Abitur viel zu leicht?
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Hallo.
Ich höre immer wieder was früher angeblich in der Oberstufe gelehrt wurde. Es war wohl ziemlich umfangreicher und schwieriger Stoff im Gegensatz zu heute.
Jetzt habe ich zufällig die Seite eines Gymnasiums in Österreich entdeckt und musste feststellen, dass deren Niveau wohl auch deutlich höher ist.
z.B. Lehrplan Mathe Abschlussklasse:
http://www.gymmelk.ac.at/~mia/mathematik/lehrplan/lehrplanschulversuch/klasse8nat.html
oder Themen im mündlichen Matura:
http://www.gymmelk.ac.at/~mia/mathematik/matura/matura.htmlIn den anderen Fächern ist das Niveau ähnlich hoch.
Mit einem solchen Vorwissen wäre mir der Übergang zur Uni bestimmt deutlich leichter gefallen. Ich bin jedenfalls mit mangelhafter Vorbildung zur Uni gekommen und musste entsprechend kämpfen. Warum wird man bei uns in der Oberstufe nicht viel härter rangenommen? Ich meine, man wächst mit seinen Aufgaben.
Was ist mit heutigen, deutschen Gymnasien los?
Oder war es bei euch Anspruchsvoller?
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Die Quote muss doch stimmen. Ist das Volk zu dumm, wird das Abi halt leichter.

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space schrieb:
Was ist mit heutigen, deutschen Gymnasien los?
Oder war es bei euch Anspruchsvoller?Das hängt bereits am Bundesland. Und nicht erst heute, schon lange Zeit. Ich habe ja 1990 mein Abi gemacht, und bereits damals war es so, daß alle, die in Bayern in der 9./10. Klasse Probleme hatten nach Hessen gingen (war ein Grenzgymnasium) und dort dann ohne größere Probleme ihr Abi durchzogen. Umgekehrt kamen alle Hessen, deren Eltern die höheren Fahrkartenkosten tragen konnten, lieber nach Bayern.
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Is ja bekannt, dass allgemein in Bayern das Niveau der Schulen und Hochschulen höher ist. In manchen Bundesländern bekommt man es ja fast nachgeschmissen.
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Hallo
Man sollte aufpassen, wenn man schreibt, dass manche das Abitur nachgeschmissen bekommen. manche Bundesländer legen eben den Fokus nicht nur auf reine Wissensvermittlung, sondern auch auf soziales Lernen, Lernen lernen, ...
chrische
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das glaub ich nicht
Vektoren in der Ebene und im Raum
lineare Differentialgleichungen 1.Ordnung (Variation der Konstanten)
homogene, lineare Differentialgleichungen 2.Ordnung mit konstanten Koeffizienten
partielle Ableitungen - Tangentialebenen - Gradienten - Richtungsableitungen
Mehrfachintegrale
elementare Graphentheoriedas alles in klasse 8

ich meine ich bin in klasse 12 und nichts mit der graphentheorie anfangen
dann frag ich mich was die in weiteren schuljahren lernen wollen...
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Hallo
Das Problem bei Schule ist, dass alle denken, weil sie selber SchülerInnen waren, sind sie auch Experten für Schule.
chrische
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chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

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Ich weiss nicht, wie das in den einzelnen BLaendern konkret aussieht, oder inwiefern man diesen Lehrplan Mathematik mit dem des Mathematik-GKs 13. Klasse in der normalen GO vergleichen kann...
Grundsaetzlich gab's im Muendlichen Abi bei mir aber auch ein solches zufaellig gewaehltes "Kernthema" (jo, nichts mit 2 zur Auswahl :D) und ein vereinbartes. Also zumindest in der Hinsicht aehnlich.
Was meine LKs betrifft, kann ich nur sagen, dass sie mich recht gut auf das Studium vorbereitet haben - der Stoff ist mir auch im 2. Semester groesstenteils bereits bekannt.... Wenn man mal von manchen Details absieht, die ich schon wieder vergessen habe.

Also entweder ist die Uni reichlich billig, oder es hatte doch irgendwo seine Berechtigung, dass meine ehem. Schule sich selbst (noch) zu den Elitebildungsanstalten Berlins zaehlt.

[edit: ... keine Umlaute... :D]
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Hallo
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

Genau das meine ich. In manchen BL wird eben nur reines Fachwissen vermittelt.
chrische
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Ja, ist definitiv zu leicht. Das kann ja echt jeder. Ist doch wirklich kein Problem 'nen 1.x Schnitt zu haben
Bye, TGGC (Das Eine, welches ist.)
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steff3 schrieb:
das glaub ich nicht
Vektoren in der Ebene und im Raum
lineare Differentialgleichungen 1.Ordnung (Variation der Konstanten)
homogene, lineare Differentialgleichungen 2.Ordnung mit konstanten Koeffizienten
partielle Ableitungen - Tangentialebenen - Gradienten - Richtungsableitungen
Mehrfachintegrale
elementare Graphentheoriedas alles in klasse 8

ich meine ich bin in klasse 12 und nichts mit der graphentheorie anfangen
dann frag ich mich was die in weiteren schuljahren lernen wollen...
Ähm, ich glaub die meinen damit die 8. Klasse des Gymnasiums, also insgesamt die 12. Klasse (inkl. 4 Jahre Grundschule). Wär sonst wohl wirklich bisschen krass...

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steff3 schrieb:
das alles in klasse 8

Das dürfte die 8. Klasse des Gymnasiums sein, also wahrscheinlich der deutschen 12. oder 13. Klasse entsprechen.
Wobei ich mich frage, was das "Schulversuch" in der URL zu bedeuten hat. Es gibt da nämlich noch den normalen(?) Lehrplan, den man von der Startseite aus erreichen kann, der schon wesentlich humaner aussieht:
http://www.gymmelk.ac.at/~mia/mathematik/lehrplan/lehrplanoberstufe/klasse8.html
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chrische5 schrieb:
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

Genau das meine ich. In manchen BL wird eben nur reines Fachwissen vermittelt.
Ich habe immer noch nicht verstanden, was "soziales Lernen" sein soll. Du meinst wohl nicht, dass man ein gutes Sozialverhalten lernen soll. Sondern wohl eher soetwas, wie das Lernen von seinem sozialen Umfeld. Lernen im Team usw.?
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Hallo
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

Genau das meine ich. In manchen BL wird eben nur reines Fachwissen vermittelt.
Ich habe immer noch nicht verstanden, was "soziales Lernen" sein soll. Du meinst wohl nicht, dass man ein gutes Sozialverhalten lernen soll. Sondern wohl eher soetwas, wie das Lernen von seinem sozialen Umfeld. Lernen im Team usw.?
http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Lernen
chrische
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chrische5 schrieb:
Ach so. Geht also doch eher um das Lernen eines akzeptablen Sozialverhaltens. Also nicht um "soziales Lernen", sondern eher darum, "Soziales zu lernen". ...früher war das ja noch Sache der Erziehung durch die Eltern. Interessant, dass man da heutzutage die Schule in der Pflich sieht. Aber das mag schon sein, wenn ich mir so die Entwicklung ansehe. Vor einige Zeit habe ich mal meine alte Grundschullehrerin getroffen. Die hat mir erzählt, dass die Kinder, die heutzutage in die Schulen kommen, fast alle schon vor ihrer Schulzeit irgendwelche Therapien hinter sich haben. Früher war das nicht so, aber anscheinend ist die heutige Schülergeneration komplett verhaltensgestört und hat somit solche Erziehungsmaßnahmen in der Schule nötig. Naja, also aus meiner Sicht ist es natürlich nötig, ein akzeptables Sozialverhalten zu lernen. Aber ob das die Aufgabe der Schule sein sollte? Da habe ich meine Zweifel.

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Der Lehrplan deckt viel ab. Aber nur weil man 2x im Unterricht eine einfache Differenzialgleichung gerechnet hat (wohlgemerkt: gerechnet, nicht verstanden ;), heist dass nicht, dass man das kann. Dann lieber etwas weniger, dafuer aber gruendlicher.
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Hallo
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
Ach so. Geht also doch eher um das Lernen eines akzeptablen Sozialverhaltens. Also nicht um "soziales Lernen", sondern eher darum, "Soziales zu lernen". ...früher war das ja noch Sache der Erziehung durch die Eltern. Interessant, dass man da heutzutage die Schule in der Pflich sieht. Aber das mag schon sein, wenn ich mir so die Entwicklung ansehe. Vor einige Zeit habe ich mal meine alte Grundschullehrerin getroffen. Die hat mir erzählt, dass die Kinder, die heutzutage in die Schulen kommen, fast alle schon vor ihrer Schulzeit irgendwelche Therapien hinter sich haben. Früher war das nicht so, aber anscheinend ist die heutige Schülergeneration komplett verhaltensgestört und hat somit solche Erziehungsmaßnahmen in der Schule nötig. Naja, also aus meiner Sicht ist es natürlich nötig, ein akzeptables Sozialverhalten zu lernen. Aber ob das die Aufgabe der Schule sein sollte? Da habe ich meine Zweifel.

Ohne dir zu Nahe zu treten, aber das ist ja nun wirklich die alte Leiher. Früher war alles besser und heute sind die Kinder verhaltensgestört. Lehren geht nie ohne Erziehung. Das war schon immer so. Die Inhalte waren früher sicher andere als heute, aber trotzdem wurde erzoegen (Gehorsam, Sittsamkeit,...) Es geht auch nicht darum, dass die Eltern Ihre Kinder nicht mehr erziehen können oder wollen, aber für soziales Lernen an einer Schule gibt es schon handfeste Gründe:
1. Ganztagsschule
2. soziales Lernen geht nur in einer Gruppe und die ist in einer Schule nun mal gegeben. Es ist natürlich auch wichtig zu Hause zu arbeiten, aber in einer neuen Umgebung seine Rolle zu finden, bedarf schon anderer Qualitäten.
3. veränderte Kindheit (Patchworkfamilien,...)
4. veränderte Gesellschaft
5. veränderte Anforderungenchrische
P.S.: Die meisten aleten LehrerInnen klagen über die neuen SchülerInnen, weil Sie nach dem Motto unterrichten: "Das habe ich seit 20 Jahren so gemacht, also mache ich das heute auch noch so."
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Jan schrieb:
Die Quote muss doch stimmen. Ist das Volk zu dumm, wird das Abi halt leichter.

Schonmal dran gedacht, dass vielleicht das Gegenteil der Fall sein könnte?
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Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

Was das ist weiß ich auch nicht, aber ich nehme an, daß es damit zu tun hat, daß man zum Schluß erreicht, daß alle gleich schlecht sind, weil gar keiner mehr was von den Grundlagen weiß.
In einigen Bundesländern führten sie das ja auch im Studium ein... auf Kosten von Fächern. Dann lernen nun Ingenieure mit 2SWS "Präsentationen mit Powerpoint". Lächerlich, wenn dafür dann eine Vorlesung "Signalprozessoren" gestrichen wird. Naja, Darmstadt macht's möglich.
In 10 Jahren gilt dann "Soziale Kompetenz bei technischer Impotenz".
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Marc++us schrieb:
In einigen Bundesländern führten sie das ja auch im Studium ein... auf Kosten von Fächern. Dann lernen nun Ingenieure mit 2SWS "Präsentationen mit Powerpoint". Lächerlich, wenn dafür dann eine Vorlesung "Signalprozessoren" gestrichen wird. Naja, Darmstadt macht's möglich.
Uhhh, das ist echt hart. Dass eine technische Vorlesung einer Powerpoint-Einführung weichen muss ist einfach nur grausam.