche sind halt nicht so schlau, ist einfach so. Was sollen die machen? Nach China gehen und Laptops zusammenkleben? Auch an diese Menschen muss gedacht werden, besonder sogar.
Wird denn an diese Menschen gedacht? Mal ehrlich, was willst du denn mit einem blanken Hauptschulabschluss schon großartig erreichen? Im Autohaus oder der Tankstelle arbeiten ... super
Mit solchen Abschlüssen bekommt man heutzutage leider gar nichts mehr. Heutzutage muss man sich ja schon mit einem Abi-Durchschnitt > 2.8 schäbig fühlen ...
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@kulturelle dinge: es gibt nix schlimmeres als das zerpflücken von kunstwerken in die einzelteile und das ermüdende rumwühlen in zahllosen details. besser wäre es, an wenigen beispielen zielbewußt zu lehren, wie man mit kunst umzugehen hat. dazu gehören aber keine interpretationen über mehrere werke innerhalb eines halbjahrs und auch keine generalbaßbezifferungen usw.
in meinem deutschunterricht lief jedenfalls das standardprogramm: die breite masse läßt aus desinteresse (und hier ist doch schon der fehler!) zwei drei leute mit dem lehrer den unterricht reißen, man versucht dann, die kursarbeiten mit schematischem vorgehen hinter sich zu bringen. dabei müßte das interesse vermutlich nicht einmal geweckt werden, wenn es nicht früher gezielt abgetötet würde.
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Walli schrieb:
Jester schrieb:
Walli schrieb:
Man sollte Deutsch ab dem Zeitpunkt, wo es nicht mehr primär um den Erwerb der Muttersprache geht, abwählen dürfen.
Genau, sonst läuft man Gefahr mit Literatur und anderen kulturellen Dingen in Berührung zu geraten.

Mag ja sein, dass es dir Spaß gemacht hat Gedichte zu interpretieren. Mir nicht! Und einen Nutzen für mein Leben habe ich daraus bisher auch nicht ziehen können.
Wie kurzsichtig.

Glaubst du, da kommen gesellschaftstaugliche Wesen bei heraus, wenn Kinder ab der 5. Klasse nur noch Mathe, Physik, Chemie und Musik Unterricht haben, weil alles andere ihnen keinen Spaß bringt?
Im späteren Leben geht auch längst nicht alles nach dem Lustprinzip. Warum sollte man Schülern sowas dann vorgaukeln?
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In den Anfängen der fortführenden Schulen (sprich 5te, 6te ... Klasse) ist da z.B. noch Bedarf an Grammatikübungen (wobei auch das durch die dauernden Reformen schon ins Lächerliche absackt), Textverständnis (Pisa lässt grüßen) etc.
Das ist eine Sache und auch gut so!
Eine andere Sache sind die verkorksten Romane aus dem letzten Jahrtausend, welche man in erbrechender Langatmigkeit bis ins letzte Detail und halbe-Seiten-lange-Sätze-entziffernd interpretieren, analysieren, erörtern und mit diversen anderen Werken der postantiken Belletristik vergleichen muss.
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Jan schrieb:
Glaubst du, da kommen gesellschaftstaugliche Wesen bei heraus, wenn Kinder ab der 5. Klasse nur noch Mathe, Physik, Chemie und Musik Unterricht haben, weil alles andere ihnen keinen Spaß bringt?
Ich habe nicht gesagt ab der 5. Klasse. Am Anfang lernt man auf dem Gymnasium durchaus noch Sachen die einem im Wort- und Schriftverkehr behilflich sein können.
Jan schrieb:
Im späteren Leben geht auch längst nicht alles nach dem Lustprinzip. Warum sollte man Schülern sowas dann vorgaukeln?

Ach weißt du... Lieber man gaukelt Schülern etwas vor und sie lernen etwas, was ihnen Freude macht, statt sie komplett verstumpfen zu lassen. Wenn sie mit langen Gesichtern auf die Uhr starren bis der Gong ertönt, dann ist das für beide Seiten vertane Zeit.
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Reyx schrieb:
Eine andere Sache sind die verkorksten Romane aus dem letzten Jahrtausend, welche man in erbrechender Langatmigkeit bis ins letzte Detail und halbe-Seiten-lange-Sätze-entziffernd interpretieren, analysieren, erörtern und mit diversen anderen Werken der postantiken Belletristik vergleichen muss.
Und genau darüber rede ich die ganze Zeit. Man geht unangemessen tief in ein Fachgebiet hinein, dessen Nutzen für Schüler mehr als fraglich ist.
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du hast nichts gegen den stoff an sich, sondern die methoden, mit denen er gelehrt wird. jedenfalls klingts für mich so.
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Jan schrieb:
Im späteren Leben geht auch längst nicht alles nach dem Lustprinzip. Warum sollte man Schülern sowas dann vorgaukeln?

Geht es nicht ? Also ich möchte/werde das machen was mir Spaß macht als Beruf und das ist Programmieren. Ausserdem geht es eher darum Ihnen(den Schülern) das wissen wieder schmackhaft zu machen. Heutzutage hat niemand(unter den Schülern) noch lust zu lernen. Meistens werden sie von Ihren Eltern dazu gezwungen.
scrub schrieb:
du hast nichts gegen den stoff an sich, sondern die methoden, mit denen er gelehrt wird. jedenfalls klingts für mich so.
ich auf jeden fall ja, bei uns wird im Deutschunterricht jedes Meisterwerk einzeln zerpflückt, man verlernt die Kunst in den Büchern zu erkennen nur um die "Facten/Hintergründe" zu sehen, das finde ich echt schade.

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das stärkste wäre es, die schwächsten zu fördern.
ich gebe jetzt seit 10 monaten mathe-nachhilfe. und es war noch *kein dummes* kind dabei.
sehr oft (>=50%) geraten schüler an lehrer, die sie nicht verstehen. in diesen fällen reicht es oft, wenn ich frage, was der lehrer gesagt hat, mich dann eine weile doof stelle und bei jeder unklarheit eine augenbraue herunterziehe und die ander hebe (ähnlich wie spok (ich senke die rechte)) und meistens vergesse, um was es ging (unterdrückte schüler stammeln gerne (bauen unfertige sätze), um unangreifbar zu sein), wenn es lange dauert. wenn der schüler mir dann in wenigen sätzen am stück erzählt, was er hätte lernen sollen, kann er auf einmal auch die hausaufgaben lösen (und dann frage ich mich, warum *ich* da sitzen mußte, warum kein mitschüler, warum keine eltern, warum kein lehrer) (und ich wäge ab, ob ich nur beide augenbrauen freudig hochziehen muss oder einen elton-mäßigen sitztanz aufführen muss (je nach alter, jüngeren schülern ist ein sitztanz des dozenten oder ein warengeschenk (vierfarbkuli) dicht an der glückseeligkeit; abiturientinnen würden sich dabei verarscht vorkommen.)). es gibt wohl auch lehrer mit einer besonderen begabung, solche schüler zu haben. wir haben bei schätzungsweise zehn lehrern davon einen (codename X), der uns circa 50% der kunden erzeugt. die gutgemeinten landesweiten vergleichsklausuren hebelt er aus, indem er die lösungen an die tafel schreibt. hier wäre ohne mehrkosten für die schulen eine stärkere verkursung leicht möglich. wer in einem kurs eine 4 oder 5 hat, wechselt zu dem nächsten, in der hoffnung, daß es nur ein kommunikationsproblem war. immerhin gibt es viele schüler, die mit X glücklich sind, X hat halt kein gespür für die, die langsamer sind, und läßt sie fallen, tief fallen.
neulich hörte ich, wie ein elter eines 4.-klässlers sagte "in deutsch mit den fällen und so ist es nicht gut, da sollten wir stützen. in mathe ist alles ok soweit, bis auf die textaufgaben." im einvernehmen mit dem nachhilfelehrer wurde vereinbart, im nächsten halben jahr das deusch zu perfektionieren, und mir irgendwann einen 7-klässler in mathe zu übergeben, der triviale dinge kann, die ein taschenrechner besser kann, der aber nirgends einen zusammenhang zwischen zahlen und der welt kennt, aua.
meine schüler haben alle im schulzeugnis zuvor bewiesen, daß sie stütze brauchen könnten. 4 oder 5. keine 6. keine 3. oft wäre es leicht gewesen, eine 3 in einem halben jahr nachhilfe auf eine stabile 2 oder 1 zu heben. wenn man frühzeitig eingegriffen hätte. auch 4 oder 5 auf 3 geht in einem halben jahr. aber die 6? wir kriegen sie nicht. wir haben fast keine ausländer. und sicher keine arbeitslosen, denn nachhilfe kostet viel geld. es geht uns als volk total viel kompetenz und arbeitskraft durch die lappen.
mein vorschlag wäre, daß in deutsch und mathe die schlechtesten 20% staatliche nachhilfe in kleingruppen bis 5 schüler mit anwesenheitspflicht bekommen.
wie gesagt, ich habe noch keine dummen schüler erlebt. die bisher lernbefreiten kanallien sollte man lösen können. und dann hat man auch deutlicher weniger das problem, daß diese kanallien den schnitt runterziehen. soannt man die stärkeren schüler ein, den schwächeren den kram beizubringen, dann raffen die stärkeren währenddessen noch sachen, die bisher unerkannt waren.
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Erhard Henkes schrieb:
Am Anfang kommen die Schüler, weil sie wollen, zum Schluss nur, weil sie kommen müssen.
du hast damit ein schlimmes problem auf den kern gebracht. ich illustiere es zudem mit einem schrecklichum.
ich kann 15-jährige damen meiner schülerschaft fragen "ein pulli kostete 50Eu. weil jetzt winterschlussverkauf ist, gibt es 20% rabatt. wieviel kostet er jetzt?" und *alle* sagen 40Eu.
aber die rechnung bringen sie nur (sogar die meisten ohne taschenrechner), wenn die aufgabe mündlich vorgetragen wird. schreibe ich die aufgabe auf, ist es auf einmal eine schulaufgabe und prozentrechnungsformeln werden gesucht und zum teil gefunden und weniger als die hälfte der damen schafft es noch.