Patriotismuswelle in Deutschland
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Ich verstehe wirklich nicht, wie es Menschen geben kann, die behaupten den anderen überlegen zu sein und dann so nen Blödsinn labern.
Sicher definieren wir Stolz unterschiedlich. Du, wie viele andere, deren Horizont wohl kaum ueber den Fussballplatz hinausragt, setzt, anders als der durchschnittlich gebildete Buerger, setzt "Stolz" mit "Freude" gleich.
Mit diesem Satz schlägst du dir selbst einen Klotz ins Herz.
Wenn du Fußball nicht leiden kannst, dann brauchst du Fußballfans nicht mit irgendwelchen sinnlosen kommentaren beleidigen. Wirklich arm...
Übrigens gibt es in diesem Thread noch viele Poster, die einen absoluten blödsinn geredet haben.Zum Thema:
Die deutsche Nationalmannschaft spielt nicht nur für sich, sondern sie repräsentieren nunmal das Land Deutschland. Der Fall, dass der austragungsort in Deutschland ist, vertieft das ganze noch.
Ich kann es nicht verstehen, dass es Leute gibt, die jemanden angreifen, der stolz auf sein Land ist. Was ist daran schlimm? Leute die sagen "Peinlich, wie kann man mit einer Landesflagge rumlaufen" sind in meinen augen einfach noch unreif.
zum Thema Stolz:
Also laut euch darf dann eine Mutter nie zu ihrem Kind sagen "Ich bin stolz auf dich" oder? Denn das was das kind gemacht hat (sagen wir mal eine gute Note geschrieben) ist ja nicht die Tätigkeit der Mutter gewesen. Also auch hier finde ich eure Argumentation nicht angebracht.Wie es GPC sagte, haben wir nichts mit dem 3ten Reich am hut gehabt. Wieso sollten wir uns dafür schähmen? wir leben nunmal heute und nicht in der Geschichte. Aus diesem Grund kann man auch "stolz" auf sein land sein. Sicher hat Deutschland nicht alles Richtig gemacht, aber es gibt auch zich andere Länder die auch Fehler machten.
Abschließend: Ich bin stolz Deutscher zu sein, und werde auch nach der WM stolz sein. Ich finde daran nichts Verwerfliches.
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Lyrix schrieb:
Wie es GPC sagte, haben wir nichts mit dem 3ten Reich am hut gehabt. Wieso sollten wir uns dafür schähmen? wir leben nunmal heute und nicht in der Geschichte. Aus diesem Grund kann man auch "stolz" auf sein land sein. Sicher hat Deutschland nicht alles Richtig gemacht, aber es gibt auch zich andere Länder die auch Fehler machten.
Abschließend: Ich bin stolz Deutscher zu sein, und werde auch nach der WM stolz sein. Ich finde daran nichts Verwerfliches.das ist aber inkonsequent.
entweder du sagst:
'ich identifiziere mich mit diesem land und nehme es an mit allen guten und schlechten seiten' dazu gehört auch, dass damals ein übler gangster sein unwesen treiben konnte, weil die deutschen zu blöd' waren um dem einen riegel vorzuschieben.
oder du sagst:
'mir ist deutschland sch...egal - auch was damals passiert ist'einfach stolz sein 'auf doof' ist wirklich nur kindergartenniveau...
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Naja, das mit dem Stolz ist so eine Sache. Ich würde niemals sagen, dass ich stolz darauf bin ein Deutscher zu sein, eben weil ich nichts dazu beigetragen habe, dass ich es bin. Eltern tragen ja irgendwie dazu bei, dass aus einem Kind das wird was es ist. Ich möchte allerdings noch bemerken, dass einem ein "ich bin Stolz darauf dass XYZ" schon manchmal rausrutschen kann und eher gemeint ist wie "ich freue mich über XYZ". So eben auch beim Fußball. Wenn sich jemand freut, wenn Deutschland gewinnt, dann lasst ihn doch seine Fahne wedeln.
Manchem mag das primitiv vorkommen, aber so sind Menschen nun manchmal (sogar die Klugscheißer ganz tief in ihrem Inneren). Wer sich nicht ab und zu mal menschlich verhält, der sollte sich allen Ernstes mal fragen wofür er überhaupt lebt. Und das gilt nicht nur für den Fußball, sondern auch für andere Sachen über die in vermeintlich gebildeten Kreisen oft die Nase gerümpft wird.
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net schrieb:
Lyrix schrieb:
Wie es GPC sagte, haben wir nichts mit dem 3ten Reich am hut gehabt. Wieso sollten wir uns dafür schähmen? wir leben nunmal heute und nicht in der Geschichte. Aus diesem Grund kann man auch "stolz" auf sein land sein. Sicher hat Deutschland nicht alles Richtig gemacht, aber es gibt auch zich andere Länder die auch Fehler machten.
Abschließend: Ich bin stolz Deutscher zu sein, und werde auch nach der WM stolz sein. Ich finde daran nichts Verwerfliches.das ist aber inkonsequent.
entweder du sagst:
'ich identifiziere mich mit diesem land und nehme es an mit allen guten und schlechten seiten' dazu gehört auch, dass damals ein übler gangster sein unwesen treiben konnte, weil die deutschen zu blöd' waren um dem einen riegel vorzuschieben.
oder du sagst:
'mir ist deutschland sch...egal - auch was damals passiert ist'einfach stolz sein 'auf doof' ist wirklich nur kindergartenniveau...
Falsch weil das was in der politik >>>heute<<< passiert kann man beeinflussen und wenns nur im geringen Maße ist. Man kann wählen gehen, man hat sehr viele andere Rechte. Ebenfalls kann man in seiner Gemeinde Anträge stellen, die evt dann in den Landestag usw angesprochen werden.
Auf die Sachen die vor mir passiert sind hatte und habe ich 0 Einfluss...
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HEZ schrieb:
Walli schrieb:
Du findest Urlaub also auch sinnlos. Warum soll man in ein anderes Land fahren wenn man da eh nur rumliegt und nach 3 Wochen wieder zurück kommt.
Sprichst mir aus der Seele.
Oh leck, du musst ein Troll sein.
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[OT]Ich? Nö, nur ein soziophober Computerjunkie. (Überrascht? Hier?)[/OT]
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Ja.
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Naja, man sagt ja auch zu seinen Freunden, wenn er/sie was tolles gemacht hat "Ich bin stolz auf dich". Ja, was heißt eigentlich "stolz"? Was will man mit obigem Satz ausdrücken.
Offensichtlich verbinden einige mit dem Satz "Ich bin stolz, Deutscher zu sein" etwas ganz schlimmes, während andere das ganz OK und normal finden. Vielleicht liegt das daran, dass der Satz für verschiedene Menschen verschiedenes bedeutet - wegen des Wortes "stolz".
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WebFritzi schrieb:
Offensichtlich verbinden einige mit dem Satz "Ich bin stolz, Deutscher zu sein" etwas ganz schlimmes, während andere das ganz OK und normal finden. Vielleicht liegt das daran, dass der Satz für verschiedene Menschen verschiedenes bedeutet - wegen des Wortes "stolz".
hmmm... es hat ja schon jemand den wikipedia-Link gebracht. Da steht unter anderem folgendes:
Mitunter wird der Stolz in zwei Formen unterteilt: eine gesunde und ein kranke, d. h. neurotische Form. Neurotischer Stolz ist es, wenn man stolz auf etwas ist, was man nicht selber geschaffen hat [...]
Da die meisten hier wohl nichts geleistet haben, um Deutscher zu sein, kann man also sagen, dass diese Sichtweise einfach krankhaft ist.

...aber es wird im Wikipedia-Artikel durchaus auch klar, dass man ganz verschiedene Dinge unter "Stolz" verstehen kann. ...interessant finde ich auch die Bedeutung des zugehörigen lateinischen Begriffes.

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HEZ schrieb:
Jan schrieb:
Vielleicht sollten hier mal einige Leute aus ihren Kellern kommen und am Leben teilhaben...
Vom Keller zum Fernseher. Gratuliere.
Wenn du alleine vor deinem Fernseher mit einer Deutschlandfahne sitzt, dann kann ich verstehen, dass dir das keinen Spaß bringt.

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Ich finde diese neue Form des Patriotismus in Deutschland spitze. Überall hängen in meinem Studentenwohnheim Deutschlandflaggen raus und überall sieht man Autos mit Deutschlandflaggen herumfahren. Dieses in anderen Ländern völlig selbstverständliche Selbstbewusstsein (ist es was besonderes, wenn Brasilianer ihre Flagge zeigen?) tut einem Land sehr gut und war meiner Meinung überfällig.
Ich finds auf jeden Fall schön.

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Gregor schrieb:
...aber es wird im Wikipedia-Artikel durchaus auch klar, dass man ganz verschiedene Dinge unter "Stolz" verstehen kann. ...interessant finde ich auch die Bedeutung des zugehörigen lateinischen Begriffes.

Dieser Artikel ist nicht unbedingt förderlich für die Wikipedia als objektive Enzyklopädie.
In einem sprachwissenschaftlichem Lexikon* liest sich das übrigens etwas anders:
stolz Adj std. (12. Jh.), mhd. stolz, mndd. stolt, afr. stult.
Herkunft unklar - vielleicht zu Stelze im Sinne von "hochtrabend". Auch eine Entlehnung aus l. stultus "töricht" ist denkbar, setzt aber einen ungewöhnlichen Bedeutungswandel voraus. Abstraktum: Stolz; Verb: stolzieren.* "KLUGE - Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache". Das de facto Standardwerk für die Etymologie des Deutschen.
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Ihr Deutschen habt einfach ein Rad ab!
Wir in Schweden hängen bei jeder Gelegnheit unsere Fahne vor die Tür. Auf dem Land hat auch fast jedes Haus einen eigenen Fahnenmast.
Warum sollte man etwas gegen Patriotismus/Nationalismus haben? Warum sollte man das bedenklich finden? Warum sollte man nicht die Symbole seiner Nation gut finden?
Ihr findet es doch auch gut in Deutschland zu leben und hier die Annehmlichkeiten dieses Staates in Anspruch zu nehmen! Aber vielleicht wäre es so manchem lieber auf dem Mond zu wohnen. Ach Mist, den haben ja schon die USA annektiert.
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LunaGirl schrieb:
Wir in Schweden hängen bei jeder Gelegnheit unsere Fahne vor die Tür. Auf dem Land hat auch fast jedes Haus einen eigenen Fahnenmast.
Sowas haben hier nur Schulen, Ämter und andere öffentliche Gebäude. Privathäuser haben sowas total selten, ich kenne nur eines (liegt auf dem Arbeitsweg).
Warum sollte man etwas gegen Patriotismus/Nationalismus haben? Warum sollte man das bedenklich finden? Warum sollte man nicht die Symbole seiner Nation gut finden?
Sowas hat in Deutschland einfach nen bitteren Beigeschmack.
Deutsche, die begeistert mit Fähnchen wedeln sind in den Köpfen einfach Nazis (2. WK) oder überzeugte Ossis (Paraden). Alles Kapitel der Geschichte, die viele am liebsten vergessen wollen und die sich bitte nicht wiederholen sollen.
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Hallo
estartu schrieb:
Warum sollte man etwas gegen Patriotismus/Nationalismus haben? Warum sollte man das bedenklich finden? Warum sollte man nicht die Symbole seiner Nation gut finden?
Sowas hat in Deutschland einfach nen bitteren Beigeschmack.
Deutsche, die begeistert mit Fähnchen wedeln sind in den Köpfen einfach Nazis (2. WK) oder überzeugte Ossis (Paraden). Alles Kapitel der Geschichte, die viele am liebsten vergessen wollen und die sich bitte nicht wiederholen sollen.Auch wenn man hier teilweise als linker Spinner dargestellt wird, so muss ich sagen, dass es mir nicht nur um Deutschalnd geht, sondern ich Patriotismus auch un anderen Ländern komisch
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Ich halte auch nichts von Patriotismus; es ist halt einfach dumm.

Das hat auch nichts damit zu tun, ob man jetzt Deutscher ist oder nicht. Ich fand's aber immer gut, dass wir Deutschen von diesem hirnlosen Mist größtenteils verschohnt waren(mal abgesehen vom Lokalpatriotismus, der ja in größeren Städten sehr verbreitet zu sein scheint).
Ich denke aber auch, dass es bei dem Fahnengewedel z.Z. nur um Fußball geht. Ist zwar auch nicht mein Fall aber... *schulterzuck*... wenn's Spass macht.

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LunaGirl schrieb:
Ihr Deutschen habt einfach ein Rad ab!
....
Ihr findet es doch auch gut in Deutschland zu leben und hier die Annehmlichkeiten dieses Staates in Anspruch zu nehmen! Aber vielleicht wäre es so manchem lieber auf dem Mond zu wohnen. Ach Mist, den haben ja schon die USA annektiert.

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LunaGirl schrieb:
Ihr Deutschen habt einfach ein Rad ab!
Wir in Schweden hängen bei jeder Gelegnheit unsere Fahne vor die Tür. Auf dem Land hat auch fast jedes Haus einen eigenen Fahnenmast.
Warum sollte man etwas gegen Patriotismus/Nationalismus haben? Warum sollte man das bedenklich finden? Warum sollte man nicht die Symbole seiner Nation gut finden?
Ihr findet es doch auch gut in Deutschland zu leben und hier die Annehmlichkeiten dieses Staates in Anspruch zu nehmen! Aber vielleicht wäre es so manchem lieber auf dem Mond zu wohnen. Ach Mist, den haben ja schon die USA annektiert.
Das sag ich ja schon den ganzen Thread, obwohl ich langsam glaube, trotzdem ein Rad ab zu haben...
Lügner schrieb:
Ich halte auch nichts von Patriotismus; es ist halt einfach dumm.

Gregor von Seite 1 dieses Threads schrieb:
Patriotisch ist in meinen Augen zum Beispiel ein deutscher Unternehmer, der in Deutschland bleibt, obwohl er im Ausland günstiger produzieren könnte. Jemand der etwas für das Land tut und dabei seine eigenen Ziele usw. etwas hinten anstellt: So einer ist ein Patriot.[...]
Der Unternehmer wäre deiner Theorie zufolge also ein Idiot?
MfG
GPC
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GPC schrieb:
Lügner schrieb:
Ich halte auch nichts von Patriotismus; es ist halt einfach dumm.

Gregor von Seite 1 dieses Threads schrieb:
Patriotisch ist in meinen Augen zum Beispiel ein deutscher Unternehmer, der in Deutschland bleibt, obwohl er im Ausland günstiger produzieren könnte. Jemand der etwas für das Land tut und dabei seine eigenen Ziele usw. etwas hinten anstellt: So einer ist ein Patriot.[...]
Der Unternehmer wäre deiner Theorie zufolge also ein Idiot?
Wenn es nur darum geht, ja. Aber das ist kaum vorstellbar, der wird schon glauben, etwas davon zu haben.

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Lügner schrieb:
GPC schrieb:
Lügner schrieb:
Ich halte auch nichts von Patriotismus; es ist halt einfach dumm.

Gregor von Seite 1 dieses Threads schrieb:
Patriotisch ist in meinen Augen zum Beispiel ein deutscher Unternehmer, der in Deutschland bleibt, obwohl er im Ausland günstiger produzieren könnte. Jemand der etwas für das Land tut und dabei seine eigenen Ziele usw. etwas hinten anstellt: So einer ist ein Patriot.[...]
Der Unternehmer wäre deiner Theorie zufolge also ein Idiot?
Wenn es nur darum geht, ja. Aber das ist kaum vorstellbar, der wird schon glauben, etwas davon zu haben.

Pardon? Jemand der Arbeitsplätze in Deutschland sichert ist ein Idiot? Jemand der etwas für seine Belegschaft tut und fair mit ihnen umgeht ist ein Idiot? Jemand der sagt: "Es ist besser für die Menschen und die Gesellschaft, wenn ich hierbleibe, anstatt für 20 cent billiger in Turkmenistan zu produzieren" ist ein Idiot?
Liest du grade "Globalisierung für Dummies" oder was?