Wie kann Schule wirklich besser werden?



  • Volkard, so schnell solltest du das nicht abstempeln. 🙄
    Mich würde mal ein Lehrplan über alle Jahrgänge einer DDR-Schule, einer BRD-Schule der gleichen Zeit und einer heutigen Schule interessieren.

    Einfach mal vergleichen. 🙂

    Was da in einer POS in der Unterstufe dran kam, das siehst du heute vielleicht mal im Leistungskurs.
    Das weiß ich aus einer Diskussion eines Ex-POS-Schülers und meines alten Physiklehrers, der von dem Lehrplan erstaunlich begeistert war. 😮



  • scrub schrieb:

    sollen die lehrer denn auch gleich wieder mit schlägen "erziehen"?

    Ja bitte - je nach Situation.
    Oder stimmt es nicht, dass Lehrer in Schlägereien nicht handfest eingreifen dürfen (Leute kräftig festhalten + Selbstverteidigung)?

    Ich finde, da sollten Lehrer das Recht haben, Schlimmeres für das Opfer zu verhindern.

    Heute kann ein Lehrer ja schon verklagt werden, wenn er Schüler zu hart anfasst.
    z.B. Schüler rennt in der Klasse rum, reagiert nicht auf Aufforderungen, sich zu setzen oder den Raum zu verlassen.
    Was soll der Lehrer nun bitte tun? 😕
    Unterricht unmöglich, die Situation sollte beendet werden - auch wenn sonst keine anderen Schüler zu Schaden kommen.

    Blos wie?
    Ich würde den Störenfried am Handgelenk packen und zu seinem Stuhl oder aus dem Zimmer ziehen - ups, leichte Rötungen -> Körperverletzung... blablabla. 🙄

    Ohrfeigen und ähnliches können je nach Schwere eines Falles auch angemessen sein - immerhin rennen Schüler heute wohl teils mit Waffen rum, da sollte ein Lehrer wenigstens seine Hände nutzen dürfen. 😮



  • ein lehrer darf einen schüler nichtmal anfassen.

    schläge sind halt echt ein doofes thema. die ohrfeigen (und mehr wars in _keinem_ fall) zuhause haben wehgetan und ich habe gemerkt "hey, was du da grad gemacht hast, darfst du nicht!"- der scmerz ging weg, die lehre blieb.

    trotzdem kann sowas ausarten, und deswegen muß es verboten sein.

    nun gehts weiter, sollte man das auch auf allgemein "körperlichen zwang" erweitern? schwierige sache.



  • F98 schrieb:

    Uniform nur beim Unterricht.

    Was erhoffst Du dir davon?

    Daniel E. schrieb:

    Und woher sollen die Zwänge kommen? Doch nicht etwa von Vater Staat, oder?

    Ja, wer sonst? Wer darf Rahmenbedingungen vorgeben? Deine Nachbarin?

    Lieber die Eltern oder die Nachbarin, als Leute, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben.

    Daniel E. schrieb:

    Der ist doch quasi ausnahmslos für die Rahmenbedingungen, die für eine verhältnismäßig schlechte Schulbildung führen verantwortlich (Stichworte: Schaffung von sozialen Brennpunkten, schlechte Lehrpläne, schlecht ausgebildete Lehrer usw.). Hier nach mehr Staat zu rufen, kann wohl nur ein Witz sein.

    Das Problem ist doch nicht, dass von staatl. Stelle Rahmenbedingungen vorgegeben wurden, sondern dass politische Luschen am Werk waren, die auch noch teilweise Lobbyarbeit geleistet haben.

    och, daß Problem ist, daß der Staat die Rahmenbedingungen gesetzt hat. "Der Staat" maßt sich dabei an, alles zu wissen und im voraus entwerfen zu können. Die Wahrheit ist, daß natürlich niemand das kann, weder hochintelligente Nichtluschen von Politikern; das mag einige Zeit lang besser gehen, aber *gut* geht es nie.

    Daniel E. schrieb:

    Der Vorschlag kommt ja immer ziemlich themenunabhängig (also auch bei der Vogelgrippebekämpfung, bei Forschungsgeldern ...).

    Bleib beim Thema. Zentraler Bundesdeutscher Lehrplan ist genau das wie man die Schule verbessern kann. Fakt ist doch, das im laufe der Zeit in einigen Bundesländern die Anforderungen an das Abi nach unten korrigiert wurden, und man dort leichter an das Abi kommt, als z.B. in Bayern oder Sachsen.

    Erstens ist niemand gezwungen, sein Abitur in zB Bremen zu machen, zweitens ist das Abitur ohnehin weitestgehend irrelevant -- das einzige, wozu man Vergleichbarkeit brauchen kann, ist, sich für ein mit NC-versehenes Fach zu bewerben und da werden ohnehin extra Bundeslandfaktoren reingerechnet. Drittens: wer sagt dir, daß es mit dem dann eingeführten gesamtdeutschen Abitur nicht genau das gleiche passiert, wie zB mit dem hessischen Abitur passiert ist. Schon allein, daß die Hochschulreifen der Länder unterschiedliches Niveau haben zeigt doch, daß es nicht ganz leicht ist, einen guten Lehrplan bereitzustellen. Es zeigt sich sogar viel mehr, daß bestimmte Bundesländer es "versaut" haben und andere es anscheinend besser hinkriegen. Wieso scheint es SELBSTVERSTÄNDLICH zu sein, daß bei einer Vereinheitlichung alles besser wird? Ich bin um einen minimalen bundeslandspezifischen Wettbewerb froh: sollte mein aktuelles Bundesland die Schullehrpläne versauen, dann kann ich mein Kind immer noch 100 km mit dem Zug in das nächste Bundesland schicken (wenn mir und dem Kind es das Geld wert ist), oder ins Internat oder sowas. Vielleicht kann ich auch umziehen und dann mit dem Auto zur Arbeit fahren. Ich gebe zu, ein bundeslandbegrenzter Wettbewerb ist nicht das, was man will (man will *echten* Wettbewerb, sofern man an Qualität interessiert ist), aber immer noch besser als ein einheitliches System: sollte der gesamtdeutsche Plan nämlich Mist sein, müßte man sein Kind schon nach Österreich oder nach Frankreich schicken (deutlich größere Hürde) oder Geld für eine Privatschule abdrücken.

    Lange Rede, kurzer Sinn: wieso wird etwas durch einheitliche Lehrpläne besser.

    Nein, man lernt, indem man auch unliebsame Sachen machen muß, wie man mit eben solchen Sachen umzugehen hat. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen. Nur indem der Mensch mit Problemen konfrontiert wird, wird er erzogen. Nicht indem alles fein geschnitten in kleinen vorgekauten Häppchen serviert wird.

    Ich stimme zu.

    Daniel E. schrieb:

    Initiativen ergreift man (ich?) da, wo mir ein Thema Spaß macht und mich ohnehin fasziniert; darum sollte man, wenn man Initiative haben will, vielleicht eher mehr Binnendifferenzierung nach Interessensgebieten durchführen; das bedeutet ja nicht, daß man von den anderen Sachen nichts mitbekommen soll, aber man muß ja nicht ewig beei irgendeinem Spezialgebiet wie den Romanen des poetischen Realismus oder wasauchimmer, mitarbeiten. Den Verdacht, daß dann in 10 Jahren niemand mehr weiß, wer Goethe war, halte ich zwar für unbegründet, aber selbst wenn es so wäre: was ist das Tolle an einer Kultur, zu der man die Leute jahrelang zwingen muß, bis sie sich wie "gesellschaftstaugliche Wesen" (Jan) verhalten? So einer Kultur würde ich keine Träne nachweinen.

    Weil dies ein langsames Sterben der Kultur bedeutet. Althergebrachtes bedeutet vielfach Wahrheit, Identität, Substanz, Chance zur Selbsterkenntnis.

    Das "langsame Sterben" der Kultur ist kein Sterben sondern ein Anpassungsprozess; man nimmt sich aus der alten, was einem nützlich erscheint und man macht etwas neues. Zu Goethes Zeiten verstand man unter "Kultur" auch etwas anderes als zu Zeiten Willheims des II oder zu unserer Zeit. Der von dir gepredigte Kulturkonservativismus ist ja gruselig.

    Das Gegenteil davon ist Chaos, Verblödung und letztendlich der Untergang zu Gunsten eines anderen.

    Ist schon recht.

    Schonmal Herrmann Hesse gelesen?

    Ich habe nur den Steppenwolf gelesen und konnte mich dem Eindruck nicht erwähren, daß der Typ gegen Ende echt heftige Drogen getestet haben muß (magisches Theater). Auch die Bezüge auf die IIRC "alten Meister" (Goethe &Co.) finde ich daneben.



  • estartu schrieb:

    Volkard, so schnell solltest du das nicht abstempeln. 🙄
    Mich würde mal ein Lehrplan über alle Jahrgänge einer DDR-Schule, einer BRD-Schule der gleichen Zeit und einer heutigen Schule interessieren.

    die haben den religionsunterricht eingespart und dafür was sinnvolles gelehrt, oder?



  • volkard schrieb:

    F98 ist weltfremd. mag er sich zurück auf die bäume wünschen. glaubt er wirklich, daß vor 100 jahren die leutchen im durchschnitt klüger waren?

    1. Du pauschalisierst, ohne auch nur ansatzweise das zu durchdenken, was ich geschrieben habe. Du liest, wie viele andere hier nur grob quer und hast vielleicht noch ein paar marschierende Pimpfe vor Augen. Vielleicht ist es zu 50% Schrott was ich schrieb, vielleicht sind aber gleichermaßen 50% Wahrheit dabei.

    2. Wundert es mich, dass Du nicht der erste bist, der einen Nazivergleich anbringt.

    scrub schrieb:

    ich denke mal, er will nicht, daß seine kinder eine uniform in der schule anziehen müssen. uch sehe das genauso.

    Frage: Warum sollte man das nicht wollen? Ist es schlimm oder gar verwerflich, eine Schul-Uniform zu tragen?

    scrub schrieb:

    deine einstellung paßt zwar wunderbar zur derzeitigen mode, die methoden der vergangenheit zu verklären und zu glorifizieren, aber de facto sind sie nicht nur unerwünscht, sondern auch undurchführbar und nutzlos.

    Wo lebst Du? Wieso glaubst Du Dinge schlechtreden zu dürfen, die Du nie erlebt hast? Und wer sagt, dass wenn man Bewährtes in Erinnerung bringt, sofort glorifiziert?

    scrub schrieb:

    sollen die lehrer denn auch gleich wieder mit schlägen "erziehen"?

    Nein, körperliche Gewalt bringt nichts.

    scrub schrieb:

    für jemanden, der zusammenscheißen vor den schulkameraden und fahnenappelle toll findet, muß das ja naheliegen- für mich ist es sehr erschreckend. es ist einfach die typische dumme symptombekämpfung.

    Dann schreib doch mal auf, was Du so erlebt hast, wie wirkungsvolle Erziehung aussehen soll. Vorschläge, nicht jammern wie die bösen Lehrer waren und meckern wie scheiße doch alles ist und wird.



  • PS: Wir hatten einen Lehrer, mit dem zumindest einige Schüler (ganz legal) etwa jede Woche eine handfeste Auseinandersetzung hatten.
    Da wurde an Armen, Beinen und Kleidung gezerrt, so gut man konnte. 😃
    Das ganze hies Brettball, sah aus wie "10 Leute aufm Haufen und unten ein Ball" und war das Aufwärmtraining für die Karate AG. 🙂

    Aber vor diesem Lehrer hatten eigentlich alle auch außerhalb der Sporthalle Respekt - nicht nur die, die bei zu argem "über die Stränge schlagen" mit einem Augenzwinkern auf die nächste Trainingseinheit verwiesen wurden. 👍



  • volkard schrieb:

    estartu schrieb:

    Volkard, so schnell solltest du das nicht abstempeln. 🙄
    Mich würde mal ein Lehrplan über alle Jahrgänge einer DDR-Schule, einer BRD-Schule der gleichen Zeit und einer heutigen Schule interessieren.

    die haben den religionsunterricht eingespart und dafür was sinnvolles gelehrt, oder?

    Ich glaube, Religion konnte man freiwillig belegen oder so. 😕
    Aber ob die eine Wochenstunde was geholfen hätte? 🤡



  • Ich verstehe nach wie vor den ganzen Hintergrund mit Schuluniformen nicht. Auch das "sollst" und "musst" ist meiner Meinung nach völlig überflüssig: Lasst die Menschen doch verdammt noch mal endlich das tun, was sie wollen! Wer dann mit 14 meint, er müsse die Schule schmeißen: Bitte, aber dann füttern wir den nicht mit unseren Steuergeldern sein Leben lang durch. Wer hingegen wirklich mal was für seine Zukunft tut, der bekommt dann auch später einen guten Job. So müsste das imho sein.

    Das Lehrer bei Gewalt Bedarf anwenden kann ich in einem gewissen Rahmen unterstützen; nur muss es ihnen dann bitteschön auch untersagt sein, dies zu missbrauchen!

    Auch in Punkto "Was soll man lernen. Was wird vorkekaut?" finde ich die ganze Diskussion verwerflich: Wer Lust hat etwas zu tun, der wird es auch machen. Dazu muss man aber nicht jedes Schuljahr aufs Neue vorgekaut bekommen, wie böse Deutschland doch im 2ten Weltkrieg war oder irgendwelche seltsamen Lektüren von Schiller, Storm und co analysieren. Selstständigkeit entwickelt sich sehr früh, wenn die Menschen wirklich zu spüren bekommen, was sie für ihre Leistung bekommen; und wer sich einen Dreck um seine Ausbildung schert, der hat halt Pech. Dann haben Mammi und Papi halt mal kein Geld, Führerschein und Studium zu bezahlen, und das Wohnen bei den Eltern bis 25 ist dann halt auch futsch.

    Wenn Deutschland aufhören würde, seinen Bürgen jedes Xpenible Verhalten vorzuschreiben, dann währen wir schon einmal einen Schritt weiter.

    EDIT: Religion gehört meiner Meinung nach übrigens komplett aus dem Lehrplan gestrichen. Manche Züge kann man in Geschichte mit aufnehmen, und der Rest ist rein glaubensabhängig.

    @F98
    Auch du begehst, wie der Staat z.T., den entscheidenden Fehler: Du willst Dinge vorschreiben, die dir nicht zustehen, von dir vorgeschrieben zu werden! Außerdem sind solche Sprüche immer leicht gerissen, solange sie einen selber nicht betreffen. Das ist das so genannte Politikersyndrom: Gelder streichen, kürzen und Steuern erhöhen, wo es nur geht. Gesetze entwerfen, die kein Schweim braucht oder haben will, nur um seine Machtgelüste zu befriedigen und den "dummen kleinen" wieder einmal vorzuleben, dass die Demokratie Vergangenheit ist.
    Toll, aber wenn es sie selber betreffen würde, dann sähe die Sache gleich ganz anders aus ...



  • F98 schrieb:

    2. Wundert es mich, dass Du nicht der erste bist, der einen Nazivergleich anbringt.

    warum das denn? weil du annimmst, ich würde bei "uniform" an nazis denken?
    die uniformen stören mich gar nicht (der markenklamottenwahn schon eher). der zwang, die entmündigung und unterdrückung, das schaffen von paranoiden menschen mit deinen schulmethoden, das hat mich ein wenig erschreckt.



  • F98 schrieb:

    allg. Vorschläge:
    Bestehende, "fehlgeleitete" Eltern kann man nur durch äußere scharfe Zwänge zu mehr Verantwortung zwingen, nachdenken und bewußt gegensteuern tun die sowieso nicht mehr.
    Potentielle neue Eltern, nämlich die jetzigen Kinder, muss man von Seiten der Schule her wieder auf die gerade Bahn bringen und die jüngeren schon von klein auf vorzeigen, dass geordnete Bahnen im Leben mehr bringen, trotz Gleichgültigkeit, Mitnahmemetalität, Resignation.

    wäre es nicht viel besser, die eltern erst gar nicht fehlgehen zu lassen? sollte man sie nicht am besten dauerhaft leiten? warum nicht pro woche 90 minuten bürgerunterricht verpflichtend für alle erwachsenen, damit es nicht zu fehlleitungen kommt? muß natürlich auch ein paar aufpasser geben und die möglichkeit zu disziplinarischen maßnahmen auch ohne gerichtsverhandlung.



  • volkard schrieb:

    wäre es nicht viel besser, die eltern erst gar nicht fehlgehen zu lassen? sollte man sie nicht am besten dauerhaft leiten? warum nicht pro woche 90 minuten bürgerunterricht verpflichtend für alle erwachsenen, damit es nicht zu fehlleitungen kommt? muß natürlich auch ein paar aufpasser geben und die möglichkeit zu disziplinarischen maßnahmen auch ohne gerichtsverhandlung.

    Ich denke nicht. Denn das währe genau das gleiche Problem. Ob man nun die Schüler in ihrem Verhalten zu manipulieren versucht, oder die Eltern. Der Ansatz ist falsch! Abnahme von Verantwortung kann nicht zu mehr derselben führen!



  • scrub schrieb:

    die ohrfeigen (und mehr wars in _keinem_ fall) zuhause haben wehgetan und ich habe gemerkt "hey, was du da grad gemacht hast, darfst du nicht!"- der scmerz ging weg, die lehre blieb.

    Gewalt ist eine sehr schlechte Erziehungsmethode.
    Durch Gewaltanwendung wird ein Verhalten nicht verändert sondern lediglich in bestimmten Situationen (d.h. wenn die Person, von der Strafe droht, es mitbekommt) unterdrückt. Das Ziel sollte jedoch eine Verhaltensänderung sein und nicht nur eine kurzfristige Unterdrückung. Doch die ist mit Gewalt praktisch nicht zu erreichen ...
    Was Kinder dagegen sehr schnell und gut verinnerlichen, ist, dass die "beste" Methode das Verhalten anderer Menschen zu beeinflußen ist, diese erstmal ordentlich zu verprügeln. Das ist es, was die Autoritätspersonen (Eltern, früher auch Lehrer) durch Gewaltanwendung es gelehrt haben. Modell-Lernen ist mit das effektivste beim Menschen ...



  • Reyx schrieb:

    warum das denn? weil du annimmst, ich würde bei "uniform" an nazis denken? die uniformen stören mich gar nicht (der markenklamottenwahn schon eher). der zwang, die entmündigung und unterdrückung, das schaffen von paranoiden menschen mit deinen schulmethoden, das hat mich ein wenig erschreckt.

    Umgotteswillen, was wird hier nur reininterpretiert. Hab ich so schlechten Ausdruck?

    Ich bin weder für einen absoluten autoritären Staat, noch für entmündigung, noch für Unterdrückung und Gewalt.

    Vollig falsches Bild.

    Ich bin für einen Staat, in dem weiterhin freie Bürger mit hohem Bildungsstand leben. Um dies zu erreichen sind aber zur Zeit einschneidende Maßnahmen nötig, bei Eltern, Lehrern, Schülern.

    Reyx schrieb:

    Ich verstehe nach wie vor den ganzen Hintergrund mit Schuluniformen nicht.

    Konzentration der Sichtweise der Menschen auf den Menschen selbst, seine Verhaltensweise, sein denken, nicht auf seine Oberfläche. Funktioniert wunderbar. Kann man sehr gut bei der Grundi in der BW sehen: Solange alle GWDL ihre Uniform anhaben kommen sie wunderbar miteinander aus. Ziehen sie sie nach der Grundi aus, bilden sich Gruppen oder keiner kennt den anderen mehr. der Zusammenhalt ist dann einfach nicht mehr da.

    Reyx schrieb:

    Auch das "sollst" und "musst" ist meiner Meinung nach völlig überflüssig: Lasst die Menschen doch verdammt noch mal endlich das tun, was sie wollen!

    Können sie das nicht? Man sieht ja was dabei rauskommt wen jeder alles darf.

    Reyx schrieb:

    Wer dann mit 14 meint, er müsse die Schule schmeißen: Bitte, aber dann füttern wir den nicht mit unseren Steuergeldern sein Leben lang durch. Wer hingegen wirklich mal was für seine Zukunft tut, der bekommt dann auch später einen guten Job. So müsste das imho sein.

    Nein, das führt zwangsweise zu Schichtenbildung Arm-Reich und damit zu sozialen Spannungen. Guck Dir einfach mal die USA, Russland oder in Zukunft China an.

    Reyx schrieb:

    Wer Lust hat etwas zu tun, der wird es auch machen. Dazu muss man aber nicht jedes Schuljahr aufs Neue vorgekaut bekommen, wie böse Deutschland doch im 2ten Weltkrieg war oder irgendwelche seltsamen Lektüren von Schiller, Storm und co analysieren.

    Du irrst, das ist eine Wunschvorstellung, die Menshcen tun dies eben nicht von alleine, sondern immer nur unter Zwang.

    Reyx schrieb:

    und wer sich einen Dreck um seine Ausbildung schert, der hat halt Pech.

    Nein, das führt zwangsweise zu Schichtenbildung Arm-Reich und damit zu sozialen Spannungen. Guck Dir einfach mal die USA, Russland oder in Zukunft China an. 🙂

    Reyx schrieb:

    Dann haben Mammi und Papi halt mal kein Geld, Führerschein und Studium zu bezahlen, und das Wohnen bei den Eltern bis 25 ist dann halt auch futsch.

    Auch wenn ich mir damit keinen Gefallen tue:

    Nicht Mami oder Papi sonder Kindchen muß es sein, dass den Scheiß alleine bezahlt. Durch Entbehrungen, durch Verzicht.

    Reyx schrieb:

    Wenn Deutschland aufhören würde, seinen Bürgen jedes penible Verhalten vorzuschreiben, dann währen wir schon einmal einen Schritt weiter.

    Tut das "Deutschland"? Dieses Denken existiert eher in vielen Gehirnen als in der Realität.

    Reyx schrieb:

    Auch du begehst, wie der Staat z.T., den entscheidenden Fehler: Du willst Dinge vorschreiben, die dir nicht zustehen, von dir vorgeschrieben zu werden!

    Ich darf mir also keine Gedanken über "Gott und die Welt" machen? Wem steht dies zu?

    Reyx schrieb:

    Außerdem sind solche Sprüche immer leicht gerissen, solange sie einen selber nicht betreffen.

    Jetzt schlägts aber 13. Seit wann betrifft mich die ganze Sache (Scheiße hätte ich gleich geschrieben) hier nicht? Es geht hier schließlich um meine (und auch Deine) Zukunft, die ich irgendwann mal ausbaden darf (u.U. mit einem 3m hohen Gartenzaun und Wachschutz gegen den Mob der Haupschühler, die unbegründet neidisch auf meinen Lebensstandard sind.)

    Reyx schrieb:

    Das ist das so genannte Politikersyndrom: Gelder streichen, kürzen und Steuern erhöhen, wo es nur geht. Gesetze entwerfen, die kein Schweim braucht oder haben will, nur um seine Machtgelüste zu befriedigen und den "dummen kleinen" wieder einmal vorzuleben, dass die Demokratie Vergangenheit ist.
    Toll, aber wenn es sie selber betreffen würde, dann sähe die Sache gleich ganz anders aus ...

    Hör auf mit dem Mist und bleib beim Thema.



  • F98 schrieb:

    Konzentration der Sichtweise der Menschen auf den Menschen selbst, seine Verhaltensweise, sein denken, nicht auf seine Oberfläche. Funktioniert wunderbar. Kann man sehr gut bei der Grundi in der BW sehen: Solange alle GWDL ihre Uniform anhaben kommen sie wunderbar miteinander aus. Ziehen sie sie nach der Grundi aus, bilden sich Gruppen oder keiner kennt den anderen mehr. der Zusammenhalt ist dann einfach nicht mehr da.

    würden sie in privatklamotten dienst tun und in uniform saufen, würden sie sich in privatklamotten verstehen und in uniform gruppieren.
    du verwechselst da mal wirklich ursache und nebensächliches.



  • Ich würde als Soldat nie Befehle von einem Typen annehmen, der mir in Jogginghose und Unterhemd gegenübersteht. Außerdem saufen nicht alle. Bei uns im Zug warens vielleicht 20%, der Rest war im Kino, oder beim Sport, oder z.H. (saufen? 🙂 ).

    Wir gleiten ab, das Thema ist Schule.



  • F98 schrieb:

    Jetzt schlägts aber 13. Seit wann betrifft mich die ganze Sache (Scheiße hätte ich gleich geschrieben) hier nicht? Es geht hier schließlich um meine (und auch Deine) Zukunft, die ich irgendwann mal ausbaden darf (u.U. mit einem 3m hohen Gartenzaun und Wachschutz gegen den Mob der Haupschühler, die unbegründet neidisch auf meinen Lebensstandard sind.)

    Da kein Schüler eine dermaßen Groteske Meinung mit einer solchen Vehements ernsthaft vertreten würde (schon alleine aus naher Erfahrung), schließe ich daraus, dass du kein Schüler (mehr) bist. Und dann geht es dich effektiv nichts an, ob die Schüler im Unterricht Goethe und Schiller lesen oder nicht, ob sie Uniformen tragen oder nicht. Und wenn du dich z.B. persönlich angegriffen fühlst von der "Jugend von Heute", dann ist das dein Problem, und wohl auch eines der Allgemeinheit. Aber das dann, wie immer, auf die Jugend allgemein abzuwälzen ist einfach nur noch dreist unverschämt!

    Deine Argumentation findet man leider nur allzuhäufig; sinnlos dahergedichtete, völlig an der Praxis vorbeigeblendete Argumente, die einzig und alleine dem Zweck dienen, eine Art "Sündenbock" zu ersuchen. Super 👍 Du gehst also tatsächlich davon aus, dass Deutschland voller minderbemittelter Deppen ist, denen es vollkommen egal ist, ob 1+1 bei Ihnen 2, 4 oder 99! ergibt? Gratulation!



  • sarfuan schrieb:

    scrub schrieb:

    die ohrfeigen (und mehr wars in _keinem_ fall) zuhause haben wehgetan und ich habe gemerkt "hey, was du da grad gemacht hast, darfst du nicht!"- der scmerz ging weg, die lehre blieb.

    Gewalt ist eine sehr schlechte Erziehungsmethode.
    Durch Gewaltanwendung wird ein Verhalten nicht verändert sondern lediglich in bestimmten Situationen (d.h. wenn die Person, von der Strafe droht, es mitbekommt) unterdrückt. Das Ziel sollte jedoch eine Verhaltensänderung sein und nicht nur eine kurzfristige Unterdrückung. Doch die ist mit Gewalt praktisch nicht zu erreichen ...

    naja, ich wollte damit gewalt nicht schönreden.
    aber man kann nur mittel verwenden, die einem zur verfügung stehen. den meisten eltern steht scheints nur gewalt zur verfügung- schon das müßte geändert werden. aber wie nur?

    F98 schrieb:

    Konzentration der Sichtweise der Menschen auf den Menschen selbst, seine Verhaltensweise, sein denken, nicht auf seine Oberfläche. Funktioniert wunderbar. Kann man sehr gut bei der Grundi in der BW sehen: Solange alle GWDL ihre Uniform anhaben kommen sie wunderbar miteinander aus. Ziehen sie sie nach der Grundi aus, bilden sich Gruppen oder keiner kennt den anderen mehr. der Zusammenhalt ist dann einfach nicht mehr da.

    wer einheitliche kleidung braucht, um dann endlich mal den menschen zu sehen, der ist einfach nur noch arm. wegen sozial derart inkompetenten leuten sollen schulkinder so einem unsinn unterworfen werden? nein danke.



  • Reyx schrieb:

    wer einheitliche kleidung braucht, um dann endlich mal den menschen zu sehen, der ist einfach nur noch arm. wegen sozial derart inkompetenten leuten sollen schulkinder so einem unsinn unterworfen werden? nein danke.

    Ich brauch das nicht, aber anscheinend genug andere Menschen.

    Reyx schrieb:

    Da kein Schüler eine dermaßen Groteske Meinung mit einer solchen Vehements ernsthaft vertreten würde (schon alleine aus naher Erfahrung), schließe ich daraus, dass du kein Schüler (mehr) bist.

    Völlig korrekt.

    Reyx schrieb:

    Und dann geht es dich effektiv nichts an, ob die Schüler im Unterricht Goethe und Schiller lesen oder nicht, ob sie Uniformen tragen oder nicht.

    Aha, mich geht das also nichts an? Ich begüße es außerordentlich, wenn sich Schüler mit (Welt-)Literatur beschäftigen.

    Reyx schrieb:

    Und wenn du dich z.B. persönlich angegriffen fühlst von der "Jugend von Heute", dann ist das dein Problem, und wohl auch eines der Allgemeinheit.

    Genauso ist es.

    Reyx schrieb:

    Aber das dann, wie immer, auf die Jugend allgemein abzuwälzen ist einfach nur noch dreist unverschämt!

    Tue ich das? Ich entsinne mich dunkel, dass ich mind. 4 Verantwortliche ausgemacht habe, mit Worten wie "Schüler, Lehrer, Staat, Eltern".

    Reyx schrieb:

    Deine Argumentation findet man leider nur allzuhäufig; sinnlos dahergedichtete, völlig an der Praxis vorbeigeblendete Argumente, die einzig und alleine dem Zweck dienen, eine Art "Sündenbock" zu ersuchen.

    Wir wohl eher Dein fable sein.

    Reyx schrieb:

    Super 👍 Du gehst also tatsächlich davon aus, dass Deutschland voller minderbemittelter Deppen ist, denen es vollkommen egal ist, ob 1+1 bei Ihnen 2, 4 oder 99! ergibt? Gratulation!

    Zu 80% ja. Wird mir jeden Tag vor Augen geführt. Früh, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bin: Assis, die zum Pennymarkt rennen, um sich gleich die 1. Dose Bier reinzuleiern. Gymnasiasten, die nicht einfach mal an einer Bushaltestelle stehen können ohne Papierkörbe rumzuwerfen und die Bushaltestelle auseinanderzunehmen. Leute, die vor mir auf den Fußweg rotzen. Menschen die zu dumm sind eine Toilette sauber zu benutzen.

    Die, die am lautesten vor dem Fernseher über andere ablästern, wenn sie die 16 Bundesländer der BRD aufzählen sollen. Und es dann selber nicht wissen, weil sie zu dämlich dazu sind.

    Die Liste wäre beliebig lang.

    Aber es gibt Hoffnung 🙂



  • F98 schrieb:

    Aha, mich geht das also nichts an? Ich begüße es außerordentlich, wenn sich Schüler mit (Welt-)Literatur beschäftigen.

    OK, du begrüßt es, und in manchen Fällen kann ich dem auch nur zustimmen (den Schimmelreiter von Storm z.B. fand ich doch ziemlich lesenswert), aber wirklich betreffen tut dich das nicht (mehr)!

    F98 schrieb:

    Reyx schrieb:

    Aber das dann, wie immer, auf die Jugend allgemein abzuwälzen ist einfach nur noch dreist unverschämt!

    Tue ich das? Ich entsinne mich dunkel, dass ich mind. 4 Verantwortliche ausgemacht habe, mit Worten wie "Schüler, Lehrer, Staat, Eltern".

    Durchaus korrekt, aber die Hauptleittragenden sind immer noch die Schüler. Die Eltern tun ihrer Meinung nach eh immer das richtige, gleiches gilt für die Lehrer, und der Staat ist großteils eh verblendet (s. das "Politikersyndrom". Wenn Kiel da den Befehl gibt, eine Schule soll die Schüler anderer Schulen aufnehmen, hat dadurch selber nicht mehr genug Platz und muss ihre Schüler deshalb selber wandern lassen ... Himmel hilf! Und das nur als ein sehr harmloses Beispiel!).

    F98 schrieb:

    Früh, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bin: Assis, die zum Pennymarkt rennen, um sich gleich die 1. Dose Bier reinzuleiern. Gymnasiasten, die nicht einfach mal an einer Bushaltestelle stehen können ohne Papierkörbe rumzuwerfen und die Bushaltestelle auseinanderzunehmen. Leute, die vor mir auf den Fußweg rotzen. Menschen die zu dumm sind eine Toilette sauber zu benutzen.

    Da hast du leider Recht ... Aber das hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben 😞


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