Patriotismuswelle in Deutschland
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Jan schrieb:
Soll ich mich jetzt auf die Straße stellen und sagen: "Möge die beste Mannschaft gewinnen!" ?? Oder sollte ich gar dafür sein, dass einfach nur die 100 besten Fußballer der Welt zusammenkommen, in zufällige Teams eingeteilt werden und dann spielen? Dann kann man das doch gleich vergessen!
Die DEUTSCHE Mannschaft spielt doch für UNS DEUTSCHEN! Was sollte daran hirnlos sein?Hast Du Dir eigentlich mal den Thread von Anfang an und dann Deinen Shit nochmal durchgelesen?

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F98 schrieb:
Die vermeintliche technische und informelle Überlegenheit, den unsere heutige Gesellschaft hat, ist in Wirklichkeit keine. Und dass schlägt dann ganz hart auf die Beteiligten zurück.
Ach komm. Bald erzählst du uns noch, dass Angie in Wahrheit ein verkleidetes Alien ist, was Deutschland unterwerfen will.
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Walli schrieb:
Ach komm. Bald erzählst du uns noch, dass Angie in Wahrheit ein verkleidetes Alien ist, was Deutschland unterwerfen will.
Verkleidet?

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Hallo
GPC schrieb:
chrische5 schrieb:
Dieses "die anderen Länder machen das auch Argument" finde ich persönlich sehr schwach.
GPC schrieb:
War kein Argument, nur ein Vergleich. Und selbst wenn, warum darf man sich nicht an anderen Ländern orientieren? Sind das alles Holzköpfe in England, oder wie?
Es sind keine Holzköpfe aber Nationalisten und das sollte, meiner Meinung überwunden werden.
Du bezeichnest also jeden Engländer, der ne Fahne schwingt als Nationalisten?
Menschen, die nicht nicht zwischen einer Fußballmannschaft und einem Staat unterscheiden können sind komisch. Ich halte doch auch auf Deutschland, aber man sollte sich bewusst werden, dass das totaler Zufall ist und absolut auswechselbar. Ich lebe in Sachsen und gerade hier wundere ich mich über Opportunismus. Vor 20 Jahren noch die DDR-Hymne gesungen und jetzt tun sie wie die besten Deutschen. Da gibt es auch einige Sprotler. Das beweist doch aber die Austauschbarkeit der Symbole. Sobald die Bundesliga wieder losgeht, singen alle wieder die Vereinslieder.
GPC schrieb:
Vergangenheit ist Vergangenheit, wir haben daraus gelernt, schauen wir auch mal nach vorne.
Aber wir dürfen den Blick zurück nie verlieren. Nur wer Geschichte kennt verringert das Risiko auf Wiederholung. Es geht aber nicht darum sich die ganze Zeit selbst zu kasteien, sondern verantwortungsvoll mit Vergangeheit umgehen.
GPC schrieb:
Dann schäm dich von mir aus. Und gib mir bescheid, wenn du das Paradies gefunden hast

Ich schäme mich überhaupt nicht Deutscher zu sein, weil ich darauf keinen Einfluss hatte und ich finde es auch total sinnlos. Warum sollte man auf der einen Seite aber stolz darauf sein Deutscher zu sein, weil hier Goethe und so weiter gelebt haben, auf der andern Seite sich aber nicht schämen dürfen in dem selben Land zu leben, von dem 2 Weltkriege ausgegangen sind und in dem Millionen Menschen umgebracht wurden. Meiner Meinung nach macht beides wenig Sinn.
chrische
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chrische5 schrieb:
Es sind keine Holzköpfe aber Nationalisten und das sollte, meiner Meinung überwunden werden.
Du bezeichnest also jeden Engländer, der ne Fahne schwingt als Nationalisten?
Menschen, die nicht nicht zwischen einer Fußballmannschaft und einem Staat unterscheiden können sind komisch. Ich halte doch auch auf Deutschland, aber man sollte sich bewusst werden, dass das totaler Zufall ist und absolut auswechselbar. Ich lebe in Sachsen und gerade hier wundere ich mich über Opportunismus. Vor 20 Jahren noch die DDR-Hymne gesungen und jetzt tun sie wie die besten Deutschen.
Die DDR war ja auch Deutsch, jetzt ist es halt ne andere Regierung. Ich singe jetzt die Nationalhymne und wenn's mal ne Europa-hymne gibt (ne offizielle), dann würd ich die auch singen, wenn ich einen Grund dazu hätte.
Da gibt es auch einige Sprotler. Das beweist doch aber die Austauschbarkeit der Symbole. Sobald die Bundesliga wieder losgeht, singen alle wieder die Vereinslieder.
Deshalb sind es auch Symbole, die stehen nur für was, klar dass die austauschbar sind.
GPC schrieb:
Vergangenheit ist Vergangenheit, wir haben daraus gelernt, schauen wir auch mal nach vorne.
Aber wir dürfen den Blick zurück nie verlieren. Nur wer Geschichte kennt verringert das Risiko auf Wiederholung. Es geht aber nicht darum sich die ganze Zeit selbst zu kasteien, sondern verantwortungsvoll mit Vergangeheit umgehen.
Das kann man ja alles, aber ich will mich einfach nicht so extrem von der Vergangenheit belasten lassen. Es ist passiert. Es ist vorbei.
GPC schrieb:
Dann schäm dich von mir aus. Und gib mir bescheid, wenn du das Paradies gefunden hast

Ich schäme mich überhaupt nicht Deutscher zu sein, weil ich darauf keinen Einfluss hatte und ich finde es auch total sinnlos. Warum sollte man auf der einen Seite aber stolz darauf sein Deutscher zu sein, weil hier Goethe und so weiter gelebt haben, auf der andern Seite sich aber nicht schämen dürfen in dem selben Land zu leben, von dem 2 Weltkriege ausgegangen sind und in dem Millionen Menschen umgebracht wurden. Meiner Meinung nach macht beides wenig Sinn.
Wenn es dich glücklich macht, meinetwegen, ich will ja niemanden zu was zwingen.
MfG
GPC
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GPC schrieb:
Wieso? Ich bin ja auch nicht direkt auf die Landschaft stolz, aber z.B. auf die Leistungen unserer Gesellschaft, unser System usw. Such dir was aus, was du daran jetzt gut oder schlecht findest.
Verrate mir, wie du auf etwas Stolz sein kannst, das du nicht selbst geschaffen hast.
PS: Ich bin stolz auf das schoene Wetter heute!
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Doktor Prokt schrieb:
GPC schrieb:
Wieso? Ich bin ja auch nicht direkt auf die Landschaft stolz, aber z.B. auf die Leistungen unserer Gesellschaft, unser System usw. Such dir was aus, was du daran jetzt gut oder schlecht findest.
Verrate mir, wie du auf etwas Stolz sein kannst, das du nicht selbst geschaffen hast.
Mit meinen Steuern finanziere ich die BRD mit. Sorry dass ich anno 49 nicht auch am Tisch saß und am GG mitgewerkelt hab

Warum könnt ihr Nationalstolz nicht einfach akzeptieren? Ich akzeptier doch auch, dass es manchen Scheißegal ist.
EDIT:
Wir sind alle ein Volk. Und dann kann man doch stolz auf etwas sein, was ein Mitglied dieses Volks geschafft hat. IMO. Das hat im Übrigen nichts mit "wir-sind-besser-als-andere"-Müll zu tun.
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Plotter schrieb:
Nach der bisher makellosen Vorstellung der Deutschen Mannschaft finde ich es auch durchaus angebracht, etwas Patriotismus in Deutschland zu zeigen.
Und genau da steckt der Unsinn. Die sportlichen Leistungen von 11 Knallköppen sagt nichts über Deutschland aus.
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HEZ schrieb:
Plotter schrieb:
Nach der bisher makellosen Vorstellung der Deutschen Mannschaft finde ich es auch durchaus angebracht, etwas Patriotismus in Deutschland zu zeigen.
Und genau da steckt der Unsinn. Die sportlichen Leistungen von 11 Knallköppen sagt nichts über Deutschland aus.
FALSCH! Bisher hat die deutsche Nationalmannschaft immer WM-Titel geholt, wenn das Land im Umbruch war.
1954: Deutschland rappelt sich wieder auf nach dem WKII, es ist Aufbruchsstimung, Deutschland wird Weltmeister.
1974: Annäherungen DDR und BRD, zudem wird Schmidt neuer Bundeskanzler, WM im eigenen Lande, Deutschland wird Weltmeister.
1990: Das Jahr der Wiedervereinigung, Deutschland wird Weltmeister.Nur 1996, als wird zum Dritten Mal die EM gewannen, war eigentlich nichts bedeutendes los. However.
MfG
GPC
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Warum könnt ihr Nationalstolz nicht einfach akzeptieren? Ich akzeptier doch auch, dass es manchen Scheißegal ist.
Weil es das nicht gibt. Du kannst dich zum Beispiel zu deinem Land hingezogen fuehlen, dich mit ihm identifizieren, froh ueber die Umstaende sein, in denen du lebst.
Vielleicht solltest du etwas aufmerksamer lesen, was du schriebst:
Ich bin ja auch nicht auf [ .. ] stolz, aber z.B. auf die Leistungen unserer Gesellschaft, unser System usw.
Mit meinen Steuern finanziere ich die BRD mit. Sorry dass ich anno 49 nicht auch am Tisch saß und am GG mitgewerkelt hab.
Du bist also auf deine eigene Leistung, Steuern zu zahlen und damit das System mitzutragen, stolz. Das ist legitim.
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Doktor Prokt schrieb:
Warum könnt ihr Nationalstolz nicht einfach akzeptieren? Ich akzeptier doch auch, dass es manchen Scheißegal ist.
Weil es das nicht gibt.
Klingt nach linksalternativem, pseudo-intellektuellem Getue, jedenfalls bisher (und nicht nur von dir).
Du kannst dich zum Beispiel zu deinem Land hingezogen fuehlen, dich mit ihm identifizieren, froh ueber die Umstaende sein, in denen du lebst.
Okay, wir scheinen unterschiedliche Definitionen von Stolz zu besitzen, oder worin unterscheidet es sich jetzt in deinen Augen, wenn ich auf ne 1.0 in ner Klausur stolz bin oder auf nen 3:0 Sieg unseres DFB-Teams? Stolz ist man doch, wenn man mit etwas zufrieden ist, bei der Klausur mit meiner Leistung und beim Fußballspiel mit der deutschen Mannschaft.
Vielleicht solltest du etwas aufmerksamer lesen, was du schriebst:
Ich bin ja auch nicht auf [ .. ] stolz, aber z.B. auf die Leistungen unserer Gesellschaft, unser System usw.
Mit meinen Steuern finanziere ich die BRD mit. Sorry dass ich anno 49 nicht auch am Tisch saß und am GG mitgewerkelt hab.
Du bist also auf deine eigene Leistung, Steuern zu zahlen und damit das System mitzutragen, stolz. Das ist legitim.
Ich bin auch ein Teil dieser Gesellschaft und kann aktiv an deren Verbesserung mitarbeiten. Das ist demnach auch legitm und daher ist es korrekt, was ich geschrieben habe.
MfG
GPC
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GPC schrieb:
Doktor Prokt schrieb:
Warum könnt ihr Nationalstolz nicht einfach akzeptieren? Ich akzeptier doch auch, dass es manchen Scheißegal ist.
Weil es das nicht gibt.
Klingt nach linksalternativem, pseudo-intellektuellem Getue.
Aha.
GPC schrieb:
Du kannst dich zum Beispiel zu deinem Land hingezogen fuehlen, dich mit ihm identifizieren, froh ueber die Umstaende sein, in denen du lebst.
Okay, wir scheinen unterschiedliche Definitionen von Stolz zu besitzen, oder worin unterscheidet es sich jetzt in deinen Augen, wenn ich auf ne 1.0 in ner Klausur stolz bin oder auf nen 3:0 Sieg unseres DFB-Teams? Stolz ist man doch, wenn man mit etwas zufrieden ist, bei der Klausur mit meiner Leistung und beim Fußballspiel mit der deutschen Mannschaft.
Sicher definieren wir Stolz unterschiedlich. Du, wie viele andere, deren Horizont wohl kaum ueber den Fussballplatz hinausragt, setzt, anders als der durchschnittlich gebildete Buerger, setzt "Stolz" mit "Freude" gleich.
MfG
GPC
Gruss, Christian
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GPC schrieb:
worin unterscheidet es sich jetzt in deinen Augen, wenn ich auf ne 1.0 in ner Klausur stolz bin oder auf nen 3:0 Sieg unseres DFB-Teams?
Deine Klausur (also die, die du geschrieben und für die du gelernt hast)? Oder die eines Klassenkameraden (von mir aus auch eines guten Freundes)?
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Doktor Prokt schrieb:
Sicher definieren wir Stolz unterschiedlich. Du, wie viele andere, deren Horizont wohl kaum ueber den Fussballplatz hinausragt, setzt, anders als der durchschnittlich gebildete Buerger, setzt "Stolz" mit "Freude" gleich.
In dem Fall bin ich gerne ein ungebildeter Bürger, der sich über sowas freuen kann und trotzdem Stolz auf die Nationalmannschaft ist. Ihr wisst schon, selig ist der Unwissende.
Gruss, Christian
dito.
HEZ schrieb:
GPC schrieb:
worin unterscheidet es sich jetzt in deinen Augen, wenn ich auf ne 1.0 in ner Klausur stolz bin oder auf nen 3:0 Sieg unseres DFB-Teams?
Deine Klausur (also die, die du geschrieben und für die du gelernt hast)? Oder die eines Klassenkameraden (von mir aus auch eines guten Freundes)?
Meine eigene Klausur.
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Es ist wirklich unglaublich, wie hochnässig manche Leute hier sind
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solange sie nicht ihren nationallappen vor lauter "hochnässigkeit" bep... ach, lassen wir das.
ich wundere mich schon sehr, daß angebliche patrioten etwas tolles an diesem "30-tage-patriotismus" finden können. für diejenigen, denen es nicht so gut geht, wird sich an den harten fakten (ihren lebensumständen) auch nichts ändern, wenn sie mit irgendwelchen lappen rumwedeln.
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Hm, jetzt belöffeln sich einige gegenseitig wegen windigen Begriffes des Stolzes: http://de.wikipedia.org/wiki/Stolz
Den lassen wir hier lieber mal weg.
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Aber sie fuehlen sich 30 Tage besser. Warum gehen leute in die Kirche?
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scrub schrieb:
für diejenigen, denen es nicht so gut geht, wird sich an den harten fakten (ihren lebensumständen) auch nichts ändern, wenn sie mit irgendwelchen lappen rumwedeln.
Da kommen mir ja fast die Tränen.
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TactX schrieb:
scrub schrieb:
für diejenigen, denen es nicht so gut geht, wird sich an den harten fakten (ihren lebensumständen) auch nichts ändern, wenn sie mit irgendwelchen lappen rumwedeln.
Da kommen mir ja fast die Tränen.
Wie patriotisch von Dir.
...aber Hauptsache, den Leuten, denen es hier schlecht geht, wurde während der WM mal gezeigt, dass hier alle zusammenhalten.
Schließlich sind die Deutschen EINE Gemeinschaft. Das ist doch der Sinn der Fahnen: Zeigen zu können, dass man sich dieser Gemeinschaft zugehörig fühlt.