Wehrpflichtigkeit



  • Optimizer schrieb:

    Tut mir leid, dass du in einer solchen Situation bist. Ich frage mich allerdings schon auch inwiefern ein (Wehr-)dienst deine Situation verschlechtern würde.

    Du scheinst nicht lesen zu können oder nciht verstehen zu wollen. Sein Problem ist nicht der Wehrdienst. Sein Problem ist der Wehrdienst JETZT, dass der Wehrdienst ihm einen Haufen Arbeit kaputt macht, die ihn Zeit, Geld und viele Nerven gekostet hat (vorausgesetzt er wird tatsächlich vor der Ausbildung gezogen, was ich bezweifle).
    Wenn er nämlich jetzt gezogen wird, dann ist sein Ausbildungsplatz flöten, weil wir in Deutschland davon eh viel zu wenige haben.



  • Chris++ schrieb:

    dEUs schrieb:

    Also ich hatte keinerlei Probleme:
    Habe meinen BA-Ausbildungsvertrag ans Kreiswehrersatz-Amt geschickt und einige Wochen später kam dann die Rückstellungs-Bestätigung.
    Alles vollkommen schmerzlos.

    Ich hatte mein Vorstellungsgespräch für ein BA-Studium erst 2 Wochen nach dem Einberufungsbefehl... tja, die Firma hätte mich auch genommen, aber durch den Einberufungsbefehl haben die erstmal abgesagt.

    Anfangs war ich echt sauer, aber das hat sich gelegt da ich jetzt bei einer anderen Firma bin.

    Das ist echt doof... von dir und der Firma. Du hättest dich noch immer zurückstellen lassen können!



  • dEUs schrieb:

    Optimizer schrieb:

    Tut mir leid, dass du in einer solchen Situation bist. Ich frage mich allerdings schon auch inwiefern ein (Wehr-)dienst deine Situation verschlechtern würde.

    Du scheinst nicht lesen zu können oder nciht verstehen zu wollen. Sein Problem ist nicht der Wehrdienst. Sein Problem ist der Wehrdienst JETZT, dass der Wehrdienst ihm einen Haufen Arbeit kaputt macht, die ihn Zeit, Geld und viele Nerven gekostet hat (vorausgesetzt er wird tatsächlich vor der Ausbildung gezogen, was ich bezweifle).
    Wenn er nämlich jetzt gezogen wird, dann ist sein Ausbildungsplatz flöten, weil wir in Deutschland davon eh viel zu wenige haben.

    Ja, das ist die Behauptung. Die habe ich schon verstanden. Ich habe darum gebeten, mit mehr Details rüberzukommen, denn ich behaupte, dass man durch den Wehrdienst nicht seinen Ausbildungsplatz verliert.

    Ausbildungsplätze lassen sich fast immer auf das nächste Jahr verschieben, man kann den Wehrdienst zurückstellen und man hat auch noch ein Jahr Zeit, was anderes zu suchen. Die Möglichkeiten sind also sehr vielfältig, daher würde ich schon gerne genauer wissen, was der Wehrdienst jetzt genau kaputt macht. Im Moment hört sich das für mich eher "nur" wie eine Befürchtung an, die noch nicht vollständig gerechtfertigt ist.

    Daraus abgeleitet sind jetzt auch noch die ganzen Grundsatz-Fragen wie "Wehrdienst ist doch grundsätzlich schon mal schlecht" entstanden, die ich jedenfalls nicht aufwerfen wollte. Ich habe die Einstellung kritisiert, sich komplett um den Wehrdienst drücken zu wollen.



  • dEUs schrieb:

    Optimizer schrieb:

    Tut mir leid, dass du in einer solchen Situation bist. Ich frage mich allerdings schon auch inwiefern ein (Wehr-)dienst deine Situation verschlechtern würde.

    Du scheinst nicht lesen zu können oder nciht verstehen zu wollen. Sein Problem ist nicht der Wehrdienst. Sein Problem ist der Wehrdienst JETZT, dass der Wehrdienst ihm einen Haufen Arbeit kaputt macht, die ihn Zeit, Geld und viele Nerven gekostet hat (vorausgesetzt er wird tatsächlich vor der Ausbildung gezogen, was ich bezweifle).
    Wenn er nämlich jetzt gezogen wird, dann ist sein Ausbildungsplatz flöten, weil wir in Deutschland davon eh viel zu wenige haben.

    @Optimizer: dEUs hat es nochmal wiederholt, danke.... Ich hoffe du verstehst nun mein Begehren 😉

    Zur Thematik:
    Ich hab da heute angerufen, und wie es scheint haben sie meinen Antrag scheinbar verschlammt. Ich soll ihn persönlich zum EUF Test mitbringen. Ich halte euch auf alle Fälle auf dem Laufenden.



  • Ausbildungsplätze lassen sich fast immer auf das nächste Jahr verschieben, man kann den Wehrdienst zurückstellen und man hat auch noch ein Jahr Zeit, was anderes zu suchen. Die Möglichkeiten sind also sehr vielfältig, daher würde ich schon gerne genauer wissen, was der Wehrdienst jetzt genau kaputt macht. Im Moment hört sich das für mich eher "nur" wie eine Befürchtung an, die noch nicht vollständig gerechtfertigt ist.

    Das glaubst du nun aber nicht wirklich, dass ein AUsbildungsvertrag grundsätzlich ein Jahr zurückgestellt werden kann oder? Und um die von dir angesprochene Rückstellung geht es mir ja eigentlich 🙄



  • TGGC schrieb:

    [Lobeslied auf die EU]

    Und das fängt nun mal mit der Wehrpflicht an. Das was die Wehrpflichtigen leisten, lernen (nicht nur "Panzerfahren", sondern auch Dinge wie Teamgeist und Kameradschaft), den potentiellen Beginn einer Karriere als Berufssoldat und die Einstellung der Bevölkerung zur Bundeswehr allgeim, das kannst du nicht einfach mit dem Geldargument vom Tisch wischen.

    Sein entscheidender Punkt war nicht das Geld, sondern Chris hat in erster Linie darauf hingewiesen, daß die Wehrpflicht ein zutiefst kollektivistisches Konstrukt ist. Mit anderen Worten: Sklaverei (in diesem Fall mit Zeitlimit).

    'nough said eigentlich, aber es kommen ja immer wieder Leute unter Steinen hervorgekrochen, die solche Maßnahmen mit "positiven gesellschaftlichen Gesamteffekten" rechtfertigen zu meinen müssen.

    Natürlich kann man mit Zwangsdienstleistungen trivial "positive Gesamteffekte" für eine ominöse "Gesellschaft" kreiren. Das ist der erste Schritt dazu, Einzelinteressen einem beliebigen "höheren Gut" unterzuordnen, also ein totalitäres System ohne nennenswerte Privatrechte einzuführen, dem nur an der Erfüllung des höheren Gutes gelegen ist. Wir sind schon fast wieder soweit.



  • Lyrix schrieb:

    Das glaubst du nun aber nicht wirklich, dass ein AUsbildungsvertrag grundsätzlich ein Jahr zurückgestellt werden kann oder? Und um die von dir angesprochene Rückstellung geht es mir ja eigentlich 🙄

    "Grundsätzlich" erstmal schon. Wenn du den Ausbildungsvertrag in der Tasche hast, muss die Firma sehr gut begründen, wenn sie deine Ausbildung nicht verlegt, denn grundsätzlich dürfen dir durch den Wehrdienst erstmal keine Nachteile entstehen. Meistens läuft es aber eher darauf hinaus, dass der Wehrdienst verschoben wird.
    Das hast du doch selber schon herausgefunden:

    Leider bekam ich darauf keine Antwort, ging aber dennoch mit ruhigem Gewissen an die Sache ran, da mir bei der Musterung 100% Versichert wurde, dass ich - sofern ich einen Vertrag bekomme - freigestellt werde.

    Es ist also wie ich vermutet habe - du hast diese und jene Befürchtung und das beunruhigt dich, aber du weißt nicht konkret, was dir blüht. Es sieht sogar eher so aus, als würdest du keine Probleme kriegen. Aber alle gehen sofort darauf ab und finden es eine Riesen-Unverschämtheit, überhaupt Wehrdienst leisten zu müssen. Und lediglich das habe ich kritisiert.



  • Hallo,

    @Daniel E.: Du sprichst mir aus der Seele!

    ChrisM



  • Es ist also wie ich vermutet habe - du hast diese und jene Befürchtung und das beunruhigt dich, aber du weißt nicht konkret, was dir blüht. Es sieht sogar eher so aus, als würdest du keine Probleme kriegen. Aber alle gehen sofort darauf ab und finden es eine Riesen-Unverschämtheit, überhaupt Wehrdienst leisten zu müssen. Und lediglich das habe ich kritisiert.

    Da hast du mich missverstanden. Grundsätzlich habe ich nichts gegen den allgemeinen Wehrdienst. Es geht wie dEUs schon sagte primär um das jetzt.

    Zwar gebe ich zu, dass ich diese "Pflicht" nicht für wirklich notwendig sehe, aber das ist ein anderes Thema, welches hier ja nicht unbedingt breitgetreten werden muss 🙂



  • TGGC schrieb:

    ChrisM schrieb:

    tut mir Leid, ich bin ehrlich gesagt erschrocken, wie viele Teilnehmer in einem Programmierforum, wo man ja eigentlich halbwegs vernünftige und zumindest durchschnittliche intelligente Leute erwarten sollte, einen Zwangsdienst wie die Bundeswehr gutheißen können.[...]auch zu glauben, sie hätten die Gesellschaft außer durch Verschwendung von Staatsressourcen irgendwie verändert. De facto haben sie nämlich Staatsgeld verschwendet

    Ahso, du misst das also alles in Geld. So einfach ist das nicht. Vollkommen logisch, das eine Armee, den Staat natürlich Geld kostet, das hat mit der Wehrpflicht ja überhaupt nichts zu tun. Aber hast dich mal damit beschäftigt, was die Bundeswehr alles leistet? Ist dir schon mal aufgegangen, das die Europäische Union die größte Chance für den Weltfrieden ist? Und dazu gehören nun mal auch die Militärteinsätze mit deutscher Beteiligung. Immer mal ein europäischer Minister der im Ausland auf Einhaltung der Menschrechte pocht, das wird nicht viel nützen. Und das fängt nun mal mit der Wehrpflicht an. Das was die Wehrpflichtigen leisten, lernen (nicht nur "Panzerfahren", sondern auch Dinge wie Teamgeist und Kameradschaft), ...

    Wer Berufssoldat werden will, wird sich dafuer melden, dafuer benoetige ich keine Wehrpflicht. Und
    das mal wieder Teamgeist und Kameradschaft als ein Argument kommt, war mir klar. Das lernt man aber
    nicht nur bei der Bundeswehr. Warum wird es immer so dahingestellt, als koenne man das nirgends sonst
    lernen, ausser bei der Bundeswehr? Bisschen kurzsichtig finde ich.

    den potentiellen Beginn einer Karriere als Berufssoldat ...

    Wie gesagt, wer Berufssoldat werden will, kann das tun.

    und die Einstellung der Bevölkerung zur Bundeswehr allgeim, das kannst du nicht einfach mit dem Geldargument vom Tisch wischen.

    Was ist mit der Einstellung der Bundeswehr gegenueber? Sie leistet viel gutes. Ob bei Hilfseinsaetzen
    im Inland (z. B. Flutkatastrophe) oder im Auslandseinsatz. Das heisse ich gut und es vermittelt einen
    guten Gesamteindruck der Bundeswehr. Aendert aber nichts an meiner Meinung, dass jemand der zur
    Bundeswehr will dies tun kann, ohne dass einige wenige zur Wehrpflicht herangezogen werden muessen.

    gruss
    v R



  • scrub schrieb:

    Buena Vista schrieb:

    Wisst ihr, was mein Ex bezahlt, dafür dass er den Wahnsinn einer Landesverteidigung, die nie Stand halten würde im Ernstfall (rede grad von der Schweiz, sorry ) nicht unterstützen kann? 2.5%!! Das sind grob 1000.- E pro Jahr! Zusätzlich zu den 15& Einkommenssteuer! Was soll das?
    Er bezahlt doch schon Steuern?

    was kann der rest der welt dafür, daß die schweiz hirnrissige gesetze hat? was du da bringst, ist lediglich ein partikularargument. im rest der welt gibts keine "ersatzzahlung", wenn man nicht zum wehrdienst geht.

    Naja, das gibt es durchaus auch woanders. Z. B. in der Tuerkei. Ich glaube in Kroatien kann man das
    auch machen.

    gruss
    v R



  • @Daniel E.:
    Stimmt nicht, sieh dir das Zitat in meinem Post an. Da sagt er eindeutig, das die Leute nichts tun ausser Staatsressourcen (also letztendlich Geld) zu verschwenden. Positive Wirkungen der Wehrpflicht verneint er damit komplett.

    @virtuell Realisticer:
    Ich habe nicht gesagt, das man Teamgeist nur durch die Wehrpflicht lernen kann. Nur das ChrisM diesen Effekt einfach unterschlägt. Was ist mit den Leuten, die nicht Berufssoldat werden wollten? Es macht für mich schon einen Unterschied, ob man Söhne und Väter nach Afghanistan schickt, oder einfach die Typen, die wir mit unseren Steuern bezahlt haben. Findest du nicht?

    Bye, TGGC (\-/ returns)



  • Hallo,

    TGGC schrieb:

    @Daniel E.:
    Stimmt nicht, sieh dir das Zitat in meinem Post an. Da sagt er eindeutig, das die Leute nichts tun ausser Staatsressourcen (also letztendlich Geld) zu verschwenden. Positive Wirkungen der Wehrpflicht verneint er damit komplett.

    meine Wortwahl war vielleicht etwas ungünstig. Was ich meinte, war eher sowas: Ein Zwangsdienst wie die Bundeswehr kann noch so viele positive Auswirkungen haben, das rechtfertigt trotzdem nicht, jedermann (soviel zum Thema Gleichberechtigung) ein Jahr zu stehlen. Und selbst wenn es nur ein Monat wäre, bleibt es doch ein Gut, das man nicht abwägen darf.

    Übrigens, was die Kameradschaft angeht: Wer die haben will, kann ja weiterhin freiwillig zur Bundeswehr. Wo ist das Problem?

    Ich sag's dir: Dass Problem ist, dass Leute wie du meinen, sie wüssten, was gut für andere ist und könnten daher über deren Leben bestimmen.

    ChrisM



  • TGGC schrieb:

    Es macht für mich schon einen Unterschied, ob man Söhne und Väter nach Afghanistan schickt, oder einfach die Typen, die wir mit unseren Steuern bezahlt haben. Findest du nicht?

    Und was hat das mit der Wehrpflicht in Deutschland zu tun?



  • ChrisM schrieb:

    Übrigens, was die Kameradschaft angeht: Wer die haben will, kann ja weiterhin freiwillig zur Bundeswehr. Wo ist das Problem?

    Und auch wenn die Leute, die ihren Wehrdienst geleistet haben das immer vehement verneinen: Etwas wie Kameradschaft kann man auch ausserhalb einer Kaserne "lernen".



  • Walli schrieb:

    Und auch wenn die Leute, die ihren Wehrdienst geleistet haben das immer vehement verneinen: Etwas wie Kameradschaft kann man auch ausserhalb einer Kaserne "lernen".

    😞 ich hab meinen Wehrdienst abgesessen und verneine das nicht.
    Aber vielleicht liegt der unterscheid auch daran das ich nur abgesessen habe und nichts geleistet *g*


  • Mod

    Daniel E. schrieb:

    Sein entscheidender Punkt war nicht das Geld, sondern Chris hat in erster Linie darauf hingewiesen, daß die Wehrpflicht ein zutiefst kollektivistisches Konstrukt ist. Mit anderen Worten: Sklaverei (in diesem Fall mit Zeitlimit).

    Das ist ohne Frage richtig.

    Aber ganz altmodisch gesagt ist Landesverteidigung nun mal ein notwendigerweise kollektivistisches Konstrukt.

    Es liegt im Interesse aller (unter anderem zur Bewahrung des eigenen Besitzes und erarbeiteten Wohlstandes), wenn man sein Land flächendeckend verteidigen kann. Die Ausbildung der Bevölkerung zur Wehrfähigkeit ist daher einfach ein notwendiges Übel. Idealbeispiel ist die Schweiz: kombiniert mit der flächendeckenden Verteidigung, geografischen Vorteilen und allgemeiner Wehrpflicht von Außen uneinnehmbar, aber trotz der Militarisierung nicht angriffsfähig.

    Dies ist mit einer Berufsarmee niemals in ähnlicher Form zu leisten. Gegen eine Berufsarmee (ein "Outsourcing der Verteidigungsleistung") sprechen u.a.:

    a) Identifikation - ist die in der Armee vorhandene Bevölkerungsgruppe wirklich bereit, auch den Wohlstand der Besitzenden und aller Einwohner zu verteidigen? Eine relativ repräsentative Auswahl der Bevölkerung garantiert noch immer die beste Identifikation.
    b) Masse - eine Berufsarmee ist nicht in der Lage einen ausreichenden Reservistenbestand hervorzubringen, siehe Idealbeispiel USA, ein kleiner lokal begrenzter Konflikt wie Irak bringt bereits eine Knappheit an Personal.
    c) Innere Abkopplung - eine Berufsarmee ist immer auch ein Gewaltelement der Regierung, das gegen die Bevölkerung einsetzbar ist, eine möglichst starke Verschränkung zwischen Armee und Bevölkerung zur inneren Kontrolle ist ebenfalls sinnvoll.
    d) Einsetzbarkeit - eine Berufsarmee wird für allerlei Unfug eingesetzt, da sie der Staat wie eine Schachfigur verschieben kann. Bereits jetzt sieht man diesen Irsinn Hindukusch und Kongo, man kann sich vage vorstellen, was bei einer reinen Berufsarmee in den Köpfen der Politiker vorgeht. Aufgabe einer Armee ist aber die Landesverteidigung, nicht das Bewachen von Feldwegen in Afghanistan.

    Die Ersatzdienste sind nur eine Folgeerscheinung der Wehrpflicht, da man eben nicht alle zum Wehrdienst einzieht, eine Fehlentwicklung, da Wehrgerechtigkeit nicht mehr sichergestellt ist. Auch ist die Argumentation mit dem Nutzen des Zivildienstes schön und gut, aber eigentlich sollte dies nicht wirklich notwendig sein, aus Geldmangel Zivildienstleistende einzusetzen. Diesen Fehlentwicklungen mit Abschaffung der Wehrpflicht zu begegnen ist aber die einfachste und feigste Maßnahme, da man sich dann nicht um die eigentliche Fehlentwicklung kümmern muß.



  • Ja, das mit der Berufsarmee stimmt schon, sowas ist gefährlich. Meine Aussage war nicht überlegt.
    Zum Thema Landesverteidigung in der Schweiz, auch wenn die ältere Generation das gerne anders sieht, dass die Deutsche Armee im 2.WK nicht eingefallen ist, liegt bestimmt nicht dran, dass Hitler glaubte, die Schweiz sei uneinnehmbar, oder die Armee wehrfähig. Das waren andere Gründe. Aber das sind vergangene Kapitel der europäischen Geschichte, aus der wir lernen sollten.
    Schaut man die heutige Bedrohunslage an, so ist es doch Irrsinn, eine bewaffnete Truppe im Land zu haben. Das Beispiel USA zählt übrigens nicht, denn die betreiben aggressive Kriegspolitik und das hat mit Landesverteidigung herzlich wenig zu tun. Und wenn man die Vorteile wie Katastrophenhilfe aufzeigt, wozu braucht man dann die Waffen?
    Zum Thema Gleichberechtigung: die einzig logische Konsequenz wär nicht, die Pflicht auch für Frauen einzuführen, sondern sie für die Männer abzuschaffen.

    ach und scrub: Du hast echt eine verzerrte Sicht der Dinge

    So nun dürft ihr wieder drüber schimpfen



  • Buena Vista schrieb:

    Zum Thema Landesverteidigung in der Schweiz, auch wenn die ältere Generation das gerne anders sieht, dass die Deutsche Armee im 2.WK nicht eingefallen ist, liegt bestimmt nicht dran, dass Hitler glaubte, die Schweiz sei uneinnehmbar, oder die Armee wehrfähig. Das waren andere Gründe.

    Ganz einfach aus Sich von Dtl.: Was gibt es in der Schweiz an Resourcen in nennenswerten Mengen zu holen? Nichts außer das eigene Geld. Und wieso sollte man seinen eigenen Tresor plündern/sprengen?



  • Hallo,

    @Marc++us: Du vergisst leider, dass auch heutzutage keine Wehrpflichtigen ins Ausland geschickt werden. Es spräche also nichts gegen das, was du behauptest und dennoch passiert es nicht.

    Ach was du schreibst zum Thema Repräsentation bzw. Identifikation. Glaubst du denn, dass das heute noch so gültig ist? Ich kann nur über meine persönlichen Erfahrungen berichten, aber in unserem letzten Abijahrgang war es so, dass keine einzige Person zum Bund gegangen ist, aber etwa die Hälfte verweigert und Zivi gemacht hat. Die gleiche Umfrage jetzt in einer Hauptschule würde ein komplett anderes Ergebnis liefern.

    Selbst wenn man jetzt mal von einer konkreten Gefährdungslage Deutschlands ausgeht, die ja nicht gegeben ist und wirklich mobilisiert werden soll, garantiere ich dir, dass die "gehobenen Schichten" im nächsten Flieger ins Ausland sitzen (schon lange, bevor der Krieg überhaupt richtig losgeht). Nur weil dieses Verfahren vor einiger Zeit noch geklappt hat, als Kollektivismus und Patriotismus noch der Standard war, heißt das nicht, dass heutzutage auch noch 99% der Leute ihr Leben für ein abstraktes Etwas aufs Spiel setzen wollen.

    Und noch was, wenn du schon das Thema Gerechtigkeit ansprichst. Sollten deiner Meinung dann auch Frauen eingezogen werden? (zum Dienst an der Waffe) Wenn nein, warum nicht?

    ChrisM


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